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Spielname:
Nintendo Badge Arcade

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
kostenlos

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
13.11.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Nintendo Badge Arcade

Kommentar: Nintendo Badge Arcade

Sebastian Mauch, Tjark Michael Wewetzer, 12.12.2015

2231°

6

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Bei einem neuen Exemplar der 3DS-Familie fehlt es vor allem an einem – Software. Dementsprechend sieht es im Home-Menü zu Beginn bei jedem ziemlich leer aus, wenn man Systemapplikationen wie die Einstellungen oder Gesundheitshinweise absieht. Das Spiel funktioniert aber auch genau anders herum. Nehmen wir als Beispiel doch einmal uns Redakteure. Hier ein Testmuster, da ein Testmuster und dann wäre da ja auch noch das Zeug was man sich aus Eigeninitiative kauft. Ehe man sich versieht herrscht im Home-Menü das reinste Chaos. Nach und nach lieferte Nintendo jedoch zum Glück immer mehr Funktionen um der Müllhalde einen frischen Anstrich zu verpassen – Ordner und Designs sei Dank. Der letzte individuelle Touch fehlte aber noch: eine Möglichkeit dem Home-Menü seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. Das scheint wohl auch Nintendo so empfunden zu haben und brachte und Nintendo Badge Arcade. Doch was kann diese App überhaupt, und kann man das überhaupt als Spiel bezeichnen? Mit diesen und weiteren Fragen haben wir uns in unserem Überblick nach einem Monat Laufzeit auseinandergesetzt.

Operation: Schöneres Home-Menü
Nach dem Start des Programms landen wir direkt in der kleinen, virtuellen Spielhalle. Dort wird man auch direkt vom freundlichen Inhaber des Groschengrabs begrüßt. Würde uns Nintendo hier einen stinknormalen Menschen vorsetzen, wäre das doch viel zu langweilig. Daher begegnen wir stattdessen einem quietschpinken (und netten) Kapitalistenhäschen. Nach einer kurzen Vorstellung können wir uns frei im Menü der Spielhalle bewegen und bekommen beim ersten Besuch einer Station stets eine Erklärung. Dabei bleiben keine Fragen offen, vorausgesetzt man hört dem Häschen auch gut zu. Insgesamt sechs Stationen gibt es zu erkunden, wobei eine im Prinzip nur ein „Fahrstuhl“ in den Design-Shop ist. Gibt man beispielsweise während einer Aktion zwei Euro für zehn Spielrunden aus, erhält man ein thematisch zu den Ansteckern passendes Home-Menü-Design als Beilage. In der Information direkt daneben kann man grundlegende Fragen erneut stellen und Einstellungen vornehmen. Fehlt einem die nötige Inspiration bei der Gestaltung seines Home-Menüs, findet man eventuell neue Anreize in der Miiverse-Galarie. Dort werden nämlich regelmäßig besonders hübsche Anordnungen aus aller Welt vorgestellt. Teilweise sind die Beispiele dort sogar so genial, dass man sie am liebsten direkt nachbauen würde. Wart ihr jedoch selber kreativ und möchtet eure Arbeit stolz dort präsentieren, dann könnt ihr eure Designs auch dort einreichen. Wer weiß, mit etwas Glück landet man vielleicht auch in der Galerie, wobei leider bisher überwiegend japanische Menüs präsentiert wurden.

Schwammige Angelegenheit mit Reiz
Die wichtigste Anlaufstelle in der Badge Arcade ist mit Abstand die Trainingsstation ganz links. Dort kann man täglich sein Glück (oder Geschick) in einem zufälligen Kranspiel versuchen. In fünf Spielrunden gilt es, so viele Holzmarken wie möglich zu ergattern. Räumt man das Feld leer, wird es umgehend wieder aufgefüllt. Am Ende werden die erbeuteten Übungsmarken dann ausgewertet. Für alle zehn Holzmarken winkt eine Gratisrunde – bei 20 oder 30 also entsprechend zwei oder drei. Man kann hier also auch ohne den Einsatz von Geld eine Chance erhalten. Sollte man ärgerlicherweise auf 19 hängenbleiben ist das gar kein Problem, denn die erspielten Holzmarken werden jeweils für zukünftige Übungsspiele gespeichert. Hin und wieder verstecken sich hinter den Dummies sogar noch zusätzliche Bonusrunden.

Fühlt man sich sicher genug und hat ein paar Spielrunden auf dem Zähler, kann auch direkt in die echten Kranspiele eintauchen. Dabei hat man echt die Qual der Wahl. Zum Testzeitpunkt standen sage und schreibe 29 verschiedene Spielchen zur Auswahl, in denen es immer etwa drei bis zehn einzigartige Marken zu ergattern gibt. Die meisten sind normale Kranspiele. Einige von euch werden das vielleicht von der Kirmes kennen. Man bewegt wahlweise mit dem Touchsreen oder dem A-Knopf eine Greifarm und stoppt an der vermeintlich richtigen Stelle, woraufhin sich der Kran absenkt und versucht, eine der heißbegehrten Pins zu angeln. Alternativ gibt es auch noch Spiele mit Hammer und Bombe. Beim Hammer muss man die Anstecker in Richtung der Warenausgabe stoßen statt sie zu greifen. Die Bombe wirft man hingegen mit etwas Schwung ab in der Hoffnung, dass einige Marken ihren Weg in den Ausgang finden. Alle Variationen sind natürlich nicht gerade leicht zu meistern, zumal man oft das Gefühl hat, es fehle ihnen etwas an Kraft. Nach ein paar Spielen kommt jedoch auf den einen oder anderen Trick, was sich natürlich auch positiv auf die Ausbeute auswirkt.

Die erspielten Pins sehen übrigens extrem hübsch aus und ersetzen stellenweise sogar Systemfunktionen. Dazu gesellen sich dann noch sogenannte Riesenmarken, die sich aus mehreren Kleinen zusammensetzen und dementsprechend mehr Platz im Menü wegnehmen. Dort ist nun übrigens unter der Design-Option eine Schaltfläche für das Marken-Menü, wo ihr euch jederzeit die gewünschten Marken herauspicken könnt. Sogar Ordner lassen sich damit verzieren!

Hilfe, mir gehen die Gratisrunden aus!
Kein Problem, das Kommerzhäschen ist stets bereit euch neue Versuche anzudrehen. Für einen Euro erhält man ganze fünf Spielrunden. Damit lässt sich einiges Abräumen. Anders sieht es mit ein oder zwei Gratisversuchen aus. Da bleiben einem nämlich schlichtweg einige Anstecker verwehrt, da man im Kranspiel eine gewisse „Vorarbeit“ leisten muss. Zum Glück bleibt Nintendo mit den Preisen recht fair. Wir vermissen aber trotzdem eine Funktion, seine erspielten Gratisrunden zu sammeln, denn so hätten auch Nutzer ohne eShop-Guthaben eine Chance, an schwer zugängliche Marken zu kommen. Ab und zu quasselt der Hase euch aber beim Betreten der Spielhalle voll und stellt euch ein paar Fragen. Egal wie ob ihr dem Häschen erzählt was es hören will, oder komplett dagegen rudert, bisher es in jedem Szenario ein paar Extrarunde, manchmal sogar ein paar mehr als sonst. Auch hier ist also Fairness inklusive, und man wird zu keinem Zeitpunkt über alle Maßen zum Geldausgeben gedrängt.

Fazit:
Sebastian Mauch [Paneka]: Ich bin ganz ehrlich, zu Beginn war ich reichlich skeptisch und sogar ein wenig über Nintendo verärgert. In einer unserer Konferenzen bezeichnete ich den Titel sogar als „Nintendo-Gelddruck-Dingens“. Doch mein zugegebenermaßen voreiliges Urteil sollte sich schnell ändern. Zunächst einmal muss man zum reinschnuppern nichts bezahlen. Und von der ersten Minute an wird man von einem kleinen, witzigen Kommerzhäschen begleitet. Die Auswahl der Marken ist zwar nicht immer jedermanns Sache, doch irgendwelche tollen Motive sind immer dabei. Etwas nervig ist die ständige Abfrage, ob man denn Runden kaufen möchte. Aber gut, dafür ist die Badge Arcade gratis und irgendwie muss Nintendo ja damit auch Geld verdienen. Teilweise muss ich sogar sagen, dass mir das Angebot zu groß ist. Die Marken sind nämlich thematisch in kleine Sammlungen eingeteilt. Für Komplettierer könnte da deshalb schnell der Überblick flöten gehen. Nichtdestotrotz sollte für jeden etwas dabei sein - sei es Super Mario, Animal Crossing oder sogar WiiU-Titel wie Splatoon. Früher oder später werden sicher auch andere Marken wie The Legend of Zelda oder Metroid ihre eigenen Marken erhalten. Langweilig wird es in der Spielhalle also vorerst nicht. Vor allem die Funktionsmarken die eine System-App wie den eShop aufrufen haben mir es angetan. Nachdem mein Home-Menü nun fast wie ein Level aus Super Mario Bros. aussieht, kann ich jedem von euch nur raten, mal einen Blick zu riskieren.

Tjark Michael Wewetzer [Alanar]: Wie faszinierend kann so ein einfacher Greifautomat mit eingebauter Geldüberweisungsfunktion an Nintendo schon sein? Zu meinem Erstaunen: Sehr. Das mag aber wohl eher mit dem anfänglichen Angebot an Marken zu tun gehabt haben. Die Funktionsmarken, die eShop-, Mii-Lobby- und andere System-Icons verlinken (aber leider nicht komplett ersetzen), sind unheimlich cool – auch wenn sie etwas niedrig aufgelöst wirken. Und als dann welche im Splatoon-Stil kamen, war es um mich geschehen. Die supersympathische Aufmachung mit dem possierlichen Verkäuferhasen und die regelmäßigen Freirunden tun ihr Übriges. Allerdings spüre ich trotz regelmäßigen Markennachschub nach einigen Wochen eine gewisse Ermüdung. Das liegt vielleicht daran, dass mich die Weihnachtsmarken nicht ansprechen oder die Interaktion mit dem Hasen sporadischer ausfällt und damit die persönliche Note flöten geht. Aber verkehrt ist das Programm definitiv nicht und das Freispiel-Modell erscheint mir auch erstaunlich fair – vorausgesetzt natürlich, man hat sich unter Kontrolle und pumpt nicht regelmäßig einen Euro in den virtuellen Automaten, nur weil man DIESEN EINEN PIN DA unbedingt haben möchte.

Haben die Sammlung noch lange nicht komplett: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] und Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Nun seid ihr gefragt, denn wir möchten natürlich auch wissen welche Erfahrungen ihr mit der Nintendo Badge Arcade gemacht habt. Also raus damit, der Kommentarbereich gehört ganz euch!

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