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Spielname:
Ridge Racer 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Namco

Developer:


Genre:
Racing

Release:
25.03.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Review: Ridge Racer 3D

Kevin Jensen, 31.03.2011

9863°

11

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Nintendo 3DS: Neues Gerät, neues Glück. Das muss sich auch Namco gedacht haben, als sie mit Ridge Racer 3D zum System-Launch an die Pole Position gegangen sind. Macht man eine Zeitreise in die Vergangenheit, so sieht man vergleichbare Analogien. Ridge Racer für den Nintendo DS kam in den USA auch zum Launch des Systems vor rund 6 Jahren heraus. Schon damals beschwerten sich einige Fans über die unterdurchschnittliche Grafikleistung im Vergleich zu anderen Launch-Titeln und schon damals wusste das Spiel, trotz der anfänglichen Bedenken, zu überraschen. Wiederholt sich die Vergangenheit? Ist auch Ridge Racer 3D ein brisantes Launch-Spiel für den Beginn der Nintendo 3DS-Ära? Wir haben uns hinters Steuer gewagt und geben Antworten auf eure Fragen in unserem Testbericht zu Ridge Racer 3D.

Klapp mal deine Kinnlade hoch, da passt ja schon ein Auto durch.
Schon seit 1993 dreht die Ridge Racer-Serie ihre Runden. Damals noch als dicker Arcade-Automat in Spielhallen und Einkaufszentren und schon ein Jahr später auf der PSone. Bis heute sind zahlreiche Ableger auf sämtlichen Konsolen veröffentlicht worden und auch vor Handhelds macht man keinen Halt. Während der Nintendo DS mit einem Ableger beglückt worden ist, gab es schon auf der PSP zwei Editionen des Driftspektakels. Und da just diese Versionen sich grafisch sehr mit der Nintendo 3DS-Version des Spiel gleichen, fragt man sich, wer gewinnt das Rennen? Zeitgleich tummelt sich auch die Konkurrenz in den eigenen Reihen und Asphalt 3D, das Racing-Franchise aus dem Hause Gameloft, reiht sich in das Launch-Aufgebot ein. Doch wie gut ist Ridge Racer 3D wirklich, knapp 18 Jahre nach dem erscheinen des Serien-Erstlings?

Zunächst muss gesagt werden, dass Ridge Racer ähnlich wie Asphalt 3D kein Simulationsrennspiel ist, bei dem Realismus hoch im Kurs ist, sondern eher der schnelle Driftspaß im Vordergrund steht. Dennoch versucht Ridge Racer 3D nicht aus diversen Spielen zu ,klauen‘ sondern bleibt bei seinen Wurzeln und spezialisiert sich auf eine Sache. Nein, nicht der Kommentator, der das Spiel mit Riiiiiiiiidge Raaaaaaacer ankündigt. Der wurde in dieser Instanz wegrationalisiert. Der Kernpunkt des Spiels ist Driften, Bosten und Bestzeiten einfahren. Wer also vor einer Kurve vom Gas geht, kräftig das Lenkrad einreißt und dabei nicht Omas Blumen auf der Leitplanke mitnimmt, bekommt Gummipunkte auf seiner Turbo-Skala.

Driften, driften und nochmals driften...
Dabei gibt es diverse Einstellungsmöglichkeiten im Spiel, die genau dieses Drift-Feature supporten. So können einfache Naturen und Gelegenheitsspieler, die Lite-Kontrollen nutzen und Spezialisten setzten auf punktgenaues Timing via Expert Mode. Neben den diversen Driftoptionen, kann man nach und nach auch unterschiedliche Fahrzeuge samt mannigfaltigen Boostoptionen freispielen. Zusätzlichen Speed können wagemutige Fahrer erlangen, wenn sie im Windschatten ihrer Mitstreiter fahren. Insgesamt 12 Fahrzeugkategorien mit 2 bis 4 Fahrzeugtypen können im Laufe des Spiels mit Punkten erworben werden. Diese Punkte erhält man für erfolgreich absolvierte Rennen, maßgeblich im Hauptmodus des Spiels, dem Grand Prix. Hier warten rund 100 Races darauf gefahren zu werden - auch den unterschiedlichsten Strecken. Serienkenner werden dabei wissen, wie oft Namco auf das Mittel des Streckenrecyclings zurückgreift und das macht auch vor Ridge Racer 3D keinen Halt. Dennoch präsentieren sie auch neue Strecken, die sich im stereoskopischen 3D brillant präsentieren. Da gäbe es beispielweise die schneebedeckten Berglandschaften oder riesige Canyonschluchten. Das Auf und Ab - Hin und her der Strecken, gepaart mit dem Tiefeneffekt der 3D-Konsole, zeigen wunderbare Landschaftsfacetten.

Nebst Grand Prix-Modus gibt es auch schnelle Optionen für zwischendurch, wie beispielsweise das Standardrennen gegen 7 Gegner, die Schnelle Tour basierend auf persönlichen Vorlieben, das Markenrennen, wobei alle Kontrahenten mit dem gleichen Fahrzeug im Kreis fahren oder das Zeitrennen, ganz allein gegen die Uhr. In Sachen Abwechslung sieht es hier flau aus, gerade im Vergleich zu Asphalt 3D. Dafür ist Ridge Racer 3D aber stark in den Sachen, auf die es sich konzentriert. Der Schwierigkeitsgrad steigt stetig und während man in den ersten Rennen noch munter auf dem ersten Platz fahren kann, gilt es in späteren Duellen den Windschatten zu nutzen, Boosts zu sammeln und sinnvoll einzusetzen.

Steuerung:
Wer versucht, Ridge Racer 3D mit dem D-Pad zu steuern, wird gleich in seine Schranken gewiesen, denn das Circle Pad sorgt für geschmeidiges Fahren und was noch viel wichtiger ist: saubere Drifts. Dabei kann man in den Optionen zahlreiche Alternativen einstellen und ob man nun mit dem A-Knopf oder lieber den Schultertasten Gas gibt ist dem Spieler selbst überlassen. Durch die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Driften ist es ein leichtes herauszufinden, welcher Spielertyp man selber ist, bb man eher die Herausforderung mag und den Expertenmodus einstellt oder ob man die seichte Kost liebt und sich mittels Hilfen an die Spitze der Kolonne katapultiert. Und wer erwartet, dass es Crashs gibt, der irrt. Das Höchste der Gefühle ist, dass man sich böse verdriftet und quer auf der Straße steht.

Grafik:
Rein optisch gibt es nur seichte Unterschiede zur PSP-Version, die schon einige Jährchen mehr auf dem Buckel hat. Warum sieht Ridge Racer 3D nun auf den Screenshots so schwach aus? Ganz einfach, weil man auf 2D-Screenshots keinen 3D-Effekt sehen kann. Denn just dieser Effekt sorgt dafür, dass Ridge Racer 3D ein echter Hingucker ist. Zwar sind die Fahrzeugdetails und Spieglungseffekte noch nicht so ausgereift, wie sie hätten sein können, dennoch sorgt der Tiefeneffekt für ein schönes Spielgefühl. Es kommt einem so vor, als könnte man um Gebirgsschluchten herumschauen, wenn das Fahrzeug mit voller Wucht um die Ecken kreist. Zudem sorgen brillante Lichteffekte wie beispielsweise beim Herausfahren aus einem Tunnel oder bei romantischen Sonnenuntergängen am Strand dafür, dass der PSP-Vorgänger in den Schatten gestellt wird. Obgleich die Autos auf der PSP noch einen hauch mehr Realismus boten und nicht „gequetscht“ wirken. Um den 3D-Effekt noch ein wenig zu schüren gibt es diverse eher beiläufige Elemente, die aber ihre Daseinsberechtigung haben, wie beispielsweise fliegendes Konfetti an Zuschauertribünen, Funkten oder abspringende Fahrzeugteile bei Kollisionen oder spritzendes Wasser von Pfützen.

Sound:
In Sachen Musikgeschmack kann es sein, dass der ein oder andere verwöhnt ist von EA, die mit lizensierten Musikstücken von renommierten Bands daherkommen. Bei Ridge Racer ist dies zwar nicht der Fall, aber dennoch gibt es unterschiedliche Radio-Stationen, die mit diversen Musikrichtungen ausgestattet sind. Rock gefällig? Oder doch lieber Hip-Hop oder Techno? Kein Problem. Die Sounds bewegen sich im durchschnittlichen Niveau und die flirtende Kommentatorin vermag schnell auf die Nerven zu gehen. Zum Glück gibt es hier eine Möglichkeit ihr geblubber abzustellen.

Features & Multiplayer:
In Sachen Abwechslungsreichtum hat Asphalt 3D erheblich mehr Potential, dennoch bringt dies nichts, wenn ständige Ruckeleinlagen den Spielspaß versauern. Bei Ridge Racer 3D geht es hauptsächlich um den Kernaspekt von Racing und Serienfans wissen, was auf sie zukommt: Driften, driften und nochmals driften. Der Fakt, dass man auch hier nur einen lokalen Multiplayermodus bietet, ist schade, denn gerade Rennspiele eignen sich wunderbar als Onlinetreffpunkt für Bleifüße. Und auch sonst bietet der Mehrspielermodus nicht viel Abwechslung in Sachen Spielmodi. Zumindest hat man die StreetPass-Option nicht außer Acht gelassen und so ist es möglich Geisterdaten und Rankings sprichwörtlich im Vorbeilaufen mit anderen 3DS- und Ridge Racer 3D-Besitzern zu tauschen.

Fazit:
Ridge Racer 3D gewinnt eindeutig das Launch-Rennen gegen den Konkurrenten Asphalt 3D. Zwar nicht aufgrund von Abwechlsungsreichtum und Spielmodi, doch eher aufgrund von sauberer Spielbarkeit und Design. Ridge Racer 3D macht das richtig, was der Serien-Fan erwartet und bietet auch intuitive Alternativen für Einsteiger. Zwar erfindet Namco das Rad nicht neu, bietet aber dennoch solide Kost für Drifter und Landschaftsbewunderer. Schade ist auch hier, dass man auf einen Onlinemodus verzichtet hat, denn hier wurde viel Potential sinnlos im Benzinkanister verbrannt.

Drückt weiter auf das Gaspedal: Kevin Jensen [Iceman] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Namco Bandai Partners für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Ridge Racer 3D ist der traditionsbewusste Sieger im 3DS-Launch-Duell der Rennspiele.

Wertung

MULTIPLAYER:

5.0

FAHRZEUGVERHALTEN:

8.0

STRECKENDESIGN:

7.0
7
von 10

Zahlreiche Rennen im Grand Prix

Gelungener 3D-Effekt

Grandiose Lichteffekte

Einsteigerfreundlich

Wenig Abwechslung

Kein Onlinemodus

Streckenrecycling

Nur Fantasiefahrzeuge

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11 Kommentare