Planet3DS PlanetDS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Grezzo

Genre:
Action Adventure

Release:
13.02.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:


The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D

Review: The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D

Alexander Schneider, 04.02.2015

9318°

7

Test mögen: Weitersagen:

Was war das Anfang November des letzten Jahres für ein Aufschrei, als The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D endlich angekündigt wurde - nicht wenige waren vollauf begeistert von der Bekanntgabe, dass man an einer Neuauflage des beliebten N64-Titels werkelt. Bis zum Release, der schon in wenigen Tagen ansteht und uns zugleich den New Nintendo 3DS beschert, fütterte man uns seitens Nintendo immer mal wieder mit kleinen Häppchen in Form von interessanten Details und bewegten Bildern, was unweigerlich zum absoluten Hype des modernisierten Klassikers führte. Was genau wir Links abenteuerlicher Reise durch das düstere Termina abgewinnen können und ob die Portierung auf den 3DS optimal umgesetzt wurde, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht. Und wenn eine Legende ruft, dann sollte man auch nicht zögern...

Ein finsterer Geselle
Wie schon im Original werden wir gleich zu Beginn des Spiels in die bizarre Welt von Termina entführt. So dürfen wir uns zuerst ein wenig belesen, was die früheren Heldentaten unseres Protagonisten angeht, um gleich in die erste packende Szene geworfen zu werden. Mit Epona reitet unser grün gewandeter Jüngling des Nachts durch den finsteren Wald, doch dort sollen sich die Wege von Link und Pferdchen Epona urplötzlich trennen - die Feen eures Widersachers Horror Kid, der die titelgebende Maske trägt, lassen euch vom Pferd stürzen, und natürlich schnappt sich ihr Chef die magische Okarina, die zuvor auf dem Waldboden gelandet ist. Als Link wieder zu sich kommt, reitet der fiese Kerl eilig davon, ohne aber mit seinem Opfer zu rechnen, das sich wortwörtlich an die Fersen seines Pferdes heftet. Letztlich kommt es zur unausweichlichen Konfrontation zwischen den beiden - und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Horror Kid verwandelt Link in ein beinahe hilfloses Deku-Kind, ehe er sich aus dem Staub macht. Doch das Schicksal kann auch positive Seiten haben, und so trifft Deku-Link auf den mysteriösen Maskenhändler, dem Majoras Maske eigentlich gehört. Was liegt da näher als ein Auftrag der ganz besonderen Art? Der Händler macht euch also ein Angebot, das ihr nicht ablehnen könnt: Holt ihm die Maske zurück und er wird euch zu eurem gewohnten Körper verhelfen. Nur drei Tage gibt er euch, um diese schwierige Mission zu erfüllen... Drei Tage habt ihr übrigens auch, um das drohende Unheil in Form des Weltuntergangs abzuwenden - schafft ihr dies nicht, stürzt der Mond auf die Welt hinab und reißt sie in den Abgrund.

Alte Liebe rostet nicht
Was also hat es mit Majoras Maske, die ihre Träger wie durch Zauberei manipuliert, auf sich? Und welche Gräueltaten wird Horror Kid noch verüben? All diese Fragen müssen noch warten, denn wir finden uns zunächst in Unruh-Stadt, dem Mittelpunkt unserer Reise, wieder. Wir haben nur drei Tage Zeit - und dass die Uhrzeit permanent auf dem Bildschirm erscheint mag zwar hilfreich sein, macht den Druck aber nicht unbedingt angenehmer. In Unruh-Stadt jedenfalls müssen wir zuerst die große Fee aufsuchen - doch als wir bei ihr ankommen, finden wir nur zahlreiche Feen vor, in die das Zauberwesen zerschlagen wurde. Wir müssen die fehlende verirrte Fee also auf schnellstem Wege finden. Als Belohnung dafür erhalten wir unsere erste Gabe der Magie - wir können als Deku Blasen schießen. Selbstredend finden sich Kenner der Ursprungsfassung sofort zurecht, das folgende Versteckspiel mit den Bomberjungs tut da sein Übriges. Aber auch die zahlreichen Läden in der Metropole sorgen für heimische Behaglichkeit - von der Milchbar über den Gasthof „Zum Eintopf“ bis hin zum Bomben-Shop und Postamt ist alles dabei, was das Nostalgiker-Herz begehrt. Neulingen hilft beim Zurechtfinden der Kauf einer Stadtkarte, aber auch sie werden nur selten die Übersicht verlieren.

Gleiches gilt beim ersten kleinen Showdown, der euch auf dem Uhrturm der Stadt erwartet. Dort gelangt ihr nämlich wieder in Besitz eurer Okarina und so ungemein musikalisch, wie Majora's Mask 3D ja sowieso ist, erlernt ihr sogleich die „Hymne der Zeit“, welche den Zeiger zurückdreht und euch wieder an den Anfang des ersten Tages befördert. Im Spielverlauf warten ohnehin zahlreiche Melodien, die das Geschehen verändern, auf euer Gehör - ob es nun die „Ballade des Kronos“ ist, die den Ablauf der Zeit verlangsamt und euch somit mehr Spielraum verschafft oder das „Lied der Schwingen“, welches euch aufwändige Reiseunternehmungen erspart, da es euch zu bereits besuchten Eulenstatuen teleportieren kann. Apropos Eulenstatuen: Neben diesen bereits im N64-Original vorhandenen Speicherpunkten kann das Remake mit den Federstatuen, die in ganz Termina verteilt sind und mit dem festen Sichern des Spielstandes dienen, aufwarten – die lediglich vorübergehende Schnellspeicherung der Vorlage gibt es nicht mehr.

Maskiert durch Termina
Doch nicht nur die zarten Melodien der Okarina helfen euch beim Überleben in Termina, auch die Effekte der zahlreichen Masken, die ihr auf eurer Reise immer mal wieder erhaltet, werden schon bald unverzichtbar. Nach bestimmten Ereignissen oder nach dem Gespräch mit gewissen Personen bekommt ihr eine der vielen Masken spendiert - allerdings könnten die teils obskuren, teils niedlichen Accessoires unterschiedlicher nicht sein. Die Deku-Schale zum Beispiel transformiert euch wieder in die Deku-Gestalt, die ihr schon zu Spielbeginn kontrolliert habt, während die Ka-Bumm-Maske eine Explosion auf Knopfdruck garantiert - dafür geht dann allerdings auch Energie drauf. Auch die Hasenohren erweisen sich sofort als praktisch, sie steigern eure Laufgeschwindigkeit immens. Eine Auflistung aller Masken würde an dieser Stelle aber auch gar nichts bringen - wichtig ist nur, dass der Wechsel zwischen den Masken jederzeit möglich ist und dadurch erheblichen Einfluss auf das Gameplay hat.

Auf Schatzsuche
Die Dungeons in Majora's Mask 3D ähneln sich in ihrer Struktur sehr deutlich. Solltet ihr auch nur ein wenig Freude am Erkunden von Räumen, Lösen von kleinen Rätseln und natürlich am ergiebigen Nachdenken haben, werdet ihr mit den Labyrinthen eher keine Probleme haben. Natürlich ist es auch im Remake das Ziel, am Ende eines jeden Dungeons auf den jeweiligen Endgegner zu treffen und ihn im Kampf zu besiegen. Noch interessanter ist allerdings die Vorgehensweise davor: Sehr schnell könnt ihr in jedem Tempel die Karte einsammeln, die euch die Räume des Dungeons auf dem Silbertablett serviert, der Kompass verweist auf alle Truhen, die ihr noch nicht geöffnet habt. Klar, dass auch in diesem Teil der Zelda-Reihe die Schlüssel nicht fehlen dürfen, die das in jedem Tempel vorhandene Siegel einer Tür entfernen. Und auch ein Ausrüstungsgegenstand wie zum Beispiel der Heroenbogen ist in jedem Monsterhort zu finden. Habt ihr letztlich den Masterschlüssel gefunden, dürft ihr dem Endgegner gegenübertreten.

Leicht gesagt, aber nicht unbedingt leicht getan: Für jeden der insgesamt vier Tempel kann schon mal mehr als eine Stunde draufgehen - vor allem, wenn ihr noch nicht allzu gut mit den Labyrinthen vertraut seid. Solltet ihr angesichts der tickenden Uhr nicht rechtzeitig fertig werden, wird es umso bitterer, denn dann müsst ihr von Neuem beginnen. Die Endgegner selbst sind zwar erheblich stärker als normale Monster, aber auch sie sind im Grunde schnell erledigt. Der willenlose Dschungelkrieger Odolwa etwa, der am Ende des Dämmerwaldtempels auf euch wartet, ist bereits nach einigen Schwerthieben am Boden. Gyorg, dem versklavten Wächter der Meere, muss vor allem mit Fernkampfwaffen beigekommen werden. Zwar werden die finalen Kämpfe mit zunehmendem Spielfortschritt immer fordernder, unfair sind sie allerdings nie. So vielfältig wie die Endgegner ist überdies auch das Design der Dungeons, die sie beherbergen: Vom sehr von Holz und Deku-Blumen geprägten Dämmerwaldtempel bis hin zum frostigen Pic-Hibernia-Tempel ist alles dabei!

Von Notizbüchern und Minispielen
Das Notizbuch der Bomber war bereits im Ursprungsspiel eine große Hilfe für die Spieler. So beinhaltet das Nachschlagewerk offene und bereits gelöste Fälle, die der Spieler im Zusammenhang mit Einzelpersonen aus dem Spiel lösen muss. Im Spiel gibt es nämlich eine Fülle von Nebenquests, die neben der reinen Bewältigung der Dungeons zu lösen sind. An bestimmten Tagen und zu bestimmten Uhrzeiten kann man einigen Leuten helfen, die euch im Gegenzug neue Masken und Items überreichen. So weit, so gut. Im Remake allerdings wurde das Notizbuch vor allem in Sachen Übersichtlichkeit deutlich verbessert. Es nutzt beide Bildschirme des 3DS und hilft euch durch die Vereinfachungen, auf bestimmte Ereignisse aufmerksam zu werden. Darüber hinaus wurde sogar ein Wecker integriert, der euch zu den von euch gewählten Uhrzeiten auf eine bestimmte Mission verweist.

Um die insgesamt doch sehr beklemmende Atmosphäre ein wenig aufzulockern, gibt es natürlich auch in der Neuauflage des Klassikers ausgewählte Minispiele, die nach Lust und Laune bewältigt werden können - sofern euch dafür genügend Zeit bleibt. Die Schießbuden sind beispielsweise wieder mit von der Partie. In Unruh-Stadt gilt es, Oktoroks mit dem Bogen abzuschießen, was auf dem 3DS via Gyrosensor gesteuert wird. Gänzlich neu ist wiederum das Feature, an bestimmten Stellen angeln zu können - werft an einem Weiher die Angelrute aus, holt sie per Tastendruck wieder ein und schaut, was ihr für einen prächtigen Fisch an Land gezogen habt. Für Zwischendurch sehr nett!

Steuerung:
Grundsätzlich hat man sich an den Qualitäten der Reihe orientiert, wenn es um die Handhabung geht. Wie immer bringt man Link per Schiebepad zum Laufen, mit der B-Taste setzt man den Schwerthieb ein. Masken und Ausrüstungsgegenstände können nach Belieben auf die X- und Y-Taste sowie zwei Felder auf dem Touchscreen gelegt werden. Vor allem vom berührungssensitiven Bildschirm des 3DS profitiert das Remake, da man über diesen auf das gesamte Inventar zurückgreifen kann. Auch Karten können auf diesem Wege blitzschnell aufgerufen werden, ebenso wie eure Maskensammlung und die Okarina. Und das ist nicht alles! Wie schon in Zelda: Ocarina of Time 3D wurde auch hier der Gyrosensor des 3DS integriert, was euch zum Beispiel bei der Bogennutzung zugute kommt. Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass das Spiel das Circle Pad Pro unterstützt, aber auch ohne dieses hervorragend spielbar ist. Zwar kann es beim Kampf gegen die Endgegner oder in temporeichen Phasen etwas hektisch werden, wenn man keinen zweiten C-Stick besitzt. Insgesamt jedoch hätte die Steuerung nicht angenehmer ausfallen können!

Grafik:
Die Optik von Majora's Mask 3D sorgt definitiv für einige „Wow!“-Momente, vor allem im Vergleich mit dem Original. Zwar sind ab und an noch immer ein paar unschöne Texturen zu sehen, ungeachtet dessen kann man aber getrost von einem großen Sprung in die Moderne sprechen und aufgrund dessen auch von einem der grafisch besten Titel für den 3DS. Selbstverständlich orientiert sich der Grafikstil selbst an seiner Vorlage aus dem Jahre 2000, doch wurde die technische Komponente des Spiels komplett überarbeitet und an die Fähigkeiten von Nintendos aktueller Mobilkonsole angepasst. So erstrahlen die altbekannten Gebiete in neuem Glanz, was nicht nur Fanherzen höher schlagen lassen dürfte - und auch uns lässt die grafische Weiterentwicklung mit einem breiten Grinsen zurück! Mehr als positiv stimmt uns auch der hübsche 3D-Tiefeneffekt, der dem optischen Vergnügen gänzlich neue Ebenen verschafft und rundum gelungen ist. Zwar kann man das Spiel auch ohne das Feature genießen, jedoch lässt man sich dann eine wahre Augenweide entgehen.

Sound:
Noch im Dezember sprach Koji Kondo, hauptverantwortlich für die Musik im Spiel, davon, dass man den Soundtrack größtenteils so belassen wolle wie im Original - und der Mann hat sein Wort gehalten! Typische Zelda-Themes wechseln sich mit melancholischen und beklemmenden Melodien aus Termina ab, welche die einnehmende und bedrückende Atmosphäre in vortrefflicher Manier unterstreichen. Natürlich hat man ein wenig an der Audio-Qualität geschraubt, grundsätzlich jedoch springt der Funke abermals sofort über. Ein durchweg herausragender Soundtrack, der euch noch lange im Ohr bleiben wird!

Fazit:
Wie auch schon bei Ocarina of Time 3D haben die Entwickler von Grezzo absolut überragende Arbeit geleistet! Mit The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D erstrahlt der populäre Klassiker in neuem Glanze, und das Remake verbessert dabei nicht nur die Technik, sondern auch die Spielbarkeit. Schon damals beeindruckte der düstere Titel mit der beklemmenden Zeitbegrenzung und der Druck, der dadurch ausgelöst wird, dürfte noch immer nicht jedermanns Geschmack sein. Durch die faszinierende Atmosphäre, die mitreißende Story und die intelligent gestalteten Dungeons ergibt sich allerdings ein Ableger, der sich damals wie heute wohltuend von den anderen, auf ihre Weise herausragenden Titeln der Reihe abhebt. Schwächen sind derweil unglaublich schwer zu finden. Neben dem etwas geringeren Umfang, der durch die zahlreichen Nebenquests allerdings ein wenig bereichert wird, ist eine zweite Analogsteuereinheit empfehlenswert – ganz gleich ob es der C-Stick des New 3DS oder das gute alte Circle Pad Pro ist. Majora's Mask 3D beweist, dass Remakes kein Recycling sein müssen, sondern eigene Akzente setzen können - mit dieser märchenhaften Reise durch Termina könnt ihr definitiv nichts falsch machen!

Ist Horror Kid dicht auf den Fersen: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Eine Mixtur aus ergreifender Atmosphäre und großartigen Neuerungen - die Legende lebt wieder auf!

Wertung

SPIELWELT:

10

ABWECHSLUNG:

9.0

TECHNIK:

9.0
10
von 10

Grafische Verbesserungen…

Weitläufige Spielwelt

Unterhaltsame Dungeons…

Spannendes Konzept der Zeitbegrenzung…

Wunderschöner Soundtrack

Zauberhafte Atmosphäre

Vielfältige Masken

Sinnvolle Touchscreen-Einbindung

Faszinierende Story

Liebenswürdige Charaktere

…mit einigen mäßigen Texturen

…aber nur vier Stück

…das nicht jedermanns Sache ist

Ohne C-Stick manchmal nicht leicht zu steuern

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

7 Kommentare