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Spielname:
Hatsune Miku: Project Mirai DX

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Musik

Release:
29.09.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Hatsune Miku: Project Mirai DX

Review: Hatsune Miku: Project Mirai DX

Alexander Schneider, 05.10.2015

3139°

6

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Hatsune Miku - ein japanisches Phänomen erobert Europa! Ohne Frage ist das virtuelle J-Pop-Sternchen der große Star im Land der aufgehenden Sonne und selbst auf unserem Kontinent konnte die niedliche Nendoroid-Dame beträchtliche Erfolge feiern, wenn man sich allein schon den PS-Vita-Titel Hatsune Miku: Project Diva F und dessen Nachfolger anschaut. Nun wird also auch das europäische 3DS-Repertoire mit einem Vocaloid-Rhytmusspiel ausgestattet. Nach der Verschiebung im Mai haben viele Fans sehnlichst auf die Veröffentlichung von Hatsune Miku: Project Mirai DX gewartet. Doch welche spielerische Qualität verbirgt sich hinter der schrillen Fassade? Und motiviert das musikalische Spektakel auch auf Dauer? All das und noch viel mehr beantworten wir euch in unserem Konzert- ähm... Testbericht!

So viele Möglichkeiten!
Kenner wissen es bereits: Project Mirai DX ist schlicht und ergreifend eine erweiterte Fassung des lediglich in Japan erschienenen Hatsune Miku: Project Mirai 2. Anders als in den Vita-Ablegern präsentieren sich Hatsune Miku und ihre Freunde im zuckersüßen Nendoroid-Stil, sie treten also praktisch als Chibis auf. Das ist wie das Spiel selbst natürlich Geschmackssache, passt sich dem flotten Spielgeschehen aber blendend an! Das Vocaloid-Game kommt mit satten 48 Songs, einer Auswahl der beliebtesten Stücke unserer Protagonistin, daher. Viele davon hat unsere kleine Diva bereits bei eigenen Konzerten gespielt (ja, die gibt es wirklich!) und auch auf dem 3DS entfalten sie ihr absolutes Ohrwurm-Potenzial.

Selbstverständlich werden die Spieler aber nicht nur musikalisch verwöhnt. Auf dem Topscreen läuft bei jedem Song ein Musikvideo ab, welches Hatsune Miku oder ihre Freunde in Aktion und in einer zum Lied passenden Umgebung zeigt. Währenddessen müsst ihr jederzeit Herr der Lage sein und im Takt bleiben. Ihr könnt vorab zwischen dem „Tap Mode“ - also der Steuerung über den Touchscreen - und dem „Button Mode“, der von den Tasten Gebrauch macht, wählen. Während ihr beim „Tap Mode“ also darauf achten müsst, im richtigen Moment den Touchscreen zu berühren, erfordert der „Button Mode“ das Drücken der angezeigten Tasten. Welche Methode einem mehr zusagt, muss jeder für sich selbst herausfinden. Uns jedoch kam die Steuerung über den Touchscreen sehr entgegen, auch unsere Ergebnisse konnten wir so deutlich verbessern. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich ebenfalls frei bestimmen, die dritte Schwierigkeitsstufe – und in ganz wenigen Fällen sogar eine vierte – muss allerdings für jeden Song freigespielt werden.

Im Takt des Ohrwurms
Bei der Songauswahl selbst dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein, wenngleich die roboterartigen Klänge natürlich eigenwillig sind. Von melodiösen Midtempo-Stücken wie „Deep Sea Girl“ über wahre Disco-Kracher wie „Ageage Again“ bis hin zu verspielten Ohrwürmern à la „Doremifa Rondo“ ist alles dabei! Auch eines der bekanntesten japanischen Lieder, „Senbonzakura“, ist wie in der Demo mit von der Partie. Zu Beginn finden vor allem Neulinge leicht Zugang zum Spielgeschehen, denn der Start mit dem leichtesten Schwierigkeitsgrad fordert kaum. Im „Tap Mode“ auf der leichtesten Stufe ist es lediglich eure Aufgabe, den Touchscreen zum richtigen Zeitpunkt zu berühren. Der mittlere Härtegrad fordert ein wenig mehr Konzentration ein, da hier zwischen der linken und der rechten Seite des Screens unterschieden werden muss. Natürlich hat jede Seite ihre eigene Farbe - welche davon die richtige ist, müsst ihr einfach den Aktionssymbolen, die auf dem oberen Bildschirm auf einer Linie angezeigt werden, entnehmen. Beim „Button Mode“ verhält es sich ähnlich, nur, dass hier immer mehr Tasten ins Spiel kommen.

Hatsune Miku: Project Mirai DX besteht aber nicht nur aus reinem Button-Mashing, zwischendurch werden in den Songs nämlich auch immer wieder andere Herausforderungen eingestreut. So ist es durchaus möglich, dass ihr den Stylus in eine bestimmte Richtung ziehen müsst, sobald dies angezeigt wird, oder dass ihr den Eingabestift einige Sekunden lang auf dem Screen halten müsst. Man muss allerdings jederzeit penibel darauf achten, das richtige Timing einzuhalten - jede Eingabe erhält eine Bewertung wie „cool“, „fine“ oder „miss“. Wie ihr euch letztlich angestellt habt, erfahrt ihr am Ende, wenn euer Highscore errechnet wird. Habt ihr einen bestimmten Song oder eine Schwierigkeitsstufe erfolgreich absolviert, wird euch dies im Menü der Songauswahl angezeigt, sodass ihr nie die Übersicht verliert. Die einzigen Kritikpunkte am grundsätzlich gelungenen Rhytmusspiel: Erfahrene Spieler fühlen sich eher unterfordert, zumal es nur drei Schwierigkeitsstufen statt der vier in Project Diva gibt. Außerdem ziehen sich manche Songs merklich, was ihre Länge angeht.

Von Freunden und Unternehmungen
Was sich für manche nach einem Ausflug mit der Clique anhören dürfte, zeigt einfach die zahlreichen Möglichkeiten auf, die der Titel abseits des musikalischen Vergnügens bietet. Schon zu Beginn dürft ihr auswählen, ob ihr mit Miku oder einem ihrer Freunde spielen möchtet. Ihr sucht eurem kleinen Chibi eine Wohnung, füttert ihn und haltet ihn jederzeit bei Laune. Im Spielverlauf lassen sich völlig verschieden eingerichtete Räume freispielen, in denen ihr eure Schützlinge einquartieren könnt. So gibt es nicht nur die Wohnung im japanischen Stil, sondern beispielsweise auch eine recht naturbelassene Behausung inmitten von Grünzeug. In einigen Behausungen wie der Villa müsst ihr sogar eine wöchentliche Miete zahlen. Euer Geld könnt ihr aber auch anderweitig ausgeben, zum Beispiel im Laden. Von Einrichtungsgegenständen bis hin zu Lebensmitteln ist hier für alles gesorgt, was die putzigen Kerlchen glücklich macht.

Darüber hinaus könnt ihr eure Spielfigur einkleiden. Die meisten Kostüme können dabei wie alle anderen Items gekauft werden, andere muss man erst freischalten. Die meisten Kleidungsstücke passen zu bestimmten Songs, so etwa auch das schwarze Kleid und die blaue Perücke aus „Deep Sea Girl“, welche die Spielfigur in einen wahren Meeresbewohner verwandeln. Und wem das noch nicht genug ist, der kann in einem Minigame namens „PuyoPuyo 39“ allein oder im lokalen Multiplayer sogar gegen einen Freund antreten. Das Minispiel erinnert an Tetris, auch hier müssen Blöcke der gleichen Farbe beieinander platziert werden, damit sie verschwinden. In „Mikuversi“, einer Art Brettspiel, geht es dagegen darum, Steine auf dem Spielfeld zu platzieren, um die Steine des Gegenspielers umzufärben. Letztlich siegt der Spieler, dem es gelungen ist, den größten Teil des Spielfelds in seine Farbe zu tauchen. Und das sind noch nicht einmal alle Möglichkeiten, die der Spieler hat! Das virtuelle Keyboard etwa ermöglicht euch, eigene Kompositionen zu kreieren, das Tanzstudio erlaubt es euch, eigene Tänze zu entwickeln. Noch dazu können im Spiel AR-Karten verwendet werden - diese erhalten Käufer der Retail-Version gleich dazu, alle anderen können sie im Internet herunterladen und ausdrucken. Die Karten ermöglichen es sogar, Hatsune Miku oder ihre Freunde auf jeder beliebigen Fläche erscheinen und daraufhin auftreten zu lassen! Auf diesem Wege könnt ihr Miku sogar auf eurem eigenen Tisch singen lassen.

Steuerung:
Schon eingangs haben wir die Wahl zwischen den zwei verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten ausdrücklich gelobt. So richtet sich Hatsune Miku: Project Mirai DX ganz nach den Vorlieben des Spielers, welcher zwischen dem „Tap Mode“ und dem „Button Mode“ wählen kann. Beide Handhabungsmethoden haben ihre ganz eigenen Vorzüge - und während die einen besser damit zurechtkommen, auf den Touchscreen zu hämmern, drücken die anderen eben lieber Tasten. Im Grunde genommen funktionieren beide Varianten vorzüglich und bieten keinerlei Raum für Kritik - so wünschen wir uns das!

Grafik:
Spieler, die mit hochradig verniedlichter Optik rein gar nichts anfangen können, sollten um dieses Spiel besser einen großen Bogen machen. Anders als viele andere Ableger der Reihe kommt Project Mirai DX durchgängig im Chibi-Stil daher, die Spielfiguren selbst sollen also betont putzig sein. Auch die Umgebungen der während der Songs laufenden Musikvideos setzen zumeist auf den Effekt des Zuckerschocks, was natürlich zur niedlichen Performance der kleinen Sänger passt. Man braucht hier keine grafischen Wunderwerke zu erwarten - den Anspruch, den sich das Spiel allerdings selbst stellt, erfüllt es mit all seiner Farbenpracht vorzüglich.

Sound:
Müssen wir darüber wirklich noch reden? Eigentlich nicht, oder? Es handelt sich immerhin um ein Rhythmusspiel, dessen Kern aus seiner Musik besteht. Die ingesamt 48 Titel bietet vor allem zweierlei Dinge - viel Abwechslung und eine gehörige Prise an Vocaloid-Geleier. Wie man das Genre letztlich findet, bleibt jedem selbst überlassen, jedermanns Sache ist diese Art von Musik aber sicherlich nicht. Da die japanophilen Fans der Serie allerdings sowieso völlig auf den Miku-Sound abfahren, gibt es hier nur eine Meinung: Grandios!

Fazit:
Hatsune Miku: Project Mirai DX erfüllt die Erwartungen der Fans absolut. Neben dem ganzen Schnickschnack wie etwa dem Einkleiden der Spielfiguren oder der Wohnungseinrichtung konzentriert sich der Titel voll und ganz auf das Kernelement, für das die Reihe seit Jahren steht: Das Rhythmusspiel. Zwar werden erfahrene Spieler unterfordert sein, so mancher wird sich auch über die extreme Länge einiger Songs echauffieren, letztlich macht das Spiel seine Sache aber zumeist großartig. So profitiert das musikalische Spektakel von gleich zwei verschiedenen, komfortablen Steuerungsmethoden und zahlreichen eingängigen Songs, die das Spielvergnügen schnell ins Unermessliche ansteigen lassen - wenn man denn ein Miku-Fan ist. Genau das ist nämlich der Punkt, an dem sich die Geister scheiden: Während Liebhaber von vielen Aspekten des Spiels begeistert sein werden, sollten Neulinge erst einmal schauen, ob ihnen die Klänge und das Gameplay überhaupt zusagen. Ansonsten ist der europäische 3DS-Start der kleinen Diva aber mehr als gelungen!

Singt mit Miku um die Wette: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
Musikalisches Highlight mit knuffigen Charakteren und Ohrwürmern en masse - J-Pop erobert den 3DS!

Wertung

SOUND:

9.0

ABWECHSLUNG:

8.0

SCHWIERIGKEIT:

7.0
8
von 10

Zahlreiche Songs…

Putzige Chibi-Optik

Intuitives Gameplay…

Verschiedene Steuerungsmöglichkeiten

Unterhaltsame Extras

Viele freischaltbare Items

…die es mit der Länge manchmal übertreiben

…das auf Dauer zu monoton sein könnte

Für Experten zu einfach

Wie werten wir?

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6 Kommentare