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Spielname:
RollerCoaster Tycoon 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Atari

Developer:
n-Space

Genre:
Simulation

Release:
26.10.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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RollerCoaster Tycoon 3D

Review: RollerCoaster Tycoon 3D

Tjark Michael Wewetzer, 03.11.2012

6996°

12

Test mögen: Weitersagen:

Es war eine Reise voller Pleiten, Pech und Pannen, doch endlich ist sie vorbei. Wir stehen hier vor den Toren des größten portablen Vergnügungsparks der Welt! Und das beste daran: Wir dürfen ihn sogar vollkommen eigenständig leiten. Möglich macht dies RollerCoaster Tycoon 3D, die nun in Europa veröffentlichte 3DS-Umsetzung der beliebten PC-Wirtschaftssimulation aus längst vergangenen Tagen. Nicht wenige alte Fans der Reihe – auch in unserer Redaktion – haben sich tierisch auf den Titel gefreut. Warum RCT3D jedoch zeigt, dass PC-Simulationen alles andere als einfach auf einen Handheld zu übertragen sind, verraten wir euch in unserem Testbericht.

Eure Mission: Vergnügungsparks aufbauen!
Braucht man für eine Wirtschaftssimulation eine Story? Nö, aber hier gibt es trotzdem eine. Oder zumindest versucht hier etwas, als solche durchzugehen. Bei „Achterbahn-Story“ schlüpft ihr in die Rolle eines Neulings im Vergnügungspark-Business, der erst in ein paar Tutorial-Lektionen die Grundzüge des Tycoon-Daseins erlernt und anschließend im Auftrag verschiedener Leute Parks aufpeppt. In der Regel leiten die Gespräche zwischen euch und eurem Klienten aber nur in die Aufträge ein und aus – eine wirklich kohärente, gelungene Handlung gibt es hier nicht.

Aber wie gesagt: Man braucht sowas schließlich nicht für diese Art Spiel. Stattdessen geben wir uns lieber dem Herzstück hin: Dem Bau eines eigenen Vergnügungsparks! Im Story-Modus gilt es, in den 16 Leveln kleine Missionen zu erfüllen, die in der Regel nur ein paar kleine Handgriffe von euch abverlangen. Hier wollen ein paar Attraktionen vor dem Auftritt eines VIPs repariert, dort soll eine Achterbahn bestimmten Typs erstellt werden und an anderer Stelle wird wiederum ein gewisses Monatseinkommen gefordert. In der Regel sind diese Aufträge jedoch recht schnell abgehakt, sobald man den Dreh raus hat. Gut so, denn ihr könnt aus unerfindlichen Gründen eure Fortschritte bei einer laufenden Mission nicht speichern.

Kreativer Freiraum? Wozu?
Also gut, die Story-Level mögen ja kurz und simpel sein. Doch was ist mit einem Sandbox-Modus, in dem man sich nach Herzenslust austoben kann? Tja, wie sollen wir sagen... Den gibt es nicht. Versteht uns nicht falsch: Es gibt etwas, was im Menü „Park-Sandbox“ genannt wird – und nebenbei bemerkt auch nur einen Spielstand zulässt. Theoretisch habt ihr hier unendlich Geldmittel und viel Parkfläche zur Verfügung. Praktisch jedoch könnt ihr nur so viel an Attraktionen, Wegen oder auch Achterbahnen bauen, bis euer Parklimit ausgeschöpft ist. Und das kann schon mal nach mageren drei Achterbahnen und ein paar kleineren Buden der Fall sein. Das Ergebnis: Viel ungenutzte Fläche und ein großes Fragezeichen über eurem Kopf. Was macht man nun mit dem Freiraum und den zahlreichen unterschiedlichen Attraktionen, die zur Verfügung stehen?

Das ist auch nicht der einzige Punkt, an dem RollerCoaster Tycoon 3D im Vergleich zu seinem PC-Gegenstück Federn lassen musste. Viele Elemente des Originals wurden entweder stark versimpelt oder gar vollständig entfernt. Wenn dies zur Entschlackung einer Handheld-Version geschieht, muss dies ja nicht einmal etwas schlechtes sein. Doch wenn Dinge wie Terraforming, Tunnelanlagen, Einblicke in die Besucher-Zufriedenheit und Kontrolle über Eintrittspreise fehlen, dann bleibt nicht viel von der ursprünglichen Wirtschaftssimulation übrig. Man baut einfach nur ins Blaue und hofft, was erfolgreiches aufgebaut zu haben. Da hilft auch das nett gemeinte Feature, eigens erstellte Achterbahnen per StreetPass unter die Leute bringen zu können, herzlich wenig.

Steuerung:
Die Kategorie, an der viele Umsetzungen von PC-Spielen gescheitert sind. So leider auch dieses uns vorliegende Exemplar. Die meiste Menü-Arbeit erledigt ihr hier zwar per Stylus, leider ist alles – vom Anlegen von Wegen bis hin zur Erstellung von Achterbahnen – alles andere als intuitiv gelöst worden. Gerade zu Anfang klickt man sich daher noch trotz Tutorials etwas hilflos durch die Menüpunkte. Irgendwann schnallt man dann aber doch, wie der Hase läuft. Wirklich komfortabel wird das Kontroll-Schema dadurch trotzdem nicht – vor allem für Linkshänder, da die Kamerasteuerung per Circle Pad und Steuerkreuz vollzogen wird, ohne alternative Ausweichmöglichkeiten.

Grafik:
Auf den ersten Blick schaut alles gut aus: Das farbkräftige Design wirkt einladend, man bekommt richtig Lust auf den Aufbau eines Vergnügungsparks. Schnell blickt man jedoch durch diese Fassade: Je nach Zoomstufe verschwinden gerne mal viele Objekte, sodass man sich zum Beispiel über plötzliche Freiräume im Park wundert. Auch die Besucher, die in ihrem blockigen Design mehr an Minecraft-Charaktere erinnern, werden ziemlich früh ausgeblendet. Das Ergebnis ist ein ungewöhnlich ruhiges, ja fast schon für einen Vergnügungspark steriles Bild. Wirklich Stimmung kommt da nicht auf.

Sound:
Ein Freizeitpark muss ansprechend klingen? Wer hat euch das denn eingeredet? RollerCoaster Tycoon 3D setzt euch eher langweiligen 08/15-Melodien aus, die euren Manager-Alltag begleiten. Zugegeben, die PC-Originale waren auch keine akustischen Überflieger und immerhin sind die Soundeffekte der Attraktionen und Besucher noch mit dabei. Dennoch: Spart euch den Strom und schaltet die Lautstärke einfach auf 0.

Fazit:
Es hat einfach nicht sollen sein. RollerCoaster Tycoon 3D scheitert, wie schon so manch andere auf dem PC beheimatete Simulation, schlicht und ergreifend an den Limitationen des neuen Systems. Zwar könnt ihr auch in der 3DS-Umsetzung recht schöne Achterbahnen basteln, werdet dabei allerdings durch Bau-Limits selbst im Sandbox-Modus dermaßen stark eingeschränkt, dass ihr schon bald an die Speichergrenzen stößt. Auch die Präsentation kann trotz Farbenfrohheit einfach nicht überzeugen. Der letzte Sargnagel ist aber die stark gewöhnungsbedürftige Steuerung, die selbst nach einer Menge an Einspielzeit als unkomfortabel auffällt. Das Spiel ist höchstens etwas für leidensfähige Fans, wobei auch die wahrscheinlich eher zu einer der bisherigen PC-Versionen greifen werden. Schade um das Potential, aber möglicherweise sind Spiele dieser Art einfach wirklich nicht für den 3DS geschaffen. Oder vielleicht klappt es beim nächsten Versuch ja besser.

Bastelt lieber am PC Achterbahnen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Namco Bandai für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Mäßig
Deine Wertung:

-
Nur die Hülle seines PC-Vorbilds: Dank vieler nerviger Limits kein Vergnügen.

Wertung

SPIELTIEFE:

5.0

AUTHENZITÄT:

4.0

FREIHEIT:

2.0
2
von 10

Achterbahn-Editor...

Viele Attraktionen

...der unter der Steuerung leidet

Halbherzige Kampagne

Viele unsinnige Limitationen

Optisch schwach

Wie werten wir?

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12 Kommentare