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Spielname:
Hotel Transsilvanien

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Avanquest

Developer:
WayForward

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
04.12.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Hotel Transsilvanien

Tjark Michael Wewetzer, 18.01.2013

3358°

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Wir kennen das Spielchen: Wo ein beschaulicher Animationsfilm im Kino läuft, ist auch das dazugehörige Lizenzspiel nicht weit. Allerdings wissen wir auch nur zu gut, wie das in der Regel aussieht. Das haben Disney und Activision kürzlich erst wieder unter Beweis gestellt. Ein wenig Hoffnung fassten wir jedoch, als Hotel Transsilvanien in unser Testlabor schneite. Auf der Packungsrückseite erspähten wir nämlich, dass WayForward, Entwickler von Download-Perlen wie Shantae: Risky's Revenge und Mighty Switch Force, seine Finger im Spiel hatte. Taugt dieser Lizenztitel also tatsächlich etwas? Schauen wir doch einmal hinein...

Geburtstagsfeier auf Monsterart
Das Hotel Transsilvanien-Videospiel orientiert sich bei den Grundpfeilern an der Story des Films: Das Vampirmädchen Mavis feiert seinen 118. Geburtstag im Hotel von Vater Dracula, ein Mensch namens Jonathan verirrt sich in die Zuflucht der Monster und der Koch Quasimodo möchte diesen am liebsten gleich als Geburtstagsschmaus servieren. Mavis hat da jedoch etwas gegen und will den Jungen retten – was sich als gar nicht so leicht entpuppt, da zuerst einmal Paps bei den Party-Vorbereitungen Hilfe verlangt, bevor er ein offenes Ohr für die Sorgen seiner Tochter hat.

Was folgt, ist ein mit etwa fünf Stunden recht überschaubar langer Trip durch das ebenso moderat große Hotel. Beim Spieldesign haben sich die Macher ein wenig an den Castlevania-Teilen orientiert, die etwa auf dem DS erschienen sind. Soll heißen: Ihr könnt die ganze Behausung so weit auf den Kopf stellen, wie es eure Fähigkeiten zulassen. Nach und nach erhaltet ihr dann zusätzliche Moves, wie etwa den Wandlauf oder die Nebelform, die euch weitere Areale öffnen. Leider fördert die Erkundung auf eigene Faust praktisch nie wirklich lohnenswerte Funde zu Tage. Bis auf herumliegende Kristalle, von denen 200 eure Energieleiste um ein Herz erweitern, gibt es nämlich gar nichts einzusammeln.

Hotel Fetch Quest
Das heißt, nichts einzusammeln, was nicht dem Fortschritt der Story dient. Denn bevor ihr Jonathan helfen könnt, müsst ihr einiges an Zeug wiederbeschaffen. Zuerst überliefert ihr Zimmerschlüssel an Mavis' Geburtstagsgäste im Auftrag Draculas, dann helft ihr den Reinigungskräften mit verlorenen Gegenständen aus, beschafft die Koffer der Gäste wieder und so weiter und so fort... Eine Sammelaufgabe reiht sich an die nächste und das wirkt auf Dauer einfach monoton. Auch dass ihr dabei auf die ständig selben Gegnertypen stoßt – primär Skelette und Zombie-Pagen – fördert mehr den Gähn-Reflex als den Spielspaß. Zu Beginn regt sich sogar Mavis selbst über dieses ständige Hin-und-Hergelatsche auf, wo doch jemand in Not ist. Im Laufe des Spiels scheint sie sich jedoch ihrem Schicksal zu fügen und macht einfach munter weiter – vielleicht kommt sie ja irgendwann mal zufällig in Quasimodos Küche vorbei...

Worauf wir im Verlauf des Abenteuers öfter gestoßen sind, als es uns lieb war: Fehler. Es begann mit ein paar leichten Patzern bei der 3D-Darstellung, wo etwa ein Vordergrundobjekt nicht mehr ganz den Bildschirm ausfüllte und somit den Blick auf die Hintergrundebene freigab. Auf halbem Weg zum Ende brachten die Textboxen dann aber die Charakterporträts durcheinander, die die sprechenden Akteure repräsentieren, alle 30 Minuten faselte uns eine Textbox in der falschen Sprache an, dass wir regelmäßig Pausen machen sollen und an einer Stelle sind wir durch einen unglücklichen Sprung durch den Boden gefallen und mussten das Spiel neu starten – was übrigens aufgrund ständigem Speicherns beim Bildschirmwechsel weitaus weniger frustrierend ausfiel, als es hätte sein können. Kurzum: ein wenig mehr Feinschliff hätte dem Titel durchaus gut getan.

Steuerung:
Wenn Hotel Tanssilvanien etwas für sich verbuchen kann, dann ist es eine weitestgehend geschmeidige Handhabung. Mavis kann am Anfang lediglich auf Plattformen und Köpfe von Gegnern hüpfen. Neue Fähigkeiten nehmen dann nach und nach auf den verbleidenden Aktionstasten des 3DS Platz. Wirklich hakelig geraten ist dabei eigentlich nur der Wandlauf. Um den damit verknüpften Abstoß-Sprung wirklich zuverlässig und sauber hinzukriegen, ist nämlich ein verflixt gutes Timing nötig.

Grafik:
Wer bereits Shantae: Risky's Revenge gezockt hat, wird hier sofort die Handschrift von WayForward bemerken. Für 3DS-Verhältnisse sehen die Charakter-Sprites zwar eher sparsam modelliert aus, dafür überzeugen sie aber mit geschmeidigen Animationen. Auch die Hintergründe, so generisch sie manchmal wirken mögen, sind detailliert ausgeschmückt. Da wir es hier mit einem 2D-Plattformer zu tun haben, halten sich die 3D-Spielereien verständlicherweise in Grenzen. Aber immerhin gibt es einen netten Layer-Effekt zu bestaunen.

Sound:
Auch hier kann das Lizenzspiel punkten – zumindest teils. Einige der Songs gehen nämlich richtig ins Ohr, während andere wiederum eher lustlos im Hintergrund vor sich hin dudeln. Die stärkeren Tracks erinnern dabei ebenfalls dezent an Titel der Castlevania-Reihe – das gefällt! Wenn jetzt nur noch die Zombies mit ihrem ewig gleichen Gestöhne aufhören würden...

Fazit:
Um es auf den Punkt zu bringen: Nein, auch wenn WayForward eindeutig das eigene Shantae-Downloadspiel als Grundgerüst für die Videospielumsetzung von Hotel Transsilvanien gewählt hat, muss dabei noch lange kein universell einmaliges Spiel rauskommen. Dafür fühlen wir uns viel zu sehr zum Laufburschen verdammt, da wir stets durch das Hotel rennen, um für irgendjemanden Zeug aufzuspüren. Auch gibt es nicht wirklich viel Abseits des Hauptpfades zu entdecken, anders als bei ähnlich gearteten Spielen wie z.B. den DS-Castlevanias. Auf der anderen Seite können wir dem Spiel aber auch nicht einen gewissen Charme streitig machen – und wir haben schon weitaus größere Lizenzkatastrophen spielen dürfen. Wer noch nach einem unbeschwerten Präsent für jüngere Zocker sucht und dabei keine allzu großen Ansprüche stellt, kann zum reduzierten Preis gerne mal eine Reise ins Monster-Hotel warten. Der Rest verpasst allerdings auch nichts, wenn er es nicht tut.

Zieht wieder aus: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Buschbaum Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

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Castlevania Extra Light: Ein nettes Lizenzspiel, dem es allerdings eindeutig an Abwechslung mangelt.

Wertung

SPIELWELT:

5.0

ABWECHSLUNG:

4.0

TECHNIK:

6.0
5
von 10

Unbeschwerte Hüpferei

Solide Präsentation...

Äußerst einsteigerfreundlich

Einfallslose Aufgaben

…aber eher auf DS-Niveau

Kurzes Vergnügen

Wenig zu entdecken

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