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Spielname:
Yoshi's New Island

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Arzest

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
14.03.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Review: Yoshi's New Island

Alexander Schneider, 13.03.2014

11k°

23

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Mit Yoshi's New Island erscheint das für viele Spieler größte Gaming-Highlight des Jahres schon im März. Man könnte also sagen, der frühe Vogel fängt den Wurm! Ob das in diesem Fall tatsächlich so ist? Der heiß ersehnte Nachfolger des SNES-Klassikers Super Mario World 2: Yoshi's Island sorgte jedenfalls im Vorfeld für viel Vorfreude, aber auch für hitzige Diskussionen über den eigenwilligen Grafikstil. Nintendos liebenswerten Knuddeldino stört all das herzlich wenig und so macht er sich in seinem neuen Abenteuer auf, um sechs Welten zu erkunden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit Baby Mario im Schlepptau gilt es, Baby Luigi aus den Fängen von Baby Bowser zu befreien - und dabei setzt der Titel auf einen Mix aus altbewährtem Spielprinzip und neuen Elementen. Doch wie wirken sich die Neuerungen auf das Spielerlebnis aus? Das und noch viel mehr wollen wir in unserem Testbericht zu Yoshis kunterbunten Eier-Action aufklären – passend zum nahenden Osterfest.

Baby-Kidnapping im Idyll
Es könnte alles so schön, so friedlich sein. Beinahe paradiesische Zustände herrschen auf einem naturbelassenen Eiland, bevor der finstere Kamek mit seinen Schergen auftaucht und Baby Luigi entführt. Dabei wollte der Klapperstorch das Geschwisterpärchen bestehend aus Baby Mario und Baby Luigi gerade zu seinen Eltern geleiten! Die in beinahe jeder erdenklichen Farbe existenten Yoshis zeigen sich aber hilfsbereit und helfen Mario fortan bei der verzweifelten Suche nach dem Brüderchen. Ihr wollt noch mehr Story? Das war's! Die niedliche, aber ebenso abgedroschene und simple Geschichte vom entführten Kindchen ist erzählerisch alles, was Yoshi's New Island zu bieten hat. Mehr braucht der Ableger aber auch gar nicht! Hier geht es um gänzlich andere Werte.

Ei-Alarm nach bekanntem Rezept
So wechseln sich die kunterbunten Dinos ab, um Baby Mario Level für Level durch die Spielabschnitte zu hieven. Das ist aber nicht ihr einziges Problem, denn selbstverständlich stellen sich den Abenteurern immer wieder lästige Shy Guys, Koopas, Buu Huus und andere Ungetüme der zuckersüßen Sorte in den Weg. Diese gilt es in den meisten Fällen nach dem ewig bekannten Spielprinzip entweder mit der langen Schlabberzunge einzuziehen, mit Eiern abzuschießen oder mit einem gut getimten Sprung auf ihr Haupt zu beseitigen. Doch wie so oft ist das nicht die höchste Hürde, die die Entwickler den Spielern bereiten, im Zentrum aller Aufgaben steht nämlich das Aufspüren der zwanzig roten Münzen, fünf Blumen sowie der Levelabschluss mit einem vollen Sternenzähler. Häufig sind die Schätze sehr leicht zu finden, so manches Mal ist die Suche aber herrlich verzwickt. Es kann durchaus mal vorkommen, dass eine Blume erst erscheint, sobald ihr ein Wölkchen (derer es in jedem Level übrigens auch mehrere gibt) mit einem Ei abgeschossen habt. Darüber hinaus gibt es natürlich auch einige geheime Orte im Spielverlauf, die beispielsweise hinter verschlossenen Türen liegen. Dem Spieler sei also angeraten, zu jeder Zeit wachsam zu sein, um jeden Pfad aufzudecken. Die Vollständigkeit in seiner Sammlung über die gesamte Spielzeit hinweg zu wahren ist demnach eine wahre Herkulesaufgabe, die den ein oder anderen Spieler durchaus fordern wird - spätestens im fortgeschrittenen Spielverlauf.

Und wo wir das Thema „Eier“ schon mal angerissen haben, wollen wir auch die erste Neuerung des Spiels unter die Lupe nehmen: Die Riesen-Eier. Während die normalen Eier, von denen Yoshi übrigens nur sechs Stück auf einmal transportieren kann, durch das Herunterschlucken normaler Feinde gewonnen werden, braucht es für ein Riesen-Ei einen überdimensionalen Shy Guy, der von Zeit zu Zeit aus einer ebenso wuchtigen Röhre emporsteigt. Yoshi kann bekanntlich alles Erdenkliche schlucken - und so bedarf es für einen solchen Riesen nur ein wenig bemühtes Button-Smashing, um ihn in den Dinomagen zu befördern und schlussendlich zu transformieren. Der Vorteil der Riesen-Eier ist allerdings enorm, denn sie können problemlos gigantische Barrieren wie eine Ansammlung von Röhren zerschlagen und euch damit zu weiteren Münzen verhelfen. Ferner gibt es auch noch die ebenso großen Metall-Eier, die aus stählernen Shy Guys gewonnen werden, und euch daraufhin dabei helfen, unter Wasser zu tauchen oder steinerne Hindernisse zu beseitigen. Haben wir schon gesagt, dass das verdammt hilfreich ist?

Zu Land, zu Wasser und in der Luft!
Die zahlreichen neuen Verwandlungen, zu denen Yoshi fähig ist, sind schon längst kein Geheimnis mehr. Während er in seiner Helikopter-Form luftige Höhen erkunden kann, wird er in winterlichen Gebieten zum Schlitten. Als Presslufthammer durchquert er steinerne Labyrinthe, unter Wasser bewegt er sich als U-Boot fort und auch zum Heißluftballon kann unser Held werden. Sogar als Minenlore kann Yoshi agieren! Eines haben alle Transformationen gemeinsam: Sie machen Gebrauch von der ureigenen Bewegungssteuerung des 3DS. Allein das haucht dem Jump 'n' Run dermaßen viel frischen Wind ein, Worte können dieses unverbrauchte Spielgefühl in den besagten Etappen eigentlich nicht beschreiben. Da der Gyrosensor des 3DS noch dazu auch absolut präzise arbeitet, lässt sich absolut kein Kritikpunkt an den innovativen Spielabschnitten finden. Klar, der Beschreibung nach mögen sich die entsprechenden Aufgaben kinderleicht anhören, doch stellen die Level, in denen die Bewegungssteuerung gebraucht wird, durchaus eine Herausforderung dar.

Von Zeit zu Zeit werdet ihr auch auf die sogenannten Yoshi-Sterne stoßen, die es in zwei Farben gibt. Die goldenen Yoshi-Sterne befähigen euch dazu, an Wänden und Decken entlangzuflitzen, während euch die rot gefärbten Sterne einen ordentlichen Temposchub verleihen. Doch damit ist Yoshis Power-Up-Vorrat noch lange nicht erschöpft: Zahlreiche unterschiedliche Wassermelonen lassen den Dino beispielsweise Feuer speien oder Kerne auf Gegner spucken. Eine abwechslungsreiche Erweiterung des Waffenarsenals! Und solltet ihr dann doch einmal vor schier unüberwindbaren Problemen stehen, hilft euch Röhren-Rudi prompt weiter, indem er euch nach dem mehrfachen Bildschirmtod mit den Flatterflügeln beschenkt. Mit eben diesen kann Yoshi eine ganze Weile durch die Luft fliegen und so Gegnern oder Fallen ausweichen.

Levelvielfalt ohnegleichen
Was das geübte Spielerauge schon nach wenigen Spielstunden erkennt: Eine der größten Stärken dieses spielerischen Spektakels liegt im herausragenden Leveldesign. Jedem einzelnen Spielabschnitt liegt eine konkrete Idee zugrunde, jedes Level hat eine ganz besondere Identität. Das Herzblut, welches hier literweise geflossen sein muss, ist in jedem Moment zu spüren. Beispiele gefällig? Das Level „Wippen-Wahnsinn“ in der zweiten Welt besticht mit seinen waghalsigen Wippen, von denen ihr nur zu leicht herunterstürzen könnt. In „Von Buu Huus umschwärmt“ werdet ihr von einer Menge Buu Huus gepiesackt, die euch nicht von der Seite weichen und sogar attackieren, sobald ihr nicht in ihre Richtung blickt.

Doch nicht nur in Sachen Gameplay unterscheiden sich die einzelnen Level voneinander, auch optisch legen sie Wert auf eine individuelle Komponente. Von frühlingshaften Grünflächen bis hin zur winterlichen Schneelandschaft werden euch allein schon in den Welten diverse Themen geboten, die Level selbst scheuen sich aber auch nicht, euch zum Beispiel in Grotten und Unterwasserwelten zu schicken. Ein heißer Kandidat für die liebenswürdigsten Umgebungen auf dem 3DS!

Zahme Bossgegner
Ihr seid auf der Suche nach epischen Bosskämpfen, die euch mit ihrer Wucht den Atem rauben? Wohl oder übel ist Yoshi's New Island nicht die richtige Anlaufstelle für euch. Die Fights bieten euch nämlich keine allzu großen Herausforderungen, wenn ihr etwa auf Hektor Hülsenfrucht, eine überdimensionale Bohne, oder auf den eher zahnlosen Graf Zahn, eine gigantische Fledermaus, trefft. Nach exakt drei Schüssen knicken die Bosse schon ein, was ein Grund für den zwar ausreichenden, nichtsdestotrotz aber ausbaufähigen Umfang ist.

Steuerung:
Im Bereich der Handhabung gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Während Yoshi mit der A-Taste zum Sprung ansetzt, wird der Waschlappen mit B ausgefahren. Die X-Taste dient dem Zielen und bei nochmaliger Betätigung dem Abschießen der Eier, die Yoshi mit sich herumträgt. Achtung: Mit der linken Schultertaste oder dem Y-Knopf ist es möglich, das Fadenkreuz beim Zielen zu fixieren, damit die Kontrolle vor dem Abschuss leichter fällt. Ferner läuft der kleine Dino per Schiebepad oder Steuerkreuz - je nach Wahl. „Was könnte man da noch besser machen?“, wird an dieser Stelle jeder Unkundige fragen, doch die Antwort fällt leicht: Wenig. Es gibt aber gewisse Spielsituationen, da frustet die Steuerung doch sehr. Drückt ihr in der Luft nach einem Sprung nämlich nochmals A, setzt Yoshi zum Flatterflug an und strampelt sich die Seele aus dem Leib. Dieser Flatterflug kann mehrmals am Stück wiederholt werden. Leider lässt sich der richtige Zeitpunkt zum Betätigen der Taste in dieser Kette nicht immer abschätzen und ein wenig unpräzise geht die Flatterfliegerei auch vonstatten, sodass man das ein oder andere Mal in die Tiefe stürzen könnte. Die Bewegungssteuerung dagegen ist, wie bereits erwähnt, außerordentlich gelungen und begeistert bei jedem Einsatz!

Grafik:
Selten wurde die Optik eines Spiels, im Speziellen der Stil eben dieser, vor dem Release so ausgiebig diskutiert. Dabei sollte die Frage eigentlich lauten: Welcher Grafikstil könnte besser zu solch einem knuffigen Spiel passen? Malerischer und opulenter war ein Yoshi-Titel jedenfalls noch nie, obgleich sie immer einen ganz besonderen Charme hatten. Die liebevolle Gestaltung setzt der wunderbaren Technik die Krone auf, wenngleich man natürlich kein grafisches Feuerwerk erwarten darf. Nein, die Optik sammelt auf einer anderen Ebene Punkte. Hier sind insbesondere Kreativität, künstlerisches Verständnis und Detailreichtum - auch und gerade bei den wunderschönen Hintergründen - eingeflossen. Darüber hinaus ist der 3D-Tiefeneffekt im gesamten Spielverlauf nutzbar, maßgeblich ist er für das Spiel mit den Ebenen, also für den sichtbaren Unterschied zwischen Vordergrund und Hintergrund, verantwortlich. Wenn Yoshi noch dazu in zuckersüßer Manier durch eben diese eindrucksvollen Welten tobt - was soll man hier nur kritisieren?

Sound:
Musikalisch wird typische Yoshi-Kost geboten. Maßgeblich trifft man auf altbekannte, aber deshalb nicht minder schöne oder passende Melodien, welche den kunterbunten, kindlichen Stil des Spiels atmosphärisch unterstreichen. Zwar wiederholen sich die Klänge häufiger, doch stört das bei diesen hartnäckigen Ohrwürmern keineswegs. Qualitativ wird in der Musik von Yoshi's New Island jedenfalls durchgängig hochwertige Kost geboten - die knuffigen Yoshi-Laute tun ihr Übriges, um dem Spieler ein verzaubertes Schmunzeln zu entlocken.

Multiplayer:
Ja, ihr habt richtig gehört! Auch eine Hüpferei wie diese kann einen Multiplayer bieten! Es handelt sich um eine ganze Reihe von Minispielen, welche per Download Play mit einem anderen Spieler geteilt werden können. Insgesamt enthält der Titel sechs Minispiele, die nichts mit dem eigentlichen Spielgeschehen zu tun haben. Viel mehr handelt es sich um kurzweilige Action, welche je nach Minigame im kooperativen oder auch kompetitiven Modus erlebt werden kann. In „Eiertanz“ etwa gilt es, Eier auf möglichst viele Ballons zu werfen, während in „Feindesfestmahl“ Gegner geschluckt und dann schnellstens zu Eiern verarbeitet werden müssen. „Highscore-Jagd“ ist sicherlich der beste Begriff, um das Treiben zu umschreiben.

Fazit:
Der vielleicht beste Titel des Jahres feiert seine Veröffentlichung schon im Frühjahr. Knapp einen Monat vor Ostern begeistert uns das kunterbunte Volk der Yoshis einmal mehr, denn wirklich relevante Schwächen hat Yoshi's New Island nicht. Natürlich ist das kurzweilige, suchterregende Spielprinzip, welches auf viele altbewährte Muster, aber auch auf neue, belebende Elemente wie Yoshis Verwandlungen zurückgreift, die große Stärke des Spiels, aber auch die ansehnliche Optik mit gelungenem 3D-Effekt muss sich keinesfalls verstecken. Des Weiteren könnte die musikalische Untermalung für den ein oder anderen eintönig wirken, die herzerweichenden Melodien machen das aber prompt wieder wett. Auch der Multiplayer macht ordentlich Laune, wenn es mal eine kurze Partie mit einem Freund sein soll. Anlasten kann man diesem wunderbaren Titel, der beinahe Besitz vom Spieler ergreift, lediglich die selten frustrierende Steuerung, den niedrigen Schwierigkeitsgrad in Bosskämpfen und den ausbaufähigen, aber dennoch ordentlichen Umfang, denn nach höchstens 20 Stunden ist der Spaß vorbei. Insgesamt wäre es allerdings eine Straftat, diesen zauberhaften Inselrundgang nicht zu empfehlen!

Ist auf Yoshi's (New) Island gelandet und will gar nicht mehr weg: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Frische Gameplay-Elemente und niedliche Optik zaubern ein Jump 'n' Run der Extraklasse!

Wertung

LEVELDESIGN:

10

ABWECHSLUNG:

9.0

TECHNIK:

8.0
9
von 10

Altbewährtes Spielprinzip…

…mit neuen Elementen

Niedliche Optik

Abwechslungsreiche Level

Unterhaltsamer Multiplayer

Passende Klangkulisse

Bosskämpfe zu leicht

Selten unpräzise Steuerung

Etwas mehr Umfang hätte nicht geschadet

Wie werten wir?

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