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Spielname:
Need for Speed: The Run

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
EA

Developer:
Firebrand Games

Genre:
Racing

Release:
17.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
vorhanden, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Need for Speed: The Run

Review: Need for Speed: The Run

Kevin Jensen, 08.12.2011

9569°

12

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Wenn es ein Genre auf dem Nintendo 3DS gibt, das bei der Frage nach der größten Häufigkeit ohne zu Zögern die Hand hebt und ganz laut „Hier!“ schreit, dann ist es das des Rennsports. Auf kaum einer anderem Nintendo-Handheld gab es zum Launch und der recht langen Zeit danach (Manch einer bezeichnet sie gar als „Saure-Gurken-Zeit“) so viele Spiele rund um PS-Zahlen und heiße Reifen. Passable Games (Ridge Racer, Asphalt, Driver) prügeln sich um die Erstkäufer, während die Serienkultikone ein wenig betröppelt daneben steht und sich fragt, was sie besser machen könnte.

Denn Electronic Arts' Need For Speed-Reihe gilt nunmehr schon seit einer ganzen Weile als erstklassiger Rennsport und sorgte Anno Dazumal mit frischen Ideen und tollem Gameplay für Abwechslung. Auf dem DS waren viele Umsetzungen jedoch eher Flopp als Topp. Das lag oft daran, dass die Spiele einfach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen haben wie ihre Konsolenbrüder. Ändert sich dies beim Nintendo 3DS? Immerhin haben wir es mit Need for Speed: The Run mit dem ersten 3D-Racer zu tun, bei dem man sich auch heiße Onlineduelle liefern kann. Wir blicken unter die Haube.

Flucht ist keine Freiheit.
Mit Need for Speed: The Run wollte EA alles neu machen. Natürlich gibt es noch heiße Reifen auf kühlem Asphalt, doch erstmals in der Seriengeschichte heißt es aussteigen und zu Fuß kurze Strecken durch geskriptetes Buttongepansche zu watscheln. Zumindest auf den Konsolen. Denn auf dem Nintendo 3DS bleibt man im Wagen, während man durch die Storyelemente quer durch die USA von San Francisco nach New York rast. Die Geschichte des Spiels wird in kurzen 2D-Comic-Szenen dargestellt, die im stereoskopischen 3D jedoch neues Leben eingehaucht bekommen. So nimmt das illegale Straßenrennen in über 26 Episoden seinen Lauf und es können mehr als 40 weitere Rennherausforderungen freigeschaltet werden.

Alles samt vom Konsolen bekanntem Autolog, dem Online-Freundesvergleichsystem aus dem Hause EA. Wenn man seine Rennen fährt und wissen will, was da draußen im wahren Leben passiert, schaut man einfach in der Autolog-Funktion vorbei und sieht, was seine Freunde in Need for Speed: The Run für Erfolge einfahren. Dies sorgt für erhöhten Wiederspielwert und für eine Extraportion Herausforderung. Diese Autolog-Bestzeiten können auch per Streepass weitergegeben werden. Doch damit ist nicht genug: The Run ist das erste Rennspiel für den Nintend 3DS mit einem richtigen, eigenen Onlinesystem. Echte Rennfahrer können online zwischen zwei Modi entscheiden: Standardrennen gegen Fremde und Freunde oder das von Need for Speed: Hot Pursuit bekannte Polizei-vs.-Verbrecher-System. Zweiteres wurde jedoch stark abgespeckt. So gilt es, nur eine gewisse Anzahl von Takedowns zu kassieren, damit man als Polizist erfolgreich ist und die Verbrecher müssen schlichtweg am Leben bleiben. Was einfacher gesagt ist als getan.

Du schuldest mir ein 10-Sekunden-Auto!
An sich wirkt Need for Speed: The Run wie eine Mischung aus dem Serienklassiker, angereichert mit Elementen von Burnout. So rast man in den 26 Episoden durch die unterschiedlichsten Landschaftsgebiete der USA, fährt an echten Sehenswürdigkeiten vorbei und wer selbst schon Mal einen Blick über den Teich geworfen hat, wird sogar Anspielungen an die jeweilig landschaftlichen Facetten finden. In Sachen optische Abwechslung bekommt man also einiges geboten. Dazu kommt, dass man ständig vor der Polizei und anderen Harlunken auf der Flucht ist und zeitgleich noch ein Rennen gewinnen möchte. Zwischendurch gibt es geskriptete Szenen, bei denen man beispielsweise fallenden Steinen ausweichen muss, schießwütigen Kontrahenten aus dem Weg geht oder sogar wahnsinnige Stunts über große Schluchten ausführt.

Genau diese Szenen sorgen aber für etwas Unmut, denn auf dem normalen Schwierigkeitsgrad hat man für ein gesamtes Rennen nur drei Leben und sind diese verspielt, muss man wieder von vorne anfangen. Dies kann schnell in Frust ausarten und in späteren Leveln das „Wirf-den-3DS-an-die-Wand“-Syndrom heraufbeschwören. Abhilfe schafft der Casual-Schwierigkeitsgrad, der aber so einfach gestrickt ist, dass man sich jeden Fehler erlauben kann und somit das Spiel binnen 2-3 Stunden im Hauptmodus ohne Herausforderung bestehen kann. Ein etwas besseren Balancing beim Härtegrad hatte gut getan. Doch via Hauptmodus lassen sich verschiedene Herausforderungen und Autoteile für diese und Onlinemodi freispielen. Somit gibt es auch nach dem Story-Modus noch jede Menge zu tun.

Steuerung:
The Run kommt sehr arcadelastig und schnell daher. Blitzschnelle Racer rasen über die Highways der USA und dort kommt es recht selten zu kurvenreichen Situationen. Dennoch gilt es, dem Verkehr auszuweichen und anderen Hindernissen aus dem Weg zu gehen. Die Menüführung samt Steuerung der Autos ist sehr intuitiv und lässt sich an die Bedürfnisse der Spieler anpassen. Gut geregelt.

Grafik:
Amerika. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der 1001 Sehenswürdigkeiten. Und das Land der unterschiedlichsten Facetten. Das Thema von Need for Speed: The Run ist sehr schön umgesetzt und so bekommt man auf jeder Strecke seine eigene Portion USA geboten. Egal ob Rocky Mountains, die Steppen von South Dakota oder der Chicago Highway bei Nacht im Regen. Optisch macht das Spiel viel her. Es kommt mit zwar mit einer allgemeinen Unschärfe daher, diese ist aber gewollt, um ein Gefühl der Geschwindigkeit zu übermitteln. Die Straßentexturen sind brillant in Szene gesetzt und der 3D-Effekt ist bisher einer der ausgereiftesten für ein Dritthersteller-Rennspiel. EA hat sich in diesem Fall richtig ins Zeug gelegt und eine kleine Grafikperle gezaubert. Einzig und allein Clippingfehler bei diversen Kollisionen hätten noch etwas Bearbeitungszeit gebraucht.

Sound:
Echte Musik für echte Rennfans. Die EA-Trackliste sorgt auch im Hosentaschenableger von The Run für mächtig Laune. Leider kann man keine Lieder auswählen und gezielt ansteuern, was man hören möchte, dennoch bekommt man eine gute musikalische Hintergrundkulisse geboten. Auch die Sounds und Sprachausgabe brauchen sich nicht zu verstecken.

Features:
26 Missionen im Story-Modus, über 40 Herausforderungen, StreetPass, Online-Autolog-Freundesvergleich sowie der erste echte Onlinemodus in einem 3DS-Rennspiel zeigen, dass EA das Spiel erst nimmt. Es gibt viel Inhalt und der Wiederspielwert wird enorm durch den Onlinemodus und die Autolog-Funktion erhöht.

Fazit:
Need for Speed: The Run ist ein zweischneidiges Schwert. Klar macht es auch die gleichen Fehler, die die Konsolenversion gemacht hat. Dort war der Hot Pursuit einfach gelungener als die neue Version. Wir können hier trotzdem eine klare Empfehlung geben, wobei Hardcore-Rennfans sich auch darauf gefasst machen sollten, beim Schwierigkeitsgrad in den Casualmodus zu wecheln, wenn man nicht zu sehr gefrustet sein möchte. Ansonsten geht EA mit The Run auf dem 3DS in die richtige Richtung. Mehr Inhalte, erstes Onlinekonzept samt StreetPass- und Autolog-Funktionen sorgen, dass das Spiel knapp noch die 8er Marke durchbricht. Ohne diese Features wäre es um einiges schwieriger gewesen, an Ridge Racer 3D vorbeizuziehen. Wir sind gespannt auf die kommende Generation der Rennspiele, doch EA hat derzeit einen Wagen in der Poleposition.

Der Bleifuss live aus Amerika: Kevin Jensen für Planet3DS.de

Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Knappes Rennen an die Genrespitze dank Online-Boost.

Wertung

MULTIPLAYER:

9.0

FAHRZEUGVERHALTEN:

7.0

STRECKENDESIGN:

8.0
8
von 10

Schöne Landschaften

Erster echter Onlinemodus

Gutes Geschwindigkeitsgefühl im 3D-Modus

Unausgeglichener Schwierigkeitsgrad

Minispiele zwischendurch können manchmal ablenken

Unglaubwürdige Story

Wie werten wir?

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12 Kommentare