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Spielname:
Shin Megami Tensei IV: Apocalypse

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Atlus

Developer:
Atlus

Genre:
Rollenspiel

Release:
02.12.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Shin Megami Tensei IV: Apocalypse

Review: Shin Megami Tensei IV: Apocalypse

Alexander Schneider, 25.01.2017

3483°

2

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Nicht wenige fürchten sich vor der Zukunft - Ungewissheit, soziale Unsicherheit und andere Unwägbarkeiten tragen dazu sicherlich bei. Vielleicht erwartet uns gar eine Dystopie? Auch in Atlus' lang erwartetem Shin Megami Tensei IV: Apocalypse geht es finster zu, allerdings reden wir hier zum Glück nur über die Lebenswelt der rastlosen Protagonisten. Angesichts der Amtseinführung von Donald Trump könnte man fast meinen, es sei hier die Rede von unserer Realität, doch halt - es geht hier um Engel und Dämonen und nicht etwa um einen weltlichen Amtsträger. Und außerdem verschlägt uns das actiongeladene RPG nach Japan, genauer gesagt nach Tokio, wo eine Schlacht unermesslichen Ausmaßes wütet. Beide Parteien stehen sich hier unversöhnlich gegenüber, die Apokalypse hat die Stadt längst unbewohnbar gemacht. Ein übernatürlicher Schutzschild hat die Metropole zwar vor dem endgültigen Untergang bewahrt, innerhalb der engen Grenzen hat die Menschheit allerdings mit weiteren Problemen zu kämpfen: Dämonen treiben auf den Straßen ihr Unwesen und attackieren alles und jeden, der ihren Weg kreuzt. Bei Shin Megami Tensei IV: Apocalypse handelt es sich um eine direkte Fortsetzung des Vorgängers, wobei ihr die Geschichte auch ohne Hintergrundwissen verstehen werdet. Ein paar Worte wollen wir euch vorher aber doch mitgeben, denn es kann ja schließlich nie schaden, im Untergang einen Ratgeber zu haben.

Die Welt zerfällt
2038. Tokio, die japanische Hauptstadt, wurde praktisch dem Erdboden gleichgemacht, ein Großteil allen Lebens wurde getilgt. Bevor die Stadt allerdings komplett in Schutt und Asche gelegt werden konnte, vereinen ein Mann und die Stadtgöttin Masakado ihre Kräfte und erschaffen eine Kuppel, die die zerstörerischen Angriffe abwehrt. Hört sich erst einmal ganz gut an, könnte man meinen - die Sache hat allerdings einen Haken! So können die Menschen Tokio nicht mehr entkommen, weil ihnen die Engel den Zugang nach draußen und somit jegliches Sonnenlicht verwehren. Stattdessen werden die Straßen Tokios von Dämonen bevölkert und von Düsternis erfüllt. Inmitten dieser katastrophalen Szenerie schlagen sich Nanashi, unser Hauptcharakter, und seine Jugendfreundin Asahi durchs Leben. Klar, dass sie in ihrem jungen Alter noch keine tragende Rolle übernehmen können und sich vorerst damit verausgaben, endlich ein vollwertiger Hunter der Hunter Association zu werden. Dabei handelt es sich um eine Organisation, die die Versorgung der Menschen sicherstellt und diversen Auftragsarbeiten nachgeht. Warum es den Leuten chronisch an allem mangelt? Sie leben durchweg unter der Erdoberfläche, vornehmlich in unterirdischen Bahnhöfen. Wir befinden uns zu Spielbeginn im Distrikt Kinshicho und denken uns zuerst nicht allzu viel dabei, als wir simple Sammelmissionen erledigen müssen. Kein Problem. Zumal wir mit Nikkari und Manabu zwei langjährige Hunter an unserer Seite haben. Was soll uns da schon passieren?

Ein teuflischer Pakt
Wir waren wohl ein wenig zu voreilig. Ganz plötzlich stellt sich unserer Truppe nämlich ein grauenvoller Dämon namens Adramelech entgegen - und dieser will nur eines, nämlich unseren Tod. In Windeseile bringt die mächtige Kreatur Nikkari und Manabu ums Leben, wuchtige Angriffe lassen den erfahrenen Anführern keine Chance. Natürlich müssen wir in Person von Nanashi zusehen, wie unsere Freunde abgeschlachtet werden - und letztlich sterben auch wir selbst, als wir Asahi vor den feindlichen Monstern schützen möchten. Zwar haben wir eben den Tod gefunden, wir wachen allerdings in einer mysteriösen Welt auf. Ist dies das Paradies? Nein, nur der Pfad zur Unterwelt, wie wir schon bald erfahren. Neugierig folgen wir dem Weg und treffen auf den Dämon Dagda. Dieser bietet uns an, uns wieder ins Leben zu führen und gewährt uns somit eine zweite Chance - allerdings nur, wenn wir fortan ausschließlich seinen Befehlen folgen. Uns wurde tatsächlich die Freiheit geraubt, doch kehren wir ins Diesseits zurück und haben nun die Möglichkeit, Asahi zu retten. Jetzt geht der Spaß erst richtig los! Dagda hat uns im Zuge der Reanimation nämlich mit dämonischen Kräften ausgestattet und uns somit zu einem neuen, einem übernatürlichen Menschen gemacht. Oder sollte man Nanashi nun eher als Marionette bezeichnen? Die Entscheidung, einen Vertrag mit Dagda zu beschließen, zieht jedenfalls zahlreiche weitere Entscheidungen nach sich und führt uns die Tragweite unseres Entschlusses immer wieder vor Augen. Wer nun denkt, der weitere Storyverlauf würde sich allein um die Fehde zwischen Engeln und Dämonen drehen, der irrt sich gewaltig - im Laufe der Zeit stoßen nämlich weitere Fraktionen hinzu, und die wenigsten von ihnen haben wirklich gute Absichten. Und letztlich richtet sich genau danach auch das Ende der Erzählung - der Spieler allein beeinflusst durch seine Entscheidungen, welchen Verlauf die Apokalypse nimmt.

Kämpfe in alter Tradition
Shin Megami Tensei-Veteranen oder auch jene, die bereits mit der Persona-Reihe vertraut sind, dürfen den folgenden Abschnitt getrost überlesen - erklären wollen wir euch dennoch, nach welchen Regeln die Schlachten in Shin Megami Tensei IV: Apocalypse ausgetragen werden. Zufallsbegegnungen gibt es hier nicht, stattdessen sind die in der Oberwelt umherstreifenden Dämonen zumindest in Form ihrer Konturen jederzeit sichtbar. Es ist also kein Problem, ungeliebten Kontrahenten bewusst aus dem Weg zu gehen. Entschließt man sich jedoch, gegen sie anzutreten, dann solltet ihr danach streben, sie zuerst zu berühren - dies garantiert euch einen Startvorteil und lässt euch im rundenbasierten Gefecht beginnen. Ganz, wie man es von der traditionsreichen Reihe gewohnt ist, solltet ihr vor allem darauf achten, die Schwachstellen eurer monströsen Kontrahenten zu bearbeiten, denn nur dieses Vorgehen sichert euch im Kampf grundlegende Vorteile. Eure Gruppe setzt sich in der Regel aus Nanashi und drei Dämonen zusammen, Runde für Runde kommandiert ihr euer Team nach Belieben.

In der Regel sollte man dabei natürlich auf Angriffe setzen, um den Gegner auszuknocken. Wie betont wäre es zuvor allerdings erst einmal ratsam, sich darüber schlau zu machen, welche Schwachstellen der jeweilige Dämon hat. Eine Analyse hilft hier prompt weiter und gibt euch die Möglichkeit, die spezifischen Daten fortan unentwegt einzusehen. Auf diesem Wege könnt ihr herausfinden, ob ihr dem Widersacher mit elementarem Schaden oder mit physischen Angriffen einheizen solltet - und solltet ihr seine Schwachstelle tatsächlich getroffen haben, dann dürft ihr gleich nochmal ran, denn ihr bekommt einen weiteren Zug spendiert. Strategisch betrachtet könnt ihr so nicht nur eure Angriffswucht verdoppeln, ihr hindert den Dämon natürlich auch an der schnellen Ausführung seiner Attacken und kassiert insgesamt weniger Schaden. Achtung: Solltet ihr auf eine Offensivaktion setzen, gegen die der gegnerische Dämon resistent ist, dann gewinnt dieser natürlich die Oberhand und ihr büßt einen eigenen Zug ein. Auch das „Smirk“-Feature, welches im Deutschen für „grinsen“ steht, wollen wir unbedingt erwähnen.

Zwar kennen es die meisten sicherlich schon aus Shin Megami Tensei IV, das macht die Funktion aber nicht weniger nützlich. Nutzt man die Schwäche des Gegners aus, landet einen kritischen Treffer oder entzieht sich einem feindlichen Angriff, dann kann es sein, dass man den „Smirk“-Status zugesprochen bekommt. Dieser garantiert einem im nächsten Zug einen kritischen Treffer, eine 100%-Trefferquote sowie den Schutz vor gegnerischer Ausnutzung der eigenen Schwachstellen. Geht der Spieler aus einem Kampf siegreich hervor, dann steigert er nicht nur sein Level, sondern auch die dazugehörigen Statuswerte. Dazu tragen auch die Ausrüstungsgegenstände, die wir uns in der Unterwelt Tokios beschaffen können, bei - dies gilt vor allem für die Waffen, die dort zu erstehen sind. Sollte man im Kampf dennoch mal Hilfe brauchen, dann stehen einem Gefährten wie Asahi zur Seite. Zwar unterstützen sie den Spieler nur indirekt, indem sie zum Beispiel sein Team heilen, bei vollständigem Balken greifen die Partner allerdings gemeinsam an und entfesseln eine mächtige Angriffsserie.

Mein Freund, der Dämon
Natürlich braucht ihr aber auch Gefährten, die sich Runde für Runde am Kampfgeschehen beteiligen - Dämonen, Götter und Engel. Wie bereits im Vorfeld betont könnt ihr drei aktive Mitstreiter in euer Team aufnehmen. Doch wie soll man die übernatürlichen Wesen dazu bringen, einem zu gehorchen? Kommunikation ist das Zauberwort. Es liegt nur an euch, die Geschöpfe im Kampf anzusprechen und euch in den Dialog mit ihnen zu begeben. Dabei habt ihr stets die Wahl zwischen verschiedenen Antworten - und ihr müsst euch für die Aussage entscheiden, die dem Geschmack der Kreatur entspricht. Zwar verlangen eure potenziellen Freunde danach oft noch ein wenig Geld oder andere Gegenstände, nach der Bescherung schließen sie sich eurer Seite aber in der Regel an. Solltet ihr zuvor allerdings eine falsche Antwort wählen, dann gehen die Monster automatisch in die Offensive über und attackieren euch erneut. Da sich die Vorlieben der möglichen Gefährten stets voneinander unterscheiden, gibt es für die Rekrutierung keine bestimmte Strategie. Nicht immer trifft man die richtige Auswahl und auch ein falsches Geschenk ist keine Seltenheit - ein unberechenbares Hindernis, das gelegentlich zurecht frustriert. Gelingt es euch allerdings, einen Dämon in euer Team aufzunehmen, dann könnt ihr sogar noch einen Schritt weiter gehen und die mehr oder minder freundlichen Gesellen miteinander fusionieren.

Shin Megami Tensei IV: Apocalypse trumpft mit 450 möglichen Fusionen auf und bietet unendliche Möglichkeiten, die Monster-Vielfalt auszunutzen. Klar, dass der Trupp ordentlich an Stärke zulegt, wenn man die richtigen Fusionen arrangiert. Im Normalfall fusioniert man zwei Dämonen miteinander, in einigen Fällen können aber auch mehrere Biester verschmolzen werden. Selbstredend reicht es nicht aus, die Monster einfach miteinander zu fusionieren, Training ist ebenfalls notwendig. Dabei erlernen sie neue Fähigkeiten, die in einer Fusion wiederum vererbt werden können. Ihr fragt euch, warum ihr die Dämonen überhaupt beschwören könnt? Neulinge werden sicher schmunzeln, allerdings ruft ihr sie tatsächlich per Smartphone herbei. Das Teil hält übrigens auch einen praktischen App-Store parat, welcher mit zahlreichen Vorteilen lockt. Hier könnt ihr beispielsweise neue Funktionen erstehen, die von einfachen Analyse-Features und mehr Karten-Komfort bis hin zu weiteren Slots für Fähigkeiten und Dämonen sowie ungeahnten Optionen reichen. Mit eurem elektronischen Begleiter und den dämonischen Freunden streift ihr also durch das finstere Tokio und erledigt Haupt- und Nebenquests, die natürlich nicht immer unterhaltsam sind. Insbesondere die optionalen Herausforderungen haben repetitiven Charakter - zwar bescheren sie euch oftmals hilfreiche Extras, solltet ihr sie erfüllen, ansonsten handelt es sich aber zu häufig um simple Suchmissionen und Jagdaufträge. Immerhin dürfen sich Besitzer des Vorgängers Shin Megami Tensei IV über diverse Belohnungen freuen, wenn sie ihren Speicherstand übernehmen. Zudem kann zwischen drei Schwierigkeitsgraden gewählt werden, ein Wechsel inmitten des Spieles ist ebenfalls möglich. Allerdings möchten wir nicht unerwähnt lassen, dass sich insbesondere Neulinge schon von den niedrigeren Härtegraden gefordert fühlen werden.

Steuerung:
Im Hinblick auf die Handhabung weist Shin Megami Tensei IV: Apocalypse keinerlei Besonderheiten auf - was eigentlich für ein Spiel spricht, sofern das Altbewährte weiterhin gut funktioniert. Demnach steuert ihr Nanashi per Schiebepad durch die Distrikte Tokios, sprecht NPCs durch Drücken der A-Taste an, ändert die Kameraperspektive mit dem Steuerkreuz und ruft das Menü, welches sich im Übrigen auf dem Touchscreen befindet, via Y auf. Möchtet ihr euch im Kampf Vorteile wie den Erstschlag sichern, dann greift ihr die Dämonen in der Oberwelt an, indem ihr mit dem X-Button zum Beispiel Schwerthiebe ausführt. Mit den Schultertasten L und R könnt ihr die Kamera zudem um die eigene Achse drehen. Im Kampf lassen sich die Kommandos sowohl über den Touchscreen als auch über die A-Taste anwählen, sodass euch hier freie Hand gelassen wird.

Grafik:
Zwar gehört Shin Megami Tensei IV: Apocalypse grafisch definitiv zu den Highlights auf dem Nintendo 3DS, zieht man allerdings die Standards der modernen Technik zum Vergleich heran, dann wird man angesichts der gebotenen Optik sicherlich keine Freudensprünge vollführen. Insgesamt hebt sich die Technik des RPGs nicht wirklich von der ihres gelungenen Vorgängers ab, die dreidimensionalen Areale und die Labyrinthe sind aber noch immer absolut sehenswert. Hinzu kommt, dass die besagten Labyrinthe verglichen mit dem vorangegangenen Ableger tatsächlich größer geworden sind, was trotz der praktischen Karte nicht selten dazu führt, dass man sich hoffnungslos verläuft. Dies ist sicherlich auch ein ungewolltes Hindernis für Neulinge, die sich in der weitläufigen Welt des Titels erst einmal zurechtfinden müssen - auch wir haben anfangs so unsere Problemchen dabei gehabt, uns zu akklimatisieren. Ein Titel wie dieser setzt natürlich vor allem auf ausufernde Dialoge, um seine Story voranzutreiben. Die Konversationen werden hier durchgängig in 2D präsentiert, dabei sind die Zeichnungen der beteiligten Charaktere allerdings sehr ansehnlich. Ein Manko sind die überall verstreuten NPCs, die sich viel zu häufig gleichen und uns so manches Mal einen enttäuschten Seufzer entlockt haben. Davon abgesehen stellt sich der Grafikstil passend zur Erzählung und zur Atmosphäre betont düster dar, die zerstörte Metropole entfaltet trotz der nötigen Düsternis absolute Strahlkraft und weiß zu begeistern, wenngleich die Texturen verwaschen sind und die auftauchenden Dämonen lediglich als Sprites erscheinen. Auf deutsche Bildschirmtexte müssen wir leider verzichten, man sollte der englischen Sprache also mächtig sein.

Sound:
Das Prunkstück der Kategorie „Sound“ lässt sich diesmal definitiv in der englischen Sprachausgabe finden. Sämtliche Dialoge wurden von Atlus vertont - und diese Tatsache begeistert nicht nur, weil dahinter eine Heidenarbeit steckt, sondern weil die englischen Synchronstimmen wirklich zu den Charakteren passen. Eine japanische Sprachausgabe gibt es leider nicht, was Fans der Serie mit trauriger Miene zurücklassen dürfte. Andererseits blicken wir, wenn wir an Shin Megami Tensei IV: Apocalypse denken, auf einen stimmigen Soundtrack, der sich der beklemmenden Atmosphäre und dem düsteren Setting wunderbar anpasst. Treibende, elektronische Tunes wechseln sich mit ruhigeren, aber durchweg melodischen Stücken ab und sorgen so für die nötige Abwechslung, die die musikalische Untermalung eines derart umfangreichen Titels unbedingt bieten sollte. Insbesondere die Kampfmusik, die im Falle von Bosskämpfen wahrlich erhaben klingt, weiß hier zu begeistern.

Fazit:
Wer nach der RPG-Flut, die uns der 3DS in den letzten Jahren tatsächlich bescherte, wirklich noch nach einem gelungenen JRPG sucht, der wird mit Shin Megami Tensei IV: Apocalypse bestens bedient. Neulinge können sich selbst ohne Vorkenntnisse ins postapokalyptische Abenteuer stürzen, während Kenner des Vorgängers ohnehin zugreifen müssen. Die spannende, wendungsreiche Story fügt sich nahtlos an das neutrale Ende des letzten Ablegers an, weist aber deutlich weniger Längen in der Erzählung auf. Allein das tiefgründige Kampfsystem, welches mit einer Menge Action und mächtigen Angriffen aufwartet, nötigt uns den größten Respekt ab - im gleichen Zuge müssen wir aber auch die unzähligen Möglichkeiten der Fusion beschwärmen, denn diese heben immer wieder gewaltige Dämonen aus der Taufe. Auch der technische Part enttäuscht beileibe nicht, wenngleich die dreidimensionale Grafik nicht immer modernsten Ansprüchen genügt und die Dialoge lediglich in 2D dargestellt werden. Am Soundtrack gibt es hingegen gar nichts zu bemängeln, punktet er doch mit fetziger Kampfmusik und vertonten Gesprächen. Rechnet man dann noch den bemerkenswerten Umfang von bis zu 60 Stunden, das interessante StreetPass-Feature, mit welchem man seine Dämonen lokal oder online fortschicken und trainieren lassen kann, und das neue Partner-System hinzu, dann kann man nur zu einem Schluss kommen: Um diesen Weltuntergang kommt man nicht herum! Lediglich die anfangs etwas unübersichtlichen Areale, die fehlende deutsche Übersetzung und die veraltete Sprite-Darstellung der Monster trüben das Gesamtbild, ansonsten aber lässt einen das mit verschiedenen Enden versehene Rollenspiel förmlich am Bildschirm kleben. Solltet ihr einer gewissen Komplexität und einem ungewöhnlichen Rekrutierungssystem gegenüber nicht abgeneigt sein, dann können wir euch dieses packende Endzeit-Szenario wärmstens empfehlen! Selten hat eine Götterdämmerung so viel Freude bereitet.

Hätte nicht gedacht, dass Dämonen solch treue Freunde sein können: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eine okkulte Erzählung und Kämpfe, denen man sich nicht entziehen kann - wäre nur jede Apokalypse so schön!

Wertung

STORY:

9.0

SPIELWELT:

8.0

KOMPLEXITÄT:

9.0
9
von 10

Ansehnliche 3D-Optik…

Finstere Spielwelt voller Details…

Verschiedene und fordernde Schwierigkeitsgrade

Tiefgründiges Kampf- und Partnersystem mit Suchtfaktor

Große Anzahl an Dämonen

Unzählige Fusionsmöglichkeiten

Spannende Story mit verschiedenen Enden

Umfangreiches Spielerlebnis mit unzähligen Quests

Sowohl für Neulinge als auch für Kenner geeignet

Atmosphärischer Soundtrack

Englische Sprachausgabe mit passenden Stimmen

…die manchmal zu monoton wirkt

…die anfangs allerdings zu unübersichtlich ist

Dialoge lediglich in 2D und Dämonen nur als Sprites

Keine deutschen Bildschirmtexte

Hauptcharakter spricht kein Wort

Wie werten wir?

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