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Spielname:
Tekken 3D: Prime Edition

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Namco/Arika

Genre:
Fighting

Release:
17.02.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
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Tekken 3D: Prime Edition

Review: Tekken 3D: Prime Edition

Tjark Michael Wewetzer, 23.02.2012

5668°

6

Test mögen: Weitersagen:

„Get ready for the next battle!“ schalmeit es uns entgegen und wir wissen sofort, was Sache ist: Das King of Iron Fist Tournament ist wieder da! Dieses Mal in 3D, tragbar und zum zweiten Mal auf einem Nintendo-System. Tekken 3D: Prime Edition hat allerdings auch ziemlich viel Konkurrenz im Nacken. Sowohl Capcom als auch Arc System Works und Tecmo haben bereits gelungene Prügelkost für Nintendos jüngstes Küken im Stall abgeliefert. Ist da noch Platz für die Familienfehde des Mishima-Clans? Die Antwort auf diese Frage könnte euch vielleicht ein wenig überraschen...

Wer braucht schon einen Plot für Prügel?
Normalerweise würden wir zuerst, wie gewohnt auf die Handlung eingehen. Selbst Beat 'em Ups verfügen in der Regel über eine solche, auch wenn sie sich in diesem Genre meist mehr im Hintergrund abspielt. Tekken 3D jedoch zieht etwas anders ins Gericht: Es gibt keine Story. Überhaupt keine. Es gibt nicht einmal kleine Zwischensequenzen für die Charaktere, die entweder unsinnige bzw. witzige Anekdoten aus ihrem Leben erzählen oder deren persönliche Gründe für die Teilnahme am King of Iron Fist Tournament, um das es in Tekken standardmäßig geht, vermitteln. Null. Nada. Nichts. Stattdessen gibt es genau vier Spielmodi, von welchen einer ein Trainings-Modus ist.

Bei den anderen handelt es sich um Überleben Spezial, Zweikampf und Schneller Kampf. Modus Nummer 1 schickt euch gegen eine bestimmte Anzahl von Kontrahenten nacheinander in den Ring – zu Beginn fünf, nach Abschluss jeder Stufe dürft ihr mehr Sandsäcke bestellen – und erlaubt es euch, Sammelkarten mit diversen Render-Bildern aus der Tekken-Historie freizuspielen, die sich wiederum per StreetPass tauschen lassen. Der Schnelle Kampf ist der Arcade-Modus-Ersatz, bei dem ihr euch durch zehn CPU-Gegner prügelt und am Ende keine Abschlusssequenz zu sehen bekommt. Auf den Zweikampf gehen wir im Multiplayer-Teil noch einmal ein. Innerhalb dieser zwei Modi - Schneller Kampf und Zweikampf - verbessert ihr auch euren Spielerrang, der für jeden Charakter einzeln gespeichert wird. Was einem hier geliefert wird, ist wirklich nur das Minimum an Auswahl. Selbst wenn sich die meisten Spieler am Ende nur in einen einzigen Spielmodus vertiefen, der bei einem Titel dieser Art wahrscheinlich die Mehrspieler-Komponente ist, so sollte man doch mehr liefern, als es Namco hier getan hat.

Wer ist der King im Ring?
Wenn man schon bei den Modi gepatzt hat, taugt denn wenigstens der Kampf-Anteil etwas? Hier können wir euch beruhigen: Ja, das tut er. Alle 40 Kämpfer aus Tekken 6 - 41, wenn man den versteckten Panda dazu zählt – haben sich in der 3DS-Umsetzung eingefunden und Serien-Fans fühlen sich im Ring gleich wieder heimisch. Beim Kampf gegen CPU-Kontrahenten stehen euch auch verschiedene Schwierigkeitsstufen zur Verfügung, sodass ihr je nach eigenem Fähigkeitslevel an euren Kampftechniken in den zwei großen Einzelspieler-Modi feilen könnt. Und das ist auch bitter nötig, wenn ihr euch gegen die hartnäckige Konkurrenz durchsetzen wollt. Mangels eines richtigen Tutorials oder Erklärungen für Einsteiger müsst ihr euch dies alles selbst, idealerweise im Trainings-Modus, hart erarbeiten.

Wo die Handlung abgeblieben ist: Blood Vengeance 3D
Aber Moment, da war doch noch etwas anderes auf der 3DS-Karte! Einen kompletten Film hat Namco nämlich ebenfalls mit untergebracht.Tekken: Blood Vengeance 3D spielt zeitlich zwischen dem fünften und sechsten nummerierten Serien-Teil und dreht sich um die Schülerin und Kämpferin Xiaoyu, die im Auftrag von Kazuya Mishimas Handlangerin Anna Williams einen Schüler namens Shin suchen soll. Da das Mädel allerdings nicht auf den Kopf gefallen ist, hinterfragt Xiaoyu schnell die genauen Umstände und stellt, begleitet von der seltsamen Alisa, die ebenfalls auf Shin aus ist, eigene Untersuchungen an. Garniert wird der CGI-Film mit kleinen Kämpfen ganz nach dem Videospiel-Vorbild.

Blood Vengeance ist keine filmische Meisterleistung, aber als kurzweiliger Action-Film zumindest einen Blick wert. Die Umsetzung auf den 3DS kann man auch als gelungen bezeichnen: Die Bildqualität ist ordentlich, wenn auch nicht nicht perfekt, der Klang ebenso und die Sprecher erledigen ihre Arbeit gut. Schade nur, dass es lediglich die englische Tonspur mit deutschen Untertiteln gibt. Außerdem lässt das 3D doch etwas zu wünschen übrig.

Steuerung:
Bei Tekken 3D kommt eine zugängliche 4-Tasten-Konfiguration zum Einsatz, bei der ihr über zwei Tritt- und zwei Schlagtasten verfügt. Die zahlreichen Kombos werden durch gut getimte Eingabesequenzen ausgeführt – dank des gewaltigen Move-Kontingents fällt das Spiel damit auch um einiges technischer aus als etwa Dead or Alive, bleibt aber dennoch zugänglich. Anfänger können sich komplizierte Moves alternativ aber auch auf einen der vier Touchscreen-Buttons legen, ganz nach dem Vorbild Street Fighter IV 3D. An der Handhabung gibt es insgesamt nicht viel auszusetzen – so soll es sein.

Grafik:
Namco versprach saubere 60 Bilder die Sekunde, selbst bei aktiviertem 3D. Genau das haben wir auch bekommen, zumindest in den Einzelspieler-Modi. Schade, dass es von diesen nur so wenige gibt, sodass wir vom Tiefeneffekt kaum etwas haben. Die Charaktermodelle selbst samt Animationen können sich ebenfalls sehen lassen. Die Arenen hingegen sind teils nett gestaltet, teils aber auch nichts besonderes. Zumindest in technischer Hinsicht könnte sich manch Entwickler eine Scheibe von Tekken 3D abschneiden.

Sound:
Jede Stage kommt mit ihrer eigenen, charakteristischen Hintergrundmelodie daher. Das reicht von treibenden Rock-Klängen bis hin zu Jodelei – letzteres passend zum idyllischen Bergland mit 2D-Pappaufsteller-Schafen. Ein solider Soundtrack, mehr aber auch nicht. Die Kämpfer selbst quasseln in ihrer Landessprache daher. Es gibt also einen schönen Mix verschiedener Sprachen zu hören. Das hat auch etwas.

Multiplayer:
Ganz wichtig bei einem Vertreter des Fighting-Genres ist die Möglichkeit, gegen menschliche Gegner in den Ring steigen zu können. Für lokale Matches braucht jeder Spielpartner zwar ein eigenes Exemplar von Tekken 3D, dafür könnt ihr allerdings auch online nach Kontrahenten suchen. Das geht auch weitestgehend unkompliziert und bei der Spielersuche könnt ihr die Ergebnisse optional auf einen halbwegs gleichen Rang oder Regional auf Europa beschränken – oder gleich gegen 3DS-Freunde ins Feld ziehen. Schön wäre es jedoch, wenn man vor einem Match die Verbindungsqualität zum Gegner in Erfahrung bringen könnte. Ebenfalls ärgerlich: Wollen wir bei Ranglisten-Kämpfen einen anderen Charakter nutzen, müssen wir den umständlich erst im Spielerprofil umstellen, anstatt ihn vor dem Fight aus der Figurenauswahl herauszupicken. Wir hatten zum Testzeitpunkt zwar auch einige ruckel- und lagfreie Runden erleben dürfen, nicht selten mussten wir uns aber auch mit langsamen oder gar nahezu unspielbaren Kämpfen abgeben.

Fazit:
Namco hatte wahrlich großes mit Tekken 3D: Prime Edition vor. Warum sonst rühmt man sich damit, neben dem klassischen Beat 'em Up mit stabiler Bildrate einen ganzen Spielfilm mit auf der 3DS-Karte unterzubringen? Aber irgendwie scheint man dabei wohl vergessen zu haben, den eigentlichen Videospiel-Punkt vernünftig auszubauen. Die 3DS-Umsetzung erinnert mehr an das grobe Grundgerüst eines anständigen Fighters und lässt genre-typische Spielmodi vermissen. Immerhin ist ein Online-Modus an Bord und das Kampfsystem an sich spaßig wie eh und je. Und der Film? Der ist an und für sich in Ordnung, aber kein Überflieger. Viel verschenktes Potential, welches Tekken 3D zwar noch nicht zur Vollkatastrophe macht, aber auch weit von einem Pflichtkauf entfernt.

Kämpft lieber auf Leben und Tod: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Maue Modi-Vielfalt und die halbherzige Umsetzung verwehren dem King of Iron Fist Tournament den Siegerpokal. Schade!

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

5.0

MULTIPLAYER:

8.0

UMFANG:

4.0
6
von 10

40 Kämpfer (plus ein Panda)

Online-Modus...

CGI-Film im Preis inbegriffen

Stabile Bildrate, selbst in 3D

Wenige Spielmodi

...mit kleinen Macken

Tekken 6 Light

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6 Kommentare