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Spielname:
LEGO Harry Potter: Die Jahre 5-7

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Warner Bros.

Developer:
TT Games

Genre:
Action Adventure

Release:
18.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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LEGO Harry Potter: Die Jahre 5-7

Review: LEGO Harry Potter: Die Jahre 5-7

Nicola Hahn, 04.12.2011

5552°

1

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Kaum hat die Filmindustrie endlich den ersehnten allerletzten Teil der Harry Potter-Saga in die Kinos gebracht und somit J.K Rowling arbeitslos gemacht, kommen auch die neuen Lego-Bausatz-Portierungen in unsere Läden. Dieses Mal ist auch der 3DS dabei. Ähnlich wie der DS mit Lego Star Wars, mussten die Handheld-Besitzer erst auf einen Teil 2 warten, bevor sie in den Genus der Film-Nacherzählung kamen. Immerhin gehören die Spielfilmumsetzungen aus dem Hause TT Games stets zu den besten ihrer Art und das steigert die Hoffnungen auf ein zauberhaftes 3DS-Abenteuer, auch wenn das vorherige Baustein-Abenteuer eher in den unteren Reihen platziert war. Können wir nun Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7 für den 3DS in vollen Zügen genießen oder sollten wir dann doch lieber ähnlich der Star Wars-Trilogie, die mit einigen Bugs für den DS erschien, erst auf eine komplette Edition warten?

Back 2 school!
Kennt man die Story des Zauberlehrlings, dann merkt man sofort, dass die Entwickler wirklich alle markanten Stellen übernommen haben. Ein Außenstehender dagegen, der noch nicht einen der hier behandelten Filme gesehen hat, wird ernsthaft Probleme bekommen der Handlung zu folgen. Die Entwickler haben streng traditionell sämtliche Dialoge durch stimmlose Zwischensequenzen ersetzt, die nicht gerade effektiv die Story erzählen, sondern mehr den Lachmuskel stärken. Auch hängen im Spiel die Sequenzen meist recht verwirrend mit dem darauf folgenden Spielabschnitt zusammen. Den jeweiligen Film zu schauen oder das Buch zu lesen ist vor dem Spielen des jeweligen Levels also Pflicht.

Die Bücher wurden ähnlich den vorherigen 3D-Lego-Spielen in Kapitel mit mehreren Level unterteilt. Diese Level bestehen meist aus einem Raum, in der es eine Aufgabe zu lösen gilt. Nach erfolgreicher Beendigung darf der Spieler à la The Legend Of Zelda: Ocarina Of Time 3D durch einen Lichtring den Bereich verlassen und wird zum nächsten Level gebeamt. Das Prinzip wiederholt sich, bis der Zauberschüler das Buch beendet hat. Nach jedem Kapitel erhält man eine prägnante Übersicht über den aktuellen Kontostand und die ergatterten Boni der vorgegangen Level.

Actionreiche Filme - lahmes Spiel?
Bekanntlich geht es in den letzten Jahren auf der Zauberschule ganz schön heiß her, aber angesichts des lächerlichen Schwierigkeitsgrades, den man wie immer nicht wechseln kann, wird auch die Action kindgerecht heruntergestuft. Obwohl die Aufgabenstellung Rätselraten erfordert: Der einzige Text im Spiel soll den Spieler eigentlich in seine bevorstehende Aufgabe einweisen, jedoch wurde die Erklärung auf einen unverständlichen Satz gekürzt. Hinzu kommt, dass der besagte Satz alle fünf Minuten kurz auf der Bildschirmoberfläche erscheint und wieder verschwindet. Hier bleibt dem Spieler nur eine Möglichkeit, die ihm auch in den käuflichen Tipps im Zauberladen angeboten wird: Zerstöre alles und probiere alles aus! Erst recht, wenn ihr an die versteckten Behälter rankommen wollt, die mal wieder in jedem Level verstreut sind.

Aber nicht alles an diesem Spiel ist schlecht. Mitnichten: Der neue Duellier-Modus sorgt für eine gute Abwechslung für Zwischendurch - auch wenn dieser im Finale durch sein zahlreiches Erscheinen lästig wird - und die reiche Charakter-Auswahl, die neuerdings selbst in den Levels verfügbar ist, macht Lust auf mehr. Wobei wir gerade bei Meer sind: Mit allen im Spiel eingebauten Lego-Steinchen, die seit jeher als Währung im Lego-Land dienen, könnte man ohne Probleme alle sieben Weltmeere füllen. Aber so viele braucht man durchaus: Die Preise pro Kopf, sprich neuen Charakter, wurden unverschämt in die Höhe getrieben und der Entwickler verschachern alle möglichen Figuren aus dem Film. Von den Hauptpersonen in den verschiedensten Anzügen und Farben bis hin zur unbedeutendsten Nebenfigur steht alles zu einem hohen Preis zum Verkauf. Außerhalb der Story kann man sich auf einer Oberwelt bewegen, die von ihrer Detaillosigkeit nur so strotzt, stattdessen kann der neue Magier sich in freiwilligen Duellen gegen die Charaktere der Geschichte behaupten.

Aber Moment, wie funktionieren eigentlich besagte Duelle? Folgendermaßen: Zwei Charaktere treten gegenüber und beginnen nun, Zauberfunken auf einer rechten und einer linken Halbkreisbahn zum Gegner zu schießen. Jede Figur kann von links bzw. rechts getroffen werden, je nachdem in welche Richtung der Gegner seinen Funken schickt. Dem anderen Spieler ist es aber möglich, diesen Funken abzuwehren, wenn er diese Verteidigung auf der entsprechenden Halbkreisbahn anwendet. Hat er zur richtigen Zeit den Angriff abgewehrt, wird der Funken reflektiert. Zudem entstehen bei längerem Aufladen des Angriffes verschiedene Spezialfunken, die den Gegner bei einem Treffer kurzzeitig lähmen bzw. hinfallen lassen.

Steuerung:
Wie gewohnt geht auch hier alles flüssig von der Hand, wobei die Zauberspruchauswahl nun den Charakterwechsel ersetzt. Schon eine kurze Umgewöhnungsphase macht aus einem Neuling einen Meister der Magie: Die Zauber können zwar manuell über die Schultertasten gewechselt werden, doch schaltet die Auswahl in den ersten Spielen automatisch auf den benötigten Spruch um.

Grafik:
Optisch hat man sich im Laufe der 3D-Lego-Spiele keine Verbesserungen, aber auch keine Verschlechterungen geleistet. Alles ist trotz zum Teil matschigen Texturen gut anzusehen und der 3D-Effekt spielt nur eine Nebenrolle - man vergisst ihn regelrecht. Das Feuer, welches nun in den letzten Büchern verstärkt vertreten ist, wurde dagegen wirklich schlecht umgesetzt, denn von interessanten Shader-Effekten, die der Handheld angeblich gut darstellen kann, fehlt jede Spur.

Sound:
John Williams' Soundtrack dudelt rauf und runter, wobei die Verantwortlichen die einzelnen Tracks gelungen dem Spielgeschehen beigemischt haben. Für entsprechenden Sound neben der Hintergrundmusik wurde ebenfalls gesorgt: Das Klimpern der Steinchen oder auch das Rauschen der Zauberattacken wurden gut umgesetzt und versprechen insgesamt ein magisches Feeling, wie man es von einem Potter-Spiel erwartet.

Fazit:
Sagen wir es so: Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7 ist ein Lego-Videospiel für den 3DS wie Star Wars und Pirates of the Caribbean: Gewohntes Gameplay, guter Sound, passende Steuerung, viel zu kurze Story. Zu den Altlasten gehört der Mutliplayer, die eigentliche Handlung wird nur in einem chaotischem Zusammenschnitt gezeigt, wobei aber der Levelaufbau jeweils die geschichtlich-korrekte Erfüllung der Aufgaben fordert – was man aber nur sieht, wenn man die Vorlagen kennt. Der verbesserte StreetPass-Modus findet nirgends eine ausführliche Anleitung, obwohl der ebenfalls neue Zauberduell-Modus geradezu danach schreit. Der 3D-Effekt bleibt wie der Charakter-Editor im hintersten Schublädchen der Erinnerungen hängen. Doch trotz dieser bestehenden Macken packt das alte Lego-Feeling Fans der Lego- und Harry Potter-Reihe. Für Quereinsteiger mag das Spiel nicht geeignet sein, aber wer mit der Vorlage vertraut ist, zum jungen Publikum gehört und eine portable Version der Steinchen-Zauberei sucht, kann es sich gerne mal anschauen.

Legt dem dunklen Lord Steine in den Weg: Nicola Hahn [501.legion] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Hier und da eine neue Kleinigkeit, aber insgesamt ähnlich wie die Lego-Vorgänger auf dem 3DS.

Wertung

SPIELWELT:

5.0

ABWECHSLUNG:

7.0

WIEDERSPIELWERT:

6.0
6
von 10

Harry-Profis kommen gut zurecht ...

Einige Boni zum Freischalten

Neuer Duellmodus

... Neulinge dagegen verirren sich schnell

Grafik immer noch nur Mittelmaß

gekürzte Story

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