PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Radiohammer

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
5,48 €

Publisher:
Aksys Games

Developer:
Arc System Works

Genre:
Musik

Release:
21.01.2016 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Kurztest: Radiohammer

Sebastian Mauch, 04.02.2016

1659°

6

Test mögen: Weitersagen:

Musikspiele kommen zur Zeit bekanntlich mehr als genug auf den Markt. Erst vor kurzem war da Hatsune Miku, die totgeglaubte Spielemarke Guitar Hero bekam mit Guitar Hero Live auch endlich mal wieder eine gelungene Fortsetzung, und auch etws ältere Titel wie Theatrhythm: Final Fantasy - Curtain Call oder dessen Vorgänger sind noch lange nicht aus den Köpfen der Spieler geflogen. Doch handelt es sich bei unseren Bespielen durchweg um große Serien, oder Rhythmusspielen mit großen Franchises als thematische Grundlage. Doch auch kleinere Spielchen wie Dedede's Drum Dash Deluxe wollen beachtet werden, und sie können durchaus Spaß machen. Genau aus diesem Grund nahmen wir uns das unscheinbare Radiohammer vor und ein Spoiler vorweg: Der Name ist Programm.

Wie man Musik auf einem Hammer spielt
Zu Beginn bekommt in etwa so viel Einleitung, wie am Eingang eines Labyrinths. Der hammerschwingende DJ plappert ein wenig mit seinem tierischen Manager und schon geht die Action auch schon los. Hier hat das junge Publikum schon mal ein Problem, denn deutsche Bildschirmtexte gibt es in diesem Spiel nicht. Aber selbst wer des Englischen mächtig ist, hat dadurch nicht viel gewonnen, denn belangloser könnte eine Rahmengeschichte kaum sein. Aber gut, schließlich geht es ja hier um die Musik und nicht um unerwartete Plot-Twists. Im ersten Kapitel spielt man die junge DJane July Ann. Über 15 Level muss man nicht etwa die passenden Noten anschlagen, sondern man verdrischt am fließenden Band nur mit einem Mantel(!) bekleidete Perverse, die auf zwei Bahnen – oben und unten – auf unsere Protagonistin zu rennen. Schleudert man einen im hohen Bogen weg, gilt die Note als gespielt. Falls nicht, nun ja, dann ziehen die Herrschaften blank… Wir waren uns an dieser Stelle nicht sicher ob das als Humor gezählt werden kann oder doch eher fragwürdig ist. Doch das sollte nicht der einzige seltsame Inhalt sein.

Fragwürdig an allen Ecken und Kanten
Eine andere Frage ist: Warum zur Hölle sind unsere Manager Tiere und warum zur Hölle stehen die permanent neben uns? Die Antwort ist schlichtweg nicht vorhanden oder wurde so ungeschickt in Texte gepresst, dass man sie vor Langeweile weggedrückt hat. Doch auch etwas Positives gibt es in Radiohammer – das Timing und der Flow. Vom Geschehen des jeweiligen Kapitels mal abgesehen, funktioniert das Tastendrücken zur Musik erstaunlich präzise. Zwischen den Noten muss man sogar mal statt oben oder unten zur Seite drücken, um ein Geschenk aufzusammeln, mit dem wir erlittenen Schaden heilen können. Doch nicht immer ist das Geschenk hilfreich, denn Gelegentlich taucht auch ein Schummelpaket auf, welches jedoch zum Glück nicht die erreichte Kombo bricht. Zudem hat man in jedem Level diverse Aufgaben wie „Schaffe eine 60er-Kombo“, um das Geschehen ein wenig aufzulockern. Die Missionen fühlen sich allerdings mit der Zeit sehr repetitiv an, was man leider auch über den Rest des Spiels sagen muss. Da helfen auch die spacigen Boss-Stages und der alternative Modus (nur eine Anschlagtaste, dafür aber schneller) nicht aus. Die Musik selbst ist noch dazu so schlecht, dass man nicht mal ansatzweise dazu verleitet wird ein Körperteil im Takt mit zu bewegen, geschweige denn sich ein Lied noch einmal zu geben. Die „gehobene Fahrstuhlmusik“ kommt zudem in einem Kapitel oft mehrmals vor, da irgendwann mehr Abschnitte hintereinander bewältigt werden müssen.

Neben der vorhin erwähnten Sache mit den flinken Perverslingen ist da auch der Boss des zweiten Kapitels. Eine im Weltraum fliegende, goldene Buddha-Statue mit Rapper-Outfit und Halskette. Letztere zeigt ein in Deutschland nicht ganz so gern gesehenes Zeichen. Zwar gespiegelt, was es im geschichtlichen Sinne zu einem Symbol des Glücks macht, aber dennoch nicht unbedingt Inhalt für ein Spiel mit jüngerer Zielgruppe. Fragwürdig ist auch die Entscheidung, die Gegnernoten in zwei unmittelbar übereinander liegenden Bahnen ankommen zu lassen. Oft kam es dadurch zu Fehleingaben. Einen 3D-Modus, mit dem man die räumliche Tiefe besser einschätzen könnte, gibt es nicht.

Fazit:
Radiohammer ist der Versuch, ein abgedrehtes Japano-Musikspiel zu liefern. Stattdessen wird man mit purer Langeweile und verwirrenden Spielinhalten konfrontiert. Wirklich Spaß kommt zu keiner Zeit auf, es sei denn man geht auf die vorhandenen Musikstücke total ab, was eher nicht der Fall sein dürfte. Zwar hat man in jedem Kapitel einen anderen DJ und eine andere Situation, doch im Grunde bekommt man immer dasselbe. Für den Preis von etwas über fünf Euro kann man sich auch getrost etwas anderes gönnen.

Hat zumindest etwas über religiöse Zeichen wie die Swastika gelernt: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Langweilige Musik und blankziehende Perverse, Genre verfehlt.

Wertung

Gutes Timing bei Notenanschlägen

Verwirrende Darstellung

Kein 3D

Eintöniges Gedudel

Kommentare anzeigen

6 Kommentare