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Spielname:
Mario Tennis Open

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Camelot

Genre:
Sport

Release:
25.05.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Mario Tennis Open

Nicola Hahn, 02.06.2012

8267°

9

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Wer zur jüngeren Generation der Handheld-Gemeinde gehört, findet den Titel Mario Tennis Open vielleicht eher abschreckend, denn Spiele mit Mario können doch nur als allseits bekannte Fun-Racer oder Jump-'n'-Run-Klassiker funktionieren. Oder? Die ältere Generation weiß aber schon länger um den Schritt in die Welt des Tennis, den sie zusammen mit Mario und seinen Freunden getan hat.

Dank Camelot (Golden Sun) kann der rotbemützte Klempner nämlich auf eine richtige Tradition in dieser Sportart zurückblicken und hat in diesem Genre schon so einige Asse gelandet. Nun wollen wir doch mal sehen, ob jetzt eher die jüngeren Spieler oder die alten Veteranen Recht behalten...

Alles beginnt ... der Aufschlag
Nach einem grafisch sehr netten Intro landet der Spieler in einem interaktiven Tutorial, welches ihm ungestüm die Grundlagen der Bedienung und Spielabläufe vermittelt, wobei er auch selbst Hand anlegen darf. Nach der verhältnismäßig leichten Gegnerin Peach stürzt der naive Mario-Spieler schon in Richtung Multiplayer-Spaß, denn allzu viel scheint es im Hauptmenü nicht zu geben: Neben einem spartanischen Einzelspieler-Modus gefüllt mit Turnier-, Einzelkampf- und Minispiel-Möglichkeiten finden sich die besagte Multiplayer-Funktion, die es über ein lokales sowie über ein globales Netzwerk gibt, und die obligatorischen Einstellungen. Nach wenigen vernichtenden Partien gegen Zufallsgegner aus ganz Deutschland, kommt schließlich doch die Einsicht, vorher etwas im Wettkampf gegen computergesteuerte Gegner üben zu müssen.

Singleplayer, Multiplayer - ein dimensionaler Schwierigkeitsunterschied?
Kaum ist die erste Partie gestartet, krümmt sich der potentielle Tennis-Profi lachend auf dem Boden, da der Schwierigkeitsgrad der untersten Stufe wirklich lachhaft ist. So stolpert Oberfiesling Bowser wohl über seine eigenen kleinen Beinchen, als er gen anfliegenden Tennisball hechten will. Der Spieler braucht nur den Ball abwechselnd in die gegnerischen Ecken zu schlagen und dem lustigen Spektakel der Bots zuzuschauen. Doch schon in den nächsten Partien merkt man, dass der Schwierigkeitsgrad langsam ansteigt und die Gegner sich nicht mehr durch diesen alten Trick beeinflussen lassen. Immer häufiger greifen sie zu speziellen Moves, die in Form von markierten Feldern auf dem Spielfeld verteilt sind und die durch entsprechendes Drücken einer Taste ausgelöst werden können. Diese Moves lassen nun beispielsweise den Ball im hohen Bogen über das Spielfeld sausen und ermöglichen es dem Gegner kaum den Schuss zu parieren, indem sie die Fluggeschwindigkeit rapide erhöhen.

Die Einladung zum Champion-Cup im Visier
In der Einzelspieler-Karriere stehen einzelne Cups im Mittelpunkt, wie man sie schon gut von Mario Kart kennt, nur dass diese Turniere aus jeweils drei Spielen zusammengesetzt sind. Nach dem Pilz- folgt der Blumen-Cup, der wiederum den Bananen-Cup als Nachfolger hat. Nachdem man sich nun durch das ganze Gewächs geschlagen hat, folgt der etwas anspruchsvollere Champion-Cup, welcher nach dem Sieg unter anderem eine erhöhte Schwierigkeitsstufe für die Computergegner freischaltet. Doch das Hauptaugenmerk liegt nun auf dem frisch freigespielten Star Open-Modus, der wieder vier neue Cups zur Verfügung stellt. Schnell merkt der hochmotivierte 3DS-Besitzer, dass es hier ganz schön zur Sache geht und dass man auch ein paar Niederlagen einstecken muss. Die Partien verlängern sich von ein paar Minuten auf eine Viertelstunde und der Akku beginnt sich schnell zu leeren. Aber dank einer Wiederhol-Funktion kann der Spieß nach einer Niederlage auch umgedreht werden, nachdem man den 3DS wütend in die nächste Ecke geschmissen hat, da diese Funktion auch noch nach einem Neustart greift. Schon im Hauptmenü wird gleich gefragt, ob man den Leidensweg erneut gehen will oder man sich das lieber für später aufhebt und vorher noch etwas übt.

Neben den Cups bietet das Spiel noch weitere kleine Minispiele, die sowohl für die erwünschte Abwechslung sorgen als auch die Präzision und das Ballgefühl stärken. So kann man in einer Nachstellung des ersten Super Mario Bros.-Titels den Tennisball als Spielfigur nutzen und Gumpas von der Bildfläche knallen während die altbekannten Items wie der Pilz für eine Vergrößerung des Balles sorgen. Oder der geneigte Weltraumpilot lässt sich auf eine Partie gegen ein Luma aus Mario Galaxy ein, wobei hier aber Teile des Spielfelds hin und wieder wegklappen und den Weg ins bodenlose Nichts öffnen. Auch der virtuelle Kleiderschrank mit eingebauten Shop, der für die aus den Minispielen erspielten Münzen Verwendung findet, bietet eine gigantisch große Auswahl an Modifikationen des eigenen Miis, der übrigens anstatt eines Mario-Charakters gewählt werden kann. So bietet der Buu-Huu-Schläger eine erhöhte Schlaggeschwindigkeit, aber das Wario-Schweißband eine höhere Schlagkraft.

Steuerung:
Aha, der graue Knüppel lässt die Spielfigur im Kreis rennen, die rechten Knöpfe lassen den Ball über das Spielfeld sausen und die rechte Schultertaste lässt die Figur hechten um den Ball mit einem letzten Versuch noch zu retten, wobei diese Möglichkeit meist in der Hektik des Spiels untergeht. Die Schaltflächen auf dem Touchscreen und die Gyrosensor-Steuerung sind leider etwas daneben geraten, denn in einem spannenden und hitzigen Spiel kann nicht jeder mit dieser Steuerungsoption schnell genug reagieren.

Grafik:
Zwar sieht man meist nicht mehr als das Spielfeld, doch dieses ist ansehnlich gestaltet und lässt dort auch die Augen hin und wieder verweilen, wobei die Umgebung dank unterschiedlichen Spielfeldern an Abwechslung gewinnt. So muss Grafik! Der 3D-Effekt ist auch in Mario Tennis Open ganz nett und lässt sich besonders in den Special-Moves bewundern, aber richtig hilfreich ist er auch in diesem Spiel nicht.

Sound:
Passend zur Situation wechselt die Hintergrundmusik von gemächlichen und zu hitzigen Tönen, welche sich aber trotzdem immer noch gut anhören lässt. Die deutsche Kommentator-Stimme, die sich hin und wieder zu Wort meldet, passt meistens gut ins Geschehen.

Multiplayer:
Wer erfolgreich jedes Einzel-Turnier überstanden hat, darf sich nun in Richtung Multiplayer wagen. Neben einer lokalen Mehrspieler-Variante kann man sich auch mit Spielern aus aller Welt anlegen oder mit Freunden messen. Erstere Option lässt euch zwischen einem einfachen Tiebreak-Match und einem Turnier wählen. In beiden Wahlmöglichkeiten tritt man gegen Spieler aus der eigenen Region an - sprich Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Um die Gegenspieler möglichst fair zu halten, wird der Spieler anhand einer Bewertung und Punkten eingestuft. Insgesamt kann man sich wirklich gut mit diesem Modus beschäftigen und Abwechslung zu den Computergegnern schaffen. Zusätzlich bietet das Rangsystem mit einer monatlichen Liste größere Motivation als es Mario Kart 7 geboten hat, auch wenn für Neulinge zu Beginn eine lange Serie von Niederlagen ansteht. Sowohl redaktionsintern zu zweit als auch gegen die Portablegaming-Community im Doppel zu Viert haben die Partien stets Spaß gemacht und lassen geradezu hoffen auf ein Turnier der Extraklasse.

Fazit:
Zusammengefasst haben Nintendo und Camelot mit dem im Gegensatz zu Mario Kart und Super Mario eher unscheinbaren Mario Tennis Open eine richtig gute Partie gelandet, die sowohl im Einzel- als auch im Mehrspieler-Sektor überzeugt. Mit monatlichen Ranglisten und einer Bewertung, die nur Spieler mit ungefähr gleicher Stärke miteinander spielen lässt, können die Entwickler die Motivation bewahren und lange für Beschäftigung sorgen. Die Möglichkeit seinen Mii als Charakter auszuwählen und durch freischaltbare Kleidungsstücke "aufzurüsten" oder nach Geschmack anzupassen, kann den Spieler noch lange unterhalten, aber an Abwechslung hapert es doch mit der Zeit, worüber auch die Minispielchen nicht hinwegtäuschen können.

Verliert stets gegen den Chefredakteur: Nicola Hahn [501.legion] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Nicht mehr viel hat zum Sieg gefehlt, aber knapp daneben ist auch vorbei.

Wertung

MULTIPLAYER:

10

MODIVIELFALT:

8.0

SCHWIERIGKEIT:

8.0
8
von 10

Im Singleplayer fällt der Einstieg sehr leicht...

Stimmige Hintergrundmusik

Spannende Mehrspielerpartien

Große Auswahl an Stadien, Charakteren und freischaltbaren Kleidungsstücken

...was im Multiplayer gegen ganz Deutschland schon ganz anders aussieht

Etwas wenig Abwechslung trotz Minispielen

Wie werten wir?

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9 Kommentare