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Spielname:
OlliOlli

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
9,99 €

Publisher:
Curve Digital

Developer:
Roll7

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
05.03.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: OlliOlli

Tjark Michael Wewetzer, 22.03.2015

2019°

0

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Lang ist's her, dass der Birdman die Videospiellandschaft in seinen Bann zog und die Marke, für die er Pate stand, ein ganzes Genre beeinflusste. Heutzutage zählen Skateboard-Spiele zu diesen vergessenen Trends aus der Jahrtausendwende, die im Laufe der Zeit gegen die Wand gefahren wurden. Wirklich vergessen? Nicht ganz! Im letzten Jahr schaffte es nämlich ein beschaulicher kleiner Indie-Titel, Sony-Zocker und PC-Spieler wieder zum Skaten zu animieren. Passend zum Release des Nachfolgers versorgen Roll7 und Curve Digital nun auch Nintendos Plattformen – ordnungsgemäß natürlich erst einmal mit dem ersten Spiel. Was an OlliOlli so viel Vergnügen bereitet, verraten wir euch in unserem Kurztest.

Die Bretter, die die Welt bedeuten
Das Herzstück des Download-Titels ist der Karriere-Modus, in welchem ihr euch nach und nach durch die 25 Starter-Level hangelt und dabei mit den Spielmechaniken vertraut macht. Das ist auch bitter nötig, denn OlliOlli spielt sich sehr unkonventionell. Nach einer kurzen Anlaufphase überlässt euer Skater sein Schicksal dem Bewegungsmoment und setzt durch gezielte Circle-Pad-Bewegungen zu Sprüngen und natürlich auch Tricks an. Einfache Richtungskommandos ergeben dabei recht simple Manöver, während Halbkreisbewegungen und ähnlich komplizierte Moves entsprechend waghalsiger umgesetzt werden. Auch Grinds an Treppengeländern und Mauern werden über Richtungskommandos ausgeführt, außerdem müsst ihr für die volle Punktzahl bei der Landung eures Sprunges im richtigen Moment die A-Taste drücken. Andernfalls gerät euer Skater ins Schwanken und ihr kassiert nur einen minimalen Bruchteil des eigentlichen Scores. Wenn man zuvor viel mit der Tony Hawk's Pro Skater-Reihe zu tun hatte, tut man sich gerade zu Beginn und selbst nach dem kleinen Tutorial recht schwer mit der Steuerung. Hat man das Konzept des Klassikers jedoch erst einmal aus seinen Kopf verbannt und ein paar Übungsrunden mit OlliOlli eingelegt, läuft alles wie geschmiert.

Dann kann man sein Können auch richtig unter Beweis stellen. Zu jedem Level gehören nämlich auch fünf Herausforderungen, die bewältigt werden wollen. So wollen gewisse Highscores geknackt, Sprühdosen gesammelt und bestimmte Punkte per Grind passiert werden. Einen großen Fokus auf das Erkunden der Level, wie es in den Tony Hawk-Spielen der Fall war, gibt es hier nicht. Da die Areale von OlliOlli allesamt zweidimensional und strikt linear sind, liegt der Schwerpunkt hier darauf, die Strecke mit den zahlreichen Anläufen möglichst gut kennenzulernen und mit diesem Wissen gewappnet den idealen Lauf zu starten. Durch das perfekte Abschließen der Stufen schaltet ihr übrigens 25 weitere Level frei, die für weitere Motivation sorgen – und besteht ihr auch diese, wartet im sogenannten Krass-Modus die ultimative Skater-Herausforderung auf euch.

In Kombination mit den Online-Rankings für jedes Level und dem sogenannten „Täglichen Grind“, bei dem ihr jeden Tag auf einer anderen Stufe um Bestleistungen kämpft und euch dabei nur ein einziger Versuch vergönnt ist, bietet OlliOlli einiges für Fans locker-flockiger Geschicklichkeitstests. Leider sind die Level trotzdem recht schnell abgeackert und in technischer Hinsicht macht der Titel auch nicht sonderlich viel her. Die Grafiken sind passend, aber dennoch recht simpel. Zudem verzichteten die Macher auf jegliche 3D-Tiefeneffekte. Wohl auch, um die Bildrate stabil zu halten, denn im Hauptmenü des Karriere-Modus' – und kurioserweise auch nur da – sind uns bemerkbare Eingabeverzögerungen aufgefallen. Glücklicherweise ist das Hauptspiel davon nicht betroffen, denn das wäre ein absolutes K.O.-Kriterium gewesen.

Fazit:
Auf den ersten Blick wirkt OlliOlli wie ein unscheinbarer Hüpfer nach dem Endless-Runner-Prinzip, nur dass es hier weniger endless zugeht und ihr auf einem Skateboard durch die Kulissen springt. Doch gerade dieses Trendsport-Prinzip ist es, was das Download-Vergnügen so unterhaltsam macht. Statt schlichtweg Hindernissen auszuweichen, überspringt ihr sie mit Stil und verkettet im Idealfall große Trick-Ketten mit Grinds und gut abgepassten Sprüngen. Die fünf Herausforderungen pro Level laden zudem zum Experimentieren ein, da sie mitunter andere Vorgehensweisen und damit mehrere Anläufe erfordern – wohl auch der Spielzeitstreckung wegen, da ihr die 50 Level sonst recht schnell freigeschaltet und durchgespielt habt. Aber eben weil das Spielprinzip so flott ist, fällt dies gar nicht mal so negativ ins Gewicht. Zudem stacheln Online-Rankings weiter dazu an, eure Leistungen nach und nach zu verbessern. Wenn ihr nach einer locker-flockigen Beschäftigung für lange Bahnfahrten sucht und gewillt seid, euch an das zugegebenermaßen etwas eigenartige Steuerungskonzept zu gewöhnen, wartet hier ein hochkarätiger eShop-Happen auf euch.

Meister des sagenumwobenen Faceplants: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes.

Leserwertung:

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-
Kurz, aber auch kurzweilig: Überraschend spaßiger Geschicklichkeitstrip im Skater-Milieu.

Wertung

Nach Gewöhnungsphase gelungene Steuerung

Kurzweiliges Gameplay

Gut für zwischendurch

Schnell durchgespielt

Minimalistische Präsentation

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