PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Liberation Maiden

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
7,99 €

Publisher:
Level-5

Developer:
Grasshopper Manufacture

Genre:
Action

Release:
04.10.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Kurztest: Liberation Maiden

Tjark Michael Wewetzer, 05.10.2012

6343°

6

Test mögen: Weitersagen:

Wisst ihr, das Aufsplitten bestimmter Spiele muss ja nicht immer böse enden. Nicht jedes Entwickler- und/oder Publisher-Team erlaubt sich solche Späße wie die Crew hinter einem gewissen Piraten-Abenteuer für den 3DS. Im Falle von Guild 01 hat die Trennung sogar ihre Vorteile: So bekommen wir nämlich die Spiele trotz aller Widrigkeiten und der typisch japanischen Abgedrehtheit in unsere Finger - und das obwohl wir schon längst alle Hoffnung haben fahren lassen! Statt gesammelt als Modul haben wir sie nun einzeln im eShop und Liberation Maiden vom Kult-Spieleschöpfer Suda51, der sich mit killer7 und No More Heroes im Westen einen Namen machte, wagt als erstes den Sprung nach Europa. Ein kluger Schachzug oder Zeitverschwendung?

Selbst ist die Präsidentin
Die Handlung ist simpel: Ihr steuert in der Rolle des jungen Mädchens Shoko Ozora einen riesigen Kampfroboter, mit dem ihr die Invasoren der Dominion aus Neu-Japan vertreiben müsst. Dazu müsst ihr infizierte Strukturen aus dem Weg ballern, feindliche Maschinerie zerstören und so die Natur wieder zurück in das Land der aufgehenden Sonne bringen. Oh, und bei Shoko handelt es sich ganz nebenbei auch um die jüngst gewählte Präsidentin des Landes. Das ist alles prinzipiell Nebensache und wird auch im Story-Modus nicht großartig erörtert, es gibt jedoch einige freischaltbare Dokumente, die weitere Hintergrundinformationen zur Handlung bieten. Für diejenigen, die wirklich alles über die Welt von Liberation Maiden wissen wollen.

Vom Gameplay her wirkt das Spiel ähnlich: oberflächlich simpel, doch unter der Haube stecken ein paar ganz kuriose -und natürlich auch gute- Ideen. Ihr fliegt mit Shokos Roboter Kamui durch die Lüfte und peilt per Stylus alles an, was auch nur ansatzweise zerstörbar aussieht. Wie viele Dinge ihr dabei anvisieren könnt hängt davon ab, wie hoch die Anzahl der Deflektor-Schilde um Kamui ist. Auf der anderen Seite bedeutet dies jedoch: Jeder Schuss schwächt für einen kurzen Zeitraum eure Verteidigung und wer aus allen Rohren feuert, riskiert bei einem eingesteckten Treffer den Verlust sämtlicher Schilde sowie Shokos Gesundheit. Allerdings lassen sich nur durch viele Schüsse lange Ketten erzielen, mit denen ihr mehr Punkte einfahrt und am Ende auch Schilde regeneriert. Das Ergebnis ist eine interessante Mechanik, bei der ihr in Windeseile die Risiken und Nutzen eurer Aktionen miteinbeziehen müsst. Das sorgt bei den furiosen Luftgefechten für reichlich Spannung und Nervenkitzel.

Ein kurzes Vergnügen
So durchdacht das Spielprinzip auch klingen mag, ist die Ausführung aber natürlich nicht immer ganz so einfach. Vor allem für Linkshänder, da Liberation Maiden leider kein passendes Steuerungsschema bietet. Die Steuerung mit Circle Pad und Stylus will aber in jedem Fall erstmal gelernt sein. Auch ist das Shoot 'em Up genregemäß recht schnell durchgespielt. Die fünf Level lassen sich problemlos in gut einer Stunde erledigen - das Ergebnis kann natürlich je nach dem gewählten der drei Schwierigkeitsgrade variieren. Für ein bisschen Abwechslung sorgen Sonder-Missionen, die ihr unter bestimmten Bedingungen freischalten könnt, doch die sind auch schnell in eure Routine eingebaut. Am Ende bleibt nur noch die klassische Highscore-Jagd -wobei hier Online-Rankings schmerzlich vermisst werden- sowie das Freischalten der 30 Ehrungen, die euch Zugriff auf die oben erwähnten Hintergrund-Infos verschaffen.

Optisch ist Liberation Maiden ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wirkt die Action ziemlich rasant und gerät dabei nicht mal bei aktiviertem 3D großartig ins Ruckeln. Auf der anderen Seite sehen die Landschaften eher matschig aus und Pop-Ups machen sich in manchen Levels ebenso am Horizont bemerkbar. Der 3D-Effekt ist im eigentlichen Spiel ansehnlich, bei den Anime-Zwischensequenzen zu Beginn und am Ende jedoch katastrophal mies umgesetzt. Ebenfalls eher mäßig: Die englische Vertonung sämtlicher Dialoge. Zwar kann man sie ertragen, doch manche Zeilen wirken ein wenig unnatürlich vorgetragen. Den Lautstärkeregler solltet ihr aber dennoch aufgedreht lassen, denn im Gegensatz dazu kann der Soundtrack auf nahezu ganzer Linie überzeugen.

Fazit:
Wer hätte gedacht, dass Liberation Maiden tatsächlich mal in Europa das Licht der Welt erblickt? Und zugegeben: Als Download-Spiel bietet sich der Titel perfekt an. Manch einer mag damit argumentieren, dass er für den Preis recht wenig bietet - immerhin ist die Story in rund einer Stunde abschließbar. Doch man bekommt für sein Geld mehr geboten: ein durchdachtes Spielprinzip, fetzige Luftschlachten und spannende Boss-Kämpfe. Das macht man auch gerne mehrmals durch, zumal kleinere Nebenaufträge oder Sonderziele auch zum Erkunden der ziemlich kompakten Spielareale einladen. Wenn ihr auf der Suche nach einem leicht verdaulichen Action-Titel für zwischendurch seid und verschmerzen könnt, dass eure Bestleistungen lediglich lokal gesichert werden, solltet ihr Präsidentin Shoko eine Chance geben.

Stürzt sich gleich wieder in die Schlacht: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kurz, aber klasse: Rasantes Action-Feuerwerk, dem lediglich etwas der Feinschliff fehlt.

Wertung

Spaßige Ballereien

Interessantes Risk-Reward-System

Treibender Soundtrack

Schnell durchgespielt

Steuerung gewöhnungsbedürftig

Keine Online-Ranglisten

Kommentare anzeigen

6 Kommentare