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Spielname:
Skylanders: Spyro's Adventure

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Activision

Developer:
Vicarious Visions

Genre:
Action Adventure

Release:
18.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Skylanders: Spyro's Adventure

Review: Skylanders: Spyro's Adventure

Tjark Michael Wewetzer, 15.12.2011

8694°

6

Test mögen: Weitersagen:

Ach, Spyro. Was hat man mit dir eigentlich in letzter Zeit alles angestellt? Seitdem deine Eltern bei Insomniac sich anderen Projekten zugewandt haben, musstest du einige mittelmäßige Spiele erleiden und dann auch noch einen ganzen, wesentlich düsteren Reboot durchmachen. Schau dich doch mal an! Vorbei sind die Zeiten des putzigen kleinen Drachens. Wäre das Violett nicht, würde man dich kaum als Spyro identifizieren. Aber vielleicht... Ja, vielleicht wird mit diesem Neustart ja alles wieder besser. Vielleicht hilft es, wenn du in Skylanders: Spyro's Adventure das Rampenlicht mit 31 Gefährten teilst, die man zum Vorzugspreis von 7,99 Euro das Stück erwerben kann. Moment, irgendwas klingt hier verkehrt... Doch immer der Reihe nach, kommen wir erst mal zum Spiel, dessen 3DS-Umsetzung wir hier heute vorliegen haben.

Zurücktreten, hier kommen die Skylander
Es steht zwar groß Spyro's Adventure auf der Schachtel und es ist auch Spyro drin, die Handlung ignoriert den kleinen Drachen aber weitestgehend. Diese dreht sich um einen jungen Sucher namens Wendel, dessen Vater am Anfang der Geschichte vom großen, schwebenden Kopf und Bösewicht Hektore entführt wird. Nun muss der Spieler, der einen so genannten Portalmeister mimt, dem Jungsprung aus der Patsche helfen, indem er Energiekristalle sammelt, mit denen sich Hektore bannen lässt. Leichter gesagt als getan, denn ihr könnt gar nicht selbst in das Geschehen eingreifen. Stattdessen entsendet ihr eure Schützlinge, die Skylander.

Die wollen auch gut ausgewählt werden, denn in jeden Level könnt ihr nur zwei mitnehmen. Dazu wendet ihr euch in der knapp gehaltenen Oberwelt an Wendel, der sämtliche Portal-Aktionen – zu denen das Beschwören von Skylandern oder das Freilegen von besonderen Gebieten gehört – durchführt. Seid ihr gewappnet, geht’s zu einem der fünf Weltentore, die jeweils mit fünf verschiedenen Leveln aufwarten. Insgesamt erwarten euch also 25 Stufen, die bezwungen werden müssen. Plus eine für den finalen Boss, versteht sich. Hektore mag es, im Rampenlicht zu stehen.

Des Klempners Sterne sind des Drachens Kristalle
Während es sich bei den Heimkonsolen-Brüdern mehr um ein seichtes Action-RPG mit Koop-Option handelt, bekommt man in der 3DS-Version schon eher das, was man sich von einem Spyro-Spiel erhofft: Ein Jump 'n' Run. Ein ziemlich actionlastiges Jump 'n' Run, ja. Aber immerhin. Jeweils drei der fünf Level pro Welt schicken euch nämlich durch extrem sprunglastige 3D-Welten, in denen ihr einem linearen Pfad folgt, der gelegentlich durch kurze Abzweigungen aufgelockert wird. Hier reicht es aber nicht, das Ende des Areals zu erreichen. Pro Gebiet warten insgesamt fünf Ziele auf euch, für deren Erfüllung ihr Kristalle verliehen bekommt. Wirklich kreativ sind die Aufträge zwar nie – hier mal 150 in Flaschen abgefüllte Lichtstrahlen einsammeln, dort bestimmte Gegner erledigen, vielleicht auch mal irgendwelche Sonderobjekte aufspüren – die Ausführung kann jedoch schon mal verlangen, dass ihr euch gut umsehen müsst.

Das wird vor allem dann knifflig, sobald ihr eines der Ziele erfüllt und den Kristall dafür einkassiert habt. In dem Fall wird nämlich Hektore auf euch aufmerksam und ein Countdown tickt runter. Ist er bei Null, könnt ihr den ganzen Level noch einmal von vorn beginnen. Checkpoints gibt es nämlich keine. Macht aber nichts, da die Abschnitte in der Regel recht kurz und der Schwierigkeitsgrad generell nicht sonderlich hoch angesetzt ist. Noch viel kürzer ist der andere Level-Typus, der zweimal pro Welt vorkommt: Die Arena. Hier gilt es dann, die geforderte Lichtstrahlen-Anzahl zu sammeln, ohne von den heranstürmenden Feinden in Grund und Boden gestampft zu werden. Diese kleinen Ablenkungen sind ohne jede Frage kurzweilig, ein paar Jump-'n'-Run-Level mehr hätten aber dennoch nicht geschadet.

Toy Story 4: Spyro's Adventure
So viel zum eigentlichen Spielablauf, doch das ist eigentlich nicht gerade die besondere Eigenheit von Skylanders. Viel interessanter sind das Portal of Power und die drei Sammelfiguren, die dem Spiel beiliegen und für einen etwas erhöhten Kaufpreis sorgen. Diese benötigt ihr, um das Spiel überhaupt starten zu können. Wenn ihr euch im Spiel mit Wendel unterhaltet, könnt ihr per Infrarot-Schnittstelle des 3DS eine Verbindung zum Portal aufbauen, auf das ihr dann eine eurer Figuren stellt. Ein kleines Lichtspiel später erwacht eure kleine Figur auf dem Screen zum Leben und ihr könnt mit ihr losziehen. Sobald ihr zwei Charaktere gespeichert habt, könnt ihr theoretisch das Portal auch gleich wieder einmotten, denn mit diesen könnt ihr problemlos das Spiel durchzocken, was euch so zirka drei bis fünf Stunden kosten sollte. Wollt ihr allerdings alles aus der 3DS-Karte rausholen, kommt ihr um einen häufigen Skylander-Wechsel nicht herum. Manche Kristalle lassen sich nämlich nur von Figuren eines bestimmten Elements erbeuten.

Und hier wird der Spaß teuer: Dem Starter-Set liegen, wie schon erwähnt, drei Charaktere bei. Insgesamt gibt es 32 verschiedene, aufgeteilt in acht Elemente, plus fünf Skylander-Sonderversionen. Die Spielgefährten sind zum Preis von rund 8 Euro einzeln oder in 20-Euro-Dreierpacks zu haben. Da kommt ganz schön was zusammen, wenn ihr eure Charakterliste vervollständigen wollt. Dafür sehen die Figuren aber auch ziemlich gut aus. Habt ihr es lediglich auf alle Kristalle abgesehen, reicht technisch gesehen ein Skylander pro Element. Doch wie schon erwähnt: Wenn ihr einfach nur das Ende sehen wollt, braucht ihr über das Startpaket hinweg nichts kaufen. Das Spiel lässt sich mit den drei beigelegten Helden erledigen.

Auf der Oberwelt gibt es auch vier Platten zu Sonderwelten, die ebenfalls separat verkauft werden. Diese so genannten Adventure Packs kosten auch noch einmal stolze 20 Euro und bieten, nebst einem Skylander und zwei optionalen Items, mit denen man sich zum Preis von ein paar Lichtstrahlen das Leben erleichtern kann, noch einmal einen Jump-'n'-Run-Abschnitt und ein Arena-Level pro Stück. Wir haben sowohl das Piratenmeer als auch die Düstergruft ausprobiert und können euch sagen, dass – sofern diese Abschnitte ein Maßstab für den Umfang der Erweiterungen ist – sich diese Anschaffung jedoch eher weniger lohnt. Dafür sind die Stufen einfach zu kurz geraten. Immerhin bestehen die Gebiete aus komplett neuen Umgebungen und die so verfügbaren 10 Kristalle pro Zusatzgebiet zählen erst dann zur Gesamtzahl, sobald ihr das Areal freigeschaltet habt.

Steuerung:
Zu einem simplen Plattformer gehört auch ein simples Kontroll-Konzept. Mit dem Schiebepad bewegt ihr euch geschmeidig über die Himmelsinseln, auf Knopfdruck wird gesprungen oder in zwei Varianten angegriffen. Auch ein Sprint-Kommando steht zur Verfügung. Der Touchscreen kommt nur bei Menü-Angelegenheiten oder dem Wechsel zwischen euren beiden gesicherten Skylandern zum Einsatz.

Grafik:
Wer hätte gedacht, dass die Himmelswelten der 3DS-Version so schön und stimmig aussehen können? Zwar ist es noch ein weiter Weg zur Perfektion – die nicht ganz so stabile Framerate sowohl mit als auch ohne 3D-Effekt kann zum Beispiel bei heftigeren Kämpfen negativ ins Auge fallen – doch die Strahlenden Inseln bieten abwechslungsreiche und interessant gestaltete Gebiete. Von schwebenden Landstücken über feuerrote Höhlen bis hin zu dichten Waldgebieten sind einige schöne Fleckchen dabei. Der räumliche Tiefen-Effekt hierbei ist solide, wenn auch eher rudimentärer Natur.

Sound:
Idyllische, weitestgehend ruhige Klänge begleiten euch auf eurer Reise über die Strahlenden Inseln – zumindest wenn ihr euch nicht gerade in einem der häufigen Kämpfe befindet. Generell verpasst ihr aber auch nichts, wenn ihr die Lautstärke einfach komplett runterdreht. Wirklich großartige Musikstücke gibt es nämlich nicht. Deutsche Sprachausgabe hat das Spiel übrigens auch, allerdings nur in der Eröffnungs- und Abspannsequenz. Alle anderen wenigen Texte kommen komplett ohne Vertonung aus. Immerhin klingt sie dort ordentlich, wo sie zum Einsatz kommt.



Fazit:
Es ist ohne Frage klar ersichtlich, dass Activision hier im Prinzip nur versucht, ein stark an Merchandise geknüpftes Spiel zu verkaufen, das den Kunden mächtig zur Kasse bitten kann, will er denn wirklich alles haben, was es bietet. Doch auch wenn die Reaktion hierauf wie auch auf das Redesign von Spyro eingangs eher von Zweifeln getrieben waren, sind wir vom Endprodukt doch positiv überrascht. Skylanders: Spyro's Adventure ist kein Meilenstein des Genres, nein. Dafür wirken manche Features wie das Aufleveln der Figuren oder die Implementierung von Hüten – die auf der Heimkonsole immerhin Statistik-Boni brachten – zu aufgesetzt und die Arena-Level haben mehr etwas von Lückenfüllern als von durchdachten Abschnitten. Wir sehen hierin aber auch einen soliden Plattformer, der sowohl jüngeren Zockern als auch im Herzen junggebliebenen Spielern Freude bereiten kann – insbesonders dann, wenn man auf Sammelfiguren steht. Solltet ihr noch ein Geschenk für die Kleineren suchen oder einfach Lust auf ein unbeschwertes, actionreiches Hüpfabenteuer mit einem netten Gimmick haben, solltet ihr euch Skylanders unbedingt näher anschauen. Wir haben unseren Ausflug zu den Strahlenden Inseln jedenfalls genossen und sind gespannt, wohin die Reise unseres kleinen, lila Drachens uns als nächstes führt – und ob er nächstes Mal nicht nur zur Zierde im Titel steht.

Schmiedet bereits Shopping-Pläne: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Guter Hüpfer mit einzigartigem (und teurem) Sammelfiguren-Gimmick, aber auch kleinen Macken.

Wertung

SPIELWELT:

7.0

ABWECHSLUNG:

7.0

DESIGN:

8.0
7
von 10

- Cooles Figurenkonzept...

- Spaßige Hüpferei

- Zugänglicher Schwierigkeitsgrad...

- Interessantes Character Design

- Figuren mit allen Spiel-Versionen kompatibel

- ...mit heftigem Preis

- Schnell durchgespielt

- ...ohne große Herausforderungen

- Nur ein richtiger Bosskampf

Wie werten wir?

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6 Kommentare