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Spielname:
Sherlock Holmes: Das Geheimnis der gefrorenen Stadt

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Focus Interactive

Developer:


Genre:
Adventure

Release:
26.10.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Sherlock Holmes: Das Geheimnis der gefrorenen Stadt

Review: Sherlock Holmes: Das Geheimnis der gefrorenen Stadt

MarioKarter, 29.11.2012

2936°

2

Test mögen: Weitersagen:

Endlich! Sir Arthur Conan Doyles fiktive Detektivlegende ermittelt ab sofort auch in 3D. Passend zum allmählichen Wintereinbruch habt ihr in Sherlock Holmes – Das Geheimnis der gefrorenen Stadtdie Möglichkeit, in die Rolle des brillianten Meisterdetektivs zu schlüpfen und in über 70 Knobeleieneuer Rätselgeschick unter Beweis zu stellen. Über London wütet nämlich ein mysteriöser Schneesturm, der die Stadt komplett zu vereisen droht. Schuld an allem ist die brandneue Apparatur von Dr. Dario di Marco, einem renommierten Erfinder, der mit seinem Werk die Kontrolle über das Wetter übernehmen will. Doch aufgrund eines Sabotagesakts spielt die Maschine plötzlich verrückt. Als wäre die Situation nicht schon prekär genug, machen Roboter die Stadt unsicher, die bei niedrigeren Temperaturen besonders leistungsstark sind. Zur Aktivierung eines speziellen Mechanismus an Dr. Dario di Marcos Wetterapparat, der einen Temperaturanstieg zur Folge hätte und damit auch die Robotor eliminieren würde, dienen fünf Kristallsets, die allesamt verloren gegangen sind. Nun liegt es an euch, den Täter ausfindig zu machen sowie die Kristalle zu finden, bevor Englands Metropole komplett unter den Schneemassen versinkt. Bei den Ermittlungen stets an eurer Seite: Dr. Watson, der in diversen Dialogen die Handlung clever voranzutreiben weiß. Ob Sherlock Holmesbei seinem Debut auf Nintendos 3D-fähigem Handeld brillieren und ob man mit der knallharten Professor Layton-Konkurrenz mithalten kann, erfahrt ihr in dem folgenden Testbericht.

London – wo sonst der Regen zur alltäglichen Ärgernis beiträgt, hat nun ein Schneesturm das komplette Stadtleben lahmgelegt. An einen normalen Straßenverkehr ist nicht zu denken, selbst die Telefonleitungen stehen still. Kurzum: Nichts funktioniert. Nachdem Holmes per Brief in den mysteriösen Fall eingeweiht wird, macht er sich mit Dr. Watson umgehend auf den Weg zu dem Gebäude, auf welchem sich die Maschine befindet. Kate Bradforderwartet die beiden schon. Die charmante Sekretärin wird euch im Spiel noch öfter begegnen und regelmäßig wichtige Informationen über Charaktere und Schauplätze geben. Zu Beginn erhaltet ihr eine Karte, um die Orientierung zu erleichtern. Außerdem kommt ihr in den Besitz einer speziellen Brille, entworfen vom Erfinder Paulus van der Wall. Unglücklicherweise hat er die dazugehörigen Linsen verloren, sodass ihr diese erst aufspüren müsst. Im späteren Verlauf unentbehrlich, haben die Linsen jeweils individuelle Vorzüge, wie z.B. durch Wände hindurchzuschauen oder in die Vergangenheit zu blicken. Neben diesen beiden Basisitems sammelt ihr ab sofort diverse Gegenstände ein, die beim richtigen Einsatz eines der über 70 Rätsel freischalten und so die Ermittlungen vorantreiben.

Wenig Abwechslung sorgt vorübergehend für Langeweile
Nach einem etwas zähen Beginn des Spiels, in dem euch die Szenerie von Kate Bradford nochmals näher gebracht wird und ihr euch noch mit Steuerung und Spielmechanik vertraut macht, sind nun auch eure grauen Zellen gefordert. Ab sofort gehören die Suche nach Gegenständen und die vielen Rätsel zur regelmäßigen Herausforderung. Um Zutritt zu allem Räumen zu erlangen, müsst ihr Schritt für Schritt jeden Winkel unter die Lupe nehmen. Dabei begegnen euch immer wieder wichtige Zeugen, die nur selten mit die nötigen Informationen herausrücken, ohne einen Dienst zu verlangen. Der eine bittet um Karottenkuchen, ein anderer braucht aufgrund eines Gedächtnisverlustes einen Denkanstoß, wozu ihr mit ihm um die Wette knobelt. Doch mit der Zeit überwiegt die Eintönigkeit. Ein Gegenstand hier, ein Zeuge da, ein anderer Gegenstand dort, dann in den Keller und wieder zurück, um dann doch wieder zurück zum Keller zu latschen. Hier fehlt es dem Spiel eindeutig am gewissen Etwas, das den Reiz am Ermitteln aufrechterhalten würde. So fällt es zeitweise wirklich schwer, nicht das Handtuch zu werfen. Lediglich zum Ende des Spiels gibt es noch die eine oder andere Überraschung, die hier nicht vorweggenommen werden soll, welche dann aber doch für spaßige Momente sorgen kann.

„Brilliant! Du hast wirklich Talent.“
Mit dem obigen Spruch beglückwünscht euch Sherlock Holmes nach jedem gelösten Rätsel. Da kommt man sich am Anfang schon etwas albern vor, wenn es reicht, eine extrem einfache Matheaufgabe zu lösen. Doch keine Angst! Der Schwierigkeitsgrad geht tendenziell nach oben, auch wenn es im späteren Verlauf schon überrascht, wenn ein Rätsel plötzlich wieder durch bloßes Antippen einiger bunter Knöpfe gelöst werden kann. Sollte euch einmal um's Verrecken kein Lösungsweg einfallen, könnt ihr das Rätsel überspringen – jedoch erst nach etwa 10 Minuten Knobelzeit, die ihr in das jeweilige Rätsel investiert habt. Sehr schade ist, dass euch die Lösung nicht angezeigt und das Spiel einfach fortgesetzt wird.

Nach einer gewissen Spielzeit fällt jedoch auf, dass sich einige Rätsel in ihrer Grundform wiederholen und lediglich optisch verändert wurden. Oft wird verlangt, Kugeln oder Ähnliches zu verschieben, was anfangs noch spaßig sein kann, bei wiederholtem Vorkommen jedoch langeweilig wird. Die anfängliche Motivation, den Verursacher des Schneesturms aufzuspüren, geht auch hier langsam aber sicher verloren. Auch wenn Rätselkategorien wie Logik, Geschick und Schnelligkeit grundsätzlich vielversprechend klingen, ist die Umsetzung oftmals nur durchschnittlich, sodass der Spaß an der Knobelei mit zunehmender Spieldauer auf der Strecke bleibt. Positiv ist, dass das Spiel jederzeit gespeichert werden kann. Zudem hilft der beim Neustart auftauchende Hinweis Dr. Watsons, der euch noch einmal erklärt, an welcher Stelle das Spiel beendet wurde und was als Nächstes zu tun ist.

Steuerung:
Zunächst gewöhnungsbedürftig, später zufriedenstellend – so lässt sich die Handhabungwohl am besten beschreiben. Das Spiel wird zu 99% über den Touchscreen gesteuert, was zunächst sinnvoll erscheint. Euren Mauszeiger auf dem oberen Bildschirm steuert ihr über das Touchpad, wobei die Bewegungen eures Tochpens 1:1 nach oben übertragen werden. Auf dem unten Bildschirm befinden sich in den Ecken außerdem alle wichtigen Menüpunkte wie zuschaltbare Hotspot-Markierungen, Schlüsselgegenstände und die Einstellungen. Da kann es leider schonmal vorkommen, dass man versehentlich eines der Symbole erwischt, wenn ihr einen Gegenstand in einer der Ecken aufheben wollt. Nach einiger Zeit solltet ihr die Steuerung trotzdem inne haben und die wenigen Umsetzungsmängel seitens der Entwickler tolerieren können. Zudem kann mittels A- und B-Knopf hinein- und herausgezoomt werden. Der Nutzen bleibt jedoch bis zum Ende völlig unklar, da aufgrund der mäßigen Detailvielfalt auch ohne Zoom alles problemlos erkennbar ist. Lediglich die Tatsache, dass der Zoom stufenlos verläuft, sorgt für ein kleines optisches Highlight, an dem man sich aber schnell sattgesehen hat.

Grafik:
Viele starre und leblose Charaktere sowie eine dürftige Detailvielfalt, die auch auf dem Gameboy Advance machbar wäre, enttäuschen auch Spieler mit geringen Ansprüchen. Lediglich in den wenigen Zwischensequenzen werden Sherlock Holmes und Co. durch kleine Bewegungen etwas Leben eingehaucht. Zum einen erhält das Spiel durch die cartoon-ähnlichen Zeichnungen einen speziellen und sicherlich nicht schlechten Charakter. Zum anderen erwarten die meisten spätestens seit dem Release des Nintendo 3DS etwas mehr als digitale Bilderbücher. Da tut es gut, dass wenigstens der 3D-Effektüberzeugen kann. Vielleicht sind sogar die wenigen Details prädestiniert, um dem Spiel eine makellose dreidimensionale Tiefe zu verleihen.

Sound:
Sanfte Klavierklänge kombiniert mit Geigen und Becken sorgen für eine hervorragende musikalische Untermalung. Das ganze reicht von leicht dramatisch bis träumerisch und passt perfekt zum Rätsel-Genre. Auch wenn euer MP3-Player wohl niemals die besagten Melodien abspielen wird, haben die Entwickler hier thematisch ins Schwarze getroffen.

Features:
Wenn die StreetPass-Funktion aktiviert ist, könnt ihr auch eure Freunde herausfordern. Für Interaktionen mit anderen Spielern werden euch eine bestimmte Anzahl an Sternen gutgeschrieben, die umso größer ausfällt, je weiter eure Ermittlungen fortgeschritten sind. Je mehr Sterne ihr sammelt, desto höher ist eure Platzierung. Einziges Manko: Besitzer des Detektiv-RPG werden euch voraussichtlich nur selten begegnen, sodass ihr den StreetPass-Modus lieber gleich deaktiviert, um den Akku zu schonen.

Fazit:
Sherlock Holmes und das Geheimnis der gefrorenen Stadtist nicht mehr als durchschnittlicher Rätselspaß, der in einigen Punkten Mängel zeigt, die Professor Layton, der in all seinen Knobelabenteuern zu überzeugen wusste, zum Schmunzeln bringen würden. Der Umfang stellt zwar zufrieden, sodass einige Stunden investiert werden müssen, um die Story endgültig abzuschließen. Doch wenn letztere zeitweise so langweilt, dass man drauf und dran ist, die Ermittlungen auf Eis zu legen, stellt sich die Frage, ob das Spiel wirklich 30 Euro Wert ist. An einigen Stellen überwiegt die Gegenstandssuche und das Umherirren im Gebäude, um dann ein Rätsel freizuschalten, das einem bereits gelösten so stark ähnelt, dass am Einfallsreichtum der Entwickler gezweifelt werden muss. Da spaßige Momente aber nicht vollends ausbleiben und der 3D-Effekt sowie die Musik überzeugen, können beinharte Fans des einzigartigen Detektivs sowie Freunde des Genres zwar einen Kauf in Erwägung ziehen, sollten sich aber gut überlegen, ob man nicht lieber in die Konkurrenz investieren sollte, die einfach mehr zu bieten hat.

Nickte bei den Ermittlungen hin und wieder ein: Tim Pieper [MarioKarter] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Mäßiges Rätselvergnügen, das mit zunehmender Dauer langweilt.

Wertung

STORY:

5.0

RÄTSEL:

5.0

WIEDERSPIELWERT:

3.0
5
von 10

Über 70 Rätsel

Sinnvolle Touchscreen-Steuerung...

Tolle musikalische Untermalung

Gelungener 3D-Effekt

Schwache Grafik in Bilderbuch-Optik

...die kleine Mängel aufweist

Rätsel teilweise sehr ähnlich

Wenig Zusatzfeatures

Wie werten wir?

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2 Kommentare