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Spielname:
Mario Party: Island Tour

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nd Cube

Genre:
Sonstiges

Release:
17.01.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Mario Party: Island Tour

Review: Mario Party: Island Tour

Alexander Schneider, 31.01.2014

5595°

6

Test mögen: Weitersagen:

Was kann es an einem launigen Abend mit Freunden Schöneres geben, als auch im virtuellen Sinne eine kleine Party zu feiern? Also, her mit Chips und Cola, und ab geht die wilde Fahrt! Welches Spiel solch ein Spektakel bieten kann? Mario Party: Island Tour natürlich! Nintendos erstes Highlight im neuen Jahr strotzt nur so vor Neuerungen - doch ob diese auch zur Verbesserung den elf Vorgängern gegenüber führen, bleibt abzuwarten. Ob uns auf der kunterbunten Südseeinsel wohl eher ein luxuriöses Resort oder eine billige Absteige erwartet? Welche Qualität bringen die einzelnen Spielbretter mit? Dienen die unzähligen Minispiele als gelungene Abwechslung oder sind sie nur ein bloßer Aufguss von tausendfach Gesehenem? Und nicht zuletzt: Wie wirkt sich der fehlende Online-Multiplayer auf die Gesamtperformance des Titels aus? Viele Fragen, die wir uns da stellen - doch wir können versichern, dass wir sie im folgenden Testbericht (oder doch Reisebericht?) allesamt beantworten werden!

Ab in den Urlaub!
Von einer wirklichen Story braucht man in Mario Party: Island Tour natürlich nicht reden. Mario und seine Freunde erhalten eine überraschende Nachricht mit der Einladung zu einem himmlischen Fest auf einer weit entfernten Insel. Dort angekommen kann sich Nintendos Vorzeigeheld ungebremst ins Spielvergnügen stürzen, selbstredend stehen aber auch andere Charaktere wie Wario, Yoshi, Buu Huu und Peach zur Verfügung. Das beschauliche Inselmenü bietet gleich mehrere Optionen, am meisten ins Auge springt dabei aber der gewohnte Party-Modus, der mit Spielbrettern aller Art aufwarten kann. Auf diesen mal mehr und mal weniger abwechslungsreichen Entertainment-Flächen gilt es wie immer, seine Konkurrenz auszuschalten, indem man als erster Spieler im Ziel ankommt. Immerhin sieben verschiedene Spielbretter werden von Nintendo bereitgestellt, die Teilnehmer haben also freie Wahl. In einer schlichten Tabelle wird den Spielern angezeigt, ob das gewählte Spielbrett eher auf den Faktor Geschick, auf plumpes Glück oder sogar auf die Fähigkeiten in Minispielen setzt. Selbst die voraussichtliche Spielzeit wird genannt, auch wenn die Angaben nicht immer exakt sind. In diesem Sinne gibt es Spielbretter, die satte 60 Minuten verschlingen, andere sind schon in zwanzig Minuten zu bewältigen.

„Kameks Budenzauber“ etwa wartet mit einem gruseligen Ambiente im Luigi's Mansion-Stil auf, doch fehlt dem Spielbrett aufgrund der Verwendung von Zauberkarten für das Voranschreiten auf den Feldern einiges an Pepp. Im Verlauf des Wettstreits sammelt jeder Spieler verschiedene Zauberkarten, die ihn eine gewisse Anzahl an Feldern marschieren lassen. Am wirksamsten sind dabei die besonderen Genau-x-Ultra-Karten, da sie nicht nur für das eigene Vorankommen hilfreich sind, sondern die Gegner zwingen, zurückzugehen. Das tückische Kartenspiel nimmt dem Gameplay zwar einige Brisanz, es erweitert es aber auch um ein wenig taktische Finesse. „Riesen-Kugelwillis Revier“ dagegen setzt frei nach dem Motto „Pech in der Liebe, Glück im Spiel!“ auf Fortuna, die Glücksgöttin. Es gilt, schnellstmöglich voranzukommen, um den Berg, der als Location für dieses Spielbrett dient, als erster zu erklimmen. Passt aber auf, um nicht vom Kugelwilli zerschmettert und wieder an den Anfang befördert zu werden! Auf diesem Spielbrett sind allerdings nicht Zauberkarten das bestimmende Element, sondern ein einfacher Würfel, der auch in den meisten anderen Spielen zur Verwendung kommt. Der Spieler, der konstant hohe Zahlen würfelt, wird die größten Siegchancen haben. Darüber hinaus wird das Ergebnis nur durch das Abschneiden in den immer wieder eingestreuten Minispielen beeinflusst.

Reisemängel im Urlaubsparadies
Leider ist hier wie auf den meisten anderen Spielbrettern nicht wirklich das Können des Spielers gefragt, sondern nur, wie sehr ihm das Glück gewogen ist. Eine wirkliche Herausforderung ist also nicht zu finden. Als zeitintensivstes Spielbrett darf man ohne Frage das „Item-Imperium“ bezeichnen, immerhin schlägt es mit bis zu 60 Minuten Spielzeit zu Buche. Auch hier geht es darum, das Ziel als Erster zu erreichen - dabei helfen einem aber sogenannte Bonus-Würfel und hilfreiche Item-Felder, die einem besondere Hilfsobjekte verschaffen. Leider nervt ein weiterer Faktor im Spielverlauf ganz gewaltig: Toad, der für die Erklärungen aller Vorgänge verantwortlich ist, meldet sich so oft wie nur irgend möglich zu Wort und verschleppt das Spieltempo damit ungemein. Auch die Ungerechtigkeiten, die immer mal wieder vorkommen und sicher geglaubte Siege verhindern, stoßen einem sauer auf. Tausch-Felder beispielsweise sorgen dafür, dass man kurz vor dem Ziel zurückgeworfen wird.

Das Eiland aller Träume?
Selbstverständlich bietet das Spiel nicht nur den beschriebenen Party-Modus, auch die Minispiele lassen sich im Hauptmenü einzeln anwählen. Da sich nun die Gelegenheit bietet, wollen wir auf einige Minigames auch gesondert eingehen, denn sie sind eine große Stärke des Titels. In der „Gumba-Polonaise“ etwa müsst ihr eine Horde Gumbas um stachlige Dornenblumen herumführen, was via Schiebepad geschieht. „Markier dein Revier“ verlangt ganz seinem Namen nach, dass ihr auf der Wettkampffläche so viele Felder wie möglich in der Farbe eures Charakters erstrahlen lasst, indem ihr wie ein Stier über die Felder rennt. Und das Minispiel „Rutschkarts“ zwingt euch zu einem eisigen Rennen über eine aalglatte Strecke - erinnert ein wenig an Mario Kart. Natürlich können wir hier nicht alle der achtzig Minispiele aufführen, doch sei einmal mehr betont, wie abwechslungsreich, kreativ und vor allem innovativ diese sind. Fantastisch! Kein Wunder, dass da die Features des 3DS, nicht zuletzt der Touchscreen und die Bewegungssteuerung, ausgiebig genutzt werden. Vereinzelte Schmankerl verlangen gar den Einsatz von AR-Karten, und auch das Mikrofon wird nicht selten gebraucht. Die Minispiele werden euch auf den Spielbrettern immer wieder begegnen, doch wie betont habt ihr auch im Hauptmenü die Möglichkeit, sie in den Modi "Freie Wahl", "Gegen die Zeit" oder "Ballonrennen" zu erproben.

Darüber hinaus muss auch „Bowsers Turmturnier“ erwähnt werden, immerhin stellt die Herausforderung des Bösewichts einen zentralen Aspekt des Ablegers dar. Bowser errichtet am Rande der Party-Insel einen grauenvollen Turm - und genau in diesen muss sich euer Protagonist sogleich begeben. Bowsers Turm muss Stockwerk für Stockwerk erklommen werden, und nur das Bewältigen von Minispielen lässt euch euer Ziel erreichen. Zwar kann der Spieler vor jeder Herausforderung zwischen den Minispielen wählen, doch müssen diese auch wirklich siegreich bestritten werden, um passieren zu können. Obacht, denn Bowser hat einige böse Überraschungen in petto! So kann er euch beispielsweise um eure Mario-Party-Punkte bringen oder um ein Stockwerk zurückversetzen. Gemeinheit! Wenigstens wird der Spielstand zwischendurch gespeichert, sodass ihr diesen langwierigen Spielmodus auch unterbrechen könnt.

Zudem kann auch der neue Mario Party-Ableger mit einem StreetPass-Feature aufwarten, wie man es mittlerweile von vielen Toptiteln gewohnt ist. Sollte man draußen auf andere 3DS-Besitzer treffen, kann man sich in verschiedensten Minispielen mit ihnen messen, um Mario-Party-Punkte zu ergattern. Nett, aber nicht unbedingt nötig, weil man die Punkte auch im normalen Spielverlauf gewinnen kann. Letztlich können die Mario-Party-Punkte gegen Luftblasen eingetauscht werden, die etwa Charaktere oder Andenken an eure Erfolge im Spielverlauf zeigen. In eurer Sammlung könnt ihr euch die Luftblasen ansehen, wann immer ihr wollt.

Steuerung:
Ausnahmsweise ein Punkt, in dem die Entwickler nicht viel falsch machen konnten. Zumeist werden Tasten wie A oder B verwendet, mindestens ebenso häufig muss der Spieler allerdings auf den Touchscreen zurückgreifen. Nichtsdestotrotz läuft all dies reibungslos ab, sodass die Steuerung den Spielfluss fördert und nicht ausbremst. Auch die Bewegungssteuerung in so manchem Minispiel funktioniert tadellos - Kritik muss also wahrlich an anderer Stelle geübt werden.

Grafik:
Wie ist es wohl, wenn die Technik das eigentliche Gameplay übertrumpft? Klingt erst einmal nicht gut, hier allerdings ergibt sich eine gesunde Mischung aus solidem Gameplay und vorzüglicher Technik. So überzeugt die grafische Komponente mit kunterbunten, vielfältigen Spielbrettern, hervorragenden Charaktermodellen und einem ansehnlichen 3D-Effekt, der für optische Tiefe sorgt. Klar, man kann auch hier kein Feuerwerk der grafischen Superlative erwarten, das technische Fundament allerdings überzeugt voll und ganz und lässt somit keinen Raum für Beanstandungen.

Sound:
Auch die Klangkulisse weiß in jedem Moment zu überzeugen. Völlig neue Stücke stehen diesmal im Mittelpunkt, jedoch setzt man auch auf bekannte Melodien aus Mario Party 9. Darüber hinaus zaubern einem die Referenzen auf populäre Titel aus dem Hause Nintendo immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht. Insgesamt jedoch setzt man weithin auf heitere, eingängige Klänge, die sich ganz sicher das Prädikat „Ohrwurm“ verdienen!

Multiplayer:
Schon Monate vor dem eigentlichen Release von Mario Party: Island Tour ging ein wilder Aufschrei durch die Fangemeinde: Nintendo hatte es tatsächlich gewagt, auf einen Online-Modus zu verzichten, obwohl dieser dem Spielerlebnis ganz sicher zuträglich gewesen wäre. Ein großer Minuspunkt also, obgleich man bedenken muss, dass Spielabbrüche zorniger Spieler vorprogrammiert gewesen wären, sobald sich diese auf dem Pfad der Niederlage befinden. Zwar war ein Online-Multiplayer in der Mario Party-Reihe noch nie an der Tagesordnung, für ein Online-Debüt wäre der 3DS aber prädestiniert gewesen. Der eklatante Nachteil der fehlenden Online-Matches wird zumindest durch den gelungenen lokalen Multiplayer via Download-Play abgefedert, an welchem bis zu vier Spieler teilnehmen können. Dabei muss lediglich eine Person das Spiel besitzen, alle anderen profitieren gratis davon. Packende Wettkämpfe sind also vorprogrammiert! Erst im Multiplayer entfaltet der vermeintliche Partykracher sein volles Potenzial. Fraglos steigert der Multiplayer den Unterhaltungswert der Spielbretter um ein Vielfaches.

Fazit:
Mario Party: Island Tour hätte die Speerspitze der Party-Games werden können. Dass dies nun doch nicht der Fall ist, ist auf einige eklatante Schwächen im Gameplay zurückzuführen. So unterscheiden sich die Spielbretter zu wenig voneinander, was nicht unbedingt für ein Höchstmaß an Abwechslung sorgt. Leider ist in den meisten Fällen eher das Glück als das Können des Spielers gefragt, was für so manchen Spieler zum Ärgernis werden könnte - und auch kleinere Faktoren wie die ewigen Erklärungen von Toad und das verhältnismäßig langsame Spieltempo sorgen für Unmut. Während die technische Facette des Spiels mit der kunterbunten Grafik und den einprägsamen Melodien durchaus überzeugen kann, ist das Fehlen eines Online-Multiplayers ein Unding, welches nach dem heutigen technischen Standard eigentlich inakzeptabel ist. Wenigstens der lokale Mehrspieler-Modus kann den Titel ein wenig aufwerten, sodass einem spaßigen Abend mit Freunden nichts mehr im Wege steht. Die ersten Eindrücke vieler enttäuschter Spieler können wir nicht in vollem Umfang teilen, da das Spiel trotz aller Kritik noch immer viel Qualität und vor allem Spaß mit sich bringt - allein die herausragenden Minispiele wären hier zu nennen. Insgesamt jedoch muss selbstredend betont werden, dass unser Reisebericht zwiegespalten ausfällt - um eine höhere Wertung zu erreichen, hätte man das Potenzial, das zweifelsohne vorhanden ist, viel effizienter nutzen müssen. Schade!

Würde den Urlaub gerne verlängern: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Solider Ausflug auf die Party-Insel - leider nicht immer sonnig!

Wertung

MULTIPLAYER:

8.0

ABWECHSLUNG:

5.0

TECHNIK:

8.0
7
von 10

Solide Spielbretter...

Lokaler Multiplayer...

Gelungene Minispiele

Technisch einwandfrei

Nutzung vieler 3DS-Features

Bekannte Nintendo-Charaktere

...die sich zu sehr gleichen

...aber kein Online-Modus

Zu viele Tutorials

Schlechtes Balancing

Glück wichtiger als Können

Wie werten wir?

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6 Kommentare