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Spielname:
Senran Kagura 2: Deep Crimson

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Marvelous Europe

Developer:
Tamsoft

Genre:
Action

Release:
27.08.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online (kooperativ)

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Senran Kagura 2: Deep Crimson

Review: Senran Kagura 2: Deep Crimson

Sebastian Mauch, 30.08.2015

4903°

4

Test mögen: Weitersagen:

Im Vorfeld haben wir ja bereits hin und wieder über Senran Kagura 2: Deep Crimson berichtet, und zuletzt wurde sogar bekanntgegeben, dass Besitzer des ersten Teils Senran Kagura Burst den DLC-Charakter Murasame kostenlos bekommen. Für Nicht-Besitzer des Vorreiters werden hingegen fünf Euro fällig. Doch auf dieses und spätere DLCs gehen wir etwas später ein. Worum es hier geht sollte schon nach ein oder zwei Screenshots klar sein – geballte Frauenpower. Seit dem 3DS-Debüt hat sich einiges getan, darum stellen wir das Hack-’n’-slash-Vergnügen doch mal direkt auf den Prüfstand.

Alles beginnt da wo es aufhört
Eine gute Nachricht: Man muss den ersten Teil nicht unbedingt kennen, auch wenn der Nachfolger direkt an Burst anknüpft. Die Hintergründe und Persönlichkeit der Shinobi-Schönheiten werden nämlich auch hier zu genüge aufgegriffen. Lediglich ein paar Lücken könnten auftreten, aber wie ein schönes Sprichwort sagt: Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. Heiß macht bei diesem Titel etwas ganz anderes.

Zu Beginn wird man direkt ins Geschehen geworfen, in dem zwei verfeindete Shinobi-Schulen aufeinanderprallen. Hebijo stellt dabei den bösen Part dar und Hanzo den Guten. Aus der Sicht der Hanzo-Kadetten müssen wir uns also aufmachen, eine gestohlene und sehr wertvolle Ninja-Schriftrolle wiederzuerlangen. Also prügeln wir uns von Gegner zu Gegner und werden zwischen den Kämpfen immer wieder mit aberwitzigen Visual-Novel-Einlagen bespaßt. Wer sonst aus Langeweile die Dialoge in Spielen wegdrückt, sollte hier mal einen Blick riskieren, denn so seltendämliche Situationen wie in Senran Kagura 2 findet man nicht allzu oft. Das ist auch eine der großen Stärken des Spiels und das ernste Ninja-Dasein gekonnt auflockert. Schon bald bekämpfen wir aber nicht mehr unsere menschlichen Rivalen, denn der arrogante Scherge Dogen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die gesamte Welt zu unterjochen. Dazu bedient er sich alter Beschwörungskünste, die die sogenannten Yoma hervorbringen, welche teils menschliche Replikate oder eher tierischen Ursprungs sein können. Am Ende jedes der insgesamt fünf Kapitel wartet ein riesiger Yoma-Boss darauf, geplättet zu werden. Die Bosse sehen zwar interessant aus, sind aber leider viel zu leicht.

Auch ein Shinobi braucht ein Zuhause
Zwischen den Missionen darf man jederzeit das Shinobi-Versteck betreten. Man kann neben normalen Dingen wie Speichern und Laden und einigen Tutorials auch jede Menge Informationen in einer Art Glossar erlesen. Wem also etwas Background fehlt, sollte da dringend mal vor-beischauen. Außerdem gibt es den Ankleideraum, einen sehr umfangreichem Abschnitt des Spiels. Während der Mission erspielte Gegenstände wie Waffen und Kleidung können hier nämlich nach Belieben gewechselt werden. Jede einzelne Dame lässt sich mit ihrem eigenen Style versehen und sogar die Frisuren und Kleidungen anderer Shinobi darf man anlegen. Diese Konstellationen kann man anschließend als Favoriten speichern und überall im Spiel verwenden. Jeder Charakter hat zudem eine spezielle Auswahl an freispielbaren (und rein kosmetischen) Waffen, welche je nach Waffenart auch mal die Form ein Mopeds (Hibari) oder eines Wok voll mit Nudeln (Yomi) annehmen können. Zu guter Letzt kann man sich den ganzen Spaß auch im Foto-Modus so anschauen wie man möchte, wir tauften diesen Modus neckisch „Pantyshot-Creator“. Ein großer Minuspunkt am Kleiderschrank ist jedoch die Menüführung, denn bis man sich durch die Frisur- oder Kleiderliste geklickt hat, kann angesichts der schieren Masse an Zeug schon mal eine gefühlte Stunde vergehen.

Ein Shinobi kommt selten allein
Missionen können in mehreren Varianten erledigt werden, eine davon ist der Modus Yoma-Nest. Dieser spielt sich auf einem pyramidisch aufgebauten Spielbrett ab, auf dem ihr euch von oben nach unten durch die wabenförmigen Felder kämpfen müsst. Jede Wabe stellt dabei einen Kampf dar, diese werden aber selbstverständlich immer schwerer je weiter man vordringt. Aber egal wie weit man kommt, erhält man seine Belohnung in Form von Waffen und Erfahrung und kann anschließend von jeder bereits beendet Wabe wieder anfangen. Absehen davon gibt es noch die Spezialmissionen. Hier warten zahlreiche Aufträge mit unterschiedlichen Bedingungen auch den Spieler. Was leicht beginnt, etwa mit „Setze nur Bodenattacken ein“, wird dann später zu „Schaffe eine 1000er Kombo“. Das kann dann auch schon mal etwas kniffliger und vor allem frustig werden, da sich besonders bei besagter Kombo-Challenge die etwas hakelige Steuerung bemerkbar macht. Nach geschaffter Aufgabe erhält man aber immerhin jedes Mal einen einzigartigen Shinobistein, der Effekte wie etwa erhöhten Angriff oder Teamheilung mit sich bringt. Maximal drei davon lassen sich mit jedem Charakter ausrüsten.

Steuerung:
Ab und zu haben wir es eventuell schon durchscheinen lassen. Aber die Steuerung ist hier leider nicht die Referenz. Was aber nicht heißt dass sie per se schlecht ist, sie ist einfach nur etwas unkonventionell und wird anfangs sehr schlecht erklärt – gerade in Bezug auf die verschiedenen Kampfstile der Shinobilehrlinge. Sobald man sich ein wenig eingespielt hat, läuft aber alles fast schon wie geschmiert. Nur das Zielen will dann noch gelernt sein, gerade bei großen Spezialattacken. Dem entgegen steht die ausufernde Scrollerei in langen Menüs (Grüße an den Kleiderschrank), dadurch kann das Spiel leider in diesem Punkt nicht so sehr glänzen. Kurios auch: Das Deep Crimson unterstützt das Circle Pad Pro bzw. den C-Stick, die Kamera ist aber dermaßen starr, dass sich die Kontrolle kaum lohnt, und auf die zwei Zusatztasten wird gar nicht erst zurückgegriffen.

Grafik:
Bei der Optik hat sich zum Vorgänger eine ganze Menge verändert. Das Kampfgeschehen wurde weitflächiger in die dritte Dimension verlagert, was einem mehr Freiheiten beim Kämpfen gibt. Noch dazu sehen das Spiel und die sich leider zu oft wiederholenden Level grandios aus. Lediglich bei manchen Gegnern erkennt man in der Texturierung ein Art Pixelsalat. Ein großes Manko von Senran Kagura Burst war die schlechte Performance. Teil 2 hingegen läuft selbst mit eingeschaltetem Tiefeneffekt größtenteils ohne merkliche Ruckler – und wenn es mal doch stottert, kann man das durch Abschalten des 3D-Effekts korrigieren. Da hat das Team von Tamsoft vorbildliche Arbeit geleistet. Was die Charaktermodelle angeht muss man eigentlich nicht viel sagen. Knackig, rund, groß, hüpfend, prall, squeezy… Moment, lassen wir das besser. Professionell ausgedrückt: Hübsch gestaltete Anime-Damen mit charakteristischen Merkmalen. Mirai etwa wurde oben rum leider nicht mit Volumen gesegnet, aber achtet doch mal bei ihr auf die Animation der Shinobi-Transformation – ihr werdet auf dem Boden rollen. Bei allen Charakteren gibt es dafür aber reizende Riss-Animationen, in denen die Kämpfer jeweils ein Stück Kleidung verlieren, der reinste Augenschmaus (außer bei Murasame). Auch nicht unerwähnt bleiben dürfen die Partnermoves. Je nach Paarung wird nämlich jedes Mal ein anderer erstaunlicher Move ausgelöst. Etwa ein Kunai-Regen oder bei Hibari und Haruka eine Mega-Arschbombe.

Sound:
Die Klangkulisse kann sich ebenfalls sehen oder wohl eher hören lassen. Ein Pluspunkt ist das definitiv nicht, aber die musikalische Untermalung passt immerhin stets zur Situation und ist dabei auch nicht aufdringlich. Nach einigen Spielstunden hört man jedoch immer wieder dieselben Samples, was dann doch schon etwas nerven kann. Dafür ist die japanische Sprachausgabe gut gelungen und passt auch stimmlich zu den jeweiligen Charakteren. Besonders witzig ist der Sound der auftritt, wenn man mit Hibari einen Yoma verdrischt. Plonk!

Multiplayer:
Hat man alleine keine Lust mehr zu kämpfen, kann man sich auch lokal oder über das Internet einen Freund oder fremden Mitstreiter dazu holen. Zusammen lassen sich dann das Yoma-Nest und sogar die Story kooperativ bestreiten. Zwar ist die Menüführung und Übersichtlichkeit des Multiplayermodus eher dürftig, da viele Informationen zu den Missionen in den Online-Menüs schlichtweg nicht einsehbar sind und wir in unserem Test kleine Abgleichungsprobleme beim Spielfortschritt bemerken konnten. Trotzdem macht es eine Menge Spaß, mit einer realen Person Schergen von Gegnern einzuheizen, zumal wir bis auf seltene Verbindungsabbrüche und kleinere Lags praktisch keine Performance-Einbußen bemerkt haben. Auch nett sind die zahlreichen Ausrufe die man abschicken kann. Wir nennen mal als Beispiel: „Boobs!“

Fazit:
Sebastian Mauch [Paneka]:
Eines muss man Entwickler Tamsoft und Publisher Marvelous lassen: Sie nehmen kein Blatt vor den Mund. Das macht sich in Senran Kagura 2: Deep Crimson oft genug bemerkbar. Ich verweise an dieser Stelle mal dezent auf Katsuragi und ihren Drang, die Brüste ihrer Kollegen durchkneten zu wollen. Jeder Charakter hat seine eigenen Marotten sowie seinen ganz persönlichen Kampfstil. Das kommt auch großartig heraus und trägt extrem zur Stimmung des Spiels bei. Auf der gamescom versprach mir der Product Manager Jonathan Nevill außerdem, man habe besonders auf die Grafik und Performance wertgelegt, und das können wir nur bestätigen. Lediglich die Features des New 3DS/Circle Pad Pros hätten man noch mehr ausreizen können, wenn die Zusätze schon unterstützt werden. Alles in allem habe ich die Zeit mit dem Titel sehr genossen und hatte nicht selten damit zu tun, mich vom Lachen wieder zu erholen, traurig ist nur dass man keinerlei Möglichkeit hat Screenshots festzuhalten. Eine entsprechende Miiverse-Gruppe gibt es zwar, allerdings ohne Bilder-Unterstützung. Durch die Verschiebung dieses Tests konnten wir außerdem noch den Multiplayer auf Herz und Nieren testen, deshalb könnt ihr im Anschluss auch noch die Eindrücke von Tjark lesen.

Tjark Michael Wewetzer [Alanar]:
So sehr ich Burst und Shinovi Versus für ihre Unzulänglichkeiten kritisiert habe, macht mir die Senran-Kagura-Reihe ja doch irgendwie Spaß. Deep Crimson hat mich in den ersten Minuten aber direkt positiv überrascht: Die 3D-Areale sehen hübsch aus, es gibt einen ansehnlichen Tiefeneffekt und alles läuft tatsächlich (weitestgehend) flüssig. Außerdem sorgen die verschiedenen Spielstile der Mädchen für spürbar mehr Tiefgang, auch wenn die Kombos insgesamt noch immer recht überschaubar sind. Schwächen gibt es trotzdem noch zu genüge: Die Übersicht könnte im wilden Getümmel beizeiten besser sein, nicht selten wird man gerade in Bossfights aus dem toten Winkel heraus von Spezialattacken überrumpelt – die gerne mal im Doppel- und Dreierpack daherkommen, während derer der Boss natürlich unverwundbar ist. Das Ausrichten eigener Moves ist auch trotz Zielerfassung eine Kunst für sich, mit Übung aber machbar. Was Deep Crimson aber schlussendlich rettet, ist der vorbildliche und onlinefähige Multiplayer-Modus. Der Überlebenskampf im Yoma-Nest macht mit einem Kumpel aus Fleisch und Blut mächtig Laune und sogar die Story kann kooperativ bestritten werden – vorausgesetzt, beide Mitspieler sind geduldige Gesellen, da die charmanten Dialogsequenzen teils ziemlich ausufernd ausfallen. Wenn euch der Sinn nach einem leichtherzigen Beat 'em Up mit einer interessanten und doch teils ziemlich abstrusen Handlung steht und ihr idealerweise einen Kumpel habt, den ihr mit einspannen könnt, macht ihr mit diesem Spiel wenig verkehrt.

Flat chested is still chested: Mirai Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Marvelous für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Umfangreiches Boobfest mit lustiger Handlung und flottem Gameplay, dem es an Charme nicht mangelt.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

7.0

TECHNIK:

8.0

ABWECHSLUNG:

6.0
7
von 10

Flüssige 3D-Darstellung

Hübsche Optik (auch abseits der Oberweite)

Haufenweise Personalisierungs-möglichkeiten

Großer Umfang

Spaßige Koop-Kämpfe

Seltendämlicher Humor

Soundtrack wiederholt sich schnell

Levels extrem linear und unbegehbar

Kämpfe auf Dauer immer das gleiche

Stellenweise ermüdende Dialoge

Anfangs komplizierte Steuerung

Keine deutschen Texte

Wie werten wir?

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4 Kommentare