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Spielname:
Asphalt 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Racing

Release:
24.03.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-6 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Review: Asphalt 3D

Kevin Jensen, 26.03.2011

9525°

12

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Mit „Asphalt Urban GT“ begann eine kleine Erfolgserie aus dem Hause Gameloft und Ubisoft. Wie aus dem Nichts brachten sie ihre eigene Rennspielserie heraus, die den mobilen Sektor aufwühlte und so einige Fans ergattern konnte. Mittlerweile mauserte sich dieses kleine Spiel zu einem richtigen Racing-Franchise.

Während man auf dem iPhone schon die sechste Instanz spielt, wartet Ubisoft zum Nintendo 3DS-Launch mit einem eigenen Titel auf. „Asphalt 3D“ soll zeigen, dass Rennspiele in der dritten Dimension auf neuen Straßen fahren. Dennoch haben sie nicht mit Namco Bandai und „Ridge Racer 3D“ gewettet. Wer gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen der neuen 3D-Ära? Wir schauen unter die Haube!

Geschwindigkeit kann tödlich sein!
Die Asphalt-Serie zeigte sich schon immer als Drift- und Action-lastiger Arcade-Racer, bei dem Realismus weniger im Fokus stand. Schnelle Action, brisante Crashs und rasante Turbos. Und dieses Mal preisen die Entwickler an: Stereoskopisches 3D, Rennen in 17 der aufregendsten Städte der Welt, mehr als 40 lizenzierte Fahrzeuge samt einzigartigen StreetPass-Funktionen. Tönt ja nicht schlecht, doch was steckt hinter diesen Versprechungen?

Zum 3D können wir sagen: „Ach echt!?“ Wäre kein 3D-Feature enthalten, dann bräuchte man keinen Nintendo 3DS. Was bekommt man sonst an Features geboten? Im Prinzip jede Menge. In Sachen Inhalt und Spielmodi wartet „Asphalt 3D“ recht groß auf. Preisrennen, Straßenkampf, Verfolgungsjagd, Driftrennen, Zeitrennen, Duelle und Ausscheidungsrennen. So gilt es beispielsweise in den Driftrennen, die gleichen Strecken zu fahren, jedoch möglichst viel dabei um die Ecken zu schlittern. Bei den Ausscheidungsrennen fliegt nach einer gewissen Zeit der letzte Fahrer raus und man sollte demnach versuchen, an der Spitze der Kolonne zu fahren. Und bei Straßenkämpfen gilt es, sich als Rammbock zu behaupten. Unter Verfolgungsjagd kann der Spieler sich ein Räuber und Gendarm-Gehetze mit Polizeiwagen vorstellen, wie es beispielsweise in „Need for Speed: Hot Pursuit“ Anwendung findet. Ubisoft erfindet das Rad in diesem Sektor nicht neu, dennoch bekommt man das gewisse Maß an Standard-Abwechslung geboten.

Während der Spieler also durch die diversen Städte rast und Siege einfährt, gewinnt er Erfahrungspunkte. Diese wiederum können eingesetzt werden, um bessere Fahrzeuge zu kaufen oder Fahrzeugteile aufzuwerten. Zusätzlich gibt es einige Sonderaufgaben während der Rennen, wie beispielsweise keinen Unfall bauen oder nicht bremsen - wenn diese erfolgreich absolviert werden, winken zusätzliche Erfahrungspunkte. Erfolgreiche Fahrer werden zudem von Sponsoren unterstützt und so kann man seine Statuswerte mit kleinen Boosts ausstatten, um der Konkurrenz schneller davonzufahren. Diese kleinen RPG-ähnlichen Features sorgen dafür, dass das Spiel seinen eigenen Charme hat und stellenweise motiviert.

Na das ist doch ne Bombenidee, gleich neben dem Nitro zu rauchen.
Das Rennspiel an sich bietet einen recht moderaten Schwierigkeitsgrad. Die Gegner werden erst in den späteren Rennen herausfordernd, nehmen die gleichen Abkürzungen, rammen das eigene Fahrzeug gegen die Banden oder fahren vor die eigene Haube, zu dem Zeitpunkt wenn man selbst einen Boost startet. Gerade die sonst so freundlichen Helfer können mit ihren Polizeiwagen sehr aggressiv sein, wenn man die hiesigen Gesetze missachtet. Um das Leben ein wenig zu erleichtern, liegen auf der Straße zahlreiche Items herum. Darunter Gesundheit, die den Flitzer wieder auf Vordermann bringt, Geld, damit man sich schneller neue Rennboliden leisten kann und Nitro, damit man auch noch morgen kraftvoll um die Kurve heizt.

Gerade das Nitro ist eine Spezialität für sich. Schafft man es den Finger auf dem Boost zu halten, bis sich der gesamte Balken geladen hat, kann man mit einem Hyperspeed-Boost seiner Konkurrenz richtig davonrasen. Dies kommt auch mit einem speziellen visuellen Effekt daher und erinnert ein wenig an den klassischen Tunnelblick eines Warpdrives gepaart mit Neoneffekten aus dem Kinostreifen „Tron“. Oder anders gesagt: Pornobrillendiskolicht bei 400km/h. Soviel zum Positiven, denn „Asphalt 3D“ kommt mit mehr Höhen und Tiefen daher als die Schweizer Alpen. Und das nicht wegen des stereoskopischen 3D.

Steuerung:
Besonders die Steuerung ist ein zweischneidiges Schwert. Denn es gibt keine Möglichkeit, diese in irgendeiner Weise zu verändern. „Take what you get!“ heißt die Devise. A heißt Gas geben und B heißt bremsen. Doch gerade wenn man diese Tasten sehr schnell hintereinander nutzen muss, um in späteren Rennen aus verzwickten Situationen zu kommen, kann es schnell frustrierend werden. Hingegen geht das Driften gut von der Hand und zeigt, dass das Circle Pad hält, was es verspricht. Selbst „Ridge Racer 3D“ kann sich in diesem Fall eine kleine Scheibe abschneiden. Dafür sorgen böse Framerateeinbrüche für Abzüge in der B-Note. Die Entwickler haben außerdem darauf verzichtet, irgendwelche Kipp- oder Touchscreen-Steuermöglichkeiten einzubinden. Lediglich Nitros und Kameraperspektiven wurden auf dem unteren Bildschirm geparkt - was generell ja nicht Schlechtes ist.

Grafik:
In Sachen Optik kann gesagt werden, dass die Fahrzeugmodelle sehr detailliert dargestellt sind und die lizenzierten Lamborghini-, Audi-, Ducati- und andere Modelle einen guten Wiedererkennungswert haben. Zudem sorgt der 3D-Modus dafür, dass Tiefen besser erkennbar sind und somit Abstände klarer zu berechnen wären. Doch das ist auch das höchste der Gefühle in diesem Sektor, alle anderen Fakten brechen „Asphalt 3D“ die Hinterachse...

Was bringt es, wenn man in einem dreidimensionalen Raum Abstände besser abschätzen kann, wenn die Kollisionsabfrage, gelinde gesagt, grottig ist? Crashs und Zusammenstöße wirken so willkürlich wie Entscheidungen vor der klingonischen Justiz. Zudem muss gesagt werden, dass selbst die iPhone-Version bessere Spiegelungsreflektionen auf den Scheiben der Autos darstellt als die 3DS-Fassung. Hier wurde eindeutig gespart. Und auch sonst ist die Auflösung nicht immer so rosig, wie es auf den Hersteller-Screenshots den Anschein hatte. Schlechte Kollisionsabfrage und mäßiger Grafikport eines Handyspiels, kann es noch schlimmer werden? Leider ja... Denn wenn der Bildschirm nur mit ein paar Details geschmückt wird, kommt es zu Framerateeinbrüchen der nervigsten Sorte. Selbst wenn der 3D-Modus ausgeschaltet wird... Während viele Strecken dieses Problem nur im Hinterkämmerlein aufbewahren, sorgen gerade die späteren Strecken für stotternden Frust. Selbst für ein Launch-Spiel, was üblich mit Samthänden angefasst wird, ist dieser Fakt tödlich.

Sound:
Zur Akustik hätte eigentlich nicht viel gesagt werden müssen. Die Sounds bewegen sich im durchschnittlichen Bereich, die Musik ist nicht von Newcomer-Bands von nebenan, sondern aus der Midi-Soundfabrik. Doch der wohl störendste Fakt ist, dass manche Fahrzeuge einen schier unendlichen Schaltmodus haben. Da kommt nicht nur der erste, zweite, ... vierte und fünfte Gang auf den Spieler zu, nein, er muss weiter hören, bis der Sportwagen in den 15. oder 16. Gang schaltet. Sehr konfus.

Features & Multiplayer:
In Sachen Inhalt bekommt man einiges geboten, selbst StreetPass-Funktionen wurden eingebaut und man kann Bestzeiten oder Ghosts teilen und so spezielle Items freischalten. Auch sonst hat man jede Menge mit den freischaltbaren Autos und Tuningmöglichkeiten zu tun und die Strecken in 17 Städten wie Paris, Tokio und Konsorten sorgen für optische Abwechslung. Doch wo ist der Online-Multiplayer? Street Fighter machte es vor und beweist, dass der 3DS wunderbar in der Lage ist, weltweite Duelle zu ermöglichen. Bei „Asphalt 3D“ sieht es anders aus. Bis zu sechs Spieler können zumindest lokal gegeneinander antreten. Auch hier wäre eindeutig mehr drin gewesen.

Fazit:
„Asphalt 3D“ ist die Reinkarnation des Apfelhandyspielchens „Asphalt 6“ mit ein paar kleinen Detailveränderungen hier und da. Was sagt uns das? Wir bekommen ein Spiel für 40 Euro aufgetischt, was sonst nicht einmal zehn Euro kostet. Das könnte man eventuell verschmerzen, wenn der 3D-Effekt gut wäre, die Umsetzung flott und der Gesamteindruck stimmig. Dies ist aber leider nicht der Fall: Framerate-Einbrüche, sogar mit ausgeschaltetem 3D-Effekt, zeigen, dass diese Umsetzung schnell von der Hand ging und wenig Liebe zum Detail dahintersteckt. „Asphalt 3D“ hat zwar das Potential zu einem guten Spiel, beinhaltet viele Modi und Inhalte, aber genau dieses Potential wurde durch eine mehr als mäßige Umsetzung unachtsam aus dem Fenster des fahrenden Autos geworfen. Von außen ein Porsche, doch unter der Haube nur der Motor einer Ente.

Bleibt bei seiner schwarzen Corvette: Kevin Jensen [Iceman] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Mäßige Umsetzung eines iPhone-Spiels mit garstigen Framerate-Einbrüchen.

Wertung

MULTIPLAYER:

5.0

FAHRZEUGVERHALTEN:

7.0

STRECKENDESIGN:

6.0
5
von 10

Viele, viele Inhalte wie Fahrzeuge, Strecken und mehr

Gute Steuerung via Circle Pad

Lizenzierte Fahrzeuge

Framerate-Einbrüche bei detailreichen Strecken

3D-Effekt eher beiläufig

Schlechtere Grafikqualität als beim iPhone-Ableger

Kein Onlinemodus

Wie werten wir?

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12 Kommentare