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Spielname:
Pullblox

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
6,00 €

Publisher:
Nintendo

Developer:
Intelligent Systems

Genre:
Denkspiel

Release:
08.12.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Pullblox

Tjark Michael Wewetzer, 11.02.2012

4656°

12

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Intelligent Systems? Das sind doch diejenigen, die uns die witzigen Heimkonsolen-Mario-Rollenspiele der Post-Squaresoft-Ära beschert und unsere Köpfe in strategischen Fire Emblem- und Advance Wars-Gefechten zum Rauchen bringen. Und die machen ein Spiel für den eShop? Genauer gesagt ein Knobel-Spiel, in dem man einen kleinen, putzigen Kerl im Sumo-Ringer-Look Ebenen ziehen lässt? Klingt etwas abgefahren. Vielleicht sogar verrückt. Warum ihr euch den eShop-Download Pullblox aber trotzdem nicht entgehen lassen solltet, verraten wir in unserem Testbericht.

Kastenspielereien mit kleinen Kindern
Beim Anblick des Titels stellt sich einem natürlich aber erst eine bestimmte Frage: Was zum Henker ist ein Pullblox? Dabei handelt es sich um eine in Handarbeit gefertigte Apparatur des alten Bastlers Meister Blox, die er in einem eigens dafür angelegten Park anderen Leuten zum Spielen zur Verfügung stellt. Nun haben sich ein paar unvorsichtige Kids beim Herumtollen in den Pullblox verheddert – genauer gesagt sind die Rätselkasten plattgemacht worden und die Kleinen verschwunden. In der Rolle des stämmigen Mallo müsst ihr sie wieder herausholen. Und dazu müsst ihr mächtig schieben, ziehen und knobeln.

Jedes Pullblox besteht nämlich aus mehreren, verschiedenfarbigen Ebenen, die im Hintergrund versenkt sind. Sofern ihr festen Boden unter euren Füßen habt, könnt ihr jedoch jede Fläche in drei Stufen herausziehen. Dabei könnt ihr sowohl von der Seite als auch frontal die Spielelemente bewegen. Auf diese Weise schafft ihr kleinere Treppen und gelangt immer höher auf das Gerüst. Irgendwo oben findet sich dann auch in der Regel das gesuchte Kind, welches ihr durch die ganze Verschieberei erreichen müsst.

Rätselspaß am laufenden Band
Das mag am Anfang noch eher simpel ausfallen und zugegebenermaßen ist die Einstiegssequenz auch relativ eintönig, doch Pullblox führt sehr schnell einige Sonderlemente ein, die das Knobeln noch einmal ungemein kniffliger gestalten. Etwa mit Schaltern, die sämtliche Flächen einer bestimmten Farbe komplett herausziehen, oder auch Tunneln, die euch – sofern beide Enden aufgedeckt sind – an sonst unerreichbare Stellen der Pullblox bringen. Da ist es auch vollkommen verständlich, wenn euch mal Fehler unterlaufen, zum Beispiel in Form eines verschätzten Sprungs oder eines fälschlich betätigten Schalters. In diesem Fall könnt ihr auf eine Rückspul-Funktion zurückgreifen, die euch nicht allzu weit zurückliegende Patzer korrigieren lässt. Alternativ könnt ihr mit einem weiteren Schalter das Rätsel ganz zurücksetzen oder nach einiger Zeit auch die aktuelle Aufgabe überspringen und später noch einmal angehen. Für ausreichend Mittel gegen Frust ist gesorgt.

Und da hört das Vergnügen auch nicht auf. Wenn man nämlich erst einmal mit den zahlreichen vorgespeicherten Pullblox fertig ist, die für sich gesehen schon einige Stunden verschlingen können, kann man sich dank des Level-Editors entweder in Eigenleistung oder per QR-Code mit neuen Herausforderungen versorgen. Einzige Voraussetzung zum Teilen eigener Puzzles ist, dass man diese mindestens einmal auch selbst gelöst hat.

Wie tief liegt die Fläche eigentlich?
In Sachen Technik fährt Pullblox auf der eher simplen Schiene. Die Grafik ist quietschbunt, allerdings auch ziemlich simpel gehalten. Nichtsdestotrotz versprühen die einfachen Character Designs einen gewissen Charme. Einen guten Eindruck macht auch der Tieffeneffekt des Spiels. Zwar ist der 3D-Modus kein absolutes Muss, bei der Komplettübersicht der Rätselkästen kann man jedoch so deutlich einfacher feststellen, wie weit bestimmte Ebenen herausgezogen wurden. Mit der Zeit möchte man auf diese kleine Orientierungshilfe nicht mehr verzichten. Anders die Musik, die zwar harmlos und schön aufbereitet ist, beim angestrengten Nachdenken aber dann doch ablenkt.

Fazit:
Mit Pullblox hat Intelligent Systems ein richtiges, kleines Juwel geschaffen. Das simple Spielprinzip mag auf den ersten Blick vielleicht etwas öde wirken, wobei die Einführungsabschnitte diesen Eindruck auch verstärken, doch sobald der Schwierigkeitsgrad anzieht und die interessanter gestalteten Puzzles ins Spiel kommen, entfaltet sich das volle Suchtpotential des Titels. Schnell gerät man in den berüchtigten „Ein Level mach ich noch...“-Trott, bis man irgendwann mal alle verschollenen Kinder gerettet hat – und sich dann den von Spielern generierten Inhalten zuwendet. Kurzum: Ein guter Grund, sich eine eShop-Karte zuzulegen und Pflichtprogramm für jeden Fan von kurzweiligen Knobeleien.

Wird noch zum Kistenschiebe-Fan: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

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Mit Pullblox wird Kistenschieberei zu einem kurzweiligen und lang andauernden Vergnügen. Ein Muss für Knobel-Freunde!

Wertung

Zahlreiche vorgespeicherte Puzzles

Herausfordernde Knobelaufgaben

Level-Editor

Öde Einführungsphase

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