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Spielname:
Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo/Sega

Developer:
Arzest

Genre:
Sport

Release:
08.04.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, nur lokal, Download-Play

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016

Review: Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016

Sebastian Mauch, 06.04.2016

2733°

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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016. Diesen Name muss man erst einmal verdauen. Dahinter versteckt sich aber ein Spiel, das in unserem Hands-On einen recht passablen Eindruck gemacht hat. In der Vergangenheit wussten die digitalen Olympischen Spiele nicht so ganz zu überzeugen. Zum Einen lag das am fehlenden Online-Multiplayer, zum Anderen aber auch an einem Mangel an Wiederspielwert. Nun ist die Frage, ob man bei Sega und Nintendo die Kritik erhört hat und mithilfe des Entwicklers Arzest dieses Mal ein solides Spiel herausgekommen ist. Dieser Frage gehen wir im folgenden Test natürlich nach, also viel Spaß beim Lesen!

Willkommen in Rio!
Wie die Meisten sicher schon gehört haben, finden die diesjährigen Olympischen Sommespiele im wunderschönen Brasilien statt. Zentrale des ganzen Spektakels ist die vor allem durch den Karneval bekannte Großstadt Rio de Janeiro. Auf dem 3DS dürfen wir uns zumindest in einer kleinen Version der Stadt austoben. Dabei ist die Stadt in viele kleine Abteile wie etwa die Copacabana aufgeteilt. Im Rahmen der Story kann man in eben diesen bestimmte Trainingszentren aufsuchen und so seinen Sportlerrang erhöhen. Besonderes Augenmerk liegt hier aber ganz klar auf „kann“. Wer keine Lust auf Training hat, kann nämlich auch direkt zum Hauptwettkampf des jeweiligen Turniertages vorpreschen, allerdings bleiben so auch wertvolle Erfahrungspunkte und Geld in Form von Obst auf der Strecke. Verpackt ist das Ganze übrigens in einen Konkurrenzkampf zweier großer Sportstudios, die unter der Leitung von Mario und Sonic stehen. Kaum eine Minute nach unserer Ankunft in der City wird unser Mii auch direkt von zwei Vertretern der Sutdios überrannt, die sich auch noch gegenseitig ankeifen. Notgedrungen darf (oder muss?) man sich dann wohl oder übel für ein Studio entscheiden. Je nachdem, wem man sich anschließt, bekommt man so andere Trainingsmöglichkeiten und Handlungsschnipsel zu Gesicht. Die Unterschiede fallen aber gelinde gesagt marginal aus. Am Ende laufen allerdings beide Handlungen zusammen, weshalb man für die Moral der Geschicht' beide Studios absolvieren muss.

Mögen die Spiele beginnen
Der Hauptaspekt in Mario & Sonic: Rio 2016 ist aber selbstverständlich der Sport und davon gibt es reichlich. In etlichen Sportarten kann auf verschiedenste Art zeigen, was in einem steckt. Dabei handelt es sich größtenteil um kurzweilige Minispielchen, die nur kurze Interaktionen mit dem Spieler vorsehen. Doch auch längere Partien sind möglich, vor allem bei den größeren Disziplinen wie Fussball und der Debüt-Sportart Golf. Letztere war übrigens seit über einhundert Jahren keine olympische Einheit mehr. Hier kommt es, wie auch im echten Leben, auf Präzision und Planung an. Freilich erreicht man nicht die Spieltiefe einer Golfsimulation, für ein Minispiel kann sich die Disziplin aber durchaus sehen lassen. Selbes gilt für den Fussball. Hat man sich an die Steuerung erst einmal gewöhnt kommt am Ende sogar ein Hauch Mario Strikers Charged-Feeling auf. Die kleinen Minigames sind zwar teils recht gewöhnungsbedürftig, meist aber perfekt für eine spaßige Runde zwischendurch. Besonders die Plus-Disziplinen haben es uns angetan. Dort wird jede Standarddisziplin nämlich mit Aspekten aus den Videospielreihen von Mario und Sonic gewürzt. So muss man beim Golf Plus an schwebenden Röhren und Pixelgebilden vorbeischlagen, oder hat beim ohnehin schon genialen Rhythmusturnen noch zusätzliche Störfaktoren wie Kugelwillis zu beachten. Im Rhythmusturnen spielt man übrigens eine Art Musikspiel, was uns sofort an das fetzige Hatsune Miku: Projekt Mirai DX erinnerte - natürlich mit stark eingeschränkter Songauswahl. Aber immerhin sind die Themes von Mario und Sonic vertreten.

Steuerung:
In Hinsicht auf die Handhabung war unser erster Gedanke: Oh Gott, lieber vorher ein paar Schutzfolien kaufen. Und genau das wurde auch getan, doch stellte sich schnell heraus dass nur noch die wenigsten Minispiele per „Wische wie eine Irrer von links nach rechts“-Methode gesteuert werden. Viel eher setzt Mario & Sonic auf das gesamte Arsenal des 3DS. Mal bedient man wie bei Fußball nur mit Tasten, mal bewegt beim Synchronschwimmen den 3DS im Takt, peilt per Gyroskop beim Trampolinspringen die Mitte oder man spielt wie gehabt mit dem Stylus. Doch selbst die stiftlastigen Spielchen fallen dieses Mal sehr schonend aus. Statt auf rapides Drücken oder Wischen kommt es viel öfter auf Präzision und Timing an. Einige Disziplinen sind sogar so exotisch, dass wir sie etwa mit unserer Lunge oder dem Kopf spielen. Bei Synchronspringen muss man beispielsweise einen bestimmten Zeitraum innerlich abzählen, um dann den Sprung möglichst genau zu diesem Zeitpunkt zu starten. Beim Brustschwimmen hingegen pusten wir dem Schwimmer über das Mikrofon stets neue Atemluft zu, um schnell ans Ziel zu gelangen. Um nicht direkt ins kalte Wasser geworfen zu werden, wird auch vor jeder Partie nochmal kurz erklärt, was man nun genau zu tun hat. Von dieser vielfältigen Auswahl an Steuerungsmöglichkeiten und der astreinen Einsteigerfreundlichkeit könnten sich andere Titel ruhig mal eine Scheibe abschneiden. Lediglich ein paar Spiele wie das Speerwerfen oder Basketball sind anfangs etwas wirr zu steuern, doch das legt sich mit genügend Training.

Grafik:
Auch auf der optischen Seite muss sich das Blaumann-Igel-Gespann nicht verstecken. Alle Szenen, seien es die hellen Straßen Rios oder die Action innerhalb eines Sportspiels, sehen in 2D und 3D gut aus und laufen stets flüssig. Die verschiedenen Stadtteile von Brasiliens Ex-Hauptstadt Rio de Janeiro sind zwar schickt gestaltet, wirken aber auf Dauer doch eher leer. Hier und da steht mal ein Mii oder ein Yoshi-Geschäft, doch insgesamt vermissen wir etwas Leben.

Sound:
Die Musik ist nicht selten ein Faktor der noch Jahre nach Erscheinen eines Spiels Auswirkungen auf den Spieler haben kann. Berühmte Vertreter sind hier die Zelda-Reihe und Tetris. Gut, mit solchen Ohrwürmern kann Rio 2016 nicht dienen, doch das heißt auf keinen Fall, dass der Soundtrack schlecht ist. Im Gegenteil! Der passt nämlich hervorragend zur Charakteristik des Landes und reißt einen vor allem in sportlicher Hinsicht stets mit. Innerhalb der Disziplinen gibt zudem ein deutscher Ansager die Kommandos. Einziges Manko: Spätestens wenn man sich die zweite Storyline antut, geht einem die Musik leicht auf die Nerven. Ein wenig Abwechslung hätte dem Spiel an dieser Stelle sicher gut getan.

Features:
Auch abseits der Geschichte hat das Spiel einiges zu bieten, beispielsweise einen Multiplayer-Modus. Zwar verzichtet man wieder komplett auf einen Online-Modus, aber lokal macht das Sportspiel trotzdem eine Mordslaune, vorausgesetzt man kann mit Minispielsammlungen etwas anfangen. Auch muss man es heutezutage hoch anrechnen, wenn Spiele das ziemlich eingestaubte Feature Download-Play unterstützen. Im Test waren die Download- beziehungsweise Ladezeiten erstaunlich gering, sodass man eine Partie nach der anderen daddeln kann, ohne ständig auf den Spieler ohne Vollversion warten zu müssen. Ein anderer Pluspunkt ist die großartige Einbindung von StreetPass oder genauer gesagt des Schrittzählers. Im Taschenmarathon genannten Modus sammelt man nämlich passiv oder aktiv seine realen Schritte mit und kann so verschiedene Strecken in Rio ablaufen. Dort heimst man allerlei Belohnungen ein und überholt Unmengen an Mitläufern. Hin und wieder schließt sich dem Spurt sogar ein Star wie Sonic oder Peach an. Je weiter man läuft, desto höher steigt der Rang und man schaltet neue Laufstrecken wie etwa den Rio-Marathon frei, der über 42 virtuelle Kilometer geht. Abseits davon bietet das Spiel jede Menge freischaltbare Achievements – ähnlich wie schon das jüngst erschienene Hyrule Warriors Legends. Hat man eine Bedingung erfüllt, klopft man ganz wie bei Super Smash Bros. an der Meilensteinwand die Erfolge frei, mit dem Unterschied dass sich hier die Erfolge in drei Schwierigkeiten unterteilen. Auch so erhält man je nach Fleiß wieder versteckte Belohnungen.

Fazit:
Mit Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 haben die Damen und Herren gezeigt, wie es gehen kann. Man bekommt hier eine grundsolide Minispielsammlung präsentiert, die sich dem diesjährigen Austragungsort Rio de Janeiro voll verschrieben hat. Die „Samba-Stimmung“ kommt voll rüber und sowohl im Einzel- als auch im Multiplayer kann man jede Menge Spaß haben. Für den nächsten Teil darf man sich jedoch endlich mal einen Online-Modus wünschen. Zwar sind die Disziplinen teils etwas sehr skurril, mit etwas Geduld ist aber alles relativ flott erlernbar, womit der Jagd auf den Weltrekord und den zahlreichen Achievements nichts im Wege stehen sollte. Kleinere Mankos wie die auf Dauer etwas eintönige Musik gleicht der Titel mit einer vorbildlichen StreetPass-Integration wieder aus. Fans kurzweiliger Spiele können hier beherzt zugreifen, wobei kurzweilig gar nicht mal unbedingt zutreffen muss. Wer in der Story alle Trainingseinheiten auf Gold bringt und die Stadt fleißig nach Geheimnissen absucht, der kann sich locker auf etwa zehn Spielstunden einstellen. Das hängt jedoch stark von der persönlichen Spielweise ab.

Leserwertung:

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Die volle Ladung brasilianische Lebensfreude gepaart mit vielen tollen Sportspielchen und Extras.

Wertung

MODIVIELFALT:

9.0

MULTIPLAYER:

8.0

STORY:

7.0
8
von 10

Zwei verschiedene Storys...

Sehr einsteigerfreundlich

Antreibender Soundtrack

Größtenteils spaßige Minispiele und Plus Disziplinen

Extrem viele Geheimnisse und Kleidungsstücke

Vorbildliches StreetPass-Feature

Auch im Download Play ein Mordsgaudi

Achievements

Vielzahl an Charakteren

...die leider fast das gleiche erzählen

Storys sind nicht wirklich fesselnd

Manche Disziplinen sind eher für die Katz'

Rios Straßen wirken leblos

Wie werten wir?

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