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Spielname:
One Piece: Unlimited Cruise SP

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Ganbarion

Genre:
Action Adventure

Release:
10.02.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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One Piece: Unlimited Cruise SP

Review: One Piece: Unlimited Cruise SP

Tjark Michael Wewetzer, 22.02.2012

6325°

8

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Freunde der Strohhut-Bande, aufgepasst! Die Piratencrew aus der Feder des Mangaka Eiichiro Oda ist wieder in den Videospielgewässsern unterwegs und erkundet dieses Mal das 3D-Meer – mit einer 3DS-Umsetzung eines bereits seit geraumer Zeit erhältlichen Wii-Spiels. One Piece: Unlimited Cruise SP verspricht dabei jedoch neue Inhalte, auch wenn die europäische Auflage bekanntermaßen Federn lassen musste. Lohnt sich der Abenteuer-Ausflug trotzdem? Anker lichten, wir stechen in See!

One Piece? Es gibt doch noch mehr Schätze!
Fans der Serie werden vielleicht wissen, dass es eigentlich um den titelgebenden Riesenschatz geht, den Hauptfigur Monkey D. Ruffy und seine exzentrische Crew suchen. Doch wie so oft macht die Suche auch bei Unlimited Cruise Pause, denn die Strohhut-Piraten stoßen auf eine mysteriöse Inselkette, auf der ein anderer, großer Schatz versteckt sein soll. Dazu muss die Bande nur eine Hand voll Prüfungen bestehen und schon gehört das große Geschenk ihnen – so zumindest verklickert es ein mysteriöses Wesen unserem Helden mit der charakteristischen Kopfbedeckung. Zusammen mit einem weiteren komischen Kerlchen, welches von der Truppe Gabri getauft wird, machen sich die neun Piraten auf die Suche nach Reichtum, Macht und Ruhm. Oder so in der Art.

Übersetzt ins Gameplay bedeutet dies, dass ihr nach und nach vier recht überschaubare Insel-Areale abklappern müsst. Eure Reise beginnt hierbei auf einem typisch idyllischen Inselparadies mit Sandstränden und einem Bernstein-Berg und führt euch zum Beispiel auch durch eine Eisinsel, wo ihr mit dem frostigen Wetter zu kämpfen habt. Euer Ziel ist dabei recht simpel: Irgendwo auf den Schauplätzen verbergen sich zwei große Bossgegner, die euch im Kampf der oben genannten Prüfungen unterziehen. Um diese überhaupt erreichen zu können, müsst ihr allerdings reichlich Basteln, wofür wieder Gegenstände benötigt werden.

Piraten auf Hamstertour
Der Grund dafür? Nicht selten gelangt ihr an Punkte, bei denen entweder das handwerkliche Geschick eures Cyborg-Gefährten Franky oder die magischen Fähigkeiten des kleinen Gabri benötigt werden. Diese können ihren Zauber aber natürlich nicht einfach so wirken, sondern brauchen Rohstoffe. Welche das genau sind, erfahrt ihr am Punkt, an den ihr die Talente der beiden nutzen müsst. Und dann heißt es: Die Insel(n) auf den Kopf stellen, alles zerstörbare in Schutt und Asche legen, Items einsammeln und – falls nötig – die passenden Dinge von Erfinder Lysop, Koch Sanji oder Arzt Chopper zusammenstellen lassen. Man hat eindeutig wert auf das Crafting-Element des Spiels gelegt, was für optionale Dinge wie verbesserte oder gar neue Waffen oder hilfreiche Unterstützungsobjekte ganz nett ist, im Laufe des Spiels aber in mühsame und eintönige Routine ausartet.

Gleiches gilt auch für die Gefechte, die ihr mit den überall auflauernden Sand-Golems, Marine-Soldaten, Zombies und was es sonst noch alles gibt regelmäßig austragen müsst. Diese arten in der Regel schnell in hirnfreies Button-Mashing aus, und das obwohl man zumindest versucht hat, sowas wie Taktik in die Scharmützel zu bringen. Führt ihr nämlich alle in einer Combo-Liste auf dem Touchscreen aufgeführten Kommandos aus, teilt ihr kurzzeitig mehr Schaden aus und garantiert, dass euer Opfer einen Gegenstand nach seinem Ableben für euch hinterlässt. Praktisch kommt euch dieses Feature aber lediglich bei Item-Sammeleien oder den Bossfights zu Gute – obwohl letztere dank simpler Angriffsmuster und teils unverschämt hoher Trefferpunkt-Werte trotz allem größtenteils anspruchslos und öde ausfallen.

Steuerung:
Unlimited Cruise SP wird größtenteils nach klassischer Action-Adventure-Manier gesteuert. Per Schiebepad wird die Figur dirigiert, mit B gehopst bzw. ausgewichen, mit Y nehmt ihr Feinde ins Visier, die L-Taste dient zur Kamera-Zentrierung und mit R wird gerannt. Die restlichen Aktionstasten sind den Angriffen zugewiesen, von denen ihr allerdings zu Beginn nur wenige habt. Erst nach und nach entfaltet sich durch stetigen Kampfeinsatz der gesamte Move-Pool der Strohhüte. Das macht allerdings gerade die Anfangsphase bei jeder Figur unglaublich öde. Ebenfalls nervig: Hin und wieder passiert es, dass die Sprung-Taste erst mit einer bemerkbaren Verzögerung auf eure Eingabe reagiert. Das macht die vielen ohnehin schon hakeligen Sprungpassagen nicht gerade leichter. Der Touchscreen kommt übrigens auch reichlich zum Zug – etwa in den Menüs, zur Charakterwahl bei den Erkundungen oder der Nutzung von Hilfsobjekten und Werkzeugen, wie zum Beispiel der Angel.

Grafik:
Dafür, dass die Macher euch zum Erkunden der Inseln ermutigen wollen, schauen diese leider teils sehr uninteressant aus. Kleine optische Wachmacher wie die Bernstein-Gebilde des ersten Areals gibt es viel zu selten. Schlimmer noch: Gerade bei hohen Gegneraufkommen leidet das Spiel unter teils enormen Rucklern. Besonders auffällig ist das bei aktiviertem 3D, wo Unlimited Cruise nur selten eine stabile Framerate aufrecht erhalten kann. Zum optimalen Spielgenuss empfehlen wir daher, auf den rudimentären Tiefeneffekt, der höchstens bei den Cutscenes recht gut zur Geltung kommt, zu verzichten. Apropos Zwischensequenzen: Viel Erfolg beim Entziffern der viel zu klein geratenen deutschen Untertitel, die in (extrem wenigen) Fällen sogar mal fehlen können. Sie sind noch lesbar, klar, ein bisschen größer hätten die Buchstaben aber schon ausfallen dürfen. Bei all der Rüge müssen wir aber auch gestehen, dass zumindest die Charaktermodelle detailliert ausgefallen und schön anzusehen sind. Immerhin etwas.

Sound:
Um ein weiteres gutes Haar an dem Spiel zu lassen: So simpel die Melodien auch sein mögen und so wenige Lieder es gibt - pro Insel eines, hin und wieder durch Kampfmucke aufgelockert - so haben sie es doch geschafft, sich irgendwie in unser Hirn einzubrennen. Zumindest die Titelmelodie summen wir noch vor uns hin. Freunde des O-Tons wird es übrigens erfreuen, dass sämtliche Figuren auf Japanisch schnattern. Wer aber angesichts des von Namco Bandai angeführten Platzknappheits-Arguments auch auf Vertonungen in anderen Sprachen hofft, wird enttäuscht - Übersetzungen finden sich nur in den Untertiteln.

Features:
Dass die Europa-Version, anders als das japanische Original, nicht über die zweite Unlimited Cruise-Episode verfügt, ist ein tragischer Verlust. Immerhin hat es aber der Marineford-Modus noch mit auf die 3DS-Karte geschafft, in dem ihr in der Rolle diverser Serienhelden und -schurken den Konflikt rund um die Exekution von Ruffys Bruder Ace erlebt, wie er im Manga und Anime schon für Nervenkitzel gesorgt hat. In der Ausführung handelt es sich hierbei allerdings „nur“ um eine Aneinanderreihung von einfallslosen Boss-Kämpfen, die gelegentlich von netten Zwischensequenzen in Spielgrafik begleitet werden. Damit kann man noch einmal gut drei bis fünf zusätzliche Stunden zu dem 10- bis 15-stündigen Hauptabenteuer totschlagen. Oder man versucht sich nach Spielabschluss noch einmal an der Story auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Der Versus-Modus für zwei Spieler aus der Wii-Version fehlt übrigens, dafür könnt ihr mit den vielen freigeschalteten Charakteren einen Survival- und Boss-Rush-Modus angehen.

Fazit:
One Piece: Unlimited Cruise SP hätte so schön sein können. Es hat ein paar interessante Ansätze, doch die Ausführung dieser Ideen lässt einfach zu wünschen übrig. Zu sehr ist man damit beschäftigt, mühsam irgendwelche Gegenstände zusammenzuklauben, um dann auf magische Weise den weiteren Weg zu öffnen. Zu dröge sind die Landschaften, als dass man sie wirklich weitreichend erkunden möchte. Der neue Marineford-Modus ist nett gemeint und auch halbwegs spaßig umgesetzt, beschäftigt allerdings auch nicht auf Dauer. Hinzu kommen technische Probleme wie die instabile Framerate – vor allem bei aktiviertem 3D – und die unschöne Kameraführung. Da ist die Abwesenheit der zweiten Hälfte von Unlimited Cruise lediglich der letzte Sargnagel. Beinharte Fans dürfen sich das Spiel trotzdem gerne anschauen und vielleicht ein paar schöne Minuten mit der Strohhut-Crew verbringen. Alle anderen sind aber weitaus besser damit bedient, den unendlichen Sammeltrip im Regal versauern zu lassen.

Angelt lieber bei Ocarina of Time: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eintöniger Inselausflug mit mäßigen Extras. Nur für hartgesottene Fans.

Wertung

SPIELWELT:

5.0

ABWECHSLUNG:

4.0

UMFANG:

6.0
5
von 10

Japanische Original-Sprecher

Zahlreiche bekannte Gesichter aus der Serie

Das Paradies für Sammelwütige und 100%-Zocker

Eintönige Kämpfe

Nervige Item-Sammelei

Ständige Ruckler...

...vor allem in 3D

Nur die erste Hälfte

Wie werten wir?

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8 Kommentare