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Spielname:
LEGO Legends of Chima: Laval's Journey

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Warner Bros.

Developer:
TT Games

Genre:
Action Adventure

Release:
21.06.2013 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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LEGO Legends of Chima: Laval's Journey

Review: LEGO Legends of Chima: Laval's Journey

Alexander Schneider, 03.09.2013

4827°

4

Test mögen: Weitersagen:

Lego-Spiele haben eine lange Tradition - bestes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist Lego City Undercover, das vor allem auf der Wii U Aufsehen erregte. Schon damals glänzte nicht alles, was auf den ersten Blick goldig wirkte, denn auch der letzte Lego-Ableger hatte im Handheld-Sektor deutliche Mängel zu verzeichnen. Nun wagt Publisher Warner Bros. Interactive Entertainment einen neuen Anlauf und will mit dem brandneuen Franchise Legends of Chima sowie dem dazugehörigen Videospiel LEGO Legends of Chima: Laval's Journey neue Wege gehen. Natürlich stellt sich da prompt die Frage, wie sich der Titel in die Riege der Lego-Verwandtschaft einreiht, was für Schwächen er aufweist oder ob Verbesserungen vorgenommen wurden. Kann das idyllische Königreich Chima mit einer gelungenen Grafik auftrumpfen? Fordert das Spiel auch ältere Spieler oder richtet es sich nur an die junge Generation? All das und noch viel mehr werden wir im folgenden Test auflösen.

Schurken im Märchenland
Die Hintergründe der Story sind schnell erklärt, denn trotz der altbekannten Grundsatzfragen nach Gerechtigkeit und Freundschaft, nach Heldentum und auch Ehre, sind die Zusammenhänge doch recht simpel gestrickt. Auch arg junge Spieler kommen damit in den Genuss der recht anspruchslosen Geschichte. Hauptprotagonist ist der mutige Löwe Laval, der schon auf dem Cover des Games prangt. Dieser macht sich also in ein waghalsiges Abenteuer auf, um seinen ewigen Erzfeind, den Krokodilkönig Cragger, in die Schranken zu weisen. Dieser nämlich möchte die Mächte der sagenumwobenen Tripel-Chi-Rüstung missbrauchen, um das Land Chima in Unfrieden und Chaos zu stürzen.

Klingt nach einer gewaltigen Prise Schwierigkeiten, zumindest für unseren Helden - und vor genau diese wird der Spieler von Beginn an gestellt. Ganz gleich, ob feindliche Allianzen voller rasender Krokodile oder unwirtliche Umgebungen, die den Spieler vor die ein oder andere mehr oder minder tückische Herausforderung stellen: hier wird so einiges geboten. Trotz aller Ereignisse wirkt die Story auf Dauer doch sehr plump. An diesem Umstand kann auch die mäßige deutsche Sprachausgabe, deren Vorhandensein natürlich dennoch löblich ist, eher wenig ändern. Aufgrund der oberflächlichen Erzählung ohne jeden Tiefgang wird ein jeder Spieler vorausahnen können, wie die Story verläuft, und selbst jüngere Spieler dürften recht schnell über Unterforderung klagen.

Auf Tour mit der Gemeinschaft des Laval
Fünfzehn Level bietet uns der Action-Titel, doch sind diese trotz so einiger Rätsel, die zwischenzeitlich aufkommen, recht linear und durchschaubar geraten. Wir beginnen unser Abenteuer auf dem ungemütlichen Spiralberg und schwingen uns durch die farbenfrohen Level wie den Gorillawald und die Nashorngrube, bis wir schließlich den feindlichen Krokosumpf erreichen. Das mag an dieser Stelle vielfältig klingen, doch fehlt trotz der optisch abwechslungsreichen Spielabschnitte jegliche Herausforderung, von Überraschungsmomenten braucht man da gar nicht erst anzufangen.

Natürlich wird ein jeder Lego-Fan und selbst so mancher Klötzchenverweigerer Spaß mit dem Titel haben können, denn großen Wiedererkennungswert haben Lego-Spiele immer. So auch hier: Die aus den bunten Steinchen erbaute Welt mit ihren Bestandteilen, die durch gezielte Schläge in ihre Einzelteile zerlegt werden können, wird dann und wann jedem Zocker ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Da ist es völlig egal, ob das Gameplay ansonsten noch so trostlos ist. Auch in Laval's Journey gibt es wieder eine ganze Horde freischaltbarer Charaktere - sechzig an der Zahl -, welche ganz besondere Fähigkeiten haben. So manches Rätsel kann nur mit einem bestimmten Charakter gelöst werden, da nur dieser eine gewisse Fähigkeit beherrscht. Okay, anspruchsvoll klingt auch das nicht, da dem Spieler vieles wie auf dem Silbertablett serviert wird. Die Lösung liegt also meist schon auf der Hand, obgleich ein etwas höherer Schwierigkeitsgrad sicherlich für mehr Motivation und längere Spieldauer gesorgt hätte.

Problemlos durch die Gegnermassen
Selbstredend machen altbekannte und immer wieder eingestreute Mechanismen wie beispielsweise das Zusammenbauen mehrerer Legosteine zu einer Brücke oder einer Rampe kurzzeitig Laune, doch wirklich neu oder gar fordernd sind solche Einlagen nun wirklich nicht. Ferner verlangen auch die Kämpfe nicht allzu große Fähigkeiten des Spielers und laufen immer nach demselben Schema ab. Schon nach ein paar präzisen Hieben sind die meisten Gegner am Boden und können keine Gegenwehr mehr leisten, sofern sie es überhaupt jemals getan haben - die erschreckend schwache KI brauchen wir da wohl nicht mehr zu thematisieren.

Komplettiert wird das Ganze durch etwas zähe Klettereinlagen, riskante Ausweichmanöver, wenn euch etwa rollende Felsen ereilen, und das obligatorische Schwingen über die zahlreichen Lianen, die ihr im Spiel immer wieder antreffen werdet. Passabel und gerade für jüngere Spieler, die vielleicht sogar mit der neuen Lego-Marke rund um den knuffigen Löwen vertraut sind, ganz bestimmt ein kurzweiliger Spaß, doch mal ehrlich: Im Normalfall lockt man damit doch keinen Spieler hinter dem Ofen hervor. Wäre der Spaß als günstiges eShop-Spiel für viele wohl noch ein willkommener Begleiter gewesen, so wirkt der Vollpreis für die Software einfach nur arg übertrieben. Man muss dem Ableger definitiv seine Vielfalt an Charakteren zugutehalten, Gorilla Gorzan und Worriz der Wolf sind ohne Frage unterhaltsame Zeitgenossen. Auch der besondere Charme und Wiedererkennungswert eines jeden Protagonisten weiß zu begeistern, ebenso wie die mitunter weitläufige, lineare Welt in den einzelnen Spielabschnitten. Die geheimen, teils tückisch versteckten Bereiche in so einigen Leveln sorgen für ein wenig Abwechslung, und doch verbleibt am Ende nur noch die Frage nach Sinn und Unsinn dieser Veröffentlichung, wenn man die latente Unterforderung der eigenen Wenigkeit in Betracht zieht.

Steuerung:
Der Teilbereich, in dem man am ehesten ein gewaltiges Lob aussprechen kann – was auch nicht unwichtig ist, wenn man die junge Zielgruppe bedenkt. Und nach diesem Motto haben die Entwickler auch gehandelt! Die simple, einprägsame Steuerung sorgt für störungsfreien Spielfluss, da sie innerhalb einer Sekunde erlernt werden kann. So wird euer Protagonist per Schiebepad durch die Level manövriert, mit der B-Taste setzt er zum Sprung an. Via Y-Taste zückt ihr euer Schwert und attackiert die heraneilenden Gegnerscharen. Die restlichen Tasten ruhen dafür, immerhin darf das Steuerkreuz aber noch als alternative Kontrolleinheit anstelle des Schiebepads genutzt werden.

Grafik:
Passend zum Waffen-Inventar: Die optische Komponente ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen besticht der Titel natürlich mit seiner farbenfrohen, lebendigen Optik, mit durchdachten und schön gestalteten Arealen und mit nettem 3D-Effekt, der dem Spielvergnügen durchaus zugute kommen kann. Mit keinem Wort würden wir die technische Seite des Spiels je als schlecht bezeichnen, immerhin handelt es sich um eine gerade für derartige Lizenztitel durchaus sehenswerte Optik, die ihre Glanzpunkte setzen kann. Und doch bleibt ein etwas bitterer Beigeschmack. Es stellt sich nämlich nicht selten die Frage, ob all das nicht schon zumindest in Teilen auf dem Nintendo DS möglich gewesen wäre. Trotz all der positiven Seiten muss nämlich deutlich angemerkt werden, dass es sich bei diesem Titel natürlich nicht um ein grafisches Highlight handelt. Schön anzusehen ist das Königreich Chima allemal, die Höchstwertung kann für die allenfalls akzeptable Optik aber nicht im Entferntesten vergeben werden – teils liebevoll erdachte und erwähnenswerte Lego-Umgebung hin oder her.

Sound:
Die technischen Bestandteile des Spiels können sich die Hand reichen, denn sowohl Grafik als auch Klangkulisse folgen einer ähnlichen Marschroute. Letztere sorgt ebenfalls für ein anerkennendes Lächeln, ohne Begeisterungsstürme auszulösen. Der maßgeblich orchestrale Soundtrack ist zwar durchaus imposant, auf Dauer jedoch zu monoton, da sich die Stücke ziemlich ähneln. Insgesamt fügt sich die Musik dennoch schnell in das Spielgeschehen ein und weiß die actionreiche Szenerie auch gut zu untermalen. Ein Kompliment gilt auch der sicherlich aufwändig zu stemmenden Sprachausgabe. Diese tut dem Spiel und vor allem den Zwischensequenzen merklich gut, wenngleich sie nicht immer gleichbleibend hohe Qualität bietet.

Fazit:
LEGO Legends of Chima: Laval's Journey ist definitiv eine Sache für sich: Es handelt sich um eine neue Marke aus dem Hause Lego und doch erfindet der Ableger das Rad nicht neu. In der Tradition der bekannten Lego-Games können auch hier die Noppen eben zerstörter Objekte eingesammelt werden, auch der grundsätzliche Ablauf des Spielgeschehens ähnelt früheren Werken. Man setzt bewusst auf die bekannten Stärken der Lego-Spiele, wie etwa das actionreiche Gameplay und die nette Grafik, ohne dabei aber auch die Schwächen auszumerzen. So könnte man den Schwierigkeitsgrad auf einer Skala unter Null einordnen, ebenso den Anspruch der plakativen und klischeehaften Story. Die teils kurzweiligen Rätsel und auch die soliden Zwischensequenzen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um einen Titel handelt, der weder im Gameplay noch in der Geschichte Tiefgang bieten kann. Selbst auf den in einigen Lego-Titeln allgegenwärtigen Humor hat man fast gänzlich verzichtet. Unterm Strich handelt es sich bei Laval's Journey um einen Titel, der das jüngere Fan-Publikum durchaus zufriedenstellen wird. Ältere Semester jedoch sollten besser die Finger von diesem Spiel lassen, das zu keiner Sekunde die Erwartungen eines anspruchsvollen Zockers erfüllen kann. Muss es aber auch nicht - der Zielgruppe wird's gefallen!

Verblüfft ob der beinahe widerstandslosen Attitüde der Krokodile: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Unterforderung in Chima - grafisch ordentliches Lizenzspiel für die jüngere Zielgruppe.

Wertung

SPIELWELT:

6.0

ABWECHSLUNG:

5.0

TECHNIK:

6.0
5
von 10

Nette Grafik…

Sprachausgabe…

Kurzweilige Rätsel…

Einprägsame Steuerung

Passender Soundtrack

Viele spielbare Charaktere

…ohne Highlights

…die nicht immer gelungen ist

…ohne jeglichen Anspruch

Zu leichter Schwierigkeitsgrad

Vorhersehbare Level

Langzeitmotivation gleich null

Schwache Story

Wie werten wir?

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4 Kommentare