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Spielname:
Dragon Ball Z: Extreme Butoden

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Bandai Namco Entertainment

Developer:
Arc System Works

Genre:
Fighting

Release:
16.10.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Dragon Ball Z: Extreme Butoden

Review: Dragon Ball Z: Extreme Butoden

Sebastian Mauch, 16.11.2015

1976°

1

Test mögen: Weitersagen:

Lang, lang ist's her, dass ein Dragon Ball-Spiel bei uns auf dem Tisch lag. Während auf den großen Konsolen Dragon Ball Xenoverse und Co. tobten, blieb der europäische 3DS bislang signifikant unterversorgt. Doch siehe da, Dragon Ball Z: Extreme Butoden kommt angeflogen, doch irgendetwas ist anders an diesem Spiel… Statt der hochdetaillierten und pfeilschnellen Action gibt es dieses Mal ein eher retroartiges Spektakel. Dragon Ball à la Street Fighter könnte man also fast behaupten. Aber kann so etwas funktionieren und dabei auch überzeugen? Das erfahrt ihr natürlich im nachfolgenden Test!

Mach mal langsam Son Goku!
Wer schon einmal einen Ableger der Reihe gedaddelt hat, wird sicher zustimmen, dass es dort primär um rasante Action und bombastische Inszenierung ging, was natürlich auch extrem schnell im haltlosen Buttonmashing enden kann. Wie schon angedeutet, fährt man hier ein etwas gediegeneres Tempo auf und darum natürlich mehr auf Kombos und seine Deckung achten. Da bedarf es schon etwas Einarbeitungszeit und vor allem den Willen, das Kampfsystem zu meistern. Man ist nur leider komplett auf sich allein gestellt, denn Tutorials oder sonst dergleichen sucht man hier vergebens. Lediglich auf das digitale Handbuch kann man sich berufen, und das war stellenweise auch bitter nötig, da anfangs oft nicht klar ist, was bestimmte Spielelemente jetzt eigentlich darstellen sollen. Beispiels weise die KI-Leiste. Klar, die zeigt euer konzentriertes KI an, doch warum fängt die Leiste hier und da zu leuchten? Ein Blick ins Handbuch verrät: Landen eure Trefferpunkte, also euer Lebensbalken, unter 50%, so „erwacht“ der gespielte Charakter und kann dadurch statt der üblichen 150% bis zu 200% KI ansammeln. Kurz und gut: der eine oder andere Erklärungsdialog hätte hier wohl nicht geschadet, aber sei's drum, der Titel hat noch wesentlich mehr zu bieten.

Auf der Suche nach den Dragon Balls (mal wieder)
Extreme Butoden kommt mit allerlei Modi daher. Der erste nennt sich ganz simpel Z-Story. Wie der Titel schon erahnen lässt, wird hier die ganze Story des zweiten Animes abgespult. In kurzlebigen Dialogen wird jeweils ein kleiner Happen präsentiert bis ein monumentaler Kampf ansteht. Habt ihr diesen bewältigt, landet ihr auch direkt wieder im nächsten Dialog und so zieht es sich leider Gottes durch alle zehn Szenarien. Anschließend kann man noch weitere Szenarien aus der Sicht von Kururin, Vegeta oder anderen Kämpfern spielen. Das fühlt sich leider dermaßen repetitiv an, dass dort schnell Langeweile aufkommt. Das liegt vor allem daran, dass man stets dieselbe Story mit leicht abgeänderter Erzählweise serviert bekommt. Hat man sich doch durch alle Kämpfe gequält, darf man immerhin auch mal in die Haut der Bösewichte schlüpfen. Interessant ist dabei, dass auch schon Teile des neuen Animes Dragon Ball Super aufgegriffen werden. Doch spoilern wollen wir euch hier natürlich nicht, also auf zum nächsten Modus.

Der hört auf den Namen Abenteuermodus. Hier wird eine für das Spiel erdachte Handlung erzählt. Im Großen und Ganzen geht es aber ein weiteres Mal um die Suche nach den Dragon Balls. Aus irgendwelchen Gründen wurden nämlich all die Schergen, die Son Goku und Konsorten mühsam zu Brei verarbeitet haben, wiederbelebt. Das kann natürlich nicht so bleiben, deshalb schiebt man sich in insgesamt acht Spielbrettartig aufgebauten Gebieten Kampf für Kampf nach vorne. Zwischendrin gibt es hier und da auch mal reine „Quatsch-Stages“, wo jeweils eine kleine Belohnung und ein leicht verdienter S-Rang warten. Bei den regulären Leveln hingegen muss der S-Rang mühsam verdient werden. Oft werden die Stages auch mit freiwilligen Bedingungen aufgepeppt, etwa „Gewinne in einer Luftarena!“. Mit dem kryptischen Wort Luftarena ist übrigens nur gemeint, dass ihr euren Widersacher in einer Luftebene besiegen müsst. Mit der richtigen Kombo könnt ihr das Gemetzel nämlich vom Boden in die Luft verlagern oder umgekehrt.

Ohne das Erfüllen dieser Bedingung wird allerdings recht schwer mit dem S-Rang. Sind einem die Kämpfe generell zu schwer, kann man sich durch die nebenbei verdienten Zeni einige Boni kaufen, etwa einen Angriffsboost. Doch selbst als unerfahrener Spieler sollte man hier bis zum Ende gut durchkommen, ohne per Items nachzuhelfen. Ebenfalls sehr ernüchternd: Habt ihr die Timings und Kombos verinnerlicht, könnt ihr in den letzten Gebieten fast alles problemlos wegpusten. Denn obwohl der Schwierigkeitsgrad von Gebiet zu Gebiet stets ansteigt, kommt man immer noch am effektivsten mit stumpfem Buttonmashing voran. Immerhin kann man sich jederzeit sein Lieblingsteam auswählen. Das Abenteuer ist zwar von der Geschichte her etwas interessanter als der erste Modus, allerdings wird hier mindestens genauso lückenhaft erzählt. Hat man hingegen auch diesen gemeistert, winkt der Extreme Weltkampf - ein weiterer Modus, der so ziemlich den höchsten Schwierigkeitsgrad auffährt und nach dem üblichen Turnierprinzip abläuft.

Neben diesen drei Hauptmodi bietet das Spiel zusätzlich noch einen CPU-Kampf, einen lokalen Multiplayer und den Quest-Modus an. Wie letzterer zu seinem Namen kam, verstehen wir jedoch auch nach knapp acht Spielstunden nicht wirklich. Hier regelt ihr nämlich lediglich die StreetPass-Einstellungen und eure Gildenkarte, die darüber verteilt wird. Auch stellt sich die Frage, ob der Programmcode nicht direkt aus Monster Hunter 4 Ultimate übernommen wurde, denn Gilden gibt es in Extreme Butoden nämlich gar nicht. In den Extras können wir außerdem unser Wunschteam aus Kämpfern und Z-Hilfen zusammenstellen. Z-Hilfen sind übrigens zahlreiche Randfiguren der Story, welche ihr im Prinzip wie Zauberkräfte einsetzen könnt. Zwar warten die extrem vielen Helfer mit allerlei verschieden Fähigkeiten auf, doch wirklich nützlich fühlten sie sich in unseren Augen nicht an. Zu guter Letzt können wir in den Extras noch eine Galerie mit zahlreichen Audiosamples und Chrakterinfos betrachten, und die Option für DLCs aufrufen. Hier könnte ihr allerdings nur Codes eingeben, wie zum Beispiel der Vorbesteller-Code, mit dem ihr euch frühzeitig Ingame-Hilfen freischalten könnt. Da bleibt die Frage offen ob Bandai Namco auch in naher Zukunft Zusatzinhalte anbieten wird.

Steuerung:
Da es sich hierbei um ein waschechtes Beat’em’up handelt, muss die Steuerung natürlich eingängig sein, und das ist sie auch. Nach anfänglicher Eingewöhnung zaubert man einen Move nach dem anderen aufs Parkett, was sich nach einer Weile ziemlich geschmeidig anfühlt. Lediglich der fliegende Wechsel der Kämpfer und das Auslösen der Z-Hilfen geschieht über den Touchscreen. Da treten schon mal Bedienungsfehler auf, und oft reißt durch das Umgreifen unsere Kombo ab oder der Gegner stürzt sich in der Zeit auf uns. Dafür können immerhin mehrere verschiedene Z-Hilfen mit in den Kampf nehmen.

Grafik:
Die Optik ist zugegebenermaßen endlich mal ein Pluspunkt. Zwar ist wieder alles zweidimensional, dafür sehen die animierten Sprites sehr schick aus und erinnern an alte Zeiten. Auch die Supermoves wie die Genkidama wirken wuchtig und sind hübsch anzuschauen, doch auch nur die ersten 50 Male. Irgendwann hat man sich an den ausgiebig animierten Supermoves auch mal satt gesehen. Der 3D-Modus ist übrigens nicht der Rede wert. Außer ein paar HUD-Elementen sticht nämlich kaum ein Detail hervor, weshalb man den Regler auch getrost auf null lassen kann.

Sound:
Klanglich einordnen kann man diesen Titel eher unter zweckmäßig. Der DBZ-Charme kommt oft genug zum Ausdruck, und der Kampf wird recht passend untermalt. Sprachsamples der Kämpfer entstammen übrigens der japanischen Synchro und klingen bewusst kratzig. So hat man teilweise das Gefühl, mit Spezialcontroller auf einer Uraltkonsole samt Röhrenfernseher zu zocken. Beileibe kein Negativpunkt, denn wie auch bei der Grafik wurde hier im Speziellen auf Retro wert gelegt.

Fazit:
Wir reden am besten nicht lange um den heißen Brei herum, denn in unserem Test wurde schnell klar: Dragon Ball Z: Extreme Butoden schwächelt an zu vielen Ecken. Gelegentliche Übersetzungs- und Logikfehler, weder Online- noch ein Trainingsmodus und dann diese grausame Erzählweise in der Story. Wer den Anime nicht kennt, sollte hier nicht darauf hoffen alles mitzubekommen - dafür sind die erzählerischen Lücken einfach viel zu groß. Der 3D-Modus ist die reinste Energieverschwendung und generell wirkt das Spiel nicht wirklich rund. So ist es nicht verwunderlich, dass schon nach wenigen Spielstunden eine krasse Monotonie eintritt. Selbst als Kenner der Serie muss man sagen: das hätte man sich auch sparen können. Für Fans des Genres gibt es zumindest eine kleine Entwarnung, denn die Kämpfe an sich machen richtig Spaß. Wer zusätzlich noch Freunde mit dem Spiel auftreiben kann, sollte wohl versorgt sein. Der Rest greift aber doch lieber zu einem der älteren Titel und malträtiert dort ordentlich die Schlagen-Taste.

Schaut lieber den guten, alten Anime weiter: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Bandai Namco Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Dragon Ball-Charme mit packenden Kämpfen aber ohne jegliche Abwechslung, hier kommt schnell Langeweile auf.

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

2.0

MULTIPLAYER:

3.0

PRÄSENTATION:

6.0
4
von 10

Eingängiges Kampfsystem

Original und alternative Storylines

Zahlreiche Kämpfer und Z-Hilfen

Nettes Retrosetting

Kein Online-Modus

Unnötige 3D-Ansicht

Monotone Story

Keinerlei Einsteigerhilfen

Z-Hilfen und Items scheinen überflüssig

Wie werten wir?

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1 Kommentar