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Spielname:
LEGO Der Herr der Ringe

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Warner Bros. Interactive

Developer:
TT Games

Genre:
Action Adventure

Release:
23.11.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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LEGO Der Herr der Ringe

Review: LEGO Der Herr der Ringe

MarioKarter, 13.12.2012

5690°

5

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Mit der Verfrachtung sämtlicher Filmlegenden in die Welt der Legosteine hat Entwickler TT Games längst ins Schwarze getroffen. Ob Harry Potter, Batman, Obi-Wan Kenobi, Indiana Jones oder Jack Sparrow: Sie alle hatten bereits die Ehre, Teil der LEGO-Film-Kooperationen zu sein. Das Geheimnis hinter dem Erfolg ist ebenso simpel wie offensichtlich: Story, Schauplätze, Charaktere und Musik werden in ihren Grundpfeilern übernommen und liebevoll in die kultige Legowelt überführt. So können die Älteren unter uns in Erinnerungen schwelgen, während die Jüngeren in den Genuss einzigartiger Resumés diverse Filmklassiker kommen. Mit LEGO Der Herr der Ringe gehören nun auch Frodo und Co. zum Clan der LEGO-Videospielwelt. Wie sich der Action-Adventure-Titel in Klötzchen-Optik schlägt, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Wie alles begann...
Angelehnt an die wichtigsten Ereignisse der Filme startet euer Abenteuer mit der Vorgeschichte, als der sogenannte „Eine Ring“ in die Hände eines Menschen namens Isildur gerät, der jedoch aufgrund des gewaltigen Verführungscharakters des Rings getötet wird. Es kommt zu einem Zeitsprung, als etwa 2000 Jahre später Smeagol in dessen Besitz kommt und zur Kreatur Gollum verkommt. Da er sich dem Fluch des Rings nicht weiter entziehen kann, sucht er nun einen neuen Träger. So ist es der Hobbit Bilbo Beutlin, der den Ring an sich bringt. Vorerst zum letzten Mal wechselt dieser erneut den Besitzer, als Bilbo seine Heimat verlässt und ihn an seinen Neffen Frodo übergibt. Der Zauberer Gandalf findet heraus, dass es sich um den Ring des bösen Sauron handelt, der bereits seine Diener, die Ringgeister (Nazgûl), beauftragt hat, den Ring zu suchen und seine alte Macht wiederzuerlangen. Auf eurem Weg zum Schicksalsberg, dem einzigen Ort, an dem der Ring zerstört werden kann, werden euch somit unzählige Feinde das Leben schwer machen.

Nach einem der vielen Angriffe der Nazgûl, bei dem Frodo schwer verletzt wird, entscheiden die Vertreter der freier Völker Mittelerdes, eine Gemeinschaft von neun Gefährten nach Mordor zu schicken, um dort den Ring zu vernichten. Zusammen mit euren Legohelden und ihren individuellen Fähigkeiten zieht ihr nun los. So kann beispielsweise Sam Gegenstände zum brennen bringen, Legolas mit Pfeilen schießen und Gandalf Dinge schweben lassen. Schon bald stellen sich euch alte Bekannte in den Weg – etwa einer der dämonenartigen Balrog.

Die Gefährten im Klötzchen-Fieber
Passend zum Lego-Style wird regelmäßig verlangt, aus einzelnen Bauklötzen Gegenstände zusammenzubauen. Wo zuerst die Steine wild übereinander lagen, entstehen unter anderem Brücken oder Leitern, die euch eurem Ziel ein Stückchen näher bringen. Weiter muss Sam Sträucher abfackeln, Legolas seine Pfeile in die Wand schießen, um sich an diesen hochzuschwingen oder der Zwerg Gimli mit seinem Sturmangriff besonders massive Gegenstände zerstören. Nicht selten dienen Kurbeln zum Öffnen verschiedener Tore und speziell markierte Stellen am Boden zum Buddeln nach weiteren Legosteinen, die zusammengesetzt werden wollen. Ihr merkt schon: Die Interaktion mit der Umgebung beherrscht teilweise das Spielgeschehen. Was so liebevoll und detailreich umgesetzt wurde, hätte ruhig etwas seltener zum Einsatz kommen können, da die ständige Bastelei den Spielfluss ein wenig ausbremst. Aber natürlich sind wir nicht zum Sightseeing in Mittelerde, sondern haben auch reichlich Feindvolk zu vermöbeln. Und sei einmal kein Gegner in Sicht und euer Schwert sitzt wiedermal locker an der Hüfte, dann muss halt euer Begleiter dann glauben. Selbiger taucht binnen Sekunden auch wieder putzmunter an eurer Seite auf. Dauerhaft sterben könnt ihr im Spiel nämlich nicht.

Fernab davon steht jedoch fest: Es ist wahrlich ein Vergnügen, Mittelerde zu erkundschaften und so viele Dinge wiederzuerkennen, die bereits im Film begeisterten. Die Spielwelt fällt für ein Handheld-Spiel durchaus großzügig aus. Selbst in entfernteren Winkeln findet ihr Sträucher und Bauklötze, die zerstört werden können. Zu große Ansprüche sollten trotzdem nicht gestellt werden, was vor allem der direkte Vergleich zur Heimkonsolen-Version nahelegen könnte. Tatsächlich beginnt die 3DS-Fassung gegenüber der PC-Version des Spiels mit einem viel kürzeren Filmchen - traditionell wurde das Handheldspiel also komprimiert. Die Zwischensequenzen, die die Handlungsabschnitte miteinander verbinden und für herrliche Déjà-vu-Erlebnisse bezüglich der Filme sorgen, bestechen allerdings auch auf dem kleinen Bildschirm durch optischen Glanz. Wir garantieren: Die kleinen Filmchen sorgen für Genussmomente.

Steuerung:
Die Handhabung wirkt wohl durchdacht und sämtliche 3DS-Buttons kommen zum Einsatz. Die vielen Charakterwechsel spielen hierbei eine besondere Rolle. Im Detail sieht dies wie folgt aus: Ihr steuert einen beliebigen Charakter, während ein zweiter – von der KI oder einem Freund im lokalen Multikartenspiel gelenkt – stets hinterherrennt, um euch Rückendeckung zu geben. Weiter können die beiden jederzeit durch Drücken der X-Taste oder entsprechender Bedienung des Touchscreens durch einen der sieben weiteren Gefährten ersetzt werden. Oft werden schnelle Wechsel verlangt, die am Anfang nicht immer reibungslos verlaufen. Interaktionen mit Gegenständen erfordern zumeist besondere Vorgehensweisen, wie z.B. ein Drehen oder Hin-und-Her-Bewegen des Schiebepads. Und um den Überblick nicht zu verlieren, kann mittels L- und R-Tasten die Kameraperspektive angepasst werden.

Grafik:
Natürlich kann die 3DS-Version in keinster Weise mit den HD-Gegenstücken mithalten, doch das heißt noch lange nicht, dass sie sich nicht sehen lassen kann. Die Bewegungen der Legomännchen wirken natürlich und die „tragbare“ Spielwelt in ihrer vollen Gänze zufriedenstellend. Wichtigere Gegenstände, die eine direkte Verbindung zur Story haben, stechen durch sehenswert ausgearbeitete Einzelteile besonders ins Auge. Der 3D-Effekt kommt damit ebenfalls ordentlich zurecht.

Sound:
Die Orginal-Filmmusik, komponiert von Howard Shore, untermalt das Spielgeschehen erwartungsgemäßig stark. Wir empfehlen die Musiklautstärke in den Einstellungen von 5/10 auf 10/10 zu stellen, da in ersterem Fall oft kaum etwas zu hören ist. Die preisgekrönten Kompositionen sorgen schließlich für ein noch intensiveres Herr der Ringe-Feeling. Lobenswert ist zwar, dass sämtliche Dialoge deutsch vertont wurden. Die sich kaum verändernden Gesichtszüge der Legomännchen stellten die Synchronsprecher allerdings vor nahezu unlösbare Aufgaben. Ebenfalls enttäuschend ist die Tatsache, dass wir es hier nicht etwa mit den Originalsprechern aus den Filmen zu tun haben - ein kleiner Abzug also in der B-Note.

Fazit:
LEGO Der Herr der Ringe spricht vor allem Spieler der jüngeren Generation an. Die Tatsache, dass man nicht sterben kann, erleichtert ein Vorankommen enorm. Nichtsdestotrotz werden auch erfahrenere Zocker unter uns Spaß am Action-Adventure-Titel haben – vor allem dann, wenn die Filme gefielen und keine gänzliche Abneigung gegenüber den kultigen Bauklötzen besteht. In Sachen Musik, Steuerung und Grafik weiß das Spiel ebenfalls zu überzeugen, wohingegen die Objektbasteleien gerne mal den Spielfluss bremsen. Auch „schnelleren“ Abenteurern verlangt das Spiel gute acht Stunden Spielzeit ab. Wer sogar den hundertprozentigen Abschluss anpeilt, muss mit Charakteren, die erst später freigeschaltet werden, noch einmal in frühere Gebiete zurückkehren. Wo nämlich zu Beginn des Spiels kein Weiterkommen war, können auf diese Weise die letzten Ecken Mittelerdes erkundschaftet werden. Somit kommt ein Kauf nicht nur für Freunde der Ring-Trilogie sowie der Legosteine infrage – sofern sie mit den leichten, inhaltlichen Abstrichen leben können. Verfechter von Abenteuerspielen und solchen, die Wert auf eine gute Story legen, sind bei diesem Spiel defintiv an der richtigen Adresse.

Ließ in unzähligen Schlachten mit Orks die Klötzchen fliegen: Tim Pieper [MarioKarter] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Gelungene Überführung einer Filmtrilogie in die Welt der Legosteine mit kleinen Schwächen

Wertung

SPIELWELT:

7.0

ABWECHSLUNG:

6.0

UMFANG:

7.0
7
von 10

Original Filmmusik...

Recht große Spielwelt...

Herrliche Déjà-vu-Erlebnisse

Viele individuelle Charaktere

Charmante Zwischensequenzen

Intuitive Steuerung

...die viel zu leise erklingt

...trotz einiger Kürzungen

Objektbasteleien bremsen das Spielgeschehen

Eher für die jüngere Generation

Wie werten wir?

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5 Kommentare