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Spielname:
Fantasy Life

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Level-5

Developer:
Brownie Brown

Genre:
Rollenspiel

Release:
26.09.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-3 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Fantasy Life

Alexander Schneider, 17.09.2014

16k°

19

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Eigentlich ist Entwickler Level-5 ja eher für die Adventure-Reihe rund um den Gentleman Professor Layton bekannt, doch nun wagen sich die Macher der erfolgreichen Marke wieder ins umkämpfte RPG-Segment. Fantasy Life heißt das ambitionierte Projekt, welches euch zwischen gleich zwölf Klassen wählen lässt. Das Besondere dabei: Ihr müsst euch nicht auf einen Beruf beschränken, sondern könnt zwischen den sogenannten Leben wechseln, sobald ihr die entsprechende Tätigkeit einmal erlernt habt. Schon die Trailer zum Spiel verweisen auf den größten Trumpf, den Fantasy Life im Ärmel hat: Die Vielfalt. Vielfältig ist allerdings auch das RPG-Angebot im 3DS-Sektor: Ob Bravely Default, Pokémon X/Y oder Etrian Odyssey Untold, es gibt reichhaltige Alternativen. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob Fantasy Life da herausstechen kann. In unserem ausführlichen Testbericht wollen wir jedes Detail des Titels, der in Sachen Umfang mit Sicherheit nicht geizt, beleuchten und klären, ob es sich wirklich um den Top-Titel des laufenden Jahres handelt. Kommt mit, das magische Land Reveria ruft uns!

Der Start in ein neues Leben
Wie erwartet beginnt das Spiel im Zeichen der Personalisierung - gestaltet euren Protagonisten ganz nach eurem Geschmack. Nicht nur äußere Merkmale wie die Augenfarbe, die Frisur, die Haarfarbe, die Gesichtsform, die Figur eures Körpers und einiges mehr können hier bestimmt werden, ihr trefft auch eine Entscheidung fürs Leben: Wollt ihr etwa Alchemist werden? Vielleicht Söldner? Oder doch lieber Paladin? Aus satten zwölf Charakterklassen könnt ihr eine wählen, die euch zum Start gut zu Gesicht stehen könnte. Dabei gibt es nicht nur kriegerische Berufe wie den Bogenschützen oder den Magier, sondern auch konventionelle Beschäftigungen wie die Arbeit als Koch, Schneider, Schürfer und Holzfäller. Macht euch keine Sorgen: Im Spielverlauf könnt ihr euch durch jedes Leben kämpfen und alle Klassen ausprobieren. Sobald ihr ein neues Leben gewählt habt, müsst ihr euch durch einen wahren Tutorial-Katalog wühlen, denn der neue Beruf inklusive der immer unterschiedlich angeordneten Kommandos will ja auch erlernt werden. Natürlich sind die aneinander gereihten Erklärungen etwas zäh, doch sind eben diese bei einem solch massiven Spiel Pflichtprogramm.

Das Unheil kommt immer von oben
Nachdem ihr ein wenig Kreativität bewiesen und eure Spielfigur erstellt habt, startet euer scheinbar idyllisches Leben in der bunten Fantasiewelt Reveria, genauer gesagt im Ort Kastell. Märchenhaft beginnt euer Abenteuer, doch das Chaos lässt nicht lange auf sich warten… Eines Tages stürzt ein riesiger Verdammnisstein - eine Art Meteorit - vom Himmel in eure Dachgeschosswohnung, die ihr als erste Bleibe zugewiesen bekommt. Diesem Mysterium, welches sich in letzter Zeit nicht nur in Kastell, sondern in allen Ländereien Reverias zuträgt, muss natürlich nachgegangen werden! Gerüchte um einen zweiten Verdammnisstein, der außerhalb von Kastell eingeschlagen sein soll, treiben euch gemeinsam mit einem vermeintlichen Jungen in die östliche Grasebene, die sich direkt neben der großen Stadt inmitten Reverias erstreckt. Dabei lernt ihr hautnah die dunklen Kräfte der mysteriösen Gesteine kennen und stolpert nach und nach über weitere Geheimnisse Reverias – etwa warum der überall gepriesene König wie ein Kind aussieht. Doch allein müsst ihr all diesen Schrecken nicht gegenüber treten: Flatterling, ein - man mag es kaum glauben - sprechender Schmetterling, schließt sich euch an und begleitet euch auf eurer Reise durch die malerischen Ländereien von Reveria. Dabei ist das Flattervieh keinesfalls ein stiller Begleiter, denn die Gute ergreift zumeist selbst das Wort und wirkt dabei erfrischend forsch. Man sieht also: In Reveria gibt es nichts, was es nicht gibt!

Insgesamt rankt sich die sogenannte „Sage von Lunares“ - der Hauptstrang der Story rund um einen mondähnlichen Planeten - um etwas viel Größeres. Gemeinsam mit den vielen Freunden, die ihr auf eurer Reise für euch gewinnt, macht ihr euch auf die Reise nach den Göttinnenschätzen, welche in allen drei Städten Reverias zu finden sind. Nur sie können das Schicksal des Landes und somit die völlige Dunkelheit verhindern! All das mag auf den ersten Blick etwas kindisch wirken und vielleicht ist die Story auch ein wenig verspielt, doch sorgt gerade das für viel Humor und eine gehörige Portion Charme, der man spätestens beim zu Tränen rührenden Ende der Geschichte erliegt. Eine Erzählung, welche derart viele Werte vermittelt und dabei noch sensibel erscheint, ohne in allzu kitschige Gefilde abzudriften, findet man selten.

Metropolen mit gestalterischem Anspruch
Neben dem pittoresken Kastell, welches atmosphärisch durchaus an das Örtchen Labyrinthia aus Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney erinnert, gelangt ihr auf eurer Odyssee auch durch die maritime Küstenstadt Puerto und die staubtrockene Wüstenstadt Al Maajik. Nicht nur bei den Charakterklassen haben die Entwickler Einfallsreichtum bewiesen, auch die Städte könnten unterschiedlicher und schöner kaum sein. So wirkt das etwas düstere Al Maajik, das vom Dunklen Sultan Daemon regiert wird, wie verzaubert - ein Traum aus Tausendundeiner Nacht. Puerto dagegen erscheint mir seinen vielen Vögeln, seinem schmucken Hafen und seinem königlichen Palastweg mehr als friedlich. Obacht solltet ihr dennoch walten lassen: In der Stadt tobt seit jeher ein Zwist zwischen den Aristokraten und den Piraten, die hier ebenso ansässig sind wie der Adel. Leider gibt es in Fantasy Life nicht allzu viele Städte, doch erschließt sich gemeinsam mit den weitläufigen Arealen zwischen den Metropolen eine durchaus beachtliche Welt. Noch dazu entschädigen die einzelnen Städte mit ihrer Anmut und den vielen liebevoll eingestreuten Details, die sie so besonders machen: In Puerto beeindruckt vor allem das rebellische Piratenviertel, wogegen Al Maajik mit den zahllosen verzauberten Elementen innerhalb des Stadtgebiets verzückt. Da kann es schon mal passieren, dass einem überdimensionale Öllampen und sogar Häuser um die Ohren fliegen!

Kurzweilige Gefechte und epische Schlachten
Selbstverständlich kommt in Fantasy Life auch das Kämpfen nicht zu kurz. In diesem Sinne begegnen euch in den Landschaften wie etwa der östlichen Grasebene, der Schneespitze und der Wüstenschlucht zumeist Monster, die ihr auf eurem Level recht einfach besiegen könnt. Die Kämpfe laufen dabei in Echtzeit ab und sie erinnern tatsächlich - manche haben es ja schon geahnt - an die Gefechte in The Legend of Zelda. Dabei ist es jeder Charakterklasse möglich, mit einem Dolch anzugreifen, sodass auch Köche oder Holzfäller, die eigentlich noch nichts mit Kämpfen am Hut haben dürften, Gegenwehr leisten können. Etwas kräftiger sind natürlich die Spielfiguren, die ohnehin schon einer kriegerischen Klasse angehören: Magier feuern ihre Zaubersprüche ab, ein Paladin kämpft mit dem Schwert und ein Bogenschütze attackiert mit Pfeilen. Dass diese mühsam trainierten Angriffe wesentlich mehr Schaden anrichten als der konventionelle Dolch, sollte allen klar sein. Wesentlich mehr fordern euch dagegen die Auseinandersetzungen mit größeren Monstern, die auch mal den halben Topscreen einnehmen können. Zu nennen wäre da beispielsweise der gefürchtete Dösdrache, aber auch Ungeheuer wie das Waldphantom oder der Glibberkönig könnten euch gefährlich werden, solltet ihr nicht das entsprechende Level erreicht oder nicht für ausreichende Unterstützung gesorgt haben. Apropos Unterstützung: Die Bekanntschaften, die ihr im Spielverlauf macht, könnt ihr auch in eure Gruppe einladen. Bis zu zwei Protagonisten können euch auf diesem Wege begleiten und im Kampf helfen. Natürlich könnt ihr die Gruppe jederzeit nach Belieben verändern.

Die Lebensgilde als Transformator
Ein zentraler Punkt in jeder Stadt ist die Lebensgilde, in der ihr ein neues Leben beginnen oder zwischen den Leben, die ihr bereits begonnen habt, wechseln könnt. Seid ihr beispielsweise als Magier unterwegs und wollt die Punkte für bestandene Alchemie-Herausforderungen einheimsen? Kein Problem, hier könnt ihr euren Beruf umstellen. Auch der Start in einen gänzlich neuen Beruf ist hier möglich, sofern ihr aktuell nicht in den Hauptstrang der Story verwickelt seid. Wählt ihr ein neues Leben, so müsst ihr euch durch eine eigene Geschichte für jede Charakterklasse kämpfen. Zahlreiche Herausforderungen, die euer Level im jeweiligen Beruf nach erfolgreichem Abschluss anheben, warten darauf, von euch bestanden zu werden. Es gibt demnach drei verschiedene Arten der Herausforderung: Zum einen Flatterlings Aufträge, welche die Hauptstory vorantreiben, zum anderen die Aufträge anderer Bürger, welche euch als Belohnung Gulden und so manches Mal auch Items einbringen.

Und zu guter Letzt natürlich die Aufgaben, die zu eurer aktuellen Tätigkeit gehören. In eurem Beruf könnt ihr vom Laien zum Lehrling, dann zum Gesellen, zum Experten, zum Meister, zum Helden und schließlich sogar zur Legende aufsteigen, sofern ihr euch regelmäßig an die Aufgaben dazu wagt. Als Alchemist zum Beispiel müssen Tränke gebraut und Items hergestellt werden, um im Alchemie-Level sowie im Level der elementaren Alchemie und der Accessoire-Alchemie aufzusteigen. Dies läuft im Rahmen eines Minispiels ab: Zuerst müsst ihr die für das jeweilige Rezept nötigen Bestandteile sammeln oder kaufen, dann geht es auch schon ans Eingemachte. Ihr stellt euch am alchemistischen Arbeitsplatz vor die Bestandteile, die für die Verarbeitung nötig sind - etwa einen Kessel und verschiedene Fläschchen. In größter Eile muss man sich nun daran machen, mithilfe des Steuerkreuzes immer am richtigen Behälter zu stehen. Während man die A-Taste gedrückt halten muss, um den Kessel umzurühren, muss derselbe Button mehrfach zum richtigen Zeitpunkt betätigt werden, um in rechter Position eine Flasche umzufüllen. Habt ihr im gesamten Prozess, der meist nicht länger als eine Minute andauert, nur wenige Fehler gemacht, erhaltet ihr auch noch ein Item von guter Qualität. Als Magier dagegen geht ihr auf Monsterhatz und lehrt die Ungetüme mithilfe euer Zauber das Fürchten. Man sollte dabei aber beachten, dass es verschiedene Arten der Magie, unter anderem Feuermagie, Wassermagie und Erdmagie, gibt. Feuermagie hilft euch besonders im Kampf gegen Monster aus dem Wald, während sie in feuchteren Gebieten wesentlich schwächer ist. Erdmagie dagegen heilt eure LP - sollten diese gen Null sinken, kann euch das eine ziemliche Hilfe sein.

Letzlich können die repetitiven Aufgaben jedes Berufs sowohl Vorteil als auch Nachteil sein - je nach Geschmack des Spielers. Die einen schwören auf Grinding, während die anderen das kalte Grausen kriegen. Aus unserer Sicht bieten die Storylines der einzelnen Berufe gewiss wenig Abwechslung, die Erfolge beim Aufleveln heben die Spielerlaune jedoch deutlich an. Abgesehen davon sind die zwölf Klassen unterschiedlich genug, sodass das Switchen zwischen ihnen ein wahrer Tapetenwechsel ist. Außerdem könnt ihr erlernte Fähigkeiten auch in einem anderen Leben nutzen - so kann ein Schürfer, der Magie erlernt hat, tatsächlich zaubern. Es stellt also kein Problem dar, als Angler Fische zu fangen und sie später als Koch zu verarbeiten.

Begrenzte Auswahl: Virtuelles Möbelhaus mit Schwächen
Nicht nur optisch und beim Angeln erinnert Fantasy Life an Animal Crossing, sondern auch beim Dekorieren des trauten Heims. Ganz nach dem Vorbild der niedlichen Simulation könnt ihr euer persönliches Zimmer mit verschiedenen Möbelserien einrichten, die zumeist zur Stadt, in der ihr euch gerade befindet, passen. Der Möbelhändler in Al Maajik beispielsweise kann mit einer düsteren Möbelserie passend zum Dunklen Sultan aufwarten, allerdings gibt es auch ein paar andere Möbelreihen als Alternative. Sofa, Kommode, Vorhänge, Bett, Schränke - die Macher haben für das ganze Inventar gesorgt. Leider ist es nicht allzu schwierig, die einzelnen Serien zu vervollständigen, da ihr dazu nur ein wenig Geld ansparen müsst. Freischalten muss man die Möbel keineswegs. Dafür könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen: Neben eurem Zimmer in Kastell wollen auch eure Ferienhäuser in Puerto und Al Maajik eingerichtet werden! Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch, da die Auswahl bedeutend kleiner ist als beim großen Vorbild. Aber klar, bei Fantasy Life liegen die Schwerpunkte auch woanders als bei der Inneneinrichtung. So bleibt uns ein nettes Feature, welches allerdings keine zentrale Rolle spielt. Einen Vorteil haben die Eigenheime aber dennoch: Über eure Karte könnt ihr auf ein Schnellreise-System zurückgreifen, welches euch in eure Wohnungen oder zur Lebensgilde teleportieren kann. Praktisch!

Steuerung:
Jederzeit volle Kontrolle! Mehr kann man zur Handhabung kaum sagen. Zwar ist die Steuerung nicht sonderlich innovativ ausgefallen und auch der Touchscreen kommt höchstens in den Menüs zum Einsatz, doch lässt sich der Titel durchweg angenehm und nach einigen Stunden sogar intuitiv steuern. Mit dem Schiebepad lässt sich eure Spielfigur durch Reveria navigieren, während ihr mit dem A-Button eure Waffe zückt und schließlich angreift. Die X-Taste dagegen beschwört noch stärkere Spezialangriffe, die vor ihrem Einsatz allerdings erst aufgeladen werden müssen. Mit Y gelangt ihr ins Menü, in welchem ihr unter anderem eure Werte bestaunen und Items verwenden könnt. Selbst das Steuerkreuz hat seinen großen Auftritt - etwa, wenn ihr euch an ein alchemistisches Gebräu macht. Letztlich bietet die Steuerung keinen Anlass zur Kritik, im Gegenteil: Besser könnte sie nicht sein.

Grafik:
Bunt, knuffig, lebendig und so manches Mal absolut zauberhaft - auch die Optik hat ihr Idol scheinbar in Animal Crossing gefunden. Der Grafikstil der beiden Top-Titel ähnelt sich merklich, nur die Protagonisten fallen in Fantasy Life etwas kleiner aus. Besagte Ähnlichkeit soll auch gar kein Grund für negative Bemerkungen sein, denn zumeist macht es das RPG sogar besser als seine grafische Vorlage. Bildhübsche Animationen wie beim Waten durch das Wasser oder scheinbarer Feenstaub, der auf den Waldboden hinabsinkt, machen einen hervorragenden Eindruck und steigern die Begeisterung beim Anblick der vielen verschiedenen Areale nur noch mehr. Zwar ist in der Gesamtheit kein Feuerwerk der Effekte zu erwarten, nichtsdestotrotz überzeugt der liebevolle Grafikstil mit viel Charme und einer großen Portion Zauber.

Sound:
Die musikalische Untermalung übertrumpft ihren großen Bruder namens Grafik sogar noch! Wie das geht? Mit einer großen Menge an orchestralen Stücken, die sich jeder Spielsituation perfekt anpassen und sich dabei auch noch in den Gehörgängen festsetzen - nicht umsonst ist der Soundtrack in Japan auch auf CD veröffentlicht worden. Jede Stadt, jede Landschaft hat dabei ihre eigene Klangkulisse spendiert bekommen, was sich bei einem solch umfangreichen Spiel dann doch als recht angenehm herausstellt. Dabei mangelt es nicht an lebendigen Tunes, allerdings werden Kämpfe gegen besonders mächtige Monster durch epische Chöre in Szene gesetzt. Besser geht es nicht - hier war mit Nobuo Uematsu eben ein Experte am Werk.

Multiplayer:
Dass wir den Mehrspieler-Teil zum Zeitpunkt dieses Testberichts noch nicht vernünftig ausprobieren konnten, sollte klar sein - immerhin ist der Titel noch nicht erschienen und uns bleibt somit nichts anderes übrig als allein zu spielen. Nichtsdestotrotz ist es in Fantasy Life durchaus möglich, zusammen mit zwei Freunden lokal oder online auf Reisen zu gehen. Der Online-Modus der erweiterten japanischen Fassung hat es also definitiv zu uns geschafft! Natürlich wissen wir noch nicht, ob im Multiplayer rein technisch alles glatt läuft, können aber anhand unserer Solo-Erfahrungen einiges ableiten. Es können sich Spieler verschiedener Klassen zusammenschließen, um sich dann mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten zu helfen. Ihr seid kein Holzfäller, wollt aber unbedingt ein wenig Holz abstauben? Im Multiplayer kein Problem. Auch im Kampf wird sich der Mehrspielermodus als nützlich erweisen, immerhin sind die Giganten des Spiels so etwas leichter zu Fall zu bringen. Letztlich kann man aber ebenso auf die computergesteuerten Gefährten zurückgreifen, die einem bei den zähen, aber keineswegs unbezwingbaren Geschöpfen eine genauso gute Hilfe sein können. Die Kommunikation im Multiplayer läuft überdies anhand schriftlicher Mitteilungen ab, welche entweder an alle Gruppenmitglieder oder an Einzelpersonen versendet werden können. Letztlich liegt uns hier ein Spiel vor, welches für den Spaß mit Freunden prädestiniert ist!

Fazit:
Es kommt selten vor, dass man in einem neuen Spiel seine virtuelle Heimat findet. Fantasy Life ist ein Titel, in dem man sich nicht nur durch die vielen verschiedenen Klassen sofort wie zu Hause fühlt! Im Laufe des wirklich umfangreichen Spielverlaufs - wir haben in unserem Spieldurchlauf für die Story und das Erreichen des höchsten Rangs mehrerer Berufe etwa 61 Stunden benötigt - wächst einem das Königreich Reveria mit seinen zahlreichen menschlichen und tierischen Bewohnern wirklich ans Herz. Wenn dann noch eine Story hinzukommt, die zu Beginn zwar erst an Fahrt aufnehmen muss, im finalen Kapitel aber zu Tränen rührt, und auch noch ein ausgewogenes Kampfsystem, das die Stärken der jeweiligen Kriegerklassen wunderbar herausarbeitet, dann muss man von diesem Gesamtkunstwerk einfach begeistert sein. Nicht zu vergessen ist der unbestreitbare Suchtfaktor, der dafür sorgt, dass man das Spiel so schnell nicht mehr aus den Händen legt. Wer schon immer mal in ein Land von bildhübschen Prinzessinnen, furchtlosen Piraten und unzähmbaren Drachen eintauchen wollte, der hat hier die einmalige Möglichkeit! Definitiv eines der besten Spiele, die der 3DS bis dato hervorgebracht hat - und durch den Multiplayer ist der Spaß noch lange nicht vorbei!

Hat eine zweite Heimat gefunden: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Wunder an jeder Ecke - eine Fantasiewelt zum Verlieben!

Wertung

STORY:

9.0

SPIELWELT:

10

INNOVATION:

9.0
10
von 10

Unterhaltsame Story…

Prachtvolle Umgebungen

Gelungenes Kampfsystem

Niedlicher Grafikstil

Fantastischer Soundtrack

Zahlreiche Charakterklassen

Umfangreiches Abenteuer

Kooperativer Mehrspielermodus

…die nicht sofort in Gang kommt

Teils repetitive Aufgaben

Wie werten wir?

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