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Spielname:
Dillon's Rolling Western: The Last Ranger

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
9,99 €

Publisher:
Nintendo

Developer:
Vanpool

Genre:
Action

Release:
27.06.2013 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Dillon's Rolling Western: The Last Ranger

Kurztest: Dillon's Rolling Western: The Last Ranger

Tjark Michael Wewetzer, 15.07.2013

2292°

1

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Da rollt er wieder, Nintendos neuer Sheriff. Wieder fleißig damit beschäftigt, leckere Nutztiere vor gefräßigen Steinmonstern zu beschützen. Dillon's Rolling Western gehört trotz mehrerer spürbarer Schwächen zu den interessanteren neuen IPs, die der Traditions-Hersteller über den eShop aufgebaut hat – allein schon aufgrund des immer noch relativ unverbrauchten Western-Settings. Mit Dillon's Rolling Western: The Last Ranger wird nun zum zweiten Streich angesetzt und an der im ersten Spiel etablierten Formel fleißig gefeilt. Ob sich dieser Aufwand gelohnt hat oder ob das grimmige Gürteltier stattdessen zurück zum Schießstand sollte, klären wir in unserem Kurztest.

Das tägliche Brot eines berühmten Rangers
The Last Ranger setzt ein Jahr nach den Ereignissen des Vorgängers an, erfordert allerdings keine Kenntnisse über eben diese. Das Wichtigste fasst das Intro sowieso noch einmal zusammen: Titelheld Dillon verdingt sich als Gesetzeshüter und beschützt diverse Western-Städtchen vor Steinmonstern, die es auf die hiesigen Nutztiere abgesehen haben. In diesem Teil muss er dabei auch einen Zug eskortieren, der Vorräte für diverse Ortschaften in petto hat. Im Prinzip bleibt also alles beim Alten, nur eben mit einem zusätzlichen Verteidigungsziel.

Das heißt: Nach wie vor müsst ihr ganze drei Tage überstehen, bei denen ihr in der ersten Phase Rohstoffe sammelt, die Tierherde mit geeigneten Futtermitteln ein wenig vergrößert und Geschütztürme errichtet. Sobald der Abend einbricht und der Himmel sich blutrot färbt, will eine Angriffswelle wandelnder Felsen zurückgeschlagen werden. Die bewegen sich dabei stets auf vorgegebenen Pfaden, können allerdings über diverse Eintrittspunkte das Schlachtfeld betreten. Da ihr auf den recht großen Karten freilich nicht überall gleichzeitig sein könnt, will die Wahl und Platzierung der Geschütztürme gut überlegt sein – vor allem, weil ihr deren Positionen noch immer nicht frei bestimmen könnt, sondern an festgelegte Punkte gebunden seid.

Der wirklich letzte Ranger?
Dennoch haben einige Neuerungen Einzug gehalten, die euch das Leben einfacher machen. So könnt ihr beispielsweise Helfer anheuern, die in der Ruhephase Rohstoffe für euch sammeln und im Kampf tatkräftig das Feld aufräumen. Leider lässt die KI der Begleiter zu wünschen übrig: Selbst wenn ihr sie zu einem bestimmten Punkt beordert, missachten sie entweder eure Befehle für eine Weile oder bewegen sich auf dem ungünstigsten, vorstellbaren Weg dorthin. Das sind Momente, in denen man sich einen kooperativen Multiplayer-Modus wünscht. Den gibt es leider nicht, dafür könnt ihr per StreetPass Strategie-Pläne mit anderen Spielern austauschen. Besagte Pläne helfen euch übrigens auch bei eurer eigenen Runde enorm: Zwischen den Tagen könnt ihr so zum Beispiel einsehen, wo ein besonders hohes Gegneraufkommen herrschte. Auf diese Weise lassen sich Gegenmaßnahmen für die nächste Angriffswelle wesentlich besser planen.

Diese Neuerungen sind auch bitter nötig, denn Entwickler Vanpool hat den Schwierigkeitsgrad ein gutes Stück angezogen. Bereits die ersten paar Missionen erfordern von euch eine überlegte Geschütz-Platzierung und flinke Finger, um die Monster abzuwehren. Immerhin müsst ihr dank fairer Speichermöglichkeiten ein verlorenes Level nicht komplett von vorne anfangen, wenn ihr ausgerechnet am dritten Tag scheitert – umso besser, da eine Stufe alleine schon mal eine gute Stunde in Anspruch nehmen kann. In Sachen Technik machen sich bei The Last Ranger keine Verbesserungen bemerkbar. Warum auch? Der Western-Stil passte schon vorher hervorragend, die Musikstücke, wenn auch größtenteils aus dem ersten Spiel übernommen, unterstreichen die Atmosphäre gekonnt und die Charaktermodelle machen ebenfalls einiges her – trotz nach wie vor fehlender Mimik. Leider wirken die Areale zum Teil aber immer noch sehr eintönig und öde, was bei den angemerkten langen Aufträgen zuweilen auf die Motivation schlagen kann.

Fazit:
Der erste Teil schockierte durch seinen – für damalige eShop-Verhältnisse – teuren Preis, brachte dafür aber einiges an Spielzeit zum Ausgleich mit. Nur scheiterte es letztenendes an einigen Schwächen im Spieldesign, die uns den Spaß nicht vollkommen auskosten ließen. Wie schlägt sich nun Dillon's Rolling Western: The Last Ranger? Spürbar besser, das steht fest, aber immer noch nicht überragend. Die Level wirken immer noch unnötig gestreckt, die drei Runden umfassenden Erkundungstouren zehren mit der Zeit an euren Nerven. Der Zug als mobiles Verteidigungsziel ist eine nette Idee, doch sorgt dieser in Kombination mit dem ohnehin schon höheren Schwierigkeitsgrad auch für mehr Stress. Dabei helfen dann die neuen, anheuerbaren Begleiter, deren eher dürftige KI löst bei uns aber eher das Verlangen nach einem richtigen Koop-Modus aus. Kurzum: Mit The Last Ranger ist Dillon durchaus auf dem richtigen Weg, doch bevor wir den Titel nahezu uneingeschränkt empfehlen können, ist noch einiges an Tuning notwendig. Wer ein nettes Tower-Defense-Spiel mit einem coolen Setting haben möchte und gewillt ist, sich durch die Längen im Spielablauf durchzubeißen, kann aber dennoch beruhigt mit dem Gürteltier-Sheriff auf Monsterjagd gehen – sofern man nicht bereits nach dem ersten Teil bedient ist.

Dankt für den überfälligen Linkshänder-Modus: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Zweifelsfrei besser als sein Vorgänger, doch einige der Kernprobleme behebt das actionreiche Tower-Defense-Spiel leider immer noch nicht.

Wertung

Viele lobenswerte Detailverbesserungen

Fordernder Schwierigkeitsgrad...

Unnötig langgezogene Missionen

...der allerdings zu unschönen Sprüngen ansetzt

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1 Kommentar