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Spielname:
Pokémon Shuffle

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
kostenlos

Publisher:
Nintendo

Developer:
Genius Sonority

Genre:
Denkspiel

Release:
18.02.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Pokémon Shuffle

Sebastian Mauch, 17.04.2015

2379°

0

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Es gibt Spiele und es gibt Spiele. Diese Aussage ist besonders im Bereich der kostenlose Spiele sehr elementar. Denn es gibt die Spiele, die einfach nur kostenlos sind und einen mit Werbung und Wucherpreisen für Ingame-Gegenstände bewerfen, und die, die doch trotz des nicht vorhandenen Preises ein ansprechendes und einigermaßen faires Gameplay bieten. Gerade auf Smartphones ist leider die erstgenannte Sorte viel zu stark präsent. Umso skeptischer waren wir als bekannt wurde, dass nun auch Nintendo diesen Weg gehen will. Nachdem Steel Diver: Sub Wars, das erste Free-2-Play-Spiel im europäischen eShop, eher eine Randerscheinung war, wollen wir nun hoffen, dass Pokémon Shuffle nicht das gleiche Schicksal teilt.

Schon wieder drei in einer Reihe?!
Ja schon wieder drei in einer Reihe oder auch mehr. Wir alle wissen, dass es diese Art von Spielen bereits einmal zu oft gab. Nur hat das Gameplay in Pokémon Shuffle einen nennenswerten Unterschied, die Teile sind nämlich innerhalb des Spielfeldes frei bewegbar. Somit muss man nicht nur nach benachbarten Teilen der gleichen Art schauen, sondern kann direkt das ganze Spielfeld mit einbeziehen. Das bringt zumindest etwas frischen Wind in das ansonsten sehr ausgezehrte Genre. Die Spielsteine repräsentieren dabei immer ein spezielles Pokémon, wobei jedes noch eigene Werte und Fähigkeiten hat. Da man in jeder Stage mit anderen Hindernissen konfrontiert wird, muss man hier also darauf achten stets das richtige Team aufzustellen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann aber auch vom Spiel das (meistens) optimale Team vorschlagen lassen.

Fair oder nicht fair, das ist hier die Frage
So komisch es auch klingen mag, einer der größten Stärken von Pokémon Shuffle ist der lineare Aufbau. Was in anderen Genres meist verpönt wird, stellt sich hier als positiv heraus. Verbunden mit der ziemlich hohen Anzahl an Stufen ist der Suchtfaktor perfekt. Man hat eine Stage geschafft und will weiter und weiter. So hangelt man sich stets voran bis man in der (vorerst) letzten Stage angelangt ist, was zur Zeit die Nummer 180 ist. So weit in der Theorie, doch in der Praxis entpuppt sich dieser Vorgang als äußerst zeitfressend und eher als Langzeitziel. Der Grund dafür ist das Lebenssystem. Ob man nun siegreich eine Stufe verlässt oder mit einer zerschmetternden Niederlage spielt hier keine Rolle, denn sobald man ein Level startet verliert man sofort eines der zu Beginn fünf Leben. Mit anderen Worten, spielt fünf Mal und dann ist es aus. Danach muss gewartet werden, bis sich die Versuche im 30-Minuten-Takt regeneriert haben. Klar hört sich das zunächst etwas spielbrechend an und mitunter ist es auch extrem nervig, jedoch sorgt dieser „Zwang“ dazu, dass man sich das Spiel in erträglichen Dosen antut und nicht schon nach nur fünf Stunden durch ist. Sicher kommt es auch sehr auf den Spielertyp an, denn ungeduldige Zocker sollten hier definitiv die Finger von lassen.

Davon mal abgesehen bekommt man an allerlei Stellen im Spielablauf sogenannte Klunker, die eigentliche Echtgeldwährung des Spiels, geschenkt. Etwa nach Abschluss der regelmäßig auftretenden Mega-Stages oder aber durch die wechselnden Events. Mit diesen Klunkern könnt ihr wahlweise reichlich Münzen für Power-Ups oder auch zusätzliche Versuche erwerben. Spart man sich zum Beispiel zwölf Klunker zusammen, warten stolze 80 Versuche. Ob dieses Prinzip nun gefällt oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass sich das Spiel auf einer recht fairen Ebene komplett ohne Echtgeld durchspielen lässt.

Argh, ich schaffe das doch nie!
Doch, na klar! Einige Stages sind teilweise so absurd aufgebaut, dass man ohne teure Power-Ups nicht einmal den Hauch einer Chance hat. Da muss man um weiterzukommen wohl oder übel seine hart ersparten Münzen ausgeben, wie etwa für zusätzliche Züge oder weniger Störfaktoren im Spielfeld. Eine andere Möglichkeit wäre es, durch den Einsatz vieler Versuche seine Pokémon zu trainieren. Die können ihre Angriffskraft nämlich durch Levelaufstieg steigern. Mit von der Partie sind selbstredend auch wieder die Mega-Entwicklungen. Löst ihr genügend Reihen des potenziellen Mega-Pokémons auf, wird die Entwicklung ausgelöst und gibt dem Taschenmonster mehr Stärke sowie eine weitere Fähigkeit. Kombiniert man all diese Kniffe, sind selbst die sehr schweren Zusatzstages, welche auf Zeit laufen, machbar. Die spielt ihr übrigens frei, indem ihr eine bestimmte Anzahl an Normalstufen mit einem S-Rang abschließt. Typisch für Pokémon können bekämpfte Taschenmonster natürlich auch gefangen werden. Nur ist das leider auch das Element, welches am meisten Frust bei den Spielern erzeugt, da hier die Fangraten ab und an echt ungerecht niedrig sind.

Fazit:
Pokémon Shuffle ist umsonst, es kann Fans von Steinchenschiebereien lange fesseln und bringt zudem einiges an Herausforderungen mit. Zum Zeitpunkt des Kurztests hatten wir stolze 35 Spielstunden auf dem Tacho. Sowas muss ein kostenloses Spiel erst einmal schaffen! Das Preis-Leistungs-Verhältnis spricht also für sich. Auch wenn das Spiel meistens sehr fair ist, kommt doch auch hin und wieder ziemlich Frust auf, sei es mangels Leben oder wegen der unfairen Fangraten. Leider sind auch die Preise der Mikrotransaktionen etwas teuer. Mit etwas Geduld und Spucke kann man hier aber eine interessante tägliche Kniffelei für lau rausholen. Und probieren kostet ja bekanntlich nichts, nicht wahr?

Gibt nicht auf und spielt noch weitere 30 Stunden: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Leserwertung:

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-
Suchterregende Langzeitbeschäftigung mit den guten alten Taschenmonstern

Wertung

Viele Stages, wechselnde Events

Nicht zu leicht

Löst das Sammelsyndrom aus

Kurze Spielintervalle

Teils unfaire Bedingungen

Hohe Itempreise

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