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Spielname:
Pure Chess

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
5,99 €

Publisher:
Ripstone

Developer:
VooFoo Studios

Genre:
Denkspiel

Release:
20.03.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Pure Chess

Tjark Michael Wewetzer, 03.04.2014

2684°

2

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Schach. Das Spiel der Könige. Ein derartig sportlicher Denksport, dass er sogar als tatsächlicher Sport anerkannt ist. Zu frühen Zeiten der Computerspielerei zudem auch die Hauptdisziplin von K.I.-Programmierern. Ein Brettspiel mit einer langen Tradition also, welches Dank Publisher Ripstone und Entwickler VooFoo Studios auch auf dem 3DS ein Plätzchen findet. Man könnte beinahe glauben, ein Test für ein Schachspiel sei komplett überflüssig. Was soll denn bitte bei sowas schon schiefgehen? Pure Chess hat uns hier allerdings sehr schnell eines Besseren belehrt…

How to Checkmate
Für all diejenigen, die noch nie das Vergnügen mit Schach hatten, eine Zusammenfassung des Spielkonzepts: Auf einer 8x8 Felder großen Spielfläche versuchen zwei Spieler, die Königsfigur des Gegners zu schlagen. Dazu bewegen sie rundenweise ihre eigenen Figuren nach festgelegten Regeln über das Feld. Die gleich achtfach vertretenen Bauern können sich etwa nur vorwärts bewegen und diagonal vorwärts andere Steine schlagen, die pferdeähnlichen Springer bewegen sich in L-Form und die Dame kann – sofern nichts im Wege steht – frei diagonal, horizontal oder vertikal über das Feld wandern. Klingt simpel, was es in gewisser Weise auch ist, erlaubt aber trotz allem viel taktischen Tiefgang. Von diesem lässt Pure Chess auch nichts vermissen. Gegen die höheren Schwierigkeitsgrade ist eine vorausschauende Vorgehensweise auch von immenser Wichtigkeit. Wer sich zu den Anfängern zählt, findet neben niedrigeren Stufen – insgesamt zehn Schwierigkeitsgrade gibt es im freien Spiel – auch eine hilfreiche Anleitung samt kleiner Tipps und Strategien im Hauptmenü.

So weit, so schön. Leider hakt es bei der 3DS-Umsetzung an vielen Ecken und Kanten. Das fängt schon bei der Aufmachung an. Die gewählte Schriftart in einigen Menüs ist dermaßen klein, dass man schon auf einem 3DS XL Schwierigkeiten damit haben kann, sie vernünftig zu lesen. Hinzu kommt, dass die eigentliche Spielgrafik in Standbildern zwar ganz schmuck aussieht, in Bewegung allerdings alles andere als flüssig läuft und sich kleine Fehler in der 3D-Tiefendarstellung bemerkbar machen. Das Problem ist aber insofern hinfällig, da man im Spielverlauf sowieso hauptsächlich auf die zweckmäßige, schematische Darstellung auf dem Touchscreen schaut, über die man das Geschehen entweder komfortabel per Touchpen oder mit den Aktionstasten steuert.

Warten auf Godot
So weit klingt ja alles nach einem rudimentären Schachprogramm, wäre da nicht der Online-Mehrspielermodus. An und für sich ein vielversprechendes Feature, wo die Macher auch ein plattformübergreifendes Vergnügen anbieten. Soll heißen: Selbst mit der 3DS-Version könnt ihr gegen Schachspieler auf Wii U, iOS, Android-Systemen und Konsorten antreten. Leider lässt der Modus arg zu wünschen übrig: Euch stehen nämlich nur indirekte Partien zur Verfügung. Dabei senden die zwei Kontrahenten abwechselnd je einen Zug an den Server, bevor sie zum Menü zurückbefördert werden und auf die Reaktion der Gegenseite warten müssen. Cool wäre es, wenn dies lediglich eine Option für langfristige Partien wäre und man auch noch direkte Runden ausfechten könnte. Es ist aber leider die einzige Möglichkeit des Online-Spiels. Immerhin könnt ihr bis zu sechs Spiele gleichzeitig führen und so die Wartezeit verkürzen. Alternativ steht euch natürlich eine lokale Rumreich-Mehrspielervariante zur Verfügung. Aber dann kann man auch genauso gut ein echtes Schachbrett auspacken, oder etwa nicht?

Fazit:
Okay, ganz so katastrophal wie wir es in der Einleitung anklingen ließen ist die Umsetzung von Pure Chess nun auch wieder nicht geworden. Klar hätte die Präsentation sauberer ausfallen und die Schrift größer sein können. Das größte Manko ist aber lediglich der versprochene Online-Multiplayermodus, der einige Features vermissen lässt. Wer sich für Schach erwärmen kann, nach einer brauchbaren Software für unterwegs sucht und auf keine Alternativversion ausweichen kann, darf trotz aller Wehwehchen durchaus einen Blick riskieren. Das Grundspiel funktioniert, die 100 Schachaufgaben und in drei Schwierigkeitsgrade gestaffelten Turniere sollten Solo-Zocker bei Laune halten und mit viel Geduld und Zeit sind auch Online-Runden machbar. Stellt euch dabei aber auf ein etwas holpriges Spielerlebnis ein.

Schachmatt: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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-
Durchschnittliche Schachumsetzung mit einigen technischen Ungereimtheiten.

Wertung

Für Anfänger und Profis

Solider Solo-Content

Schwache Online-Komponente

Technisch unsauber

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2 Kommentare