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Spielname:
Yo-Kai Watch 3

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Level-5

Genre:
Rollenspiel

Release:
07.12.2018 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Yo-Kai Watch 3

Tjark Michael Wewetzer, 05.12.2018

842°

1

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Seien wir doch mal ehrlich: Diese ewige Versionsaufteilung bei Monstersammelspielen nervt total! Und schlimmer wird es nur, wenn dann nach einem halben Jahr noch eine Spielvariante nachgereicht wird, die dann die vorherigen praktisch obsolet macht. Umso erfreulicher ist, dass Nintendo und Level-5 bei Yo-Kai Watch 3 extra für den Export den ganzen Nonsens auslassen und stattdessen die japanische Sukiyaki-Version – also das Story-Kombi-Paket der vorherigen Editionen Sushi und Tempura – mit ein paar Anpassungen eigenständig veröffentlichen. Es werden also keinerlei Entscheidungen an der Kasse notwendig und das Yo-kai-Medallium lässt sich ganz ohne Tauschzwang vervollständigen. Die Entscheidung dürfte aber wohl auch deswegen gefällt worden sein, weil der 3DS sich ganz langsam dem Ende seiner Lebensspanne nähert und man daher kein Risiko mit Mehrveröffentlichungen eingehen wollte. Doch was auch immer die genauen Gründe gewesen sein mögen, Yo-Kai Watch 3 ist hier, krempelt einige Elemente des altbekannten Gameplays merklich um und liefert die bis dato schönste Spielerfahrung innerhalb der Serie – auch wenn es immer noch diverse nervige Kleinigkeiten zu ignorieren tolerieren gibt.

Geschichten zweier Städte
Eine interessante Änderung macht sich gleich zu Beginn bemerkbar: Dieses Mal verfolgt ihr zwei parallel laufende Geschichten. Auf der einen Seite verschlägt es den altbekannten Protagonisten Nathan Adams in die USA. Dies nicht ganz freiwillig, denn sein Vater wird beruflich in das dortige St. Peanutsburg versetzt. Doch es dauert nicht lange, bis sich der aufgeweckte Junge eingelebt hat – seine Yo-kai-Begleiter inklusive des jüngst angelachten Dolmetschers Leolingo sind daran sicherlich nicht ganz unschuldig. Leider machen Ländercodes auch nicht vor der Yo-kai Watch selbst Halt, weswegen der treue Geister-Butler Whisper zunächst einmal eine neue Uhr heranschaffen musste. Und dabei sind eben zufälligerweise auch alle aus den vorherigen Abenteuern gesammelten Medaillen verschwunden. Da besteht sicherlich kein Zusammenhang. Zur selben Zeit macht das junge Mädchen Erika Dedeke in Lenzhausen, genauer gesagt dem Stadtteil Nerdeck eine schicksalhafte Entdeckung. Statt der gesuchten Sammelfigur ihres Lieblings-Animes findet sie eine mysteriöse Armbanduhr, mit der sie angeblich Aliens aufspüren könne. Natürlich handelt es sich auch dabei um eine Yo-kai Watch, die vom Raumfahrer-Hasen (beziehungsweise -Otter) Usapyon platziert wurde, damit Erika ihm bei einem kleinen Gefallen Behilflich sein kann. Die extrem aufgedrehte junge Dame hilft nach anfänglicher Enttäuschung – sie hatte schließlich auf waschechte Aliens gehofft – natürlich pflichtbewusst aus und fasst nach einigen weiteren Aufgaben den Entschluss, eine eigene Detektei aufzumachen.

Damit sind die Weichen für ein wahrlich umfangreiches Abenteuer gestellt. Generell geht es bei Yo-Kai Watch 3 um Mysterien. Während sich Erika maßgeblich mit Alltagsgeheimnissen beschäftigt, darf Nathan in St. Peanutsburg größeren Gerüchten nachgehen. Ein mysteriöser Riese, der gelegentlich durch die friedlichen Straßen des Vororts stapft, ist dabei nur der Anfang. Für den alleinigen Story-Abschluss dürft ihr dabei schon mal mit um die 30 Stunden Beschäftigung rechnen und damit kratzt ihr im Prinzip nur an der Oberfläche. Über weitere Strecken hinweg dürft ihr dabei frei entscheiden, ob ihr nun zunächst Nathans Abenteuern in den USA folgt oder Erikas Fälle in Lenzhausen bearbeitet. Hier und da schlägt euch das Spiel jedoch auch mal den Charakterwechsel vor, bis ihr schlussendlich ein gewisses Ereignis im anderen Handlungsstrang auszulösen habt, um voranzuschreiten. Leider wirken diese Momente teils ziemlich an den Haaren herbeigezogen, zumal sie nicht unbedingt etwas mit der Haupthandlung zu tun haben, sondern lediglich eine der vielen Nebenbeschäftigungen einführen. Da sind die gelegentlichen Sidequest-Unterbrechungen deutlich besser gelöst, denn diese fügen sich in der Regel besser in die geschichtlichen Rahmenbedingungen ein. Dadurch fühlen sich diese Zwangspausen auch praktisch nie störend an.

Auf großer Spurensuche
Womit wir zur eigentlichen Navigation in den beschaulichen Ortschaften kommen, die sich im Vergleich zu den Vorgängern kaum verändert hat – genauer gesagt wurden wiedermals viele Schauplätze mit kleinen Anpassungen übernommen, wobei es natürlich mit dem neuen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten auch mehr als genug neue Ecken zu erkunden gibt. Ganz dem Stil des Entwicklers entsprechend, wird euch praktisch jederzeit ein klares Ziel vorgegeben, das ihr über einen automatischen Quest-Tracker verfolgen könnt – sofern er mal nicht durch die vielen alternativen Routen verwirrt wird und euch in einigen Fällen mal ungeschickt den selben Bildschirmübergang hin- und herschickt. Solltet ihr mit einer der zahlreichen Nebenaufgaben beschäftigt sein, die im Falle von Erika übrigens maßgeblich über ihre Detektei gehandhabt werden, dürft ihr zudem auch diese Ziele optional per Tracker orten. Das macht die Suche nach den richtigen NPC-Treffpunkten selbstredend ungemein einfacher, doch viel unterhaltsamer ist es schon, sich einfach dem bunten Treiben der lebhaften Städte hinzugeben. Verborgene Winkel bringen nicht selten mal kleine Extra-Items ein oder lassen euch einfach die Bewohner näher kennenlernen – zumindest in Sachen Atmosphäre bietet Yo-Kai Watch 3 also noch reichlich Stoff. Leider geht die Idylle teilweise auch auf Kosten des Reisekomforts, denn gerade in der ersten Hälfte müsst ihr euch auf gewaltige Fußmärsche einstellen. Da verlangt eine Hauptaufgabe schon mal, dass ihr viermal dieselbe Strecke von einem Ende des euch begehbaren Areals zwei Gebiete weiter zu einer Ecke am anderen Ende ablatscht. Klar gibt es ein Teleporter-Netzwerk, doch das ist gerade in Nathans Teil der Geschichte arg restriktiv. Immerhin: Vergleichsweise früh könnt ihr über Sidequests Fahrräder für die beiden Protagonisten ergattern, wodurch die ganze Wanderei etwas flotter vonstatten geht.

Doch ob ihr nun durch Lenzhausen tobt oder St. Peanutsburg unsicher macht, Yo-kai finden sich überall! Wie gewohnt laufen die vielfältigen Geisterwesen entweder in schummrigen Ecken frei herum oder verstecken sich in der Nähe von Umgebungsobjekten, wo ihr sie mit der Yo-kai Watch aufzuspüren habt. Ein jederzeit einblendbares Radar schlägt zuverlässig aus, sobald übernatürliche Aktivitäten wahrnehmbar sind. Der Suchmodus läuft dieses Mal übrigens dezent anders ab. Statt simpel die Linse auf das Zielobjekt zu halten und es so zum Kampf zu bewegen, wird die Angelegenheit auf amerikanische Art gelöst: Erst schießen, dann fragen! Das hat den Vorteil, dass dadurch verlorene Ausdauer des Ziel-Yo-kais sich nicht regeneriert und ihr die Spur somit nicht mehr verlieren könnt. Auf der anderen Seite dauert der Vorgang dezent länger als in Teil 1 und 2. Alle anderen Erkundungs-Minigames wurden übrigens nicht angetastet. Fische werden nach wie vor mit einem Touchscreen-Kurbelspielchen an Land gezogen und Käfer mit einem Glücksrad gefangen – letzteres bleibt aufgrund der zufälligen, nicht einschätzbaren Zeigergeschwindigkeit übrigens genauso frustig wie eh und je.

Yo-kai-Schach
Die wohl größte Veränderung haben wohl die Kämpfe erfahren, obwohl auch hier noch einiges vertraut ist. Das liegt allein an der Anpassung des Aufstellungssystems. Habt ihr zuvor noch eure gesammelten Geister auf einer Drehscheibe anordnen müssen, werden nun drei Medaillen auf einem 3x3 Quadrate großen Spielfeld verteilt und bis zu drei weitere Yo-kai auf der Ersatzbank geparkt. Die Aufstellung kann dabei entweder vorab im Team-Menü festgelegt oder kurz vor Kampfbeginn in der Vorbereitungsphase angepasst werden. Von da an könnt ihr eure Yo-kai je nach Gefechtslage umpositionieren und euch so Vorteile verschaffen. Lädt der Gegner beispielsweise einen Ultiseel-Schlag auf, bewegt man geschwind seine Truppe aus der Trefferzone und umgeht so den androhenden Schaden. Umgekehrt müsst ihr selbstverständlich auch eure eigenen Super-Attacken richtig ausrichten, damit sie auch treffen. Oder ihr platziert eure Kämpfer nebeneinander, um sie gemeinsam angreifen zu lassen. Oder gar hintereinander, damit der weiter vorne stehende Yo-kai seinen Teamkollegen schützt. Natürlich gibt es auch hier Einschränkungen. So muss sich jede Einheit nach ihrer Bewegungsaktion erst einmal über eine gewisse Zeitspanne erholen, bevor sie sich wieder vom Fleck rühren kann. Gleiches gilt übrigens, wenn ihr ein Mitglied der dreiköpfigen Zuschauetribüne einwechselt. Trotzdem macht dieses neue System vor allem die Bosskämpfe ungemein spaßiger und taktischer, als sie es zuvor waren. Und das, obowhl dies im Prinzip die größte, bemerkbare Anpassung am Kampfsystem ist.

Alles andere bleibt im Grunde genommen wie gehabt. Die Yo-kai agieren weiterhin autonom und steuern frei Schnauze normale Angriffe und Spezialattacken bei oder faulenzen einfach mal einen Zug. Ihr könnt lediglich mit einer Anstecknadel ein Prioritätsziel festlegen, sie mit einem Reinigungs-Minispiel von Status-Effekten befreien oder Ultiseel-Schläge ausführen. Bei letzteren beiden Manövern erwarten euch übrigens weitestgehend neue Touchscreen-Aufgaben, bei denen ihr etwa Ketten zerteilt, Siegelaufkleber abzieht, Slot-Maschinen korrekt ausrichtet oder auf dem 3x3-Brett aufblinkende Punkte abtippt. An sich ganz gut, um euch trotz der eigenständigen Kreaturen aktiv in den Kampf einzuspannen, doch die sich ständig wiederholenden Touch-Einlagen können auch ziemlich schlauchen. Später im Spielverlauf ergattert ihr übrigens auch einen neuen Hilfsgegenstand, mit dem ihr nach etwas Aufladezeit weiter aktiv eingreifen könnt – ebenfalls wieder in Form eines kurzen Minigames. Oh, und selbstredend könnt ihr euch mit den Geistern – gelegentliche Bosse ausgenommen – auch wieder anfreunden, wobei dieser Prozess wieder einmal stark zufallsgesteuert wirkt. Lediglich durch Abgabe eines Nahrungsmittels lässt sich etwas auf die Erfolgschance einwirken und selbst dann müsst ihr den Kampf zunächst regulär beenden, bevor ihr das Ergebnis eurer Mühen kenn. Außerdem führt dies dazu, dass man für die Yo-kai-Jagd sein Inventar abermals mit unzähligen Speisen zumüllt. Dafür verrät euch die Anstecknadel-Zielerfassung ganz wie in Yo-Kai Watch 2 zumindest wieder, auf welche Art von Items die Yo-kai stehen. Immerhin.

Yo-kai-Konfrontationen gehen aber auch anders. Die schon in den Vorgängern gefürchtete Schreckenszeit ist wieder mit am Start und kommt, ganz den zwei Protagonisten gerecht, in gleich zwei verschiedenen Ausführungen daher. Erika muss dabei die klassische Variante durchleiden, bei der es Oni-Wachposten auszuweichen gilt, die andernfalls den großen Obermacker des Gebiets alarmieren, welcher euch wiederum unsanft aus der Albtraum-Dimension befördert. Schafft ihr es hingegen, erst den verborgenen Schlüssel und danach das Ausgangsportal zu finden, winken zufällige Belohnungen – die Anzahl der gesammelten Oni-Kugeln bestimmt dabei, welche Geschenke in die Auswahl wandern können. Nathan in den Vereinigten Staaten muss hingegen lokale Probleme überstehen: Zombies! In der Zombie-Nacht gilt es, eine verborgene Glocke zu finden, ohne von den wandelnden Toten niedergerungen zu werden. Die dürfen euch tatsächlich auch entdecken, nur gehen sie euch dann an den Kragen, bis ihr sie abschüttelt. Da die Zombies jedoch auch anders ticken als die Oni, kann sich Nathan hier tatsächlich wehren und versuchen, sie mit einem besonderen Hammer niederzuknüppeln. Etwas, das nur hinterrücks funktioniert. Es ist also trotz allem Vorsicht angesagt! Diese ganzen Schleicheinlagen treten übrigens abermals zufällig ein, traten während unserer Spieldurchmarsches allerdings dermaßen selten auf, dass wir sie fast zu erwähnen vergaßen.

Auf zur Ar-T-fakt-Jagd!
Und damit wären die Basis-Elemente von Yo-Kai Watch 3 auch abgehakt. Tatsächlich schlummert unter der Oberfläche jedoch so unheimlich viel mehr, dass es fast schon erschlagend wirkt. Neben den zahlreichen Sidequests warten diverse Minispiele wie Radrennen und Tanzeinlagen auf euch, ihr könnt eure Yo-kai-Truppe in Offline- und Online-Wettkämpfen antreten lassen, Ingame-Trophäen für das Erreichen diverser Meilensteine verdienen und und und… Vieles davon ist freilich aus den Vorgängerspielen übernommen worden, doch ändert dies nichts an der schieren Abwechslung, die euch dieses unscheinbare Rollenspiel bietet.

Die Krönung davon ist Blasters T, der actionlastige Nebenmodus, dessen Vorgänger in Yo-Kai Watch 2 Grundlage für das vor wenigen Monaten erschienene Spinoff Yo-Kai Watch Blasters war. Während das Minispiel aus Teil 2 zwar spaßig, aber ausbaufähig wirkte, rollt Level-5 hier den roten Teppich aus: Eine komplette, eigene Nebenhandlung mit umfangreichen Dungeons, vielfältigen Yo-kai zum Bekämpfen und Befreunden, massig Ausrüstung, fetzige Bossgefechte und das alles für Solo-Runden mit NPC-Begleitern oder natürlich wieder im Multiplayer-Modus. Darin kann man sich glatt wieder für viele Stunden verlieren! Rundum lohnenswert ist die Sache zudem auch, denn gesammeltes Geld, Equipment und Erfahrungspunkte werden mit in die Hauptgeschichte übernommen – und sind in dieser Nebenhandlung dezent einfacher anzuhäufen als im regulären Spielverlauf.

Steuerung:
Wieder einmal läuft alles wie gehabt. Erika und Nathan werden mit dem Circle Pad durch die 3D-Areale gescheucht, über das Steuerkreuz können Fahrrad und Yo-kai-Radar ausgepackt werden und in den Kämpfen kommt maßgeblich der Touchscreen zum Einsatz. Klar könnt ihr auch mit Schiebepad und A-Taste praktisch alle Gefechtsmenüs und -minigames bedienen, doch mit dem Stylus geht dies einfach flotter von der Hand, was bei hitzigeren Schlachten von entscheidender Bedeutung ist.

Grafik:
Wenn man viel aus den Vorgängern übernimmt, die ohnehin schon optisch nicht schlecht bestellt waren, muss man in dieser Kategorie auch keine großen Abstriche machen. Lenzhausen und St. Peanutsburg erstrahlen in einer gleichermaßen einladenden Idylle, die den Städten gekonnt Leben einhauchen. Auch die vielfältigen Yo-kai wissen mit ihren ausgefallenen Designs zu überzeugen, auch wenn sich die merikkanischen Vertreter komischerweise oft um Nahrungsmittel drehen. Da bekommt man glatt Hunger, wenn man einem HAMMERBURGER über den Weg läuft… Einen 3D-Tiefeneffekt gibt es übrigens natürlich ebenfalls wieder, nur können wir euch dieses Mal nichts darüber berichten, da das Spiel auf deinem New 2DS XL getestet wurde.

Sound:
Und wo wir schon bei übernommenen Elementen sind: Nennenswerte Teile des Soundtracks wurden ebenfalls geradewegs aus Yo-Kai Watch 2 importiert – namentlich die musikalische Begleitung für Erika, die sich in vielen bekannten Arealen herumtreibt. Nathan hingegen erfreut sich an komplett neuen Musikstücken, die mit einem jazzigen Wild-West-Ton daherkommen. Klingt nach einer seltsamen Mischung, funktioniert aber wunderbar und geht direkt ins Ohr. Deutsch vertonte Zwischensequenzen sowie diverse Soundclips gibt es ebenfalls zu hören und die fallen leider insgesamt ziemlich gemischt aus. Gerade Erikas aufgeregte Ausrufe wirken irgendwie enorm gekünstelt. Und da viele Textboxen von solchen Clips begleitet werden, geht einem dies recht schnell auf die Nerven. Kurioserweise wurde bei den wenigen Beschwörungs-Sequenzen übrigens die sprachliche Begleitung der Lieder vergessen, obwohl auf dem Touchscreen die dazugehörigen Untertitel deutlich zu lesen sind. Vielleicht ein Fehler, der mit einem Update behoben wird, oder tatsächlich so für die lokalisierte Version beabsichtigt? Zum jetzigen Zeitpunkt konnten wir dazu jedenfalls nichts in Erfahrung bringen.

Fazit:
Yo-Kai Watch 3 ist die logische Fortführung der Reihe. Es schnappt sich alle großen Elemente des Vorgängers und ergänzt im Prinzip nur neue Features oder schleift gute Ideen mit Potenzial, um sie richtig erstrahlen zu lassen. Und dieses Kunststück ist Level-5 auch tatsächlich gelungen. Klar bleiben auch ein paar Altlasten bestehen. So sind die zum Glück extrem seltenen Zugfahrten abermals einschläfernd, die Yo-kai-Befreundung frustriert durch den stark ausgeprägten Zufallsaspekt und aufgrund der zahlreichen Gebiete ist stellenweise viel Herumgerenne fällig. Auf der anderen Seite macht das gründlich überarbeitete Kampfsystem mit der strategischen Yo-kai-Platzierung ungemein Laune, die umfangreiche Handlung begeistert mit interessanten Erzählungen und überhaupt strahlt das gesamte Abenteuer einen ungeheuren Charme aus, dem man sich nur schwer entziehen kann. Der Gute-Laune-Soundtrack trägt dazu sicherlich auch seinen Teil bei. Nicht zuletzt bietet der neueste Yo-kai-Streich einfach immens viel Zusatzstoff, in dem man sich noch lange über den Abspann hinweg verlieren kann. Egal ob ihr nun bestens mit der Reihe vertraut seid oder als Quereinsteiger schauen möchtet, was es mit dem Geister-Schabernack überhaupt auf sich hat: Yo-Kai Watch 3 lohnt sich auf jeden Fall!

Zieht direkt nach St. Peanutsburg: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Geisterchaos in Amerika! Auch in der dritten Runde begeistern die aberwitzigen Yo-kai mit vielfältigem Gameplay und einer spannenden Story.

Wertung

STORY:

9.0

SPIELWELT:

9.0

ABWECHSLUNG:

9.0
9
von 10

Zwei verwobene Geschichten

Über 600 Yo-kai zum Anfreunden

Taktisches Kampfsystem

Vielfältige Areale mit interessanten Bewohnern

Massig Nebenbeschäftigungen…

…von denen besonders Blasters T fesselt

Schmissiger Soundtrack

Auf Dauer mühsame Touch-Minigames im Kampf

Yo-kai-Rekrutierung weiterhin stark zufallsabhängig

Recht lange Laufwege

Mittelprächtige deutsche Vertonung

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