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Spielname:
Pocket Card Jockey

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
6,99 €

Publisher:
Game Freak

Developer:
Game Freak

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
05.05.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Pocket Card Jockey

Nicola Hahn, 22.05.2016

2422°

3

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Pocket Card Jockey ist nicht gerade der spektakulärste Name für einen 3DS-Titel, aber das Entwickler-Studio Game Freak lässt uns dann doch hellhörig werden, denn dieses ist Hauptentwickler der Pokémon-Reihe. Spätestens nach den ganzen positiven Rezensionen, die jetzt nach dem weltweiten Release auftauchen (das Spiel wurde in Japan bereits 2013 veröffentlicht), sollte man einen zweiten Blick auf das Spiel riskieren, das sich selbst als Mischung aus Solitär und Pferderennen bezeichnet.

Skurriler Beginn
Unser Protagonist ist Jockey, er reitet also Pferde in Pferderennen. Leider geht das letzte Rennen für ihn schlecht aus: Sein Pferd bockt und schmeißt ihn während dem Rennen aus dem Sattel. Noch komplett benommen begegnet ihm ein Engel, der ihm das Reiten mit Hilfe von Solitär-Spielchen erleichtert und uns ein sprechendes Pferd als Helferlein bereitstellt. Lest ihr noch weiter? Keine Angst, die durchgeknallte Story endet hier, denn ab jetzt bestreiten wir die Rennen mithilfe von Solitär-Spielen. Doch zuerst teilt uns der Verwalter unseres Rennstalls, der übrigens dem Engel aus dem Intro verdächtig ähnlich sieht, einem passenden Rennen zu, das einer der Schwierigkeitsstufen G1, G2 oder G3 angehört. Anschließend können wir uns im Shop noch mit skurrilen Items eindecken, die uns während des Rennens helfen.

Das Rennen selbst beginnt mit der Startphase, bei der wir so schnell wie möglich (das Zeitlimit ist dabei sehr eng gesetzt) wertvolle Energie-Karten aufdecken müssen. Das gelingt natürlich nur, wenn wir vorher die Solitär-Karten loswerden, die uns den Zugang zu den Energie-Karten blockieren. Nach dem Start reihen wir uns auf der Bahn mit den anderen Pferden ein und das erste richtige Solitär-Spiel beginnt. Wieder gilt es die Karten auf dem Spielfeld abzuräumen. Wir können die Karten vom Spiel allerdings nur auf die passende Karte auf dem Ablagestapel ablegen, wenn beispielsweise auf dem Ablagestapel eine Zehn liegt, dann können wir entweder einen Buben oder eine Neun ablegen. Nun sollte auffallen, dass wir nicht das bekannte Klondike spielen, das die meisten noch vorinstalliert von älteren Betriebssystemen kennen, sondern eben eine Abwandlung. Ist keine Ablage vom Spielfeld aus mehr möglich, dann können noch zusätzliche Karten gezogen werden. Natürlich spielen wir auch hier wieder gegen die Zeit und übrige Karten sowie Fehler trüben die Stimmung des Pferdes. Abhängig vom Gemütszustand des Renntieres können wir es nach dem Kartenspiel über das Feld steuern um uns besser zu positionieren und Bonus-Karten einzusammeln.

Bei der Positionierung spielt besonders das Lauftempo eine wichtige Rolle, das dem Pferd schlimmstenfalls seine Ausdauer beraubt, was uns dann im Endspurt teuer zu stehen kommt. Vor diesem Endspurt bleiben uns aber noch ein paar Runden, die jeweils eine Solitär-Runde und eine Positionierungs-Runde enthalten. Hier haben wir also die Möglichkeit die Laune unseres Pferdes zu verbessern und noch mehr Energie für den letzten Spurt zu sammeln. Nebenbei sammeln wir auf der Strecke noch Boni-Karten wie zusätzliche Ausdauer und Energie sowie Erfahrung und Sprints auf, die wir anschließend im Solitär-Spiel aktivieren können.

Das Ziel in Sicht
Nach der letzten Runde folgt der Endspurt, in welchem wir die direkte Kontrolle über unser Pferd übernehmen und es in jede Richtung steuern können während es in Richtung des Ziels galoppiert. Hier können wir die gesammelten Sprint-Karten und die restliche Ausdauer für Aufholjagden einsetzen und uns nach vorne kämpfen. Der erste, der die Ziellinie überschreitet, gewinnt ein stolzes Preisgeld und bei einem G1-Rennen auch einen tollen Pokal, den wir uns in einem kleinen Museum aufstellen können. Auch der zweite und dritte Platz wird mit Preisgeld belohnt. Sollten wir die hinteren Plätze belegen, erscheint unser tierisches Helferlein und zeigt uns unsere Fehler, die wir während dem Rennen gemacht haben, auf und gibt uns Tipps. Dies lässt sich auch per Knopfdruck überspringen.

Verlieren wir zu viele Rennen oder wird der Gaul zu alt für die Rennen, dann geben wir unser treues Pferd, dem wir zu Beginn noch einen Namen geben konnten, auf einen Pferdehof. Hier kriegen sie dann Junge, die ab einem Alter von zwei Jahren dann von uns geritten werden können. Mit dem dritten Jahr steigen wir dann in die Erwachsenen-Liga auf, bei dem die Rennen deutlich härter werden aber auch die Preisgelder ansteigen. Um auch dort bestehen zu können, helfen die besagten Items aus dem Shop, die uns Züge während dem Solitärspiel rückgängig machen lassen können oder die Kondition des Pferdes erhöhen. Oder wir geben ordentlich Geld für ein kleines Puzzlespiel aus, das uns mit jedem Einkauf wie beim StreetPass-Puzzle ein Puzzleteil bringt, das wir allerdings auch schon besitzen können. Neben den finanziellen Möglichkeiten helfen auch die während den Rennen gesammelten Fähigkeitspunkte weiter, die unser Pferd entweder auf ein neues Level befördern und seine Konditions- und Geschwindigkeitswerte erhöhen oder neue Fähigkeiten freischalten, die uns im Rennen sehr von Nutzen sein können.

Fazit:
Hinter Pocket Card Jockey versteckt sich ein kurzweiliges und rätselbasiertes Spiel für Zwischendurch: Neben der Selbstironie in der Story und dem einzigartigen Gameplay, das ein Hybrid aus Pferderennen und Solitär ist, passt auch der sowohl flotte als auch stimmungsvolle Soundtrack und die simple aber liebevolle Comic-Grafik zum Konzept des Spiels. Negativ fällt allerdings die fehlende Pause-Funktion während den Solitär-Spielen auf, die man bei einer Mindestdauer von zehn Minuten pro Rennen schmerzlichst vermisst. Weiter sei noch gesagt, dass der Schwierigkeitsgrad oft sehr fordernd ist und manchmal die Gegner zu übermächtig sind. Außerdem ist das Spiel komplett in Englisch, allerdings sind die Texte simpel geschrieben und Fachbegriffe in Dialogen werden auf dem Touchscreen erklärt. Insgesamt überrascht das Spiel durch seine hohe Wiederspielbarkeit und dem spannenden sowie temporeichen Gameplay, das aber nicht in kurze Pausen passt sondern durchaus mehr Zeit pro Session in Anspruch nimmt. Wer sich das mal selbst genauer anschauen will, der holt sich am besten die kostenlos verfügbare Demo-Version.

Gibt im Endspurt nochmal richtig Tempo: Nicola Hahn [501.legion] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Flottes Solitär für unterwegs in einer noch nie dagewesenen Aufmachung

Wertung

Kurzweiliger Rätselspaß

Hoher Wiederspielwert

Fehlende Pause-Funktion

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