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Spielname:
Samurai Warriors: Chronicles

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
THQ

Developer:
Koei Tecmo

Genre:
Action

Release:
25.03.2011 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Samurai Warriors: Chronicles

Review: Samurai Warriors: Chronicles

Robert Grötenherdt, 31.03.2011

9524°

11

Test mögen: Weitersagen:

Schon als Kind ist es eines jeden Junges Traum ein wahrer Held zu sein, die Armen zu schützen und die Starken zu bändigen. Naja... so ganz a lá Robin Hood kann man das bei Samurai Warriors: Chronicles nicht, doch hier kann man zum legendären Helden werden, der eine große Entwicklung durchzumachen hat, bevor er seine Streitmacht zum Siege führt. Wer mit der Warriors-Serie nichts anzufangen weiß, sollte nicht gleich von diesem Titel abschrecken. Immerhin ist sowohl bei Dynasty Warriors, als auch bei Samurai Warriors das Spielprinzip gleich geblieben und die Story ist so wichtig wie bei Pokémon oder Super Mario. Doch heißt das jetzt schon vorab: Lasst die Finger von dem neuen Samurai Warriors und kauft euch stattdessen einen älteren Ableger, oder wartet auf das bald erscheinende Dynasty Warriors 7? Keineswegs! Wir wollen ja so oder so unterwegs zocken, denn wir sind Handheld-Gamer und hier schlummert mehr Potential als man meinen möchte.

Auf in die Schlacht
Wir erstellen uns also einen männlichen oder weiblichen Helden und geben ihm bzw. ihr leichte Charakterzüge, die darüber entscheiden, was für Dialogauswahlmöglichkeiten wir im weiteren Spielverlauf haben. Will man jetzt eher der aufstrebende Heeresführer werden, oder dann doch eher die treuergebene Kriegslegende. Das kann man direkt zu Beginn entscheiden und im weiteren Spielverlauf beeinflussen.

Also fängt man im ersten Kapitel an, sich bei mehreren Generälen vorzuführen und seine Talente zu beweisen. Und gerade zu Anfang kommt man hier zu leichten Komplikationen. Samurai Warriors möchte, dass man sich wirklich mit den Charakteren befasst, also sind die Dialoge nicht wegzuklicken (außer ihr habt sie schon einmal gesehen bzw. gehört). Doch auch wenn man aufmerksam die Geschehnisse mitverfolgt hat man selbst zum Ende hin nicht alle Namen im Kopf, denn über einen Charaktermangel kann man hier wirklich nicht meckern. Schlimmer noch, ein Name klingt für den Durchschnitts-Europäer wie jeder andere.

Früher war es bei den Titeln der Serie üblich, dass man in einen der Charaktere schlüpft und die Historie der eigenen Fraktion vorantreibt. Doch jetzt spielen wir, wie schon gesagt, einen eigenen Helden und können uns mit anderen Heeren zusammen tun. Hier kommt eine sehr nette Abwechslung ins Spiel: Die an eurer Seite kämpfenden Generäle könnt ihr mit einfachem Druck auf den Touchscreen jederzeit auswählen und selber spielen! Das ist wirklich von großem Vorteil und sorgt für frische Abwechslung in der Warriors-Serie. Ich erinnere mich noch zu Dynasty Warriors 3-Zeiten über das gesamte Schlachtfeld gerannt zu sein, weil keiner der KI-Kumpanen selber dazu in der Lage war, einen Gegner zu besiegen. Jetzt nimmt man einfach das Ruder selber in die Hand und kämpft für seinen Kameraden. Sehr gelungen.

Mit der Klinge in der Hand..
Als Samurai sollte man wohl ein guter Schwertmeister sein, ansonsten hat man schnell sein Leben verwirkt. Gott sei Dank kann man bei Computerspielen neu starten, anstatt Seppuku zu begehen und gut kämpfen ist bei Samurai Warriors: Chronicles kein Problem. Doch hier meckern schon die ersten herum: „Macht man da anderes, als sich da durchzuschnätzeln?“ Und darauf gibt es auch nur eine Antwort: „Noeh!“ Doch das heißt nicht, dass es hier langweilig zugeht. Wer sich auf die Materie einlässt und die Missionen ernst nimmt wird sich schnell dabei entdecken, mehrfach den Level neu zu starten um mit einem perfekten Ergebnis vom Feld zu gehen.

Missionen? Was für Missionen? Eingefleischte Fans der Serie dürfen sich hier über eine nette Veränderung freuen: Immer wieder im Kampf ertönt das Schlachthorn und ihr müsste eine ganz bestimmte Aufgabe erfüllen. Zum Beispiel müsste ihr Person X daran hindern an Ort Y anzukommen, oder Person A mit Person B besiegen. Das sorgt für Abwechslung im „Einen nach dem Anderen besiegen“-Feldzug und bereichert in jedem Level das Spielerlebnis. Wer dann noch die Bonusbedingungen erfüllt, wird am Ende der Mission mit extra Gegenständen belohnt.

Auch sonst trumpft Samurai Warriors: Chronicles zu seinen Vorgängern mit kleinen und feinen Veränderungen auf. So kann jetzt jeder Held besondere Fähigkeiten aktivieren, die mit seinen im Kampf erworbenen Geistpunkten ausgeführt werden können. Je nach Schwierigkeit sind diese Fähigkeiten auch überlebenswichtig. Ohne diese Verstärkungen sind manche Missionen unbezwingbar. Allgemein wird der Spielspaß stark vom Schwierigkeitsgrad abhängig gemacht. Meine Empfehlung: Meidet den Schwierigkeitsgrad „Leicht“ und bestreitet einen Kampf lieber öfter, aber dafür im Genuss aller Features. So langweilt man sich nicht so schnell vom sonst recht monotonen Gameplay.

Jetzt hör doch mal zu!
Samurai Warriors: Chronicles fordert seinen Gamer letztendlich zum zuhören auf. Nach jeder Schlacht müsst ihr eure Sympathien oder eure Abneigung deutlich machen. Das macht ihr mit einfachen Dialogmöglichkeiten deutlich, in der die eine Option positiv und die andere negativ ausfällt. Lernt ihr also auf dem Schlachtfeld einen Helden kennen, der euch besonders gefällt, könnt ihr euch nach einem Kampf mit ihm unterhalten und euch mit ihm anfreunden.

Auch so geht neben dem Schlachtfeld wesentlich mehr als sonst. Ihr könnt im Laufe des Spiels Rüstungsgegenstände freischalten, die euren eigenen Helden richtig imposant aussehen lassen können. Und eure Waffen könnt ihr nicht nur von Gegnern abstauben, sondern auch im Shop aufbessern. Ein einfaches, aber doch effektives Levelsystem. Und wer mal das Egomonster bei Seite schiebt, der kann auch direkt seine Gefährten mit Waffen und Gegenständen versorgen.

Steuerung:
Hier wurde wirklich ein Trumpf für alle Warriors-Fans erfüllt. Die Tastenbelegung ist nach wie vor Intuitiv und sollte keinen überfordern: Springen, Schlagen, Extra-Schlag und der Musou-Angriff (Eine besonders starke Combo-Attacke), lassen sich leicht ausführen, doch das i-Tüpfelchen ist der Touchscreen! Wie oft musste man einst ins Menü abtauchen, um zu gucken, wo man jetzt nochmal gleich lang muss. Der Touchscreen zeigt einem Dauerhaft die Karte an und das fördert den Spielfluss enorm. Ein großer Fortschritt und einfach Ideal für den Doppelbildschirmer. Die Steuerung ist sehr intuitiv und die Kämpfe lassen sich simpel steuern, nur das umschalten der Kamera durch drücken der L-Taste ist etwas holprig.

Grafik:
Spielt man hier wirklich auf einem Handheld? Grafisch hat sich Entwickler Koei Tecmo schwer ins Zeug gelegt. Der Titel legt eine hochqualitative und flüssige Grafik hin die sich sehen lassen kann. Auch der 3D-Effekt kann sich sehen lassen, auch wenn er mehr in die Tiefe geht. Aber die ohnehin schon sehr atmosphärischen Videosequenzen kommen mit dem Effekt noch stimmiger rüber. Einzig negatives Manko: Bei mehr als 20 Gegner um einen herum wird der Horizont erst beim sich ran pirschen mit weiteren Gegnern bestückt. Doch das ist einem lieber, als wenn durch zu viele Feinde auf dem Screen FPS-Einbrüche riskiert würden.

Sound:
So ein Kampf im japanischen Stil muss rocken und da passt sich der Soundtrack an. Zwar weniger abwechslungsreich, aber aufgedrehte E-Gitarren unterlegen die Kämpfe gut und die gemütlichen Szenen werden mit einer ruhigen asiatischen Musik unterlegt. Kurz: Wenig Abwechslung aber stimmig. Was hier jedoch stark hervorzuheben ist, ist die komplette Synchronisation im originalen japanischen Ton. Natürlich ist es schade, dass es nicht mal für eine englische Vertonung gereicht hat, doch das beweist einfach wozu der 3DS im Stande ist und wie Stimmig es ist die Gefühle eines Heldens nach so einem Kampf nachvollziehen zu können indem er aufgebracht, oder beruhigt zu einem spricht.

Fazit:
Bei der Warriors-Serie streiten sich die Geister seit je her. Die einen lieben es, sich durch zahlreiche Gegner zu prügeln, die anderen eben nicht. Genauso mögen es die einen nicht, tausend mal die gleiche Strecke in einem Rennen zu befahren und die anderen schon. Ich bewerte hier ganz klar die Umsetzung auf einer Handheld-Konsole und den Umfang den Samurai Warriors: Chronicles bietet und der ist enorm. Man kriegt hier eine Menge Spielspaß geboten. Und je nach Schwierigkeitsgrad auch ein anspruchsvolles Spielerlebnis. Spielt man nur auf Leicht, ist man selber Schuld, dann schafft man alle Missionen ohne mit der Wimper zu zucken und muss strategische Elemente gar nicht nutzen. Ganz anders auf Schwer: Wer hier nicht den Strategen raushängen lässt, der verliert schnell eine Schlacht nach der nächsten.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass hier eine Umsetzung geboten wird, wie man sie sonst nur von der stationären Konsolen gewohnt ist, muss man Samurai Warriors einen großen Sprung anrechnen. Wenn man an Dynasty Warriors für den DS zurückdenkt, hatte das ja mit dem Ur-Spiel wenig zu tun. Doch alles in allem, bietet Samurai Warriors viele kleine Änderungen, die das große Ganze zu einem sehr gelungenen Spiel mit sehr viel Spielzeit aufbringen. Nur Schade, dass einem keine deutsche Textausgabe geboten wird, somit ist Samurai Warriors eher was für die ältere Fraktion unter den Gamern.


Treibt den Kill-Counter weit über die 100, ohne seine Klinge zum Rosten zu bringen: Robert Grötenherdt [Zyrando] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Sehr umfangreicher und schöner Ableger der Serie. Man muss es nur mögen.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

6.0

TECHNIK:

8.0

EXTRAS:

8.0
7
von 10

Riesen Umfang, den man für einen Handheld nicht erwartet hätte

Sehr schöne Grafik

Kleine, aber feine Serien-Neuerungen

Nur Englische Textausgabe

Kein Multiplayer

Hang zur Monotonie, die aber abgeschwächt wurde

Wie werten wir?

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11 Kommentare