PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Spike Chunsoft

Genre:
Rollenspiel

Release:
17.05.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:


Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Review: Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Alexander Schneider, 18.05.2013

8677°

9

Test mögen: Weitersagen:

In der Vergangenheit konnte sich die Pokémon Mystery Dungeon-Reihe zu einem wahren Geheimtipp mausern. Bereits seit dem Start der Reihe auf dem Nintendo DS hat sich das Spielprinzip zu einer ernstzunehmenden Alternative entwickelt, sofern man mal keines der gewohnten Pokémon-RPGs in den Modulschacht schieben möchte. Mit Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit liefert Nintendo den nächsten Teil und damit auch eines der letzten erhofften Highlights des Frühjahrs - bereits in unserem Hands-On machte der putzige Ableger eine gute Figur. Ob die Vollversion die Erwartungen sogar übertrifft? Man darf gespannt sein. Lest im Folgenden ebenfalls, ob der Sprung auf den 3DS auch in technischer Hinsicht geglückt ist. Unmengen an mysteriösen Dungeons haben uns nicht davon abgehalten, euch Eindrücke aus der kunterbunten Pokémon-Welt mitzubringen.

Monstermäßig: Ein neues Leben
Schon die ersten Sequenzen ziehen den Spieler in ihren Bann: Wo sind wir? Ist das alles nur ein böser Traum? Der Hilferuf eines Pokémons! Eine erbarmungslose Jagd! Und dann? Wir verwandeln uns - so geheimnisvoll das auch klingen mag - urplötzlich in ein Pokémon. Warum? Niemand kennt eine Antwort. Auch die Bedeutung des furchterregenden Nachtmahrs bleibt uns verborgen. Doch auch positive Wellen schlagen uns entgegen: Zuallererst habt ihr anders als in den Vorgängern, die einen Persönlichkeitstest erforderlich machten, direkt die Wahl - welches Taschenmonster möchtet ihr gerne sein? Zur Auswahl stehen Pikachu, Ottaro, Serpifeu, Floink und Milza. Nicht sonderlich überraschend, handelt es sich doch immerhin um die aktuellen Starter-Pokémon und um zwei weitere, höchst beliebte Bewohner der Pokémon-Welt. Wir nehmen Milza - wirkt ja auch recht putzig - und machen uns auf den Weg ins Abenteuer! Oder fallen doch eher in dieses hinein... Autsch!

Auf dem hier nicht nur sprichwörtlich gemeinten Boden der Tatsachen angekommen ereilt uns der Weckruf eines anderen Pokémons - der Spieler hat wieder einmal die Qual der Wahl, welches der fünf Taschenmonster er für sich beanspruchen möchte. Wählt euren Partner mit Bedacht! Er wird euch auf Schritt und Tritt folgen und immer Hilfe leisten. Unsere Wahl, Pikachu, berichtet von einem nahegelegenen Grundstück, welches es erworben hat. Warum zum Teufel kauft sich ein Pikachu ein Grundstück? Das hat durchaus nennenswerte Gründe. Unser Freund will dort für ein Pokémon-Paradies sorgen, das sich gewaschen hat! In diesem Ort der Idylle sollen alle anwesenden Pokémon in Harmonie leben können und gemeinsam spannende Abenteuer erleben. Dies ist auch dringend notwendig, immerhin verhalten sich viele Artgenossen mittlerweile sehr seltsam, manche gar kriminell und aggressiv. Und von da an beginnt die wilde Fahrt in ein kurioses und gleichsam mitreißendes Abenteuer voller kurzweiliger Kämpfe, gefährlicher Dungeons, neuer Bekanntschaften und unerwarteter Entdeckungen.

Ab in die Tiefe...
Kenner der Mystery Dungeon-Serie werden das Gameplay noch im Schlaf beherrschen. Zwar bietet das Spiel durchaus einen beachtlichen Teil an RPG-Kost, doch ist diese aufgrund des sehr einfach gestrickten Aufbaus und der kindlichen Story - welche für ein Pokémon-Game allerdings dennoch passend ist - durchaus zu vernachlässigen. Interessanter wird es da schon, wenn man Bezug auf die massig vorhandenen Dungeons nimmt, die diese Welt nunmal mit sich bringt. In eben diesen wollen Missionen erledigt, Items gesammelt und Kämpfe zwischen euch und anderen Pokémon, die euch attackieren, ausgefochten werden. Die oft finsteren Gewölbe bieten gleich mehrere Etagen, doch verändern sich die zufallsgenerierten Höhlen bei jedem Besuch - für Abwechslung und regelmäßige Neuerungen ist somit mehr als gesorgt. Die Missionen, die in den Dungeons abgearbeitet werden wollen, gleichen sich im Spielverlauf dafür umso mehr: Mal sollen Items - oft in einer gewissen Menge - gesammelt werden, mal soll ein Pokémon gefunden werden und manchmal geht es auch einfach nur darum, ein bestimmtes Taschenmonster aus dem Weg zu räumen.

Zu Beginn stellen sich eben diese Aufträge auch noch sehr unterhaltsam dar, sie können sogar durchaus zufrieden stellen, mit der Zeit allerdings kommt ein wenig Langeweile auf, wenn man das häufig gleiche Schema des Gameplays in Betracht zieht. In dieser Hinsicht gleicht das Prinzip den Vorgängern - Fans, die auf frische Ideen und Innovationen gehofft haben, gehen in dem Bereich leider leer aus. Dafür lassen sich die besagten Missionen oft recht schnell erledigen, sodass der Spieler nicht allzu lange daran hängen bleibt. Die Story-Missionen, an die man sich zwischendurch begeben kann, sorgen für ein weit höheres Maß an Begeisterung. Hier wird die eigentliche Geschichte erzählt, hier wird für Spannungsaufbau gesorgt. Gerade die vielen neuen Pokémon, die in solchen Momenten ins Spiel kommen, sorgen für Freude. Da sie aus den üblichen Pokémon-Spielen wohlbekannt sind, zaubern sie jedem Spieler ein Lächeln ins Gesicht.

Willst du kämpfen?
Die kurzweiligen Kämpfe in den jeweiligen Dungeons sind natürlich ein belebendes, zentrales Element des Titels. Die oft recht possierlichen Gegner tauchen in den jeweiligen Höhlen in der Regel ziemlich plötzlich vor euch auf und fordern zum rundenbasierten Gefecht. Jeweils bis zu vier Attacken können von eurem Partner und euch erlernt werden, was natürlich an die Kämpfe in den normalen Pokémon-Spielen erinnert. Die verschiedenen Pokémon agieren dabei auf einem Rasterfeld, Angriffe sind meist nur aus nächster Nähe möglich. Positioniert euch also am besten nur ein Feld neben dem Feind - und schon geht der Schlagabtausch los. Manche Moves bieten aber auch mehr Reichweite und fordern keine Kuschelposition zwischen euch und dem Gegner. Das bietet euch etwas Spielraum bei der Angriffs-Planung. Erfolg in den Fights bringt wertvolle Erfahrungspunkte und damit Werte-Steigerungen (KP, Angriff, Verteidigung etc.) sowie neue Attacken. Eure KP regenerieren überdies mitunter durch reine Fortbewegung, sodass der Tod nur bei richtig harten Einzelkämpfen eine ernsthafte Gefahr darstellt. Einfach wird das Spiel dadurch aber noch lange nicht, da Hagel beispielsweise stetig KP abziehen kann und sogar das Heilen bei Fortbewegung verhindert.

Die zahlreichen Items, die man überall in den Dungeons auffinden kann, sollten selbstredend auch von Interesse sein. Hier ist vor allem auf Samen, Beeren und Orbs hinzuweisen, welche ganz unterschiedliche Effekte haben können. Belebersamen beispielsweise können einem bereits besiegten Pokémon neues Leben einhauchen, während Plosivsamen für explosive Angriffe auf die Gegner sorgen, Beeren dagegen haben Heileffekte. Zahlreiche Items können auch in einer Truhe in Raststadt aufbewahrt werden – zu diesem Ort später mehr – was man auch unbedingt tun sollte. Alles, was bei eurem Ableben in den Taschen verweilt, verliert ihr nämlich. Nach den Kämpfen können sich besiegte Pokémon in manchen Fällen eurem Team anschließen - maximal vier Pokémon darf der Spieler aber nur mitnehmen. Während die anderen Tierchen, die aufgrund dessen nicht mehr ins Team passen, im Pokémon-Paradies verweilen, erhalten sie dennoch Erfahrungspunkte. Möchte wohl jeder gerne: Vorteile, selbst wenn man auf der faulen Haut liegt.

Raststadt: Mittelpunkt allen Geschehens
Nach den jeweiligen Missionen erhaltet ihr meistens Poké-Dollar. Mit dem Geld könnt ihr in Raststadt, dem Zentrum des Handels, Waren und Dienstleistungen einkaufen. Haut also ab und an schön auf den Putz! Erwerbt Items, aber auch Baumaterialien und Paradies-Punkte, mit welchen ihr das anfangs noch kahle und trostlose Pokémon-Paradies wieder auf Vordermann bringen könnt. Sorgt für fruchtbares Land, für Felder, auf denen ihr eure Beeren anpflanzen könnt, für besiedelbare Gebiete, die euch eine Vielzahl an Pokémon ermöglichen, und für weitere Institutionen wie Dojos, in denen ihr trainieren könnt, um stärker zu werden. Und wenn wir schonmal dabei sind, können wir an dieser Stelle gleich auch das neue Levelsystem der Attacken erwähnen: Solltet ihr eine bestimmte Attacke wie beispielsweise Kratzer häufig verwenden, wird diese stärker und erhält zudem noch mehr AP. Auch andere Pokémon in eurem Team, die dieselbe Attacke beherrschen, profitieren automatisch davon, da die Vorteile auch für sie Geltung haben. Auf Dauer kann sogar eine Team-Attacke eingesetzt werden, die größeren Schaden in einem größeren Umfeld anrichtet als die Einzelangriffe.

Eine weitere Neuerung besteht darin, dass ihr mithilfe von Victinis V-Roulette Kontrolle über die V-Winde erlangt, welche sich von Mission zu Mission ändern. So manches Mal bringen sie also Vorteile für Pflanzen-Pokémon mit sich, an anderen Tagen haben Elektro-Pokémon eher Nachteile. Die V-Winde stärken je nach Tag einen bestimmten Pokémon-Typ, während sie einen anderen schwächen. Ferner können eure Taschenmonster nicht mehr hungrig werden - dieser Aspekt sorgte bei so manchem Spieler der Vorgänger für viel Frust. Dies nimmt dem Spiel zwar einiges an Anspruch, sorgt bei vielen Fans wohl aber auch für Erleichterung, weil der Hunger der Pokémon schlichtweg nicht mehr beachtet werden muss.

Portale, wo das Auge - oder die Kamera - nur hinblickt
Ein weiteres Feature des Spiels sind die Magnaportale. Diese könnt ihr in eurer Umgebung per Augmented Reality ausfindig machen. Runde Objekte müssen dabei mit der Außenkamera des 3DS gefilmt werden - gelingt das, gelangt ihr in ein brandneues Herausforderungsgebiet. Der neue Dungeon kann euch bei erfolgreicher Bewältigung sogar neue Pokémon und seltene Items liefern, die ihr dann in das Hauptabenteuer übertragen könnt. All das erweitert zwar den Umfang, ist aber letztlich nicht mehr als eine nette Spielerei. Die zusätzlichen Items können eure Vorräte allerdings sinnvoll erweitern und einer größeren Auswahl an Pokémon wäre wohl auch niemand abgeneigt.

Ein weiterer Modus des Games ermöglicht es euch, eure anderen Pokémon im Paradies durch Dungeons zu lotsen, ganz ohne dass eure eigene Pokémon-Version dabei sein muss. Sie erleben im wahrsten Sinne des Wortes ihre ganz eigenen Abenteuer. Der lokale Multiplayer für bis zu vier Spieler dreht sich um eben dieses Modus und macht überdies auch noch ordentlich Laune. Auch stellen zukünftige DLC-Erweiterungen mehr Content in Aussicht. Auf der anderen Seite betrübt, dass im Spiel so einige Pokémon fehlen, die meisten legendären Pokémon können außerdem gar nicht erst rekrutiert werden.

Steuerung:
Über die Handhabung muss gar nicht erst groß schwadroniert werden - ein simples Vergnügen wird hier wohl jeder Spieler vorfinden. Der Protagonist wird per Circle Pad oder Steuerkreuz gelenkt, während im Kampf die Betätigung der L-Taste und der A-, B-, X- oder auch Y-Taste (je nach Attacke) ausreicht, um den nächsten Angriff zu starten. Kurzum: Monströs gut, perfekt gelungen!

Grafik:
Auch in technischer Hinsicht präsentiert sich Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit von der bestmöglichen Seite. Sowohl die Pokémon selbst als auch die Umgebung sehen großartig aus. Während man in den Vorgängern noch mit 2D-Sprites Vorlieb nehmen musste, beschert man uns nun sehr hübsche 3D-Modelle, welche die Taschenmonster trotz recht starrer Animationen sehr authentisch wirken lassen. Auch die farbenfrohe Gestaltung weiß zu überzeugen. Leider leiden die Dungeons häufig daran, dass sie sehr gleichförmig und monoton aussehen, gegenüber den früheren Teilen ist aber auch hier ein großer Fortschritt zu erkennen. Des Weiteren wissen auch die kurzen Zwischensequenzen, welche die Story erzählen, durch tolle Optik zu überzeugen. Anlass zur Kritik ist also kaum gegeben, da die technischen Möglichkeiten des 3DS zumindest gut genutzt werden. Lediglich die Schriftgeschwindigkeit in den Dialogen erscheint ein wenig langsam, oft ist in den langen Gesprächen zu viel Geduld gefragt.

Sound:
Lebendige, verspielte Melodien begleiten die Szenerien - zwar stechen die Musikstücke nicht besonders hervor, sie fügen sich allerdings ausnahmslos gut in das Geschehen ein und sorgen für die passende Atmosphäre. Nett anzuhören, nicht aufdringlich oder gar nervig - so muss eine gelungene Klangkulisse sein!

Fazit:
Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit überzeugt vor allem mit einem: Einer großen Prise Charme. Nicht nur Pokémon-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen, wenn sie mit ihrem putzigen Team durch finstere Dungeons und verborgene Höhlen wandern. Zwar ist die Story nicht sonderlich spannend und auch recht vorhersehbar, andererseits passt sie aber auch bestens zum kunterbunten, unbekümmerten Spielgeschehen. Die technische Präsentation ist einwandfrei, vor allem die optische Seite des Titels ist zu loben. Neue strategische Elemente wie die V-Winde bringen frischen Wind ins Spiel, auch wenn das grundsätzliche Gameplay aus den Vorgängern bekannt ist. Das Pokémon-Paradies kann mit seinen Aufbauelementen für Stunden begeistern, sodass sich der Umfang insgesamt sehr ordentlich darstellt. Auch nach dem Abspann kann noch Spielzeit eingeplant werden. Insgesamt ist demnach festzuhalten, dass Portale in die Unendlichkeit ein überaus gelungenes Spiel ist, das nicht nur für Kenner der Vorgänger interessant sein sollte. Das positive Gesamtbild dürfte über so manchen Moment der Langeweile in den gelegentlich monotonen Dungeons hinwegtrösten.

Möchte gleich auch real ein Pokémon sein und Dungeons unsicher machen: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Nicht nur für Pokémon-Fans: Tolles Dungeon-Abenteuer mit optischen Glanzpunkten

Wertung

STORY:

6.0

SPIELWELT:

8.0

GRAFIK:

8.0
8
von 10

Viele Pokémon...

Unterhaltsames Gameplay...

Farbenfrohe Grafik

Netter Soundtrack

Großer Umfang

Spielprinzip ideal für Handhelds

...aber leider nicht alle

...welches nicht genug Abwechslung bietet

Lahme Story

Teils gleichförmige Dungeons

Lange, träge Dialoge

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

9 Kommentare