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Spielname:
Super Pokémon Rumble

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Ambrella

Genre:
Action

Release:
02.12.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Super Pokémon Rumble

Tjark Michael Wewetzer, 17.12.2011

5752°

5

Test mögen: Weitersagen:

Immer auf seinen Zug warten und sich dabei vom Gegner vermöbeln lassen... Das ist nicht jedermanns Sache. Ein bisschen mehr Action! Ein bisschen mehr Krawumms! Sowas bringt das Blut in Wallung! Den Reiz des Echtzeitgefechts haben auch Nintendos Pokémon für sich entdeckt und auf das WiiWare-Debüt Pokémon Rumble folgt nun die 3DS-Karte Super Pokémon Rumble. Mehr Spielvarianten, mehr Areale und vor allem natürlich auch mehr Spielzeug-Taschenmonster versprechen Publisher Nintendo und Entwickler Ambrella hier. Aber macht das auch Spaß und kann sich das einstige Download-Spiel auch in der Handels-Version behaupten?

Wer hat den Wasserhahn abgedreht?
Ihr habt euch übrigens im vorherigen Absatz nicht verlesen: Bei Pokémon Rumble geht es nicht um die putzigen Kreaturen, wie wir sie aus praktisch allen anderen Titeln der Marke kennen. Stattdessen zieht ihr hier mit kleinen, knuffigen Aufzieh-Spielzeugen los und erlebt ein Abenteuer im Miniaturformat. Zu Beginn macht ihr euch auf, um an einem großen Turnier teilzunehmen. Schnell gerät allerdings der richtige Plot ins Rollen, als bei eurer Reise plötzlich eine Gruppe von gemeinen Pokémon die Spielzeugstadt um ihren Vorrat an Lichttau beraubt. Der Brunnen selbst, über den das kostbare Gut bezogen wurde, versiegt ebenfalls bald. Da das magische Wasser die wortwörtliche Lebensquelle aller Spielzeug-Taschenmonster ist, begebt ihr euch auf die Suche nach den Verantwortlichen. Und zahlreiche leblose Körper werden euren Weg säumen.

Leblose Körper, die ihr selbst hinterlassen habt. Damit ihr nämlich voranschreiten könnt, müsst ihr gewisse Kontrollpunkte hinter euch bringen, an denen ihr zum Kampf herausgefordert werdet. Mit eurem schwächlichen Starter-Team bestehend aus Pikachu, Serpifeu, Victini und anderen werdet ihr aber nicht gegen die Kontrahenten ankommen können. Stattdessen müsst ihr euch erst einmal in den umliegenden Wildarealen neue Gefährten suchen – die Spielzeuge können nämlich nicht hochgelevelt und damit stärker werden! Wie ihr das anstellt? Nun, ihr bereitet einen mehrseitigen Friedensvertrag vor, handelt einen Lohn aus, sprecht über den zustehenden Urlaub...und gebt eurem zukünftigen Partner einfach eins auf die Nuss. Hier regiert das Gesetz des Stärkeren! Wenn ihr ein wildes Spielzeug besiegt, besteht eine gewisse Chance, dass es danach zur Mitnahme liegen bleibt. Das gilt übrigens auch für Levelbosse, bei denen die Wahrscheinlichkeit des Überlaufens jedoch wesentlich geringer ist. Immerhin könnt ihr mit großen K.O.-Ketten oder manch Status-Effekt eure Chancen erhöhen. Letzten Endes ist es aber wie mit dem Werfen eines Pokéballs: Ein wenig Glück ist immer im Spiel.

Wie viel Druck hält euer A-Knopf aus?
Wenn ihr dann endlich einige neue Gefährten in der Tasche habt, könnt ihr euch an die großen Hürden wagen: Am Ende jedes Abschnitts wartet nämlich zu Beginn eine Massenschlacht in Form eines Battle Royales auf euch. Hier kämpft jedes Pokémon für sich und wer am Ende stehen bleibt, siegt und darf weiterziehen. Simpel, einfach, sehr effektiv. Spätere Welten lassen euch so aber nur für den Fortschritt nötige Gegenstände freischalten, die ihr für die neuen Kampf-Modi benötigt. Der sinnvollere Modus von den Zweien ist der Team-Kampf, bei dem ihr mit bis zu zwei weiteren Spielzeugen in eine Art Boss-Rush-Arena eintretet. Nach Erhalt eines bestimmten Items könnt ihr dabei auch mit ausreichend Fokus-Energie, die sich durch das Ausschalten der Fußsoldaten regeneriert, zu einem Superangriff ansetzen. Übersetzt heißt dies: Eure Spielzeuge bilden einen kleinen Turm und regenerieren schnell Trefferpunkte. Ideal für schwere Gefechte.

Der andere neue Modus hat wenigstens ein cooles Konzept: Beim Frontalkampf tretet ihr nämlich gegen ganze Armeen an – mit eurer eigenen! Das klingt nach einem wilden Gekloppe, entpuppt sich aber in der Ausführung als wesentlich simplere Button-Masherei. Die Kraft eurer stärksten Spielzeuge wird lediglich zusammengerechnet und danach müsst ihr durch wiederholtes A-Gehämmere und Circle-Pad-Gedrehe eine Energieleiste gefüllt halten. Schafft ihr das, gewinnt ihr die Begegnung. Das langweilt noch schneller als die normalen Kämpfe. Dieses ganze Schema – Gefährten auflesen, Battle Royale erledigen, Sonderkampf gewinnen – wiederholt sich übrigens solange im Spielverlauf, bis ihr den letzten Boss erledigt habt. Abwechslung? Fehlanzeige.

Steuerung
Wieviele Knöpfe braucht ein Spielzeug-Pokémon-Meister? Zwei. Vielleicht auch nur einen. Eure Taschenmonster können nämlich nur über maximal zwei Attacken verfügen, wovon ihr eine wohl so lange einsetzen werdet, bis entweder kein Gegner mehr steht oder euer Pokémon ausgewechselt werden muss. Das ist simpel und eingängig, mit der Zeit aber auch tierisch öde. Da ändern auch die vielen vorhandenen Attacken nichts, die versuchen, das eintönige Gameplay etwas aufzulockern.

Grafik:
646 Pokémon in 3D mit schmucken Animationen? Leider nein. Wir haben es hier, wie mehrfach erwähnt, mit Spielzeugen zu tun. Diese präsentieren sich in einem stark versimpelten, Mii-kompatiblen Look, wobei man immer die Monster klar auseinander halten kann. Charmant ist diese Aufmachung mit Cel-Shading-Touch ebenfalls. Zumindest wird einem hier mehr Abwechslung geboten als bei den Umgebungen. Zwar gibt es mehr Arealdesigns als im WiiWare-Vorgänger und technisch gesehen sind sie okay, sie werden aber trotzdem schnell öde. Den 3D-Regler dürft ihr übrigens getrost runterdrehen. Wirklich gut zur Geltung kommt er nur in wenigen Gebieten.

Sound:
Haben wir wenigstens ein paar Ohrwürmer am Start? Jepp, einige der Melodien wollen uns nicht mehr aus dem Kopf gehen. Zwar ist die Qualität des Soundtracks eher gemischter Natur, doch seid gewarnt: Mancher Track ist hartnäckig. Was hingegen jedoch einigen Leuten schnell auf die Nerven gehen könnte, sind die Pokémon-Schreie, die jedes besiegte Spielzeug von sich gibt. Die sind identisch mit den Sound-Samples der RPGs und kommen – weil sich stets sehr viele Pokémon gegen euch stellen – ziemlich häufig vor. Wenn ihr darauf empfindlich reagiert, schaltet den Sound lieber ab.

Features:
Wenn man seinen Sammeltrieb weitestgehend unterdrückt und schnurstracks durch die Areale spaziert, ist man nach gut 10 bis 15 Stunden mit der Handlung fertig. Danach schalten sich aber noch besonders knifflige Zusatzlevel frei und natürlich gibt es 646 Pokémon-Figuren zum Sammeln. Wer also danach noch nicht genug hat, kann immer noch einiges an Zeit in das Spiel pumpen. Und warum eigentlich alleine? Im lokalen Zweispieler-Modus könnt ihr mit einem Kumpel durch die Welt ziehen – auch wenn dieser dafür leider ein eigenes Spielmodul braucht. Auf Online-Modi jeglicher Art hat man leider verzichtet. Dafür gibt es StreetPass-Support, mit dem ihr aber lediglich etwas Zusatzgeld verdienen und besondere Pokémon freischalten könnt. Falls ihr nicht viele Pokémon Rumble-Spieler in der Umgebung finden solltet, können zu diesem Zweck aber auch Game Coins genutzt werden und hin und wieder meldet sich ein Mii aus eurer Mii-Lobby im Spiel.



Fazit:
Es ist nicht einfach, ein komplexes RPG-Biest wie Pokémon auf ein leicht verdauliches, simples Action-Spiel runterzuschrauben, ohne dass das Spiel dabei reichlich Federn lässt. Was wir immerhin als Erfolg verbuchen können: Super Pokémon Rumble ist wesentlich simpler. Aber auch extrem monoton. Das bisschen Story im Spiel dient lediglich als Ausrede für eure Reise, die trotz diverser Umgebungsarten immer gleichen Gegenden werden schnell langweilig und im Grunde genommen ist es nichts weiter als ein simpler Button-Masher, bei dem ihr am Fließband Spielzeuge ummäht. Die neuen Kampfmodi bergen auch noch viel verschenktes Potential. Wenn ihr bereits die WiiWare-Version im Haus habt, bleibt lieber bei dieser. Da braucht ihr wenigstens nur ein Exemplar, um den Trott im Multiplayer-Modus aufzulockern. Auf dem 3DS ist das Spielzeug-Massaker nur etwas für beinharte Pokémon-Fans, die dem Sammeltrieb mit einem etwas flotterem Gameplay fröhnen wollen.

Gönnt sich ein Glas Lichttau: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Monotone Klopperei, die kurzzeitig unterhält, aber auf Dauer langweilt.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

7.0

TECHNIK:

6.0

ABWECHSLUNG:

4.0
5
von 10

Mal ein anderes Pokémon-Spiel

Alle 646 Taschenmonster enthalten

Interessanter Pokémon-Look

Flacher Plot

Eintönige Gefechte

Neuerungen nicht der Rede wert

Kein Online-Modus

Wie werten wir?

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5 Kommentare