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Spielname:
Angry Birds Trilogy

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Activision

Developer:
Rovio

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
28.09.2012 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Angry Birds Trilogy

Paul Großmann, 17.10.2012

5495°

10

Test mögen: Weitersagen:

Endlich fliegen die Vögel wieder! Mit der Angry Birds Trilogy aus dem Hause Activison habt ihr nun auch auf dem 3DS die Möglichkeit, die wütenden Viecher gegen die Schweine ins Feld zuführen. Versammelt auf dem Modul befinden sich hier drei der bekanntesten Titel des finnischen Entwicklers Rovio Entertainment: das originale Angry Birds, das an verschiedene Jahreszeiten und Feiertage angelehnte Angry Birds Seasons und schließlich Angry Birds Rio, ein Movie tie-in zum Animationsfilm der Blue Skye Studios. Ob es sich auch für diejenigen unter euch lohnt, die Angry Birds schon in einer der verschiedenen Versionen (die es mittlerweile auf fast zwei Dutzend Plattformen gibt) besitzen, sich den Kauf zu überlegen, erfahrt ihr in unserem Test.

Böse Schweine
Gibt es eigentlich tatsächlich jemanden da draußen, der bis jetzt noch nichts von Angry Birds gehört, geschweige denn es gespielt hat? Nun, dann seid ihr hier genau richtig, ich gebe euch eine kleine Einführung in das Thema. Zur Story: die namensgebenden Angry Birds sind sauer auf eine Bande von grünen Schweinen, da diese ihnen ihre Eier gestohlen haben. Um den ungeborenen Nachwuchs aus den Klauen der Schweine, welche sich in verschiedenen Bauwerken versteckt halten, zu befreien, haben sich die gefiederten Flattermänner allerdings etwas einfallen lassen: mit einer überdimensionierten Schleuder katapultieren sie sich selbst auf die Bauten (die unter anderem aus Glas, Stein oder Holz bestehen), welche die Schweine als Verstecke nutzen.

Als „Wurfgeschosse“ stehen euch diverse Vögel mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Effektivität zur Verfügung. Z.B. ist der kleine blaue Vogel, der sich verdreifachen kann, besonders wirkungsvoll gegen Glas, der gelbe Vogel fliegt sehr schnell und zerstört am besten Holz, wohingegen der mächtige Adler direkt alle Schweine zerstört. Das sind nur einige der Vögel, die ihr verwenden könnt. In voller Gänze stehen euch neun Tiere zur Auswahl, um den grünen Säuen das Leben schwer zu machen. Auch diese unterscheiden sich in Größe und Stärke.

Auf sie mit Gezwitscher!
Euer Ziel ist es nun in jedem Level, derer es 700 gibt, alle Schweinebauten samt ihrer grünen Bewohner von der Levelkarte zu schießen. Jedes geschlachtete Schwein und jede Zerstörung an deren Verstecken füllt euer Punktekonto. Bonuspunkte gibt es für übrig gebliebene Vögel. Es lohnt sich also, die Level mehrfach anzugehen und zu schauen mit welcher Taktik man am wenigsten von der tierischen Munition verfeuert, dabei aber gleichzeitig am meisten Schaden anrichtet. Je mehr Punkte ihr sammelt, umso größer wird die Chance, dass ihr die drei Sterne, die es pro Level zu erreichen gilt, euer Eigen nennen könnt. Die Auswahl (Anzahl, Vogelart und Reihenfolge) der Vögel die ihr nutzen könnt, ist für jeden Level von vornherein festgelegt.

Neben den -zumindest laut Verpackung- mehr als 100 Stunden Spielspaß, die ihr mit den drei Hauptspielen verbringen könnt(et), wurden der Trilogie zusätzlich auch noch ein paar 3DS-Features spendiert. Neben der obligatorischen Nutzung des (sehr schwachen) 3D-Effekts und der Stylus-Steuerung werden auch Online-Ranglisten und die StreetPass-Funktion unterstützt. Diese gibt euch die Möglichkeit, Melodien für die Vögel zu erstellen und diese dann auf die Reise zu schicken. Trefft ihr auf andere Angry Birds-Spieler, werden die Melodien ausgetauscht und ihr erhaltet ein „Geschenk“. Leider war es mir nicht möglich eine andere Person ausfindig zu machen, die ebenfalls Angry Birds Trilogy spielt, allerdings klingt es in der Theorie nach einem netten Zusatz. Obendrauf gibt es noch 19 zusätzliche Levels, die ihr freischaltet wenn ihr alle drei Hauptspiele abgeschlossen habt.

Steuerung:
Die Angry Birds Trilogy gibt euch die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Steuerungsvarianten. Zum einen ist es möglich das Spiel per Stylus auf dem Touchscreen zu steuern, was im Menü ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, da ihr die einzelnen Menüpunkte mit der Vogelschleuder auswählen müsst. Das führt hin und wieder dazu, dass ihr daneben zielt oder gar nicht trefft. Abhilfe schafft hier das Digipad, mit welchem ihr auch durch die Menüs navigieren könnt. Die andere Möglichkeit der Steuerung lässt euch das Schiebepad und die Buttons des 3DS nutzen. Und obwohl das Spiel aufgrund seiner Smartphone-Herkunft auf das Steuern via Touchscreen ausgelegt ist, lässt es sich mit Schiebepad und Knöpfen doch etwas komfortabler spielen. Schließlich wird dabei der Bildschirm nicht von den Händen verdeckt, was der Übersicht zugutekommt.

Grafik:
Grafisch dürft ihr hier natürlich kein Feuerwerk erwarten, auch wenn der Zeichenstil ziemlich charmant ist - was sich vor allem in den niedlich gemachten Zwischensequenzen bemerkbar macht. Die Spiele wurden im Vergleich zu den Ursprungs-Versionen leicht überarbeitet. Das erkennt man vor allem daran, dass nun ein wenig mehr auf dem Bildschirm los ist. So bewegen sich beispielsweise Blumen und Bäume im Wind, oder es fliegen Pollen und Ballons über den Bildschirm. Ein Wort noch zum 3D-Effekt: Spart die Akkuleistung und lasst den 3D-Regler unten. Es macht einfach (fast) keinen Unterschied, ob der 3D-Effekt an- oder ausgeschaltet ist, die optische Auswirkung ist einfach zu marginal.

Sound:
Musikalisch könnt ihr euch über verschiedene Musikstücke und Jingles freuen (oder ärgern) die von eingängig bis leicht nervend reichen. Allen voran die von Ari Pulkkinen komponierte Titel-Melodie wird euch noch für einige Tage nach dem ersten Spielen im Ohr haften bleiben. Schön ist auch, dass jeder der Vögel eine eigene „Stimme“ verpasst bekommen hat und ihr selbst erdachte Melodien aufnehmen könnt, um diese dann samt dem dazugehörenden Vogel via StreetPass auf Reisen zu schicken. Alles in allem kann man den Soundtrack als durchaus gelungen bezeichnen, auch wenn er sicher nicht jedermanns Geschmack treffen wird.

Fazit:
Wie bewertet man ein Spiel, dass eine wenig aufgebohrte Version eines drei Jahre alten Smartphone-Titels ist, und obendrein noch zu einem ziemlich unverschämten Preis im Laden steht? Schließlich kann man Angry Birds für so manches System sogar kostenlos bekommen. Fest steht jedenfalls, dass ihr die Finger von der Angry Birds Trilogy lassen solltet, wenn ihr bereits eines der enthaltenen Spiele auf dem Handy, PC oder einer beliebigen anderen Plattform euer Eigen nennt. Es wird euch einfach zu wenig Neues fürs Geld geboten. Zumal das Spiel auf kurze Runden für zwischendurch ausgelegt ist und ein 3DS einfach langsamer in Gang kommt als ein Smartphone. Gehört ihr aber zu den Menschen, die jetzt gerade zum ersten Mal von dem Thema hören, die keine andere Möglichkeit haben außer den 3DS, um das Spiel zu zocken oder seid ihr ein Hardcore-Fan der einfach ein Modul im Schrank stehen haben will, dann ist das hier eure Chance, die (fast) volle Packung Angry Birds zu bekommen. Die Spiele selbst gehören zu den größten Süchtigmachern der jüngsten Videospielvergangenheit und sind vom Spielspaß her so ziemlich die Speerspitze in ihrem Genre. Das ändert allerdings nichts daran, dass man sich hier des Eindrucks der schnellen Geldmacherei nicht erwehren kann. Wäre es ein eShop-Titel, würde ich eine uneingeschränkte Empfehlung für alle aussprechen. Aber so bleibt es bei den oben genannten Personen als Zielgruppe. Schade!

Hört sein Schwein pfeifen: Paul Großmann [catabombs] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Activison für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Nette Sammlung, die sich als Vollpreis-Titel selbst Steine in den Weg legt.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

8.0

STEUERUNG:

7.0

PREIS-LEISTUNG:

2.0
6
von 10

3 Spiele auf einem Modul...

Absolut süchtig machendes Spielprinzip

...allerdings zu einem fragwürdigen Preis

3D-Effekt ist ein Witz

Kaum Langzeitmotivation

Wie werten wir?

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10 Kommentare