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Spielname:
Theatrhythm: Final Fantasy

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Square Enix

Developer:
indieszero

Genre:
Musik

Release:
06.07.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Theatrhythm: Final Fantasy

Review: Theatrhythm: Final Fantasy

Tjark Michael Wewetzer, 28.06.2012

8035°

10

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Es war, als würden Millionen von Fans in Unison aufschreien und plötzlich verstummen. Nun ja, zumindest auf der einen Seite der Fanbase. Die andere freute sich regelrecht, als Square Enix mit Theatrhythm: Final Fantasy ein Musikspiel auf Basis der nie enden wollenden RPG-Reihe ankündigte. Denn seien wir mal ehrlich: Beim Levelgrinding, Sidequesten und Weltretten haben wir ohnehin schon immer die Kompositionen von Nobuo Uematsu und Co. mitgesummt. Was bietet sich zur Feier von 25 Jahren Kristallen, Kriegern des Lichts und Bahamut besser an, als ein Zelebrieren eben jener einprägsamen Stücke? Die Frage ist natürlich, ob die Party auch Spaß macht. Deswegen haben wir einen Blick in die Welt von Theatrhythm geworfen und das Tanzbein geschwungen - oder eher den Touchpen.

Kommt schon, wir kämpfen entschlossen für nichts!
Der Plot ist für ein Final Fantasy-Spiel erstaunlich simpel, um nicht zu sagen nebensächlich. Es geht mal wieder um den Konflikt zwischen den beiden Göttern Chaos und Cosmos, der dieses Mal den großen Harmonie-Kristall in Mitleidenschaft gezogen hat. Um den Stein wiederherzustellen wird eine Energie namens Rhythmia benötigt. Und diese kann erlangt werden, indem sich die Helden aus 13 Final Fantasy-Teilen auf eine musikalische Reise begeben und im Takt bekannter Melodien Gebiete durchstreifen sowie Kämpfe bestreiten. Große Plot-Twists? Fehlanzeige, das ist wirklich alles an Handlung hier. Ist aber auch nicht tragisch, immerhin geht es vor allem um eines: die Musik.

Diese dürft ihr in drei großen Spielmodi genießen. Zuerst steht euch lediglich der Abfolge-Modus offen. Hier sind insgesamt 39 Songs untergebracht, die nach ihren Herkunftsspielen sortiert wurden. So spielt ihr euch nach und nach durch die 13 Hauptteile von Final Fantasy und erlebt eine Auswahl derer denkwürdigen Soundtracks. Erfolg hier öffnet den Herausforderungs-Modus, wo ihr sämtliche Songs einzeln spielen könnt, um etwa eure Punktzahl zu verbessern oder einfach noch einmal zu „Battle at the Big Bridge“ Monster zu vertrimmen. Auch werden hier höhere Schwierigkeitsgrade für die Single-Songs und den Abfolge-Modus freigelegt. Zu guter Letzt hätten wir da noch den Chaos-Schrein. Dieser setzt euch bestimmte Herausforderungen vor die Nase, bei denen ihr Tracks auf einem festen und auch schnell steigenden Schwierigkeitsgrad bewältigen müsst - dies optional sogar mit bis zu drei Freunden im lokalen Multi-Card-Mehrspieler-Modus. Zur Belohnung winkt dafür fette Beute in Form von Gegenständen - doch dazu später mehr.

Zuerst legen wir verwirrt los... oder?
Zunächst wollen wir uns nämlich dem Kern zuwenden: der musikalischen Takt-Tipperei! Auch diese unterteilt sich noch einmal in drei Grundkategorien. Bei den Umgebungs-Levels bereist ihr auf einem festgelegten Pfad Oberwelten der Final Fantasy-Spiele, während ihr nach Guitar Hero- bzw. Frequency-/Amplitude-Manier auf euch zustürmende Touchkommandos eintippt. Gutes Timing bringt hier nicht nur einen hübschen Highscore, sondern bei zügigem Fortschritt auch kleine Item-Belohnungen. Event Stages hingegen lassen euch einige der bedeutendsten und schönsten Momente der Spiele erleben - von der Ball-Szene aus FFVIII bis hin zum Angriff auf Eden in Teil XIII. Ihr müsst währenddessen die im Ouendan-/Elite Beat Agents-Stil auftauchenden Befehle auf den Touchscreen hauen. Diese beiden Spielvarianten sind vergleichsweise einfach und selbst auf „ultimativ“, dem höchsten Schwierigkeitsgrad, mit etwas Übung schnell überwunden.

Es sind de Kampf-Herausforderungen, die die Spreu vom Weizen trennen. Hier werden euch auf vier Notenlinien Stylus-Aktionen vorgegeben, die ihr auch tunlichst abarbeiten solltet, sofern ihr nicht als Monsterfraß enden wollt. Dank des gerade auf höchster Stufe extrem hohen Tempos erfordert dies ein gutes Auge und volle Konzentration. Doch auch das ist mit Übung und Geduld schaffbar. Sollte es trotz allem irgendwo haken, ist nicht gleich alles verloren. Es gibt einige Möglichkeiten, eure Erfolgschancen bei der Bewältigung der Songs zu erhöhen.

Wisst ihr, wir schlafen wild mit Stolz!
Ihr bestimmt nämlich zu Spielbeginn, mit welchen vier der 13 Helden aus den Haupt-Serienteilen ihr zum Sammeln von Rhythmia losziehen wollt. Später stoßen auch noch weitere bekannte Figuren zur Truppe hinzu. Eure Auswahl entscheidet unter anderem, wie viele Fehler ihr euch im Song erlauben dürft. Außerdem lassen sich die Charaktere mit nach und nach erlernbaren Fertigkeiten ausrüsten, die zum Beispiel Schadensboni im Kampf, Statistik-Boosts oder größere Item-Abgreifchancen mit sich bringen. Und wo wir schon bei den Gegenständen sind: Von diesen könnt ihr ebenfalls einen mitnehmen. Genauer gesagt einen einzigen pro Song. Das stattet euch mit einem weiteren Modifikator für das Spielgeschehen aus. Tränke zum Beispiel geben euch durch Fehltipper verlorene HP zurück, Maginite von Beschwörungsmonstern garantieren in designierten Beschwörungspartitionen das Auftauchen eben dieser und Schriftrollen bringen eurer Truppe neue Skills bei. Es gibt also einige Optionen, über die ihr das Spiel abwechslungsreicher gestalten könnt.

Steuerung:
Seid ihr mit Ouendan bzw. Elite Beat Agents von Nintendo vertraut? Prima, dann kennt ihr bereits zwei Drittel der Kommandos von Theatrhythm. Genau wie dort ist für manche Note nämlich lediglich ein Tipper notwendig oder dass ihr den Touchscreen für bestimmte Zeit gedrückt haltet. Neu hinzu kommen Pfeilfelder, bei denen ihr in eine bestimmte Richtung wischen müsst. Allerdings erfordert gerade diese Steuerung aufgrund der äußerst sensiblen Eingabe etwas Einspielzeit, da eure Kommandos vielleicht nicht sofort korrekt erkannt werden. Das führt zu Beginn schnell zu Frust, legt sich aber mit etwas Übung. Immerhin könnt ihr auf den Touchscreen jede beliebige Stelle antippen anstatt bestimmter Felder und für perfekte, „kritische“ Treffer wird euch reichlich Spielraum gelassen.

Grafik:
Zurück zu den Wurzeln, Final Fantasy ist wieder knuddelig! Cloud und Co. treten hier nämlich in knuffiger Chibi-Gestalt auf und bringen ebenso deformierte Monster mit. Das wirkt erst ungewöhnlich, passt aber zur lockeren Atmosphäre. Es ändert jedoch nichts daran, dass die Umgebungen bei den Oberwelt-Abschnitten extrem eintönig und technisch schwach wirken. Auch auf den schwachen 3D-Effekt kann man getrost verzichten. Man merkt einfach, dass das Spiel ursprünglich für den DS geplant war. Bei einem Musikspiel ist Grafik eher zweitrangig, hübscher hätte Theatrhythm aber trotzdem sein dürfen.

Sound:
Das ist die Kategorie, die wirklich zählt! Und hier punktet das Musik-Fest auch: Insgesamt über 70 Song sind auf der 3DS-Karte untergebracht, die von piepisigen 8-Bit-Klängen bis hin zu bombastischen Orchester-Stücken reichen. Für musikalische Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt und qualitativ haben die Werke auch nichts einbüßen müssen. So gehört sich das! Wer auf die Musik von Final Fantasy steht, wird hier auf jeden Fall glücklich. Und solltet ihr danach noch nicht genug haben, lassen sich auch weitere Songs gegen eine geringe Gebühr herunterladen.

Features:
Wie erwähnt sind über 70 Tracks auf der Karte verborgen, von denen ihr auf gut und gerne 39 direkt zu Beginn Zugriff habt. Weitere werden durch das Sammeln von Rhythmia freigeschaltet. Allerdings braucht ihr hierfür viel Geduld und Ausdauer, da erst bei bestimmten hohen Beträgen unter die neu erhältlichen Dinge -wie Designs für eure StreetPass-Statistik-Profilkarte, Stücke für den Music Player oder Charakter-Kristalle- auch mal neue Lieder für den Challenge-Modus gemischt werden. Das artet schon mal in repetitives Grinding aus, wenn man einfach mehr haben will. Und ein Spiel mit derartigem Wiederspielpotential hat das eigentlich nicht nötig.

Ebenfalls befremdlich ist, dass Theatrhythm nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Zwar lässt sich alles auch ohne Englischkenntnisse gut spielen, schön wäre eine Eindeutschung dennoch gewesen. Vor allem für die eher kosmetisch gedachten Trophäen, die euch bei Bewältigung bestimmter Aufgaben verliehen werden (z.B. einen Charakter auf Level 99 hochzüchten) oder für die teils großartig bescheuerten Kommentare, die euer Trupp vor Antritt eines Songs von sich gibt und damit die Überschriften für dieses Review beisteuern.

Fazit:
Auch wenn manch einer vom Glauben abfiel, als Square Enix 3DS-Besitzern Theatrhythm: Final Fantasy als ersten Serienableger für den Handheld vorsetzte, waren wir guter Hoffnung. Immerhin gehören die Soundtracks der Spiele mit zu dem Besten, was die Branche zu bieten hat. Und wir wurden nicht enttäuscht: Schon nach kurzer Zeit entfaltet Theatrhythm ein unglaubliches Suchtpotential und lässt euch nicht mehr so schnell los. „Einen Song noch“, denkt man sich - auch zehn Song später! Allerdings ist das Musikspiel technisch eben absolut nicht auf der Höhe der Zeit und die Richtungskommandos erfordern etwas Übung, bevor sie zuverlässig funktionieren. Außerdem wird für das Freispielen einiger Dinge doch etwas mehr Aufwand als nötig fällig. Dennoch meinen wir, dass Theatrhythm -vor allem in Kombination mit dem DLC- viel Langzeitspaß unter der Haube hat. Schnuppert im Zweifelsfall in die eShop-Demo rein, wir jedenfalls können euch die musikalische Jubiläumsfeier wärmstens ans Herz legen!

Lässt wieder den FFVIII-Soundtrack im CD-Player kreisen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Suchterregendes Jubiläums-Musikspiel mit kleinen Macken.

Wertung

SOUND:

9.0

ABWECHSLUNG:

8.0

STEUERUNG:

7.0
8
von 10

Über 70 Songs

Macht hochgradig süchtig

Viel Sammelbares

Einsteigerfreundlich und doch herausfordernd

Steuerung bedarf etwas Einspielzeit

Technisch schwach

Langwieriges Song-Freischalten

Komplett in Englisch

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10 Kommentare