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Spielname:
New Super Mario Bros. 2

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo EAD

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
18.08.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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New Super Mario Bros. 2

Review: New Super Mario Bros. 2

Tjark Michael Wewetzer, 28.08.2012

9630°

13

Test mögen: Weitersagen:

Irgendwann kommt die Zeit, da hat auch der größte Gierlappen endlich seinen Wanst voll - oder hier vielmehr: sein Bankkonto gefüllt. Anders können wir uns nicht erklären, dass in New Super Mario Bros. 2, bei dem sich alles ums liebe Geld dreht, jegliche Spur von Geizhals Wario fehlt. Stattdessen darf sich endlich Super Mario selbst offiziell bereichern und in seinem neuen Abenteuer Münzen ohne Ende sammeln. Oh, und natürlich auch wieder Prinzessin Peach retten. Irgendwann, wenn er Lust hat. Man kennt das ja. Ob dieses Erfolgsrezept reicht, um dem neuen New Super Mario Bros. seine Daseinsberechtigung zu geben, verraten wir euch in unserem Test.

Ka-Ching!
Da wir es hier mit einem klassischen Mario-Plattformer zu tun haben, gibt es selbstredend auch nicht mehr Plot als das bereits in der Eröffnung angerissene: Peach wird entführt, Mario muss sie retten, zwischendurch gibt es viele Münzen. Nicht dass das schlecht sein muss, denn das Herzstück der Super-Mario-Spiele sind nun mal die eigentlichen Jump-'n'-Run-Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Wobei wir das Wort „Herausforderung“ hier sehr frei auslegen, aber dazu später mehr.

Über 80 Level bietet New Super Mario Bros. 2, die sich über mehrere, verzweigte Welten erstrecken. Das bedeutet, wer wirklich alles sehen möchte, muss sich in den klassisch aufgebauten Spielabschnitten wirklich gut umsehen. Denn wie man es von den 2D-Sidescrollern der Reihe kennt, bieten die Level zahlreiche versteckte Schlupfwinkel, die wiederum zusätzliche Münzen, die begehrten Sternen-Münzen oder eben die erwähnten Zugänge zu alternativen Pfaden beheimaten. Besagte Sternen-Münzen solltet ihr euch übrigens definitiv nicht entgehen lassen. Mit diesen könnt ihr nämlich Pilzhäuser auf der Oberwelt freischalten und -wie auch schon vom DS-Vorgänger bekannt- fest speichern. Eine komplett freie Speicheroption wird leider wieder erst nach einmaligem Spielabschluss freigeschaltet, was übrigens nach etwa drei bis fünf Stunden der Fall sein dürfte, aber immerhin dürft ihr dieses Mal bis zu dem Punkt jederzeit ein Quick Save anlegen. Man ist ja schließlich lernfähig.

Gold, Gold und noch mehr Gold!
Die größte Veränderung, durch die sich die neue NSMB-Episode von seinen Vorgängern abheben möchte, liegt in der nun dezent erhöhten Menge an Währungseinheiten, die Mario auf seiner Tour durch das Pilzkönigreich findet. Das bringt allerdings auch mit sich, dass ihr sehr schnell extrem viele Extra-Leben anhäuft, die es immer noch für 100 Münzen das Stück gibt. Wäre jetzt das Spiel an sich um einiges kniffliger, um dies auszugleichen, würden wir damit kein Problem haben. Doch vom Schwierigkeitsgrad her hält sich New Super Mario Bros. 2 fast bis zum bitteren Ende stark zurück. Wer eine wirkliche Herausforderung sucht, ist hier fehl am Platz. Absoluten Anfängern wird wie von Super Mario 3D Land gewohnt übrigens auch ein mächtiges Item angeboten, sollten sie mehrfach an der selben Stelle versagen. Wir wagen aber zu behaupten, dass nicht wenige Spieler besagten Gegenstand nie zu Gesicht bekommen werden.

Bringt der Goldrausch eigentlich irgendwelche sinnvollen Neuerungen mit sich? Es mag überraschend sein, doch genau das tut er. Mit dem Münzrausch-Modus, für den ihr im Laufe des Hauptspiels nach und nach Level freilegt, versucht ihr euch nämlich an drei zufälligen Stufen in schneller Abfolge und sammelt dabei so viele Münzen wie möglich ein. Ein Fehltritt bedeutet hier übrigens das Game Over. Eure Rekorde könnt ihr dann als StreetPass-Datei speichern und unter das Volk bringen. Verpasste Chance: Eine Online-Highscoreliste gibt es leider nicht. In Zukunft will Nintendo aber zusätzliche Level-Pakete für den Münzrausch zum Download anbieten, wenn auch gegen Bares. Da dieser Modus aber immer wieder für eine kurze Runde zwischendurch gut ist und auf seine Weise ziemlich motivierend ausgefallen ist, haben wir jedoch nichts dagegen einzuwenden.

Steuerung:
Wer bereits je in seinem Leben ein Jump 'n' Run mit dem rot bemützten Klempner in der Hand hatte, wird sich sofort wie daheim fühlen. Mit einem von zwei Face Buttons wird gehüpft, die jeweils anderen zwei veranlassen Mario zum Sprint. Und das war es im Grunde auch. Wie schon bei New Super Mario Bros. auf dem DS fühlt sich die Kontrolle noch immer ein wenig so an, als würde die Schwerkraft sich nicht ganz so stark auf den Bartträger auswirken. Nach kurzer Einspielzeit hat man aber auch die physikalischen Gesetze des Pilzkönigreichs wieder intus und präzise Sprünge sind kein Problem mehr. Auf Dauer etwas unbequem wird die Klempner-Kontrolle nur im auf einen Bildschirmausschnitt gequetschten Multiplayer.

Grafik:
Wir haben es hier mit einem klassischen 2D-Mario-Titel zu tun. Dass man keine großen 3D-Spielereien erwarten sollte, liegt dabei auf der Hand. Der 3D-Effekt ist insgesamt aber dann doch ziemlich fragwürdig umgesetzt. Klar, die Oberwelt schaut nett aus, aber in den Levels selbst stellt man kaum Unterschiede zwischen aktiviertem und deaktiviertem Tiefeneffekt fest. Einzige große Ausnahme: Mit 3D werden die Hintergründe verwaschen dargestellt. Warum? Das weiß nur Nintendo... Immerhin sehen die Welten selbst noch immer farbenfroh und nett aus, auch wenn man hier über weite Strecken auf bereits bekannte Designs aus den Vorgänger-Spielen zurückgriff.

Sound:
Kennen wir diese Songs nicht irgendwo her? Leider ja. Der Soundtrack besteht nämlich zu guten Stücken aus Tracks, die wir bereits aus den beiden vorangegangenen NSMB-Episoden kennen und die nur leicht abgewandelt wurden. Auch wenn die Stücke nett sind sowie mit ihren Melodien an diverse klassische Kompositionen erinnern, hätten wir uns doch mal Mut zu neuen Dingen gewünscht - wie an so manch anderen Ecken des Spiels.

Multiplayer:
Im DS-Vorgänger vermisste man ihn noch schmerzlich, dieses Mal (und nachdem der Wii-Ableger die Funktionalität bewies) ist er dabei: ein Koop-Modus, bei dem zwei Spieler gemeinsam durch alle Level des Spiels hüpfen dürfen. Dieser ist im Grunde genommen auch in dieser Version unterhaltsam, krankt allerdings an ein paar fragwürdigen Design-Entscheidungen. So folgt die Kamera immer nur einem der beiden Spieler, während der andere schon mal ohne Probleme aus dem Screen herauslaufen kann. Warum das sein muss, wenn beide Teilnehmer ihren eigenen Bildschirm haben, erschließt sich uns nicht so ganz. Außerdem sind die Level eindeutig für den Solo-Durchlauf konzipiert. Mit zwei Leuten wird es häufig doch schon etwas eng. Insgesamt wirkt die Koop-Komponente dadurch eher lieblos hineingeschmissen. Aber immerhin könnt ihr so die doppelte Anzahl an Münzen absahnen und damit dem 1-Million-Münzen-Bonus-Ziel schnell näher kommen - und ganz nebenbei unzählige weitere Extra-Leben einkassieren.

Fazit:
Tjark Michael Wewetzer: Wer dachte, Super Mario 3D Land sei reich an Déjà-Vu-Erlebnissen, wird mit New Super Mario Bros. 2 eines Besseren belehrt. Man hat trotz nett gemeinter Gimmicks einfach ständig das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben. Dennoch können wir dem Spiel nicht streitig machen, dass es immer noch zu den großen Jump 'n' Runs gehört. Nachdem man akzeptiert hat, dass es sich hier im Grunde genommen „nur“ um ein Level-Pack handelt, kommt doch wieder reichlich Spielspaß auf. Vor allem der Münzrausch-Modus hat uns entgegen unserer Erwartungen wesentlich mehr Zeit gestohlen, als wir es für möglich gehalten haben. Wer hätte gedacht, dass die simple Highscore-Raserei so viel Freude bereiten kann? Eine Mario-Pause wäre zwar inzwischen angebracht, aber New Super Mario Bros. 2 gehört dennoch in jede gut sortierte 3DS-Sammlung - Mangel an weltbewegenden Neuerungen hin oder her.

Jakob Nützler: Als sommerleichtes Genre-Picknick funktioniert New Super Mario Bros. ganz ausgezeichnet. Hübsch bunte Mario-Welten, tolle Spielbarkeit (im Singleplayer) und das alles in einer familiären Nintendo-Atmosphäre. Bekömmlich und ungefährlich halt. Aber als gewagt gewürzte Gourmet-Mahlzeit? Als technisch und inhaltlich im positiven Sinne schockierender Knüller? Als „Must Have“? Nein, das nicht. Marios neuester Streich bietet größtenteils fundiertes Hüpfspiel-Vergnügen aus der Mushroom-Kingdom-Mottenkiste. Das klingt vielleicht schlechter, als es ist. Die positiven Aspekte wie die spielerische Unbeschwertheit, der coole Münzrausch-Modus und die netten Retro-Elemente wissen ja zu gefallen. Aber soviel Einfallslosigkeit muss eben auch mal „bestraft“ werden, zumal der Koop-Modus sowie Design und Soundtrack nicht -wie sonst vielleicht- herausstechen. Kann man also kaufen, muss man aber nicht.

Im Goldfieber: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] und Jakob Nützler [Miroque] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Eine Revolution geht anders, aber Marios Goldfieber bietet gewohnt guten Stoff für kurzweiligen Jump-'n'-Run-Spaß.

Wertung

LEVELDESIGN:

8.0

ABWECHSLUNG:

7.0

STEUERUNG:

8.0
8
von 10

Solide designte Level

Viele Geheimnisse

Suchterregender Münzrausch-Modus

Wenig große Neuerungen

Fragwürdiger 3D-Effekt

Liebloser Koop-Modus

Wie werten wir?

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