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Spielname:
Picross 3D: Round 2

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Jupiter

Genre:
Denkspiel

Release:
02.12.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Picross 3D: Round 2

Sebastian Mauch, 30.11.2016

1889°

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Es ist soweit: Am 2. Dezember erscheint endlich der von Rätselfans heiß ersehnte Picross 3D-Nachfolger und hört auf den Namen Picross 3D: Round 2. Schon auf dem Nintendo DS wusste das Konzept zu überzeugen. Nun wagte man sich nicht nur rätseltechnisch in die dritte Dimension vor, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes – schließlich reden wir hier vom Nintendo 3DS! Ob der Schritt auch gelang oder ob die Entwickler unterwegs hingefallen sind, klären wir im folgenden Test. Daher wie immer viel Freude beim Lesen!

Aller Anfang ist schwer leicht
Wer sich von dem Aussehen eines Picross-Gatters abgeschreckt fühlt, der darf beruhigt sein. Es sieht auf den ersten Blick zwar alles unwahrscheinlich kompliziert aus, das Lösungsprinzip ist aber schnell erlernt und sehr eingängig. In Picross 3D hat man zusätzlich zum normalen Konzept eben nur eine Dimension - oder eine Zahlenebene - mehr, also alles halb so wild! Außerdem macht es das Spiel einem schon sehr schwer, nicht durchzusehen. Man bekommt nämlich in den ersten Rätseln Stück für Stück alles Grundlegende erklärt und darf das Erlernte anschließend in simplen Übungen anwenden - so lernt man schließlich am besten! Das Tutorial ist zwar gut gemeint und für Anfänger enorm hilfreich, hätte dann aber doch optional sein dürfen. Kenner oder Absolventen der im Vorfeld erschienenen Demo klicken sich nämlich nur gelangweilt durch die Textboxen.

Nach der Einstiegsphase wird man anschließend auf allerlei Rätselkost losgelassen, sodass man sich ein wenig austoben kann. Im Laufe des Spiels streut Round 2 aber hier und da einige fortgeschrittene Lektionen ein, was dem Titel eine extrem geradlinige Lernkurve verpasst. Sehr vorbildlich! Sogar wir als alte Picross-Veteranen haben noch zusätzliche Techniken gelernt, vor allem in Hinblick auf das Zusammenspiel der blauen und orangefarbenen Klötze.

So viel Auswahl! Picross-Rätsel so weit das Auge reicht!
Das Lösen der Rätsel läuft auch hier nahezu so ab wie immer. Anhand am Ende und Anfang einer jeden Reihe/Spalte gezeigten Hinweiszahlen müssen wir Schritt für Schritt eine fertige Figur herausmeißeln. Einfache Zahlen geben die Häufigkeit einer Farbe in der jeweiligen Reihe an. Ist die Ziffer umkreist, bedeutet dies, dass sich das Vorkommen in zwei Gruppen aufteilt. Es muss also auf die Lücke geachtet werden, die zum Beispiel auch mit der anderen Farbe markiert werden könnte. Ist eine mit einem Quadrat umrandet, bedeutet das sogar eine Aufteilung in drei oder mehr Grüppchen, was gerade auf kniffligeren Stufen zum Problem werden kann. Apropos: Man kann jedes Rätsel wahlweise auf den Stufen Leicht, Mittel oder sogar Schwer spielen. Auf „Schwer“ etwa hat man weitaus weniger Hinweiszahlen und muss sich mit seiner eigenen Logik erschließen, wo was hinkommt. Dafür erhält man nach Vollendung einer Figur im Vergleich zu „Leicht“ die doppelte Anzahl an Punkten. Punkte werden je nach benötigter Zeit und begangenen Fehlern berechnet. Einen Abzug für die ziemlich hilfreiche Hinweisfunktion gibt es aber leider nicht. Somit kann man theoretisch selbst auf Schwer sehr einfach Rätsel auflösen, was wir als etwas schade empfanden. Oft ertappten wir uns aus reiner Faulheit beim ständigen Anzeigenlassen von Hinweisen. Dies sollte aber zugunsten des Spielspaßes nur eingesetzt werden, wenn man wirklich mal unter Zeitdruck steht oder in der Klemme steckt.

Je nach ergatterter Punktzahl bekommt man Ende eines jeden 3D-Nonogramms eine Medaille verliehen. Erspielt man in einer Kategorie alle, nennen wir sie mal „Regenbogenmedaillen“, wird diese auch in der Rätselauswahl so gekennzeichnet. Ebenfalls werden solche Erfolge in jedem der insgesamt drei Speicherstände angezeigt, ähnlich dem Trainerpass der Pokémon-Serie. Das stellt vor allem für 100-Prozent-Junkies eine tolle Herausforderung dar. Durch das Anhäufen einer gewissen Punktzahl, das Ergattern vieler Medaillen und anderen Bedingungen spielt man außerdem quasi am laufenden Band neue Themengruppen frei. Diese teilen sich dabei nicht nur in Themen wie Handwerk, Kunst oder Wissenschaft auf, sondern stellen auch jedes Mal einen speziellen Spielstil dar. Mit dabei sind wieder Zeitchallenges, fehlerfreie Rätsel und die aus vielen Einzelfiguren zusammengesetzten Mega-Picross(e). Ebenfalls ein nettes Feature: In einer speziellen Kategorie kann man sogar durch das Auflegen von amiibo-Figuren entsprechende Sonderrätsel freischalten. Leider klappten von unserem Kontingent lediglich Mario und Yoshi. Ein neues Rätsel für jedes existierende amiibo, das wäre doch mal etwas gewesen. Trotz der begrenzten Auswahl fanden wir dieses Feature aber sehr sinnvoll.

Steuerung:
Bei der Bedienung macht Round 2 so ziemlich alles richtig. Natürlich ist diese Art von Spiel nur mit dem Touchpen sinnvoll steuerbar, da wir uns hier mit dreidimensionalen Objekten auseinandersetzen und die Ansicht stets ändern müssen. Das wurde aber so bequem gelöst wie nur irgendmöglich. Auf dem Steuerkreuz sowie der L-Taste liegen die üblichen Befehle die man bereits aus anderen Picross-Spielen kennt. So kann auch hier in zwei verschiedenen Farben Markieren, Ausfüllen oder überflüssige Würfel mit dem Hammer beseitigen. Hält man, wie in unserem Fall, den Stylus in der linken Hand, ist bei Tastendruck auf A, B, X, Y oder der R-Taste sofort die Eingabe gespiegelt und auch so auf dem Bildschirm angezeigt. Sollte man mit der Vorbelegung nicht zufrieden sein, kann man zudem ganz nach eigenen Vorlieben das Steuerungsschema in den Optionen anpassen. Alternativ lässt sich sogar die gesamte Bedienung abseits des Stylus auf das Circle Pad legen. Diese Methode fühlt sich für Rechtshänder sogar noch einen Tick ergonomischer an, ist aber leider nicht für Linkshänder auf den C-Stick des New 3DS spiegelbar, was etwas schade ist. Dafür klappt das eigentliche Lösen der Rätsel sehr gut. Fehler beim Markieren oder Meißeln machten wir im Test so gut wie nie.

Grafik:
In Sachen Optik gibt sich Runde 2 ebenso schlicht wie elegant. Da wir es hier mit einem Rätseltitel zu tun haben, darf man sicher keine atemberaubenden Welten erwarten, wohl aber schicke 3D-Modelle der freigespielten Figuren. Genau diese bekommt man auch geliefert. Man spielt zwar quasi die gesamte Zeit ohne 3D-Effekt, nach Vollendung eines Rätsels fliegt die fertige Figur aber flugs auf den oberen Bildschirm. Dort angekommen erstrahlt das Modell dann in hübschem 3D und kann per Wischbewegungen auf dem unteren Screen aus allen erdenklichen Winkeln betrachtet werden. Aber auch in allen anderen Situationen gibt sich das Spiel sehr angenehm. Nett fanden wir zum Beispiel die Galerie-artige Aufmachung der verschiedenen Rätselthemen oder die Ausstellung bereits entdeckter Figuren auf dem Titelbildschirm.

Sound:
Da man in dieser Art von Spiel im Prinzip immer und immer wieder die gleichen Dinge erledigen muss, ist vor allem eine gute musikalische Untermalung sehr wichtig. In dieser Hinsicht können wir entwarnen. Round 2 kommt mit entspannter - teils sogar jazziger - Lounge-Musik daher, die zwar auf Dauer auch etwas monoton wird, aber durchaus eine Art Flow entfalten kann. Nicht selten erwischten wir uns sogar dabei, wie wir beim flotten Lösen eines Rätsels mit dem Fuß zum Takt der Musik mitwippten oder gar mitsummten. Als wirklich nervtötend empfanden wir den Soundtrack zu keiner Zeit. Sollte man doch mal auf einen nervigen Titel stoßen, kann man in den Optionen die Lautstärke individuell regeln oder sogar sein Lieblingsstück auswählen.

Fazit:
Picross 3D: Round 2 ist gelinde gesagt auch nur ein weiteres Picross-Spiel unter Vielen… Quark, glaubt den Mist nicht! Die 3D-Picross-Sparte hat nun lange genug geruht und meldet sich mit einem astreinen Gesamtpaket wieder zurück zum Dienst. Mit schicker Optik, bequemer Steuerung und einer schier endlosen Auswahl an Puzzles kommt jeder Rätselfan bedingungslos auf seine Kosten. Lediglich Superhirne könnten sich etwas unterfordert fühlen. Mit den vielen verschiedenen Themen und Modi überrascht der Titel außerdem und macht quasi in Sekundenschnelle süchtig. Auch nach guten 15 Spielstunden schalteten wir noch immer neue Themenbereiche frei. Sollte man aber doch mal alles gelöst haben, kann man immer noch per amiibo Nachschub freispielen. Für den Vollpreis bekommt man hier vorzügliche Rätselkost für kalte Winterabende, die wir uneingeschränkt jedem ans Herz legen können!

Brauchte für die ersten 10 Spielstunden keine 2 Tage: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Grandioser Puzzlespaß mit reichlich Motivation und Umfang - so sieht ein gelungenes Comeback aus!

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

8.0

SUCHTFAKTOR:

9.0

EINSTEIGERHILFEN:

10
9
von 10

Umfangreiche Einsteigerhilfen…

Sehr viele Rätsel

Lehrreiche Informationen zu jeder Figur

Abwechslungsreicher Modi-Mix

Hintergrundmusik steckt an

Hübsche 3D-Optik

Komfortable Bedienung

Zusatzrätsel durch amiibos freischaltbar

…die Erfahrene nicht überspringen können

Auch auf „Schwer“ etwas zu leicht

Hinweisfunktion wird nicht bestraft

Wie werten wir?

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