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Spielname:
New Art Academy: Lerne neue Techniken und teile Deine Werke

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Sonstiges

Release:
28.07.2012 (erschienen)

Multiplayer:
Nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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New Art Academy: Lerne neue Techniken und teile Deine Werke

Kommentar: New Art Academy: Lerne neue Techniken und teile Deine Werke

Schneestern, 11.08.2012

4074°

5

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Es ist an der Zeit, den vielleicht schon etwas angestaubten Zeichenkoffer auszupacken und die Baskenmütze keck auf den Kopf zu setzen: Die virtuelle Zeichenschule Art Academy geht als New Art Academy: Lerne neue Techniken und teile Deine Werke auf dem Nintendo 3DS in die zweite Runde.

Der gutmütige Zeichenlehrer Vince (an wen dieser Name wohl erinnern mag?) und sein Ladebalken-Hündchen Bacon möchten zusammen mit euch erneut die Welt des Malens und Zeichnens erkunden - per Touchscreen, versteht sich. Dafür hat Vince extra sein Studio erweitert: Wer auf dem DS schon unter dem knollennasigen Künstler studiert hat, kann den Einführungskurs links liegen lassen und sich gleich auf oder besser in den Fortgeschrittenenkurs stürzen, welcher unter anderem die Vermittlung von perspektivischer und Portraitmalerei als Ziel hat. Wir nehmen uns aber die Zeit (was für die Kunst immerhin ganz wichtig ist) und lassen uns im Einführungskurs die künstlerischen Hilfsmittel Stück für Stück geduldig von Vince erklären.

Jeder kann Kunstwerke erschaffen, auf die er stolz ist
So lautet zumindest das Motto unseres Lehrers. Na dann kann ja schon fast nichts mehr schiefgehen! Unsere erste Mission ist die möglichst realistische Darstellung einer Kirsche mithilfe von Ölfarben. Vince ist so nett und mischt die benötigten Farben am Anfang noch selbst zusammen; zeigt uns, welche Pinsel wir verwenden sollen und führt jeden einzelnen Schritt selbst vor. Zuerst grundieren wir den Touchscreen in einem hellen Beige. Ha! Überhaupt kein Problem für uns - und wir klatschen die Farbe fröhlich auf die Leinwand.

Pinsel, Pinselstrich und alle anderen Hilfsmittel sollen dabei funktionieren wie ihre realen Pendants, sodass die erworbenen Fähigkeiten am Ende auch auf echtem Papier anwendbar sind. Für einen virtuellen Zeichenkurs klingt das ziemlich vielversprechend, denn gezeichnete Kunstwerke auf einem kleinen Bildschirm mögen zwar ganz nett sein, aber wie großartig wäre es denn, wirklich irgendwo ein hübsches selbstgemaltes Bild von sich hinzuhängen? Dass das mit der Realität durchaus ernst gemeint ist, merken wie beim zweiten Schritt, als wir mit Hilfe eines Gitternetzes die Umrisse der Kirsche zeichnen sollen. In unserem künstlerischen Übermut haben wir uns nämlich -ups- vermalt und suchen die Rückgängigfunktion. Tja, Pech gehabt, in der Realität sucht man diese bekanntlich (leider) vergebens und gleiches gilt auch für New Art Academy. Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als die krummen Linien erneut mit der Grundierungsfarbe zu übermalen.

Anschließend verpassen wir der Kirsche einen Schatten; lernen, wie man diesen verblendet, malen die Kirsche von dunkel nach hell aus, verpassen ihr sogar eine Oberflächenstruktur entlang ihrer Rundung und setzen als Sahnehäubchen ein paar hübsche Lichtreflexe obenauf. Na das sieht doch gar nicht mal so schlecht aus! Das findet auch Vince und erklärt uns -typisch Künstler- mit einer Tasse Kaffee in der Hand, dass wir das Bild nun sowohl in unserer Mappe speichern und anschließend in unserer eigenen Galerie aufhängen oder es sogar zu einem Foto exportieren und mit der 3DS-Kamera verwenden können. Und da man bei Nintendo bekanntlich um das Wohl seiner zahlenden Spieler besorgt ist, erinnert uns die Software anschließend erst einmal daran, dass wir ja schon eine Weile malen und eine kleine Schaffenspause einlegen könnten.

Steuerung:
Nagut, dann beschäftigen wir uns eben mit den anderen Eigenschaften von New Art Academy, wie zum Beispiel der Navigation. Logischerweise läuft diese größtenteils über den Touchscreen ab. Eure Farbpalette könnt ihr jederzeit bequem per Shortcutbefehl mit L und R aufrufen, das restliche Menü lässt sich nur über die X-Taste öffnen. Man mag es kaum glauben, aber hier haben Rechtshänder doch tatsächlich auch mal einen Nachteil, da sich in der rechten Hand ja eigentlich der Stylus befindet. Eine Zusatzbelegung des Steuerkreuzes wäre wünschenswert gewesen, genauso wie ein stufenweise einstellbarer Zoom. Da gibt es nämlich nur ganz weit weg oder ganz nah dran. Das Zeichnen selbst geht aber größtenteils recht gut von der Hand.

Grafik:
Ebenso geht die Grafik größtenteils in Ordnung. Die Aufmachung des Zeichenkurses ist hübsch, die Utensilien sind gut gegliedert, man findet sich leicht zurecht und die vielen Vorlagen sind teils sogar leicht animiert, was ein bisschen Realität beim Zeichnen vermitteln mag. Nur die Galerie erinnert durch starkes Kantenflimmer leider eher etwas mehr an DS als 3DS. Apropos 3D - im Gegensatz zu Colors! 3D wird der Effekt nicht in die Malfunktionen mit eingegliedert. Der Regler kann also getrost unten bleiben.

Sound:
Fröhliches folklorisches Gitarrengeklimper, entspannendes Vogelgezwitscher und realistische Bleistiftkratzgeräusche. Nicht mehr und nicht weniger. Reicht auch völlig. Wer will, kann ja seine Lieblingsmusik nebenher laufen lassen.

Features:
Zusammengefasst gibt es wie erwähnt einen Einführungs- und einen Fortgeschrittenenkurs mit jeweils neun Lektionen. Zusatzlektionen können außerdem gegen Entgelt wahrscheinlich in naher Zukunft heruntergeladen werden. Wer Lust hat, kann außerdem eigene Lektionen erstellen und diese mit seinen Freunden per SpotPass tauschen. Nur mit seinen Freunden. Genauso wie die Bilder, die man in der virtuellen Galerie in pompösen Rahmen aufhängen kann (sodass alles eher einem Museum gleicht), nur den eigenen Freunden präsentierbar sind. Und wir fragen uns: WARUM?! Die Künstler dieser Welt könnten ihre Tutorials teilen und man könnte Stunden dabei verbringen, die Galerien des ganzen Planeten zu durchstöbern. Schade um das verschenkte Potential.

Natürlich kann auch so drauflos gemalt werden. Dazu steht Papier mit unterschiedlichen Farben und Strukturen zur Verfügung und man kann zwischen den Zeichenmaterialien Buntstift, Bleistift, Pastellfarbe und Ölfarbe wählen. Diese verschiedenen Utensilien sind auch miteinander kombinierbar, jedoch muss bei jedem Wechsel das Bild fixiert werden, sodass letztlich zum Beispiel Pastellkreide die Ölfarbe ohne weiteres überdeckt. Irgendwo musste es ja dann doch an der Realität scheitern.

Fazit:
Keine Frage, wer schon immer ein bisschen Zeichnen lernen wollte, der kann es ruhig mit New Art Academy versuchen. Dadurch, dass die einzelnen Schritte wirklich vorgezeichnet werden, lernt man womöglich mehr als mit diversen Zeichenbüchern. Und die Behauptung, dass die erlernten Fähigkeiten auch mühelos auf echte Materialien und Utensilien übertragbar sind, klingt wirklich vielversprechend. Jedoch sollte man vorsorglich vor umgeschmissenen Wassergläsern, verklebten Pinseln, nervigen Spitzeskapaden und bunt beklecksten Händen warnen... Dinge, wie eine fehlende regulierbare Zoomfunktion oder verschiedene Papiergrößen und -formate trüben das Malvergnügen nur gering. Wer die Geduld und die Muse hat und gerne an seinen künstlerischen Fähigkeiten arbeiten möchte, ist hier genau richtig. Wer allerdings ein schnelles Malprogramm für unterwegs sucht, sollte vielleicht doch eher mit Colors! 3D liebäugeln, das durch die 3D-Funktion und eine (zwar eher schlechte, aber immerhin vorhandene) Online-Präsentiation durchaus auch seine Vorteile hat - und zudem preisgünstiger ist.

Malt trotzdem lieber auf echtes Papier: Sandra Kickstein [Schneestern] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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