PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Star Fox 64 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Action

Release:
09.09.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:

Review: Star Fox 64 3D

Marcel Gelhar, 08.09.2011

13k°

25

Test mögen: Weitersagen:

Nachdem Nintendo bereits ihrem Zugpferd Zelda eine Schönheitskur verpasst hat, geht es beim zweiten Remake von Big N in ungeahnte Höhen zu Fox McCloud und seinem Team. Heftige Feuergefechte auf fremden Planeten sowie den Tiefen der Galaxis versprechen eine Menge Action und jede Menge Unterhaltung. Der erste Teil auf dem SNES überzeugte damals noch durch seine revolutionäre dreidimensionale Darstellung dank Super-FX-Chips, mit Star Fox 64 3D geht man nun einen Schritt weiter und präsentiert den Nachfolger in „echtem“ 3D. Doch kann das knapp 15 Jahre alte Spiel außer dieser offensichtlichen Neuerung heute überhaupt noch neben den aktuellen Titeln bestehen?

Help me, Fox!
Für alle Neulinge der Serie hier noch einmal in aller Kürze die Story des Abenteuers. Der böse Wissenschaftler Andross , welcher für seine Missetaten auf den Planeten Venom verbannt wurde, ist anscheinend wieder aktiv. Zumindest werden merkwürdige Aktivitäten von dort berichtet. James McCloud und sein Team werden losgeschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Allerdings kehrt nur der Hase Peppy Hare von dieser Mission zurück. Dies rückt Sohnemann Fox McCloud auf den Plan. Zusammen mit dem erfahrenen Peppy, dem tollpatschigen Slippy Toad und Miesepeter Falco Lombardi macht er sich auf die Suche nach seinem Vater und der endgültigen Zerstörung von Andross.

Auf den ersten Blick sieht Star Fox 64 3D nach einem stinknormalen Weltraum-Shooter aus, bei dem es zwei Levelarten gibt. Zum einen die sich automatisch bewegenden Schlauch-Abschnitte. Hier könnt ihr das Schiff zwar auf dem Screen frei bewegen, seid bis auf einige Ausnahmen aber auf eine fest vorgegebene Route beschränkt. In der sogenannten offenen Formation wird ein viereckiges Gebiet abgegrenzt in dem ihr euch frei bewegen könnt, um die Gegnerhorden zu besiegen. So weit so durchschnittlich.

Mach eine Fassrolle!
Doch was diese Serie so einzigartig macht ist die Interaktion mit den Teamkameraden. Statt einsam und verlassen durch den Weltraum zu fliegen, sieht man immer wieder die Arwings seiner Mitstreiter durchs Bild sausen, meist begleitet von einem Kommentar zur aktuellen Situation. Dabei hat jeder seinen ganz eigenen Charakter. Während Peppy noch der vernünftigste im Trio ist, nervt Slippy durch seine ständigen Kommentare und bringt sich mehrmals durch seine tollpatschige Art in Gefahr. Falco lässt keine Situation aus um euch zu beweisen, dass er doch der beste Arwing-Pilot ist und würde am liebsten alles im Alleingang machen. Gerade durch diese speziellen Charakterzüge entwickelt sich eine unglaubliche Atmosphäre und man fühlt sich als ein Teil der Gruppe.

Auch wenn ihr gegen gewisse Personen in eurem Team eine Abneigung verspürt, solltet ihr sie im Kampf dennoch nicht ihrem Schicksal überlassen. Denn jeder verfügt über spezielle Fähigkeiten, die euch im Kampf weiter helfen. Peppy gibt euch stets strategische Tipps für die Mission und zeigt die Schwachstellen der Gegner an. Slippy analysiert das Schutzschild der Endgegner und Falco zeigt euch alternative Routen auf eurem Weg zu Andross. Ihr müsst euch zwar nur durch sechs Level schießen um zum Zielplaneten Venom zu kommen, diverse Alternativrouten sorgen aber für einen hohen Wiederspielwert. Insgesamt gibt es 15 verschiedene Planeten zu erkunden, sofern man denn die Bedingungen für diese herausfindet. Manchmal muss ein Teammitglied von euch im Kampf zerstört werden, ein anderes Mal beeindruckt ihr Falco durch besonders waghalsige Flugmanöver. Die Voraussetzungen werden jedoch nie beschrieben, ausprobieren lautet hier die Devise.

Die 3DS-Version des Klassikers kommt mit einigen kleinen Änderungen im Vergleich zum Original auf den Markt. Eher als Kniefall vor dem Casual-Spieler zu verstehen: Neben dem sogenannten „N64-Modus“, wie das Original Abenteuer hier betitelt wird, könnt ihr einen speziellen „3DS-Modus“ anwählen. Dadurch wird das Spiel extrem leicht, die Gegner explodieren meist schon nach einem Schuss und solltet ihr getroffen werden, verringert sich der Energiebalken kaum spürbar. Außerdem ist nach einem „Game Over“ noch lange nicht Schluss, ihr könnt direkt dort weitermachen wo ihr aufgehört habt. Da dies jedoch optional ist, sollten sich Veteranen nicht davon abschrecken lassen.

Steuerung:
Das Slidepad stellt sich als perfekte Alternative zum N64-Stick heraus. Wunderbar geschmeidig gleitet euer Arwing durch die Luft. Sollte dies allerdings eure erste Begegnung mit einem Star Fox-Spiel sein, solltet ihr mit einer relativ langen Eingewöhnungszeit rechnen. Bis man alle Tricks wie Loopings, Ausweichmanöver und gezieltes Setzen von Smart Bombs inne hat, kann es eine Weile dauern. Der Übungsmodus hilft auch nur bedingt, da die Anweisungen fast zeitgleich mit dem auszuführenden Manöver kommen. Es gibt neben der klassischen Steuerung auch die Motion-Control-Variante, welche übrigens nur im „3DS-Modus“ funktioniert. Hierdurch entsteht einerseits ein noch intensiveres Spielgefühl, allerdings wird dadurch der 3D-Effekt gänzlich zerstört.

Grafik:
Und das ist gerade in diesem Fall sehr schade, denn Star Fox 3D bietet den bis dato eindrucksvollsten 3D-Effekt auf Nintendos neuem Handheld. Wenn die Lava Säulen auf dem Planeten Solar empor schießen oder man im Asteroidenfeld riesigen Gesteinsbrocken ausweicht, kann es schnell passieren, dass man vor Staunen vergisst eben diesen auszuweichen. Überhaupt ist die Optik sehr schick geworden. Neben scharfen Texturen beeindrucken gerade die tollen Lichteffekte sowie die satten knalligen Farben einiger Umgebungen. Schießt ihr beispielsweise einen aufgeladenen Laser nahe am Wasser entlang, so spiegelt sich der Strahl dezent. Solche kleinen Details machen Star Fox 3D zu einem echten Hingucker.

Sound:
Auch an der Akustik hat sich etwas geändert, vielmehr an der Sprachausgabe. Erstmalig sprechen die Protagonisten nun auch in Deutsch mit euch. Die Stimmen sind größtenteils sehr passend auf die Charaktere zugeschnitten, können den kultigen Original-Stimmen und Sprüchen wie „Do a barrel roll“ aber nicht das Wasser reichen. Leider gibt es in den Optionen keinerlei Möglichkeiten die Sprache im Spiel zu ändern, wenn ihr jedoch eure Systemsprache auf Englisch stellt, habt ihr wieder die klassischen Sprecher. Nur auf das unverständliche Kauderwelsch, der eigens erfundenen Sprache Lylat welche im Original noch verfügbar war, müsst ihr verzichten.

Multiplayer:
Doch was wäre ein modernes Star Fox ohne zünftige Duelle? Mit einem Modul können lokal bis zu vier 3DS-Besitzer gegeneinander antreten. Die simplen Dogfights spielen sich dabei ähnlich ab wie die Abschnitte des Singleplayers in denen man sich frei bewegen kann. Ihr müsst eure Gegner vom Himmel holen und gleichzeitig Extras wie Bomben, Energie oder einen besseren Laser einsammeln. Durch die Implementierung der 3DS-Kamera könnt ihr stets das Gesicht eures Kontrahenten über dessen Flieger sehen. Bei erfolgreicher Zerstörung wird das Gesicht des Widersachers noch einmal in Großaufnahme gezeigt. Ein spaßiges Feature, auch wenn die Qualität der Bilder etwas zu wünschen übrig lässt.

Fazit:
Star Fox 64 3D hat nichts von seinem damaligen Charme verloren. Die abwechslungsreichen Level sind immer noch herrlich fordernd, die verschiedenen Routen zum Ziel regen zum mehrmaligen Durchspielen an und das Team rund um Fox McCloud sorgt durch die vielen Kommentare und der aktiven Beteiligung für ein einzigartiges Spielgefühl. Außerdem bekommt man hier den wahrscheinlich besten 3D-Effekt geboten, den es auf dem 3DS bisher zu bestaunen gab. Abseits dieser Euphorie muss aber auch ein wenig gemeckert werden. Die Änderungen sind mehr als marginal und manchmal sogar störend, wie beispielsweise die aufgesetzte Bewegungssteuerung oder der lachhaft einfache „3DS-Modus“. Der Multiplayer ist eine nette Dreingabe, mehr aber auch nicht. Nichts desto trotz können Fans der Serie beherzt zugreifen, denn auch nach all den Jahren macht es immer noch Spaß auf Corneria zu starten um auf einen der vielen Wege sich dem bösen Andross entgegenzustehen.

Macht eine große Fassrolle über Slippy um ihn zum Schweigen zu bringen: Marcel Gelhar für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Zeitlos geniales Weltraumabenteuer mit starkem 3D-Effekt und einigen fragwürdigen Neuerungen.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

9.0

TECHNIK:

9.0

ABWECHSLUNG:

8.0
8
von 10

Spaßig, forderndes Gameplay

Atemberaubender 3D-Effekt

Netter Multiplayer-Modus

Umfang etwas gering

Wenig Neues, manche Neuerung gar störend

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

25 Kommentare