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Spielname:
Landwirtschafts-Simulator 2012 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Astragon Software

Developer:
Giants Software

Genre:
Simulation

Release:
29.03.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Landwirtschafts-Simulator 2012 3D

Review: Landwirtschafts-Simulator 2012 3D

Marcel Eifert, 16.06.2012

4452°

10

Test mögen: Weitersagen:

Wer sich fragt, wie eines der meist verkauften Spiele Deutschlands so populär werden konnte, der wird eine ganz einfach Antwort erhalten: Andere Länder, andere Sitten. Wenn wir uns mal die japanischen Videospielcharts ansehen, werden wir dort unter den Bestellern nicht weniger Kuriositäten antreffen. Der Landwirtschafts-Simulator hingegen genießt hohes ansehen bei den Leuten, die diesen Beruf des Landwirtes tatsächlich ausüben. Auf dem PC gehört die Simulation längst zu dem erfolgreichstem, was das Genre zu bieten hat. Doch kann auch das Handheld-Debüt überzeugen? Ob Giants Software mit dem Landwirtschafts-Simulator 2012 3D einen portablen Punkt landen konnte, dass erfahrt ihr im Review.

Country Roads
Kein Intro, keine wirkliche Einführung. Sobald ihr das Spiel startet, wählt ihr einen Speicherstand und anschließend den Schwierigkeitsgrad aus. Dort habt ihr die Wahl zwischen Anfänger, Normal und Experte. Die Wahl des Schwierigkeitsgrades ist wichtig, denn als Anfänger werdet ihr durch das niedrige Startkapital höherer Stufen kläglich verhungern, wenn ihr nicht ordentlich wirtschaftet. Als Anfänger startet ihr mit 25.000 Euro. Auch eure Silos sind bereits gefüllt und somit könnt ihr sofort starten, Gewinne durch den Verkauf eure Güter zu erzielen.

Ziel des Spieles ist natürlich, Profit zu machen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn bis auf kleine Hinweise zu Beginn seid ihr komplett auf euch alleine gestellt. Der Start ist sehr schleppend, auch stehen euch gerade mal zwei Fahrzeuge zur Auswahl. Darunter befindet sich ein Mähdrescher und ein Traktor sowie der dazugehörige Kipper, mit dem ihr eure Güter transportieren könnt, sobald ihr euer Fahrzeug an diesen angekoppelt habt.

Von euren drei Feldern könnt ihr sofort zu Spielbeginn das erste beackern. Euer Mähdrescher lässt sich dabei manuell über das Feld fahren oder ihr drückt einfach dem Autopiloten auf dem Touchscreen das Lenkrad in die Hand. Bedenkt: Bei beiden Optionen besteht die Gefahr, einzuschlafen während man das Feld aberntet. Ein Füllsymbol zeigt euch an, wann ihr euer Korn in den Kipper entladen könnt. Diese Aufgabe ist ein eintöniger Prozess. Das ganze wird von einer austauschbaren Easy-Listening-Musik untermalt. Um euch selbst etwas zu fordern, könnt ihr auch den Sound eures 3DS abstellen und stattdessen auf eurem MP3-Player Heavy Metal hören. Ist der Kipper beladen, koppelt ihr ihn an euren Traktor an, fahrt hinaus in die Stadt (wie zum Beispiel zum Bahnhof) und versucht dort, eure Güter unter die Leute zu bringen. Und keine Sorge: Fahrt wie es euch beliebt! Unfälle bauen könnt ihr, egal wie kreuz und quer ihr mit eurem Traktor fahrt, nämlich nicht.

Der König des Getreides
Um sich den Titel des absoluten Getreide-Overlord zu erarbeiten, müsst ihr viel tun. Erst einmal müssen eure Felder gepflegt werden. Diese können schneller verwittern als euch lieb bist. Als nächstes solltet ihr euch zügig um den Umsatz kümmern. Auf dem Touchscreen werden euch immer wieder kleine Missionen angezeigt, die ihr zu einer bestimmten Zeit optional erfüllen könnt, um den bestmöglichen Profit zu erzielen. Beliefert ihr die Interessenten in der angegebenen Zeit, macht ihr auch einen ordentlichen Gewinn. Im Spiel verstreichen 24 Stunden inklusive Tag- und Nachtwechsel.

Leider aber sind die Missionen ziemlich verwirrend. Nur selten weiß man, wo man sofort hin muss. Da es keine Einführung gibt, ist es besonders für Anfänger schwierig, Missionen zu erfüllen und rechtzeitig zu den vereinbarten Orten zu gelangen. Ein Blick ins Handbuch sollte euch da aber bereits in die richtigen Bahnen lenken.

Von eurem hart verdienten Geld könnt ihr anschließend euer Feld erweitern und euch neue Geräte und Traktoren kaufen. Letztere sind jedoch unglaublich kostspielig. Die Traktoren besitzen übrigens Original-Lizenzen, ein Faktor, der die Authentizität der Simulation steigert. Ein wirklich authentisches Fahrgefühl will aber nicht aufkommen. Es ist, als würde man einen Spielzeug-Traktor bedienen. Bevor ihr eure Erfolge richtig genießen könnt, wartet vorher noch eine Menge Arbeit auf euch. Bereits bei einem höheren Schwierigkeitsgrad wird es sehr anspruchsvoll, die Aufgaben zu erfüllen und am Ende schwarze Zahlen
zu schreiben.

Steuerung:
Auch wenn jegliches, realistisches Fahrgefühl fehlt, so wurde die Steuerung ziemlich gelungen auf dem 3DS umgesetzt. Ihr könnt problemlos per Knopfdruck zwischen den Fahrzeugen hin- und herschalten. Und wenn ihr euch mal etwas entspannen wollt, dann erledigt die harte Arbeit einfach der Autopilot für euch. Alle weiteren Verwaltungs-Aktionen sind über den Touchscreen durchführbar.

Grafik:
Die Grafik ist trist und arm an Details. Natürlich erkennt man, dass man sich auf einem Bauernhof befindet. Der gleicht aber eher einer verlassenen Ranch im wilden Westen. Selbst die Felder sehen unglaublich trostlos aus. Man kann an diesem Punkt sagen, mehr brauch eine Simulation nicht - was gar nicht mal so falsch ist, aber etwas für das Auge darf es ruhig sein, Hier wurde an allen Ecken und Enden gespart. Zumindest der 3D-Tiefeneffekt ist ganz nützlich. Dieser bietet euch wenigstens eine perfekte Übersicht.

Sound:
Das typische Gedudel eines Simulators. Obwohl mehrere Stücke gespielt werden, kann man das eine kaum von dem vorherigen unterscheiden. Die Geräusche der Fahrzeuge klingen genau so unspektakulär. Allerdings sollte man in diesem Genre an sich keine zu hohen Erwartungen an die Technik haben. Was geboten wird reicht allemal aus.

Features:
An sich bekommt man nichts weiter geboten als das Hauptmenü. Allerdings kann man endlos viele Stunden mit dem Landwirtschafts-Simulator verbringen. Man wird durch den Ehrgeiz angetrieben, seinen Bauernhof stets zu erweitern und sein Konto zu füllen. Für manche Spieler kann dieses Spielprinzip unglaublich motivierend sein, für andere schlicht und ergreifend zur Langeweile führen.Die vielen unterschiedlichen Missionen halten einen auf Trab, und es reicht auch, um die Langzeitmotivation aufrecht zu erhalten. Aber auch dieser Aspekt ist eine Sache des Geschmacks. Genug zu tun gibt es immer. Große Überraschungen sollte man nicht erwarten.

Fazit:
Der Landwirtschafts-Simulator 2012 3D ist tatsächlich eines dieser Spiele, bei denen man sagen kann, man habe nach dem Anspielen der Demo schon beinahe alles gesehen, was das Spiel auf dem Kasten hat. So viel mehr wird in der Vollversion nämlich gar nicht mehr geboten. Da muss dann jeder Spieler für sich selbst entscheiden, inwieweit ein solcher Titel ihn noch motivieren kann. Fakt ist, ein Monster an Inhalt bekommt man nicht geboten. Auch kann das Spiel schnell eintönig werden. Ein weiterer Fakt ist aber auch: das Spiel ist bereits für unter 30 Euro zu haben. Für diesen Preis bekommt man eine authentische Simulation, die in einigen wichtigen Punkten fast alles richtig macht. Solltet ihr unschlüssig sein, empfiehlt sich eine Proberunde mit der oben genannten Demo aus dem eShop. Wer sich vielleicht ein bisschen mehr Pepp bei einer Simulation wünscht, der sollte auf RollerCoaster Tycoon 3D warten, sollte es jemals in den Handel kommen.

Tauscht den Traktor gegen ein gutes Buch: Marcel Eifert [R.Godless] für
Planet3DS.de


Vielen Dank an Astragon für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Mäßig
Deine Wertung:

-
Die Chance für virtuelle Landwirte, nun auch mobil zu farmen – wenn sie denn mit der Eintönigkeit leben können.

Wertung

SPIELTIEFE:

5.0

AUTHENZITÄT:

7.0

FAHRZEUGVERHALTEN:

5.0
5
von 10

Echtes Landwirt-Feeling

Motivierendes Gameplay

Original-Lizenzen der Fahrzeuge

Nützlicher 3D-Effekt

Hupen über Touchscreen

Triste und lieblose Grafik

Eintöniger Sound

Nicht einsteigerfreundlich

Keine Extras

Braucht lange, bis das Spiel an Fahrt aufnimmt

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10 Kommentare