PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
IronFall: Invasion

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
19,98 €

Publisher:
Vd-Dev

Developer:
Vd-Dev

Genre:
Shooter

Release:
13.02.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-6 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Kurztest: IronFall: Invasion

Sebastian Mauch, 21.02.2015

2727°

4

Test mögen: Weitersagen:

Shooter auf Handhelds sind immer so eine Sache, denn in keinem anderen Genre hapert es so oft in puncto Steuerung. Für stationäre Konsolen gibt es zwar sehr viele von ihnen, doch selbst dort werden diese oft schlechtgeredet, weil doch die Steuerung per Maus und Tastatur wesentlich intuitiver sei. Sicher ist da etwas Wahres dran, jedoch wussten Ego-Shooter wie die Halo-Reihe oder aber Third-Person-Shooter wie Gears of War durchaus zu überzeugen. In anderen Worten - die Umsetzung der Steuerung ist essenziell. Auch auf Nintendos Handhelds gab es einige Ballereien, etwa Metroid Prime Hunters für den DS. Zwar war dieses Spiel sehr interessant und grafisch ein Meilenstein, nur die Steuerung verdarb vielen Begeisterten den Spaß am Spiel. Das größte Problem war immer der fehlende zweite Analog-Stick zum Steuern der Kamera. Mit der PS Vita kamen diese erstmals auf einem Handheld vor, und siehe da - schon lassen sich Shooter wie Killzone Mercenary ausgezeichnet steuern. Für den 3DS gab es immerhin einen Zusatz-„Stick“ zum Nachrüsten, welcher nun bereits im New 3DS integriert ist. Die Möglichkeiten sind also da, doch wo bleiben die waschechten Shooter? IronFall: Invasion ist einer, aber kann das Spiel auch überzeugen? Ihr erfahrt es in unserem Test!

Das Ende naht
Bevor wir uns die Technik anschauen, werfen wir doch mal einen Blick auf die Story. Für knapp 10 Euro bekommt ihr nämlich die Einzelspieler-Kampagne im eShop. Im Groben bekommen wir hier ein extrem lineares 08/15-Szenario geboten. Eine Alienrasse namens Dyxide belagert die Erde und will sich unsere Rohstoffe oder sonst irgendwas unter den Nagel reißen. Ihr beginnt in einem luxuriösen Hotel, in der ein hochkarätiger Wissenschaftler von den Aliens gefangen gehalten wird. Eben diesen gilt es zu befreien. Also kämpfen wir uns durch das gesamte Hotelgelände um den Chemiker ausfindig zu machen. Dabei begegnen wir natürlich allerlei Dyxiden, doch die sehen keineswegs immer gleich aus. Am meistens sehen wir die normale Infanterie, die von der Statur den Menschen gleichen. Im späteren Spielverlauf kommen dann aber noch jede Menge Gegnerarten hinzu. Etwa stark gepanzerte Dyxide mit Holoschild, oder aber kleine käferartige Dyxide, die sich im Schwarm auf euch zu bewegen. Vielfältig sind sie also, nur dienen alle Arten von Gegnern eher als nett verpacktes Kanonenfutter. Sonderlich klug ist die KI nämlich nicht.

Neben den hitzigen Ballereien muss man zudem hier und da ein kleines Denkspiel lösen. Beispielsweise schließen wir Schaltkästen verschlossener Türen kurz oder entschärfen Bomben über ein Merkspielchen. Diese kleinen Minispiele kommen in wechselnder Form hin und wieder vor und lockern das Spielgeschehen etwas auf. Haben wir auf unserem Weg zum Ziel alles kurz- und kleingehackt und -geballert, wartet ein Bosskampf auf uns. Wobei es eigentlich nur einen richtigen davon gibt, da ihr in anderen Fällen nur diverse Gegnerwellen überstehen müsst. Dieser eine ist allerdings echt cool.

Lauf, lauf, lauf! Nein, nicht umdrehen!
Wie schon eingangs erwähnt, soll IronFall: Invasion von den neuen Features des New 3DS profitieren. Wer sich Besitzer eines New 3DS oder Circle Pad Pro nennen darf, kann nämlich bequem spielen und muss sich nicht mit der grausamen Touchsteuerung abmühen. Die funktioniert nämlich mehr schlecht als recht. Das Zielen fällt sehr schwer, und einen Modus für Linkshänder gibt es erst gar nicht. Die Stick-Steuerung funktioniert hingegen nahezu einwandfrei. Zugegeben, an das Zielen per C-Stick muss man sich erst einmal gewöhnen und vielleicht auch an der Sensitivität schrauben. Im Test etablierten sich eine extrem schnelle Kameraführung und eine eher träge Zielsteuerung. So könnt ihr schnell die Situation überblicken und mit Druck auf die L-Taste im Zielmodus sehr genau das Fadenkreuz justieren.

Die neuen Schultertasten wurden ebenfalls sehr vorbildlich integriert. Mit ZL sprintet man und mit ZR ladet ihr eure Ballermänner nach. Davon gibt es übrigens mehr als genug im Spiel zu finden. Von der einfachen Pistole bis hin zum Raketenwerfer ist für Jedermann etwas dabei. Lediglich in hektischen Situationen zeigt die Steuerung ein paar Nachteile. Durch zweimaliges Zurückziehen des linken Schiebepads setzt ihr etwa zur 180-Grad-Drehung an. An sich recht praktisch, nur löst man diese ab und zu auch ungewollt aus. Das gleiche gilt für die doppelte Bewegung nach vorn. Diese löst unnötigerweise auch das Sprinten aus. Im Großen und Ganzen geht die Handhabung aber voll in Ordnung und sichert dem Shooter-Genre durchaus eine Daseinsberechtigung auf dem 3DS.

Und der Rest?
In Sachen Grafik und Sound kann sich IronFall ebenfalls sehen lassen. Die Landschaften sind abwechslungsreich und schön gestaltet. Mit eingeschaltetem 3D-Effekt sieht das Ganze noch eine Ecke schöner aus und läuft zudem wunderbar flüssig. Lediglich die Gesichter der Hauptcharaktere sind extrem starr und beinahe furchteinflößend. Untermalt wird alles von einem actionreichen Soundtrack, der sich zwar im Laufe des Spiels etwas wiederholt, jedoch immer gut zur Situation passt. Nur die Schussgeräusche und Explosionen hören sich leider etwas stark kratzig an. Da man aber sowieso die ganze Zeit am Rumballern ist, blendet man dieses Manko recht schnell aus. Auch etwas störend ist, dass unsere Widersacher keine wirklichen Schwachpunkte besitzen. Damit fällt der gute alte Headshot leider weg.

Zu guter Letzt wäre da noch der zweite, ebenfalls knapp 10 Euro teure Multiplayer-Modus. Hier war allerdings zum Zeitpunkt des Tests nicht sonderlich viel los. Zumindest im bezahlten Teil des Spiels war es nach Release ein Ding der Unmöglichkeit Mitspieler zu finden. Auf der Demo-Map war hingegen recht viel los, was zumindest das Potenzial zur Schau stellt. Schnell merken wir aber, dass so gut wie jeder mit Explosionswaffen um sich schießt – und das aus gutem Grund. Am Balancing muss also auch noch gearbeitet werden.

Fazit:
IronFall: Invasion zeigt auf durchschnittlichem Niveau, dass ein Shooter auf dem 3DS funktionieren kann. Es machte wirklich Spaß, mal wieder wild um sich zu ballern. Nur das wirre Bezahlmodell und die technischen Mankos trüben das Gesamtbild leider etwas ab. Die Singleplayer-Kampagne ist mit knapp 6 Stunden ganz ok und zeigt uns viele spannende Situationen. Nur im Multiplayer war nicht sehr viel los und einiges verbesserungswürdig. Da kann sich aber in nächster Zeit noch sehr viel ändern. Wer Shooter mag kann also zumindest beim Einzelspieler-Modul beherzt zugreifen, vom Kauf des Multiplayer-Teils raten wir allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch ab.

Hat den Dyxiden gezeigt wo der Hammer hängt: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Technisch ordentlicher Third-Person-Shooter mit lahmer Story und einigen kleineren Schönheitsfehlern

Wertung

Gute (Tasten-)Steuerung

Schöner Soundtrack

Viele Waffen und Gegner

Schlauchige 08/15-Story

Im Multiplayer nichts los

Teils kratziger Sound

Kommentare anzeigen

4 Kommentare