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Spielname:
Shantae

Typ:
Virtual Console Spiel

Original-System:
Game Boy Color

eShop Preis:
4,99 €

Publisher:
WayForward

Developer:
WayForward

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
18.07.2013 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Shantae

Tjark Michael Wewetzer, 25.07.2013

3792°

3

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Es war einmal vor über zehn Jahren, als der Game Boy Advance die Massen faszinierte und von Neuveröffentlichungen auf dem Vorgängergerät, dem Game Boy Color, ablenkte… Da wagte ein kleines Studio namens WayForward in Kooperation mit Capcom, in den Vereinigten Staaten ein neues Spiel für das betagte Handheld-System zu veröffentlichen. Zu großem Ruhm schaffte es dieses zwar nicht, doch eine kleine Kult-Anhängerschaft fand sich schnell. Mit der Zeit – und einen weitaus besser beworbenen Nachfolger im Download-Sektor später – wuchs die Zahl der Fans und immer mehr wollten einen Blick auf das Erstlingswerk erhaschen. Und wie es sich für einen guten Geist gehört, wird dieser nun gewährt: Shantae ist endlich für die Virtual Console des 3DS erhältlich - ob der Hüpfer noch heute begeistern kann, zeigen wir euch in unserem Test.

Piratenangriff im Orient
Die Abenteuer des Halb-Geistes Shantae beginnen im beschaulichen Fischerdorf Scuttle Town, in dem gerade die Piratin Risky Boots wütet. Als engagierter Schutzgeist macht sich unsere Heldin sofort beim ersten Anzeichen der Attacke auf, die Seeräuberin an ihrem Vorhaben zu hindern – und dazu müssen einige in der Welt verstreute Artefakte geborgen werden. Dabei greift das Spiel auf ein ähnliches Weltkonzept zurück, wie es in Metroid oder einigen Castlevania-Ablegern der Fall ist: Wir arbeiten uns durch die zweidimensionalen Areale, erkunden Kerker und sammeln praktische Upgrades, mit denen wir an anderer Stelle neue Passagen freilegen.

Dieser Erkundungsteil kann allerdings auch etwas verworren wirken, trotz der eigentlich simpel gestalteten Oberwelt. Diese besteht nämlich im Prinzip nur aus einem einzigen kreisrunden Pfad, der von diversen Kleingebieten, Städten oder eben Dungeons gesäumt ist. Die Oberwelt-Levels dagegen sind teilweise nicht gerade klein und fordern von euch nicht selten einiges an Geschick und Vorsicht – vor allem, weil ihr nach einem Bildschirmtod am Anfang des Abschnitts abgesetzt werdet. Nach einer längeren Tour kann dies für moderne Sensibilitäten gewohnte Spieler schon mal zu kleinen Frustmomenten führen. Immerhin werden eure Inventar-Fortschritte in jedem Fall gesichert.

Wo wollte ich nochmal hin?
Das ist vor allem bei den Kerkern entscheidend, denn diese haben es ebenfalls in sich. Mangels aufrufbarer Karte müsst ihr euch euren Weg dabei auch stets merken, was aufgrund der leicht nachvollziehbaren Strukturen aber weitaus weniger schlimm ist, als es klingt. Auch gilt es, Shantaes Fähigkeiten richtig auszureizen. Im Laufe des Spiels erlernt der Halb-Geist nämlich diverse Tänze, die Verwandlungen in so einige Tiere ermöglichen. Als kleines Äffchen erklimmt Shantae beispielsweise schier unbezwingbar hohe Wände.

Diese Tänze werden auch nicht einfach schnöde aus einem Menü heraus ausgewählt, sondern über Tastenkommandos erstellt. Begleitet wird dies von einem der Prunkstücke des GBC-Titels: Den durchweg geschmeidigen und gelungenen Animationen. Allein Shantaes Bewegungen – ob normal gehend, sich durch enge Korridore zwängend oder eben beim Tanz – sind eine wahre Augenweide und die restlichen Charaktere stehen dem in nichts nach. Auch sonst hat der Titel optisch und akustisch einiges zu bieten, sodass sowohl euren Augen als auch euren Ohren definitiv nicht langweilig wird.

Fazit:
Auf dem Game Boy Color blieb Shantae, wie eingangs erläutert, der Ruhm verwehrt und für einen Release außerhalb der USA reichte es nie. Nachdem wir jetzt auch hochoffiziell in Europa Hand anlegen konnten, urteilen wir: Zu Unrecht, denn das possierliche Jump 'n' Run mit den niedlich animierten Charakteren kann es problemlos mit den großen Genre-Kollegen auf dem System aufnehmen und auch heute noch begeistern. Zwar mag die riesig wirkende Oberwelt auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch wenn man sich erst einmal mit der Heimat des Halb-Geistes beschäftigt und sich ein wenig in das fordernde Gameplay einarbeitet, vergehen die vergnüglichen Stunden wie im Flug. Die großartigen Animationen und die eingängige Musik tun dann noch ihr Übriges. Keine Frage, dieses Kleinod der Pixelkunst gehört in jede gut sortierte Virtual-Console-Bibliothek!

Planlos im Orient: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Eine zu Unrecht untergegangene Perle aus GBC-Zeiten. Pflicht für alle Freunde erstklassiger Jump 'n' Runs und hübscher Pixelkunst!

Wertung

Liebevolle Animationen

Herausfordernder Schwierigkeitsgrad

Teils ärgerlich gesetzte Checkpoints

Verworren wirkende Oberwelt

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