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Spielname:
Aqua Moto Racing 3D

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
9,99 €

Publisher:
Zordix

Developer:
Zordix

Genre:
Racing

Release:
27.06.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Aqua Moto Racing 3D

Nicola Hahn, 27.07.2013

3710°

3

Test mögen: Weitersagen:

Mensch, haben wir damals Wave Race 64 auf dem Nintendo 64 vergöttert. Ihr würdet sicherlich zustimmen, dass es sich dabei damals um einen der besten Titel für die Konsole handelte. Wir gehen zumindest einfach mal davon aus. Um die guten alten Zeiten wiederzubeleben hat sich Entwickler Zordix das altgediente Gameplay zu Herzen genommen und mit Aqua Moto Racing 3D einen 3DS-Titel im vergleichbaren Stil im eShop veröffentlicht. Entpuppt es sich als der erhoffte geistige Nachfahre von Wave Race oder muss Nintendo selbst später die Zügel in die Hand nehmen um einen anständigen Nachfolger zu entwickeln? Dann lasst uns mal in die tiefen Gewässer düsen.

Notalgie pur und ein Hauch Neues
Die Grundzüge des Vorbilds lassen sich schnell wiederfinden: Mit einem Jetski fahren wir eine abgesteckte Route ab, die mit Bojen gekennzeichnet ist. An eben diesen befinden sich Pfeile, die anzeigen, wie wir die Bojen umfahren müssen und wo sich ungefähr die nächste befindet. Verpassen wir einen der schwimmenden Marker, indem wir falsch um ihn herum fahren, wird das als Fehler vermerkt – drei davon führen zur Disqualifikation. Auf der Strecke verteilt befinden sich Rampen, an denen sich auf dem Touchscreen gelistete Stunts ausführen lassen. Schaffen wir einen solchen Trick, gibt dies einen Bonus auf die Aufladung des Turbos, der voll aufgeladen dem Spieler einen kräftigen Schub gibt. Auch das Passieren von Bojen und sammeln von auf der Strecke verteilten Token lädt unseren Booster.

Soweit zum Gameplay, um welches natürlich auch ein umfangreiches Turnier gestrickt ist. Dieses hält sieben nacheinander freischaltbare Cups bereit. Im späteren Spielverlauf wird der Umfang auch um sieben weitere erweitert, bei denen es sich allerdings nur um gespiegelte Varianten vorheriger Strecken im Lichte des Abendrotes handelt. Mit Abschließen der Meisterschaften steigen wir auch im Rang auf und können so neue Jetskis erhalten. Die Wasserfahrzeuge kosten allerdings Geld, welches sich auf den Strecken durch Aufsammeln und Stunts verdient lässt. Aus unerfindlichen Gründen finden sich nämlich zahlreiche Münzen und Kisten auf den Strecken. Nicht dass es uns stört…

Harter Tobak zum langen Knabbern
Auf dem Wasser kreuzen aber noch andere Dinge unseren Weg ins Ziel: Die Gegner befinden sich dank stets aktueller Wasserfahrzeuge fast immer auf gleicher Augenhöhe wie wir, schwanken aber komplett unabhängig vom aktuellen Cup in ihrer Stärke. Nur durch die Benutzung des Turbos, den augenscheinlich nur wir zur Verfügung haben, und die stetige Aufrüstung unseres Fuhrparks geben uns die Chance, wenigstens die Top 3 zu erreichen. Das ist auch erstrebenswert, denn nur so zählt ein Cup als abgeschlossen, wodurch der nächste freigeschaltet wird. Bis man aber auf jeder Strecke den ersten Platz vorweisen kann, sind viele Neustarts und reichlich Geduld notwendig. Fährt man einmal auf eine Sandbank oder landet anderweitig auf dem Trockenen, dauert das Zurücksetzen eine ungemütliche Ewigkeit. Das ebnet der Konkurrenz den Weg zum Sieg, falls sich diese nicht auch irgendwie in Unannehmlichkeiten wie Glitches auf Inseln und Sandbänke verfängt, was in seltenen Fällen vorkommen kann. Im Gegensatz dazu wirkt das Streckendesign leider stellenweise nicht durchdacht und verwirrt auf manchen Kursen sogar durch unklare Verläufe. Da verlässt man sich lieber auf den Gegner-Schwarm, der immer den besten Weg abfährt.

Wo wir gerade bei Problemen sind: Technisch ist Aqua Moto Racing auch nicht ganz auf der Höhe. Die 3D-Grafik wirkt ganz nett und läuft auch flüssig, aber wehe man schaltet den Tiefeneffekt ein. Nicht nur ist der in der Darstellung fehlerbehaftet, er zwingt die Framerate auch noch gnadenlos in die Knie. Außerdem: Warum haben solche Titel eigentlich keinen internetfähigen Multiplayer-Modus? Nur über einen lokalen Modus lässt sich das Spiel mit anderen bestreiten. Wenigstens eine Online-Rangliste wäre doch noch drinnen gewesen. Stattdessen ist der Austausch eurer Bestleistungen nur per StreetPass möglich. Allerdings schwimmt Entwickler Zordix an anderer Stelle auf der Höhe der Zeit mit und hat mit dem letzten Patch ganze Arbeit geleistet und damit unter anderem einen Speicher-Bug beseitigt, der uns zuvor beim Test einige Nerven gekostet und Spielspaß geraubt hat.

Fazit:
Die klassische Wellenreiter-Musik dudelt durch die Gegend und die Jetskis sausen über Wellen. Ja, so sieht ein Wave Race-Klon aus. Negativ aufstoßen tun da leider der in der Meisterschaft oftmals stark schwankende Schwierigkeitsgrad, das fragwürdige Streckendesign, das den Spieler oftmals ins Nichts rauschen lässt oder die Sache mit dem gespiegelten Teil des Spiels, nur um doppelte Inhalt zu bieten. Neben der Kampagne lassen sich zwar auch Einzelrennen und Matches im lokalen Multiplayer fahren, sind aber nicht wirklich der Rede wert. Alles in allem hat die verwendete Engine mit ihrer netten Grafik und hübschen 3D-Effekten wohl mehr Potential als gezeigt wurde. Für mehr als einen leicht unterdurchschnittlichen Racer reicht es in diesem Fall allerdings nicht.

Hofft einen Patch mit Online-Multiplayer: Nicola Hahn [501.legion] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Zordix für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Potential für einen guten Jetski-Racer ist reichlich vorhanden, nur nutzen müsste man es schon noch.

Wertung

Ordentlicher Umfang…

Steuerung, Sound und Grafik sind angemessen

Lokaler Multiplayer…

…der allerdings bei den Kursen an Finesse vermissen lässt

…wobei uns eine Online-Komponente lieber wäre

Unausgegorener Schwierigkeitsgrad

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3 Kommentare