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Spielname:
Freakyforms Deluxe: Deine Geschöpfe, quicklebendig!

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Asobism, Co. ltd.

Genre:
Sonstiges

Release:
28.07.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Freakyforms Deluxe: Deine Geschöpfe, quicklebendig!

Review: Freakyforms Deluxe: Deine Geschöpfe, quicklebendig!

Tjark Michael Wewetzer, 31.07.2012

5466°

3

Test mögen: Weitersagen:

Wer ein neues Videospielgerät auf den Markt bringt, braucht auch Spiele dafür. Diese Regel gilt augenscheinlich nun auch für Hardware-Revisionen, denn extra für den Release des 3DS XL bereitete Nintendo in Europa zwei Titel vor, die zeitgleich mit dem neuen Modell in den Handel wanderten. Bei einem dieser beiden Experimente handelt es sich kurioserweise um Freakyforms Deluxe: Deine Geschöpfe, quicklebendig!. Warum kurios? Nun, es gibt seit November 2011 eine wesentlich günstigere eShop-Version des Bastel-RPGs. Anstatt nun aber einfach auf den alten Test zu verweisen und die Sache für gegessen zu erklären, wollen wir Neulingen im Formi-Land zuerst noch einmal in aller Kürze alles zum bereits aus der Download-Variante bekannten Gameplay erklären, während wir uns ab dem Punkt „Die Deluxe-Behandlung“ den Neuerungen der im normalen Laden erhältlichen Version widmen.

Planet3DS wird Wirklichkeit!
Freakyforms beauftragt euch mit dem Aufbau eines Planeten. Genauer gesagt sollt ihr diesen mit kunterbunten Kreaturen bevölkern, die gemeinhin als Formis bekannt sind. Nachdem ihr eurem Stern einen Namen gegeben habt, müsst ihr jeweils fünf Figuren basteln, um ihn ein Stückchen größer werden zu lassen. Auf diese Weise schaltet ihr neue der insgesamt vier Areale frei oder erweitert diese - alles schrittweise und linear. Und natürlich dürft ihr das, was ihr erschaffen habt, auch mit euren Kreaturen erkunden.

Der Fokus liegt damit, wenig überraschend, auf dem Editor. Mithilfe des simplen Baukastens wählt ihr aus, welche Teile ihr in eurer Schöpfung verbauen wollt, und setzt diese per Drag and Drop zusammen. Zu Beginn seid ihr hierbei noch stark limitiert, mit der Zeit schaltet ihr aber neue Bauteile frei und dürft diese dann nach Belieben drehen, strecken, vergrößern und anders anpassen. Mit viel Geduld und Kreativität lassen sich hier trotz einiger Beschränkungen -euer Formi kann zum Beispiel lediglich aus maximal 20 Teilen bestehen- interessante Charaktere erstellen und sowohl per StreetPass als auch über QR-Codes unter die Leute bringen. Und damit hören die Anpassungsmöglichkeiten auch noch nicht auf: Im Spielverlauf dürft ihr diverse Umgebungsobjekte wie Häuser, Büsche oder Wolken nach euren Wünschen bearbeiten.

Hauptjob: Mädchen für alles
Dazu wollen diese Dinge jedoch erst einmal entdeckt werden. Dazu begebt ihr euch mit eurem neu erstellten Formi auf Erkundungstour und hopst fröhlich durch die 2D-Landschaften, um nach Schlüsseln für Truhen zu suchen, die euch wiederum Geld zum Teilekauf oder besagte Landschaftselemente verschaffen, oder Aufträge für herumstreunende Formis zu erledigen. Mit letzteren werdet ihr euch primär beschäftigen, da ihr mit dem Abschluss der zufälligen Aufgaben die Teile des betreffenden Formis im Shop freischaltet. Allerdings fallen diese Mini-Missionen eher simpel und eintönig aus. Mal müsst ihr eine Kreatur zu einem anderen Ort transportieren, dann eine bestimmte Anzahl von Blöcken zerstören oder vielleicht auch bestimmte Früchte essen.

Die belanglosen Aufträge erinnern ein wenig an Animal Crossing, nur dass sie den Charme der NPC-Persönlichkeiten vermissen lassen. Überhaupt können die Entdeckungsreisen schnell langweilig ausfallen. Vielleicht ist es daher gar nicht mal so schlecht, dass ihr durch die begrenzte Anzahl an Formi-Herzen, die ihr zur Erstellung braucht und die sich über einen längeren Zeitraum langsam regenerieren, euch zu kürzeren Sessions am Stück zwingt.

Die Deluxe-Behandlung
Bis hierhin kennt man alles von der Download-Version für 6 Euro. Aber welchen Mehrwert bieten denn nun die Freakyforms Deluxe? Leider keinen allzu großen. So gibt es erstmal direkt 40 neue Formis samt dazugehöriger Bauteile zum Basteln sowie einen Satz neuer Pseudo-Achievements für die hinzugefügten Spielemente. Auch wurde ein kleiner Mehrspielermodus hinzugefügt, bei dem bis zu vier Leute versuchen, das gelungenste Formi zu erstellen. Dies geht sogar mit nur einer 3DS-Karte und alle Teilnehmer können die so gebastelten Wesen auf ihrer SD-Karte als QR-Code zur Verteilung sichern. Die größte Neuerung findet sich jedoch in den erkundbaren Arealen des Spiels.

So gibt es hier einerseits mehr Variation. Habt ihr in der ursprünglichen Fassung in den vier Arealen stets die selben Umgebungen aufgetischt bekommen, könnt ihr nun zufällig in einem anders gestalteten Gebiet landen. Außerdem verbirgt sich in jeder Umgebung auch ein Dungeon, den ihr betreten könnt. Hier müsst ihr dann mehrere Ebenen erkunden, Juwelen zum Passieren von Toren einsammeln und gegen böse Formis kämpfen. Schade nur, dass die Untergrundlevel wie auch die Aufgaben an der Oberfläche eher eintönig ausfallen und die Gefechte vollautomatisch ablaufen. Soll heißen: Ihr braucht schlicht und ergreifend nur Glück, um die Kämpfe zu bestehen. Zwar könnt ihr diesem durch bestimmte Formi-Teile oder ausrüstbare Spezialfähigkeiten nachhelfen, wirklich spannender macht es die Angelegenheit aber auch nicht. Schade eigentlich. Aber hey, immerhin entfällt im Dungeon das Zeitlimit.

Steuerung:
Die Formis werden komplett über den Touchscreen gelenkt. Leider ist diese Art der Kontrolle äußerst dürftig umgesetzt worden. Zwar könnt ihr eure Schöpfung auch durch Halten des Touchscreens nahe eines Bildschirmrandes zum Gehen bzw. Schweben und Schwimmen bewegen, allerdings lässt das Tempo mit den Füßen zu Lande doch etwas zu wünschen übrig. Viel häufiger erwischt ihr euch dabei, hüpfend Distanzen zurückzulegen - und hier fällt die Sprungsteuerung, die mit ihrem Aufziehmechanismus mehr an das Bedienen einer Steinschleuder erinnert, unerfreulich ungenau auf. Man kann sich an alles gewöhnen, klar, nur wirklich optimal steuert sich das Spiel nie.

Grafik:
3D-Regler nach unten, das Spiel ist eine strikte 2D-Angelegenheit. Okay, es gibt schon einen leichten Tiefeneffekt durch verschiedene Hintergrundebenen, die sind aber vernachlässigbar. Dafür wirkt der Scherenschnitt-Cartoon-Stil des Spiels an und für sich ziemlich gut. Freakyforms mag zwar nicht der grafisch anspruchsvollste Baukasten überhaupt sein, doch der Stil passt und wenn einem etwas nicht gefällt, kann man es in vielen Fällen sogar anpassen. Immerhin.

Sound:
Die Geräuschkulisse jedoch strapaziert gerne mal eure Nerven. Das Spielmodul birgt ein paar äußerst merkwürdige Melodien, die zur schrägen Atmosphäre zwar passen, aber doch irgendwie lustlos vor sich hindudeln. Wirklich nervig können allerdings die Sprunggeräusche ausfallen, die euer Formi von sich gibt. Mit der Zeit haben wir schlicht und ergreifend unseren Lautstärkeregler nach unten wandern lassen.

Fazit:
Machen wir es kurz und schmerzlos: Freakyforms Deluxe: Deine Geschöpfe, quicklebendig! ist, wie der eShop-Download zuvor, als Kreaturenbastelkasten auf jeden Fall zumindest einen Blick wert. Das Spiel lebt von seinem reichhaltigen Editor und kreative Schöpfer freuen sich mit Sicherheit über die neuen Bauteile, die die Deluxe-Version mit sich bringt. Das restliche Spielerlebnis bleibt aber nach wie vor dürftig: Die Umgebungsabklapperei wird schnell langweilig, die optionalen Aufträge bringen auch nicht wirklich viel Abwechslung rein und die Dungeons schreien durch ihr übermäßig simples Design geradezu nach einer verpassten Chance. Solltet ihr euch ernsthaft für Freakyforms interessieren, reicht auch der wesentlich günstigere Download aus. Die Neuerungen dieser Fassung hier sind hingegen nett gemeint, aber den Modulkauf nur für beinharte Formi-Bastler wert. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn man die neuen Inhalte einfach als DLC-Erweiterung angeboten hätte.

Patchwork-Formischrauber: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Finger weg!
Deine Wertung:

-
Als Kreatureneditor toll, spielerisch eher mäßig. Interessierte sollten beim eShop-Download bleiben.

Wertung

GESTALTUNGSFREIH.:

9.0

ABWECHSLUNG:

4.0

STEUERUNG:

6.0
5
von 10

Vielfältiger Baukasten

In kleinen Dosen nett

Eintöniges Erkunden

Übermäßig simple RPG-Elemente

Mäßige Soundkulisse

Kaum größerer Mehrwert gegenüber der eShop-Version

Wie werten wir?

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3 Kommentare