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Spielname:
Ace Combat: Assault Horizon Legacy

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
Namco Bandai

Genre:
Simulation

Release:
02.12.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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Ace Combat: Assault Horizon Legacy

Review: Ace Combat: Assault Horizon Legacy

Marcel Eifert, 08.04.2012

8871°

4

Test mögen: Weitersagen:

Mit Ace Combat: Assault Horizon geht die Flug-Action-Reihe in eine neue Runde. Während HD-Konsolen bereits vorher bedient wurden, kam Ende 2011 nun auch ein Ableger für den 3DS in den Handel. Dieser trägt den kleinen Zusatz Legacy. Und macht damit einiges aus: Bei Assault Horizon Legacy handelt es sich um ein komplett eigenständiges Spiel.

Warum der Handheld-Ableger aber vielleicht die beste Wahl unter den Serienvertretern ist, und wieso er es sogar schafft, an den alten Glanz aus Playstation-Zeiten anzuknüpfen, erfahrt ihr im Test. Dieser ist vielleicht nicht ganz so explosiv wie das furiose Spiel, sollte aber auf einen Titel aufmerksam machen, der leider etwas in der Masse untergegangen ist.

Bis zur Unendlichkeit und noch...
Wuuusch! Da flog er auch schon vorbei, ohne dass Buzz Lightyear sein Zitat beenden konnte. Im neuen Ace Combat werdet ihr sofort in die Action gezogen. Es herrscht Krieg. Die Allianz kämpft gegen die Rebellen - eigentlich keine große Überraschung.

Die Geschichte gewinnt jedoch an Tiefe, je weiter ihr voranschreitet. Aber ihr werdet Assault Horizon Legacy wohl kaum wegen der Geschichte spielen. Was ihr wollt, ist natürlich im Cockpit sitzen. Und dabei diesen hochmodernen Vogel durch die Lüfte fliegen. Die Action beginnt schnell: Kommandant Olsen weist euch kurz in die Flora und Fauna des fiktionalen Kontinenten und euren Jet ein und danach geht es auch schon los. Euer Touchscreen hält euch stets mit Infos von Olsen auf dem Laufenden. Seine Funksprüche sind sehr informativ für den Missionsverlauf. Auch wird euch auf dem Touchscreen Höhe und Geschwindigkeit angezeigt. Alle wichtigen Informationen also, die ihr braucht.

Die Steuerung ist für eine Simulation jedoch unüblich. Wer hier ein komplexes Schalt- und Verwaltungschaos befürchtet oder Bedenken hat, nicht einmal seine Maschine in der Luft halten zu können, der kann beruhigt sein. Die Steuerung geht mehr in die Richtung Arcade. Leichtes Handling, übersichtliche Manöver. Es ist vielleicht nicht komplett authentisch, aber mit dem Schiebepad könnt ihr euren Jet so präzise steuern wie Super Mario. Namco verzichtet hier also in diesem Punkt auf eine anspruchsvolle Mechanik. Das ist natürlich kein Kritikpunkt. Dank einer fantastischen Navigation werdet ihr euch zudem auch nie ziel- oder planlos im Wolkenmeer fühlen. Lediglich in der ein oder anderen Mission zickt die Navigation etwas rum, so dass ihr schon einmal euer Ziel aus den Augen verlieren könnt.

Eine Lampe sollte jedoch an eurem kleinen Cockpit, dem 3DS, immer leuchten: das 3D-Lämpchen. Wenn eure Augen es mitmachen, stellt ihn so hoch es geht. Denn dann erwartet euch mitunter der herausragendste Tiefeneffekt, den man derzeit in einem Videospiel auf dem 3DS zu sehen bekommt. Es wirkt tatsächlich so, als sei man mitten im Geschehen. Man hat das Gefühl, durch das Wolkenmeer zu rauschen. Explosionen getroffener Feinde nimmt man umso deutlicher wahr – es ist wirklich beeindruckend aus der Ferne zu beobachten, und intensiv wenn direkt vor euren Augen ein Kampfjet explodiert. Man bekommt das Gefühl, die Teile des Wracks würden einen gleich durch den Bildschirm erwischen. Der 3D-Effekt bietet euch zudem wesentlich mehr Übersicht über das Gebiet und lässt euch Entfernungen besser abschätzen. Ein echtes kleines Highlight.

Sei mein Wingman!
Ob Tom Cruise oder Barney Stinson - sie beide hatten ihn bereits. Den sogenannten Wingman. Den Flügelmann. Und wir sprechen hier nicht von Pit aus Kid Icarus, sondern von der Person, die einem im Gefecht oder anderen Lebenslagen den Rücken freihält. In vielen Missionen könnt ihr optional einen Wingman als Verstärkung wählen. Diese haben individuelle Stärken und Schwächen. Leider aber machen sie sich auf dem Wolken-Schlachtfeld weniger bemerkt. Es liegt also an euch einen Wingman hinzuzuziehen oder es zu lassen. Der Begleiter kostet jedoch virtuelles Geld.

Dieses Geld verdient ihr übrigens in Missionen. Je nachdem wie ihr sie abschließt, werdet ihr dementsprechend entlohnt. Das Gehalt setzt sich größtenteils aus dem Rang zusammen, den ihr bei einer Mission erreicht. Am Ende einer solchen Mission müsst ihr Geld für den Wingman und Reparaturkosten bezahlen, falls euer Flieger in der Mission etwas abbekommen hat. Eure Schadensanzeige befindet sich ebenfalls auf dem Touchscreen.

Vom Geld könnt ihr euch aber auch noch viel mehr leisten als einen Wingman. Zahlreiche neue Kampfjets (alles echte Modelle) z.B. stehen zum Kauf bereit. Und auch diese könnt ihr individuell mit neuen Teilen aufrüsten, die euch die Missionen, die im Verlauf des Spieles noch ziemlich anspruchsvoll werden, ein wenig vereinfachen. Natürlich müsst ihr auch Missionen ordentlich abschließen, um neue Maschinen oder Teile freizuschalten. Einen neuen Anstrich könnt ihr eurer Maschine ebenfalls verpassen.

Ein weiteres Arcade-Feature sind die Manöver. Je stilvoller ihr euren Gegner ausschaltet, umso erfreuter klingt Kommandant Olsen. Seid ihr einem Gegner nahe und die Spezial-Anzeige lädt sich auf, drückt ihr einfach X um ein Manöver zu starten. Habt ihr euren Kontrahenten dann im Visier, gilt folgendes: Ballert alles auf ihn, was ihr habt! Aber bedenkt, es gibt einige ziemlich unangenehme Zeitgenossen. Diese Piloten haben nicht mehr als ein müdes Lächeln für eure Manöver übrig, und weichen ihnen gekonnt aus. Denn auch Boss-Kämpfe erwarten euch. Darunter auch das legendäre Z.O.E. Schwadron. Eine kleine Hommage an Hideo Kojimas Zone of the Enders.

Der Schwierigkeitsgrad ist eigentlich ausgewogen, kann aber auch schon mal ziemlich fies werden. Des Öfteren werdet ihr in die Knie gezwungen, und dann bleibt euch meistens nichts anderes übrig als noch einmal neu zu beginnen. Scheitert ihr kurz vor dem Ende einer Mission, müsst ihr sie wieder von Anfang an starten. Keine Gnade, die Namco da kennt. Dazu gibt es auch noch ein Zeitlimit und mehrere Faktoren, auf die ihr achten müsst.

So klingt der Himmel
Das erste was ihr zu hören bekommt, sobald das Spiel startet, ist ein unglaublich melancholisches Lied. Es ist der Titelsong Gravity, gesungen von der Sängerin Noel. Dieser läuft auch im Abspann. Das Stück ist der Prolog zu einem genialen Soundtrack, der euch erwartet. Euch wird nämlich anschließend ein Orchester-Soundtrack, Trance und sogar Industrial um die Ohren gefegt. Jedes einzelne Stück klingt hochwertig produziert und glasklar. Neben den genialen Musikstücken gibt es auch noch authentische Soundeffekte. Die Dialoge wurden alle vertont. Die Funksprüche, sowohl von der Allianz, als auch von den Rebellen, klingen absolut professionell. Deutsche Untertitel natürlich inklsuive. Daran können sich so manche Entwickler und Publisher ein Beispiel nehmen. Der Soundtrack und alle mitgelieferten Effekte gehören zu den ganz großen Stärken des Spiels. Vielleicht kann man sogar so weit gehen und sagen, dass hier in Sachen Soundtrack-Präsentation eine Messlate für Handheld-Titel gelegt wurde.

Steuerung:
Ohne etwas zu verkomplizieren geht es sofort in der ersten Mission rund. Nach einer kurzen Einführung wisst ihr bereits über die wichtigsten Grundkenntnisse Bescheid. Eure Maschine steuert sich geschmeidig mit dem Schiebepad, alle anderen Aktionen werden mit einem einfachen Knopfdruck ausgeführt. Eher kann man Assault Horizon Legacy vorwerfen, ein wenig zu einfach in Sachen Steuerung zu sein. Ace Combat ist und bleibt jedoch eine Arcade-Simulation. Den Spielhallen-Charakter wird die Serie wohl auch in Zukunft nicht ablegen.

Grafik:
Kombiniert mit dem fantastischen 3D-Effekt wird euch eine tolle Weitsicht, detaillierte Kampfjets und aufwendige Wasser-Effekte geboten. Kleine Spielereien wie Wolken, die euch die Sicht versperren gibt es gratis dazu. Ob Regen, Schnee, Nacht oder strahlender Sonnenschein, Namco präsentiert uns eine sehr glaubhafte Welt. Wenn man bei Städten jedoch bis ganz nach unten fliegt erkennt man aber einige unscharfe Texturen und Pixel. Das komplette Geschehen beschränkt sich daher auf die Luftkämpfe und setzt auch seinen gesamten Fokus darauf. Nur selten muss man mal ein paar Bodengeschütze oder Schiffe ausschalten. Die meiste Zeit läuft das Spiel flüssig. Lediglich wenn es zu rasant wird, treten sowohl mit als auch ohne eingeschalteten 3D-Effekt einige Slowdowns auf. Alles aber halb so wild.

Sound:
Orchestrierte Musikstücke und moderne Klänge, glasklare Effekte und Dialoge machen den Soundtrack zu einem Genuss. Selbst ohne Kopfhörer bekommt man hier immer noch einiges geboten. Namco hat hier also hervorragende Arbeit geleistet. Nicht einmal Titel wie Ocarina of Time 3D oder Konkurrent Star Fox 64 3D können da mithalten.

Features:
Ist weniger mehr? Nicht ganz. Ein Kritikpunkt ist leider der fehlende Multiplayer. Weder Online noch Lokal könnt ihr euch mit anderen Piloten in die Schlacht stürzen. Die Kampagne habt ihr in unter zehn Stunden durchgespielt. Allerdings stehen euch wie in Star Fox mehrere Routen bzw. Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Auch halten euch einige Missionen ziemlich auf Trab. Freizuspielen für eure Maschinen gibt es viel. Und der Ehrgeiz, einen besseren Rang zu erreichen besteht ebenfalls. Der Wiederspielwert ist damit gegeben. Im Modus Datenanzeige könnt ihr eure Erfolge einsehen, die ihr freigespielt habt - darunter auch Biographien der Charaktere und eure Sammlung an Kampfjets. Der Inhalt könnte üppiger ausfallen, es hätte aber auch wesentlich trüber aussehen können. Das Hauptaugenmerk ist die Kampagne. Und die hält durch ihre abwechslungsreichen Missionen bei Laune.

Fazit:
Ace Combat: Assault Horizon Legacy ist in jeder Hinsicht eine erfreuliche Überraschung. Namco wirft hier keinen simplen Port ins Rennen. Stattdessen präsentieren sie etwas völlig eigenständiges und das ist sowohl in Sachen Steuerung, Grafik und auch Sound sehr gut bis herausragend gelungen. Der Umfang ist vertretbar, wenn auch leider ohne Multiplayer. Assault Horizon Legacy ist also eine Arcade-Simulation der alten Schule, gehüllt in neuen Glanz. Wer mit Star Fox 64 3D bereits seinen Spaß hatte, und nichts gegen ein realistischeres und ernsteres Szenario einzuwenden vermag, der bekommt hier genau das richtige geboten. Auch der 3D-Effekt ist mehr als eine Spielerei und wertet das komplette Spiel noch einmal auf. Leider bekommen solche Titel nicht die Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht. Ein weiterer Ableger? Wäre uns sehr willkommen.

Setzt sich wieder ins Cockpit, legt "Über den Wolken" ein und rauscht davon: Marcel Eifert [R.Godless] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Bandai Namco Partners für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Der 3DS wird zum Cockpit: Schnallt euch an für diesen Ritt ins Wolkenmeer.

Wertung

SPIELTIEFE:

8.0

AUTHENTIZITÄT:

8.0

SCHWIERIGKEIT:

7.0
8
von 10

Authentisches Spielgefühl

Herausragender, nützlicher 3D-Effekt

Epischer Soundtrack

Viele Freiheiten um seine Maschine zu verbessern

Boss-Kämpfe in den Lüften

Kein Multiplayer

Mäßiger Umfang

Gelegentliche Slowdowns

Wie werten wir?

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4 Kommentare