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Spielname:
Turbo: Die Super-Stunt-Gang

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
D3 Publisher

Developer:
Torus Games

Genre:
Racing

Release:
19.09.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Turbo: Die Super-Stunt-Gang

Review: Turbo: Die Super-Stunt-Gang

Tjark Michael Wewetzer, 30.10.2013

2516°

4

Test mögen: Weitersagen:

Es braucht schon ein wahnsinniges Genie, um eine Rennstaffel um bekanntlich eher langsame Tiere aufzustellen. Doch was ist denn bitte nicht in der wunderbaren Welt des Zeichentricks und der Computeranimation möglich? Da werden ja wohl ein paar Rennschnecken noch machbar sein, vor allem wenn man sie ordentlich frisiert! Das Studio Dreamworks stellte dies kürzlich in den Kinos unter Beweis – und wo ein abendfüllender Film bereit steht, ist die passende Videospielumsetzung natürlich nicht weit. Dumm nur, dass auch Turbo: Die Super-Stunt-Gang ein Opfer des Lizenzspielfluches geworden ist. Was die Schnecken aus der Bahn kegelt, zeigen wir euch in unserem Test.

Turbo-tastisch? Definitiv nicht!
Ein erster Blick ins Hauptmenü zeigt schon, dass wir es mit einem Rennspiel von eher übersichtlichem Umfang zu tun haben. Uns stehen hier nämlich gerade mal drei Modi zur Verfügung: Rennen gegen die Zeit, eine schnelle Einzelrunde gegen CPU-Gegner und die insgesamt drei Turniere. Klingt nach wenig? Ist es auch. Zwar bestehen die Rennen um den Meister-Pokal aus je sechs Strecken – die letzte davon ist übrigens bei allen Cups die selbe – und nach Abschluss aller Klassen werden drei Reverse-Meisterschaften freigeschaltet, in denen ihr sämtliche Kurse rückwärts abfahrt, aber trotz allem lassen sich locker alle Gold-Trophäen in etwa zwei Stunden einkassieren. Zusätzliche Schwierigkeitsgrade gibt es auch nicht. Da Rennspiele in der Regel auf den Spaß am Renngeschehen setzen und entsprechend viel Wiederspielwert bieten, wäre das ja nicht ganz so tragisch, wenn da nicht das Spiel selbst im Weg stünde.

Es fängt damit an, dass die fünf wählbaren Filmcharaktere sich nur allein optisch unterscheiden. Ihre Werte könnt ihr lediglich durch freigeschaltete Schneckenhäuser – stilecht mit lauten Motoren gepimpt – beeinflussen. Aber gut, vielleicht wurde dies aus Balancing-Gründen so geregelt. Nur bringt das nichts, wenn ihr A) weder on- noch offline Mehrspielerpatien starten könnt und B) die Gegner sich nicht gerade helle zeigen. Entweder bleiben sie direkt in eurer Schleimspur kleben oder sie hängen sich irgendwo an der Level-Architektur auf. Und verübeln können wir ihnen letzteres nicht: Zwar bieten die Kurse ein paar interessante Ansätze wie Grind-Schienen oder Kopfüber-Streckenteile, allerdings sind sie größtenteils langweilig und mit unsichtbaren Wänden sowie allerlei unschönen Kanten gesäumt. Das miese Streckendesign wird vor allem durch etwas anderes noch viel spürbarer…

Steuerung:
Es ist nämlich alles andere als einfach, eure Schnecke auf Kurs zu halten. Klar, das Konzept klingt einfach, doch die Umsetzung ist es nicht gerade. Drifts fühlen sich nur selten geschmeidig an, Sprünge und damit auch die über simple Steuerkreuzkommandos ausgeführten Stunts wirken undynamisch, in den Kurven bleibt ihr gerne mal an irgendeiner Kante hängen, gelegentlich kommt ihr sogar dank nichts – jepp, gar nichts! Im Sinne von nichts sichtbares – vom Kurs ab… Vielleicht ist das ja der Grund, weswegen sich die KI so tölpelhaft anstellt. So gesehen können wir das teils katastrophale Gegnerverhalten glatt verstehen.

Grafik:
Auch in dieser Kategorie bekleckert sich Turbo nicht gerade mit Ruhm. Die grob geformten Umgebungsobjekte und leicht pixeligen Deko-Objekte in der Ferne erinnern nämlich eher an ein DS-Spiel, das lediglich mit etwas höher aufgelösten Texturen auf den 3DS geschaufelt wurde. Schade eigentlich, denn die Ideen hinter den Strecken – da ihr sie im Schneckenformat durchrast, bestehen die Hindernisse aus übergroßen Alltagsobjekten wie z.B. Flaschen – sind solide. Auch den 3D-Tiefeneffekt könnt ihr übrigens vergessen. Dieser ist selbst bei voller Leistung so schwach, dass wir uns beizeiten gefragt hatten, ob unser 3D-Regler defekt war.

Sound:
VRRRROOOOOOM BRUMM RÖÖÖÖÖÖHR VRRRR RÖÖÖHR NENGNENGNENGNENG NIIIIIIIAU BRUMM BRUMM QUIIIIIIIIIIIIIIEEEEEETSCH TUCKERTUCKERTUCKER ROOOOOOOOM KAZOOOM KA-CHOW NYEEEEEEEEEEEEEEE MYEEEEEEEEEEEAAAAAAAA PFFFFFFFFFFF. Liest sich nervig? Hört sich im Spiel genauso an. Glücklicherweise lässt sich die Lautstärke der Soundeffekte runterdrehen, um die qualitativ mäßigen deutschen Sprachsamples und das öde Hintergrundgedudel auch mal zum Zug kommen zu lassen. Aber wisst ihr was? Wesentlich besser seid ihr damit beraten, den Sound am 3DS gleich komplett abzuschalten. Oder gar nicht erst dieses Spiel zu starten.

Fazit:
Wenn es das Ziel der Entwickler war, das „Fun“ aus „Funracer“ zu streichen, dann können wir nur sagen: Mission erfüllt! Turbo: Die Super-Stunt-Gang bietet nur wenige wirklich interessante Ansätze, der auffälligste davon sind die Schwerkraft-Spiele, die auch im kommenden Mario Kart eine Rolle spielen werden. Dumm nur, dass diese Ideen durch die grausame Umsetzung scheitern. Die Strecken wirken eintönig, die Steuerung hakelig, eure Schnecke bleibt gerne mal an irgendwelchen Kanten oder unsichtbaren Wänden hängen, die Kamera spielt stellenweise auch nicht mit, die Grafik ist Mist, der Sound unter dem Motorengedröhne unkenntlich, die KI zum Heulen… Machen wir es kurz: Dieses Schnecken-Rennspiel auf Filmlizenzbasis braucht kein Mensch. Kein Fan der Vorlage, kein passionierter Racing-Fan und auch kein kleiner Knirps, der kindgerechte Unterhaltung sucht.

Bleibt bei den Micro Machines: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Namco Bandai für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Lahme Schnecken neu definiert: Um diesen Racer solltet ihr einen ganz großen Bogen machen.

Wertung

MULTIPLAYER:

0.0

FAHRZEUGVERHALTEN:

3.0

KI:

3.0
3
von 10

Ausbalanciertes Fahrerfeld

Die Kopfüber-Streckenteile sind nett

Geringer Umfang

Schwaches Streckendesign…

…mit nervigen Fehlern

Schnecken-Handling verbesserungswürdig

Nutzlose Power-Ups

Kein Multiplayer

Technisch nur knapp über DS-Niveau

Wie werten wir?

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4 Kommentare