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Spielname:
Pinball Hall of Fame 3D: The Williams Collection

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Bigben Interactive

Developer:
Farsight Studios

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
27.04.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Pinball Hall of Fame 3D: The Williams Collection

Review: Pinball Hall of Fame 3D: The Williams Collection

Robert Grötenherdt, 27.06.2012

2981°

0

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Zu Zeiten der E3 möchte man gar nicht glauben, dass es noch Publisher gibt, die es überhaupt wagen einen Titel rauszubringen, der nicht mit diversen Explosionen und Action-Spektakeln eines neuen Action-Hollywood-Streifen auftrumpfen möchte. Doch BigBen Interactive hat es sich zur Aufgabe gemacht, einem Genre wieder auf die Sprünge zu helfen, das sich derzeit wohl kaum noch an die Erdoberfläche traut. Pinball Hall of Fame 3D möchte den Charme der alten originalen Williams-Flippertische einfangen. Ob es dem Entwickler FarSight Studios gelungen ist und sie sich gegen den starken Konkurrenten Zen Pinball 3D beweisen können erfahrt ihr wie gewöhnlich in unserer Review.

Sieben Flipper-Tische in nur einem Modul
Bevor wir kritisches Augenmerk auf Steuerung, Sound und Co legen, muss man sich erst einmal mit dem Umfang befassen, den man hier mit Pinball Hall of Fame 3D erhält. Anfangs kann man sich auf einem von drei Tischen frei austoben. „Pin Bot“, „Fun House“ und „Gorgar“ sind grundsolide Tische der alten Schule, die euch jederzeit und frei zur Verfügung stehen. Bei den restlichen vier Maschinen („Black Knight“, „Space Shuttle“, „Taxi“ und „Whirlwind“) muss man entweder pro Spiel einen Credit oder einmal 100 Credits bezahlen um den Tisch sein Eigen nennen zu können. Diese Idee des Bezahlens pro Spiel entspricht ganz dem Gesamtkonzept dieser Tisch-Kollektion. Hier wird nämlich klar auf den alten Arcade-Geist früherer Zeiten gesetzt. Doch nun kommt natürlich direkt die Frage auf: Ist alt besser als neu? Prinzipiell ist die Idee mit den Credits, die man sich beim Spielen verdient, eine nette Idee. Jedoch hätte man diese auch ausbauen und etwa die Nintendo-Münzen gegen Credit-Münzen eintauschbar machen können. Aber auch so gerät man eigentlich nie in Credit-Not und ist immer in der Lage, alle sieben Tische komplett zu genießen - ein nettes Feature wäre es trotzdem allemal. Denn auch sonst herrscht eigentlich rege Feature-Armut. Es gibt zwar eine Highscore-Liste, diese bleibt allerdings komplett offline. Schade. Ein dicker Plus-Punkt ist allerdings die große Anzahl an und ebenso starke Vielfalt der Tische.

Abwechslung ist alles
Wie schon erwähnt gibt es ganze sieben Tische. Wenn man diese genauer beleuchtet, wird einem auch schnell klar, dass hier eine anständige Sammlung geboten wird, bei der sich jeder der Tische unterschiedlich spielen lässt. So besteht „Black Knight“ aus zwei Flippern, einer in der oberen Hälfte und einer in der unteren, und der „Pin Bot“ stellt wohl eine der klassischsten Arten des Flippers dar. Ein hervorragendes Feature sind die Spielregeln, die man bei jedem Tisch vorab einsehen kann. Oft ballert man bei Flippern sinnlos irgendwohin und merkt erst beim 20. Durchlauf, wohin man am besten zielen sollte um möglichst viele Punkte abzustauben. Doch hier wird in den Spielregeln aufgelistet, was passiert wenn ihr bestimmte Ziele erreicht. Ein kleines, aber sehr feines Menü, was oft bei Flippern fehlt.

Steuerung:
Was kann man hier schon großartig falsch machen. L und R sind für die entsprechenden Flipperarme, X und Y zum Umschalten der Kamera-Ansicht und der Gyro-Sensor ist auch mit von der Partie um 3DS-Rüttler per Gyrosensor ins Spiel zu übertragen. Aber hier kommen wir zu einem Feature, das den 3DS von einer ganz neuen Perspektive zeigt: Auf dem Kopf. Richtig: Wenn man den 3DS einmal umdreht, hält man die L und R Tasten an den Daumen. So kommt noch mehr Flipper-Feeling auf und vor allem liegt der 3DS einem überraschend angenehm in der Hand. Allerdings kommt der 3D-Effekt hier stark ins Schwanken, doch das Manko kommt ja immer auf, wenn es um Bewegungs-Intensive-Spiele geht.

Grafik:
Hier muss man eigentlich viel mehr sagen, außer das die Tische sich sehen lassen können. Die Tische haben abwechslungsreiche und coole Designs und sehen dabei auch noch gut aus.

Sound:
Hier wird einem Retro vom feinsten aufgetischt, da alle originalen Töne der Tische übernommen wurden. Nun ist es leider schwer zu sagen, ob diese knarzigen Retro-Sounds das entsprechende Gefühl eines Arcade-Flippers bringen, oder einfach nur nerven. Bei den meisten Tischen nervt es ehrlich gesagt, den Ton an zu haben. Eigentlich blieb uns nur der „Whirlwind“-Tisch positiv in Erinnerung was die Sounds anging. Leider ist das für eine Pinball-Simulation ein riesiges Manko, wenn der Sound nicht stimmt.

Fazit:
Nun ist es soweit und man hat ähnliche Konkurrenz-Verhältnisse wie sonst bei PES gegen FIFA - nur dass sich jetzt Pinball Hall of Fame 3D und Zen Pinball 3D gegenüberstehen. Man kriegt hier für sein Geld sieben alte Tische, die von der Ball-Physik her gut spielbar sind und auch die besondere Steuerung, bei der man den 3DS auf den Kopf hält, zählt zu überzeugenden Kaufgründen. Allerdings sind die Sounds der Tische aufs Extremste veraltet und nerven. Derzeit gibt es Pinball Hall of Fame 3D für ca. 30€ was ein „Preis pro Tisch“-Verhältnis von ca. 4,30€ ausmacht. Für nur 70 Cent mehr kriegt man bei Zen Pinball 3D vier Tische, die extra für Videokonsolen entwickelt wurden. Hinzu kommt noch, dass bei dieser Kollektion im Vergleich zur Heimkonsole von 13 Tischen auf 7 abgespeckt wurde: Dickes Manko.
Man muss sich also im Klaren sein, was man von seinem Flipper erwartet. Will man eine Retro-Sammlung die den Geist der Arcade-Hallen solide einfängt und die Tische gut portiert, oder will man neu aufgesetzte Tische, die dem heutigen Trend entsprechen und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis haben? Wenn man sich mit der Frage auseinandersetzt sollte klar werden zu welchem der beiden Titel man greift, es heißt also Sparfuchs gegen Nostalgiker. An und für sich haben Farsight Studios solide Arbeit geleistet, wenn auch keine überragende.

Hält den 3DS jetzt nur noch auf den Kopf gedreht: Robert Grötenherdt [Zyrando] für Planet3ds.de

Vielen Dank an BigBen Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
Nostalgische Flipper-Sammlung mit stolzem Preis, aber auch nicht mehr.

Wertung

AUTHENTIZITÄT:

8.0

UMFANG:

5.0

SPIELTIEFE:

4.0
5
von 10

Gute Kugelphysik

Klasse Steuerungs-Feature

Ausführliche Guides

Keine Online-Leaderboards

Nervige Sounds

Happiges Preis-Leistungs-Verhältnis

Wie werten wir?

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