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Spielname:
3D Streets of Rage 2

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
4,99 €

Publisher:
Sega

Developer:
M2

Genre:
Action

Release:
23.07.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: 3D Streets of Rage 2

Sebastian Mauch, 01.08.2015

2209°

0

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Normalerweise kriegt man als Kind immer eingetrichtert: Gewalt ist keine Lösung! In 3D Streets of Rage 2 ist das aber nicht mal annähernd zutreffend. Der Kern des Spiels ist es nämlich, wie der Titel schon vermuten lässt, seinem Zorn freien Lauf zu lassen, indem man einem Schurken nach dem anderen eine wischt. Das hat damals viele Fans gefunden und war damit ein recht beliebter Ableger des Sidescrolling-Beat-'em-up-Genres. Übrigens spendierte man schon dem ersten Teil eine Neuauflage in 3D, allerdings fanden wir dort im Kurztest auch einige retro-typische Macken. Ob 3D Streets of Rage 2 das besser macht und nichts von seinem alten Charme einbüßt, erfahrt ihr direkt im folgenden Kurztest!

Ich will doch nur spielen...
Noch bevor wir das Spiel richtig starten, werden wir gleich mit einer der Neuauflagenreihe typischen Neuerung konfrontiert. Man landet nämlich zunächst im Emulator-Menü, ähnlich dem der Virtual-Console-Titel von Nintendo, wenn auch einen Tick umfangreicher. Neben Sound- und Steuerungskonfigurationen kann man zwischen der internationalen Spielversion Streets of Rage 2 mit englischen Texten oder dem japansiche Original namens Bare Knuckle 2, dann aber natürlich mit japanischen Bildschirmtexten, wählen. Ebenfalls sehr fein ist die Einstellungsmöglichkeit für den 3D-Effekt, denn diesen kann man wahlweise auf „Fall-in" oder „Pop-out" stellen, also einfallend oder herausspringend. Beides sieht in der Praxis grandios aus und richtet sich eher nach dem Geschmack des Spielers. Egal wofür man sich letztlich entscheidet, der 3D-Tiefeneffekt ist definitiv einer der großen Stärken der Neuauflage. Wer sich damals wie der Autor dieser Zeilen etwas schwer tat, sich in einer Ebene mit dem Gegner zu positionieren, der sollte damit nun überhaupt kein Problem mehr haben, da sich das nun durch die künstliche Tiefe sehr gut einschätzen lässt. Und auch generell ist 3D für solche auf 2D-Sprites basierende Spiele wie geschaffen.

Easy to learn, hard to master
Das obige Sprichwort beschreibt das Gameplay von 3D Streets of Rage 2 sehr treffend. Nach anfänglicher Verwirrung und ein paar Abschnitten zum Einüben hat man das Grundschema der Steuerung ganz gut drauf. Landet man aber in den etwas späteren Levels, könnte man ohne das komplette Moveset ziemlich alt aussehen, da der Schwierigkeitsgrad Level für Level stetig ansteigt, ohne einen dabei komplett zu überrennen. Und das wahlweise in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Für Einsteiger lohnt sich auch ein Blick auf den eingebauten Casual-Mode, in dem die Gegner sofort sterben, sobald sie etwa per Kick umgeworfen werden. Außerdem kann man mit Rage-Relay eine Art Rotation der Kämpfer erzwingen. Während man sich so durch die Abschnitte prügelt, kommt man nebenbei bemerkt an allerlei interessanten Schauplätzen vorbei. Ob auf einem Schiff, im Frachtaufzug, einem schäbigen Hinterhof, oder in den namensgebenden Straßen, es wird schlichtweg nicht langweilig. Und wir könnten schwören dass wir einmal sogar im Hintergrund eines Parks das Schloss aus dem Disneyland erspäht haben!

Ebenso abwechslungsreich wie die Schauplätze sind übrigens auch die Gegner. Man hat zwar immer wiederkehrende Standardgegner die wie typische Straßenschläger ausschauen, allerdings mischt sich darunter auch mal ein Ninja, ein messerschwingender Irrer oder aber ein überaus starker Boss. Besonders der Endgegner Zamza hat es in sich. Wer Blanka aus Street Fighter kennt, weiß worauf er sich einstellen muss, denn Zamza ist fast eine 1:1-Kopie des elektrischen Hulk-Verschnitts. Dazu kommt, dass die, nennen wir sie mal Elitegegner, oft auch eine oder mehrere zusätzliche Lebensbalken haben, was die ganze Sache natürlich nochmal erschwert. Zum Glück hat man mit den vier verfügbaren Charakteren ordentlich Kampfeswillen um sich gegen die Widersacher behaupten zu können. Auch wenn sich die Protagonisten im Grunde sehr ähnlich sind, haben sie doch so ihre Eigenheiten. Das beste Beispiel dafür ist der mit Inline-Skates bewaffnete Sammy, der ist nämlich im Gegensatz zu seinen Kollegen der einzige der wirklich agil ist und einen Sprint hinlegen kann. Noch dazu ist er ausgezeichnet im Luftkampf. Dafür kann der muskulöse Max mächtig mitmischen weil er auf volle Kraft ausgelegt ist. Der Faustkämpfer Axel und die einzige Kämpferin Blaze hingegen sind eher ausgewogene Kampfsportler, wobei Axel auf seine Fäuste und Blaze auf ihre langen Beine setzt. Auch wenn die Tastenkombinationen bei allen gleich sind, haben natürlich alle Charaktere ihre eigenen Moves, was sich vor allem mit der stets wechselnden Reichweite bemerkbar macht.

Fazit:
Beat 'em ups sind nicht jedermanns Sache. Doch wer auch nur ein bisschen auf den Old-School-Charme abfährt wird mit 3D Streets of Rage 2 definitiv seinen Spaß haben. Klar, man sieht im Prinzip bei jedem Spieldurchlauf die gleichen Levels, diese Wiederholung wird aber durch die guten Seiten des Spiels gekonnt abgedeckt. Der mitreißende Soundtrack, die wechselnden Umgebungen und Gegner sind als Einheit einfach stimmig. Besonders der Tiefeneffekt bringt aus persönlicher Sicht zum ersten Mal einen wirklichen Mehrwert bei Zocken. Wer besonders stolz auf seine Leistung ist, kann am Ende sogar ein Replay der gesamten Partie aufzeichnen und immer wieder anschauen. Nur leider fehlt dort die Möglichkeit zum Vor- oder Zurückspulen. Außerdem vermissten wir bereits im ersten Teil die Unterstützung für Download-Play um auch mal spontan mit Freunden auf Prügeltour zu gehen – für lokale Koop-Runden brauchen beide Teilnehmer das Spiel. Dafür lässt sich das Spielgeschehen dank Emulator jederzeit unterbrechen und eignet sich somit hervorragend für kurze Einlagen unterwegs. Wären diese Schönheitsfehler nicht, stünde der 5er-Wertung praktisch nichts mehr im Wege.

Erfreut sich am grandiosen 3D-Effekt: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Fordernder Sidecroller mit einer guten Portion Retro-Charme, einer Prise sinnvollen Neuerungen und exquisitem 3D

Wertung

Anständiger Schwierigkeitsgrad

Toller Tiefeneffekt

Praktische Emulatorfunktionen

Steuerung teils etwas hakelig

Wieder kein Download-Play

Replay-Feature ohne Vorspulen

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